Folge 49 - Wie schaffe ich Sicherheit in Corona-Zeiten?
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Anordnung der Arbeitsplätze mit 2m Abstand
Die Arbeitsplätze im Büro wurden so angeordnet, dass zwischen gegenüberliegenden Sitzplatzteams ein Abstand von zwei Metern gewährleistet ist. Diese Maßnahme dient der physischen Distanzierung und minimiert das Risiko einer Ansteckung am Arbeitsplatz.
“die Arbeitsplätze so angeordnet sind, dass wenn sich ein Sitzplatzteam gegenüber sitzt, auch tatsächlich der zwei Meter Abstand entsprechend gewahrt ist.”
segmentQuellmaterial (21)
Wie schaffe ich Sicherheit in unsicheren Zeiten, Einmal mehr jetzt in Zeiten dieser Corona Pandemie, auch als Unternehmerin, als Unternehmer für mein Team?
Die Frage steht heute im Mittelpunkt von Business Gladiators unplugged und ich spreche leidenschaftlich gerne darüber, weil ich davon überzeugt bin, dass es die Aufgabe ist von Unternehmerinnen und Unternehmern in dieser Zeit sehr Sicherheit zu geben, Weil was eine Pandemie ungeahnten Ausmaßes tut mit Menschen, das steht ja völlig außer Frage. Es löst massive Unsicherheit aus in so vielfältiger Art und Weise. Und auch wenn sich der Nebel an so vielen Stellen mittlerweile ja langsam lichtet und klar ist, womit wir es zu tun haben, was wir dagegen tun können, wie wir uns schützen können und so weiter und so fort, so ist es doch ein Funken an Restunsicherheit im Blick nach vorne und auch in die Zukunft der Menschen beschäftigt.
Und da stellt sich einmal mehr die Was ist der Beitrag, den Unternehmerinnen und Unternehmer leisten, um hier Sicherheit zu schaffen und zu geben in dieser wirklich entscheidenden Zeit? Und genau da möchte ich heute drei Gedanken mit dir teilen, drei Gedanken und drei Ebenen, wenn du so willst, auf denen wir in meinen Unternehmen versuchen, Sicherheit zu geben. Ich versuche es sehr praktisch zu halten und dich daran teilhaben zu lassen, was wir tun im Unternehmen oder in meinem Unternehmen, um hier einen sicheren Rahmen zu schaffen. Ich möchte mit den sehr grundlegenden Dingen beginnen. Hier geht es um die körperliche Sicherheit, also wirklich um den faktisch sicheren Rahmen, damit niemand in meinem Unternehmen sich ansteckt, zumindest nicht im betrieblichen Kontext ansteckt, was wir hier tun, um nach Kräften zu versuchen, das zu vermeiden.
Wir haben von Anfang an für uns entschieden, dass wir hier uns an die eher strenge Richtlinien natürlich auch orientieren.
Nicht nur, weil wir als Unternehmen Vorbildwirkung haben, weil wir an vielen Stellen ja auch in diesem Bereich tätig sind sind, etwa in unserer Tätigkeit für das Rote Kreuz, wo wir hier kommunikativ unterstützend wirken, sondern auch sonst wir in unserer Exponiertheit absolute Vorbildwirkung haben, auch wollen, nicht nur müssen. Das heißt, wir haben von Anfang an unser Office darauf ausgerichtet, dass Abstandsregeln auch penibel eingehalten werden, auch die Arbeitsplätze so angeordnet sind, dass wenn sich ein Sitzplatzteam gegenüber sitzt, auch tatsächlich der zwei Meter Abstand entsprechend gewahrt ist. Dort, wo das nicht der Fall war, haben wir mit Trennwänd, Plexiglas Trennwänden entsprechend gearbeitet, um hier dementsprechend abzusichern Wir haben auch, und das ist wahrscheinlich der wichtigste Teil oder die beiden wichtigsten Teile, zum einen auch in unseren Betrieben natürlich auf entsprechende Maskenpflicht gesetzt. Das heißt, wer bei uns den Arbeitsplatz verlässt und damit mobil unterwegs ist und so den Abstand nicht mehr garantieren kann, trägt bei uns im Unternehmen Maske. Wir haben selbstverständlich den Remote Betrieb ausgerufen, auch in den entsprechenden Lockdowns und dafür gesorgt, dass unsere Mitarbeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zu Hause arbeiten und haben aber auch in den letzten Lockdowns das Büro nicht mehr gesperrt. Das heißt, diejenigen, die einfach zu Hause keine guten Umstände vorgefunden haben, was die Arbeitsausstattung betrifft, was vielleicht das Umfeld betrifft, natürlich auch familiärer Natur, weil es nicht einfach ist, neben zwei kleinen Kindern auch zu arbeiten, die haben bei uns immer stets die Möglichkeit gehabt, auch das Büro im Betrieb entsprechend unter den Sicherheitsvorkehrungen zu nutzen. Um das neben der Maskenpflicht noch sicherer zu gestalten, haben wir eine Teststrategie entwickelt, eine unternehmensinterne Teststrategie, wo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei uns im Unternehmen mittlerweile täglich getestet werden. Also immer, dann, wenn sie vorhaben, das Büro zu besuchen, werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Antigen Schnelltests entsprechend getestet, sodass in unserem Büro ausschließlich negativ getestete Personen unterwegs sind. Ich glaube, das ist der Beitrag, den wir als Unternehmen leisten können. Wir hoffen ja, dass vielleicht nur noch einige Monate auch entsprechend dauern wird, aber über diese Monate ist das auch das Geld, das wir in die Hand nehmen, um hier einen sicheren Rahmen, wirklich einen sicheren Rahmen für die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen, mit täglichen Tests, mit entsprechender Maskenpflicht, wer den Arbeitsplatz verlässt, mit dem Sicherstellen des Warens, der Abstandsregeln und mit der Maße der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice. Neben der körperlichen Gesundheit und der körperlichen Sicherheit, die ja zweifelsfrei das wichtigste Grundbedürfnis ist, setzen wir vor allem auch darauf, die mentale und psychische Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Zeit stark zu halten.
Wir versuchen hier sehr viel zu tun. Wir haben eine sehr ausgeprägte Unternehmenskultur und versuchen die in dieser Zeit wirklich zur vollen Entfaltung und Wirkung zu bringen, indem wir zum Beispiel dafür sorgen, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter innerhalb des eigenen Teams mindestens zweimal täglich einen schnellen und doch auch wirksamen Check in mit dem Team über Videokonferenz hat. Das heißt, es sind ganz kurze Videokonferenzen, wo man zumindest zweimal täglich alle Kolleginnen und Kollegen aus der eigenen Unit auch sehen kann, einen kurzen Austausch macht, vielleicht ein paar nette Worte teilt und so auch wirklich sich fühlt als Teil dieses Teams und nicht allein gelassen. Ich halte das für entscheidend. Für uns war wirklich das Motto prägend niemand bleibt zurück. Wir haben dafür gesorgt, dass es keine einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt, die nicht Teil einer Teamstruktur sind und sorgen über diese zweimaligen Check ins jeden Tag dafür, dass diese Nähe auch entsprechend bestehen bleibt. Wir bieten unserem Team in dieser Zeit mehr denn je auch Coaching und Unterstützung an, einerseits über regelmäßige One on one Treffen und Check ins mit der jeweiligen Führungskraft, die auch bei uns immer wieder weitergebildet werden, um solche Gespräche auch gut zu führen, um das persönliche Wachstum hier zu fördern, um auch mit Menschen einzusteigen, wenn sie mal anstehen und nicht weiter wissen. Wir gehen sogar so weit, dass wir dann, wenn wir merken, ein Thema geht tiefer oder jemand stößt hier wirklich an seine Grenzen, wir dann auch mit externem Coaching unser Team entsprechend unterstützen.
Eine Sache, die wir in diesem Zusammenhang eingeführt haben, auf die bin ich besonders stolz. Wir haben das in allen Lockdowns immer wieder veranstaltet. Ich habe ja persönlich für meine Unternehmer Community irgendwann den sogenannten Growth Club ins Leben gerufen, eine Live Videosession, wo wir zu unterschiedlichsten Themen auch eingestiegen sind und ich beschlossen Ich mache das auch für meine Firma, ich mache das exklusiv für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Und wir haben diesen Growth Club ausgerufen und uns wirklich auch diese Themen gegeben. Wie stärken wir uns in dieser Zeit? Wie kommen wir da durch? Wie sorgen wir dafür, dass uns nicht die Decke auf den Schädel fällt? Wie tauschen wir uns da auch aus zu diesen Themen?
Also wie sprechen wir auch offen darüber, was uns in der Zeit gerade schwerfällt und wie können wir uns gegenseitig unterstützen? Es war ein wunderbares Peergroup Format, das wir hier gestaltet haben und das hat sehr viel beigetragen, habe ich den Eindruck, auch zur inneren Stärke unseres Teams. Und zu guter Letzt geht es natürlich auch um eine gewisse wirtschaftliche Sicherheit.
Neben der körperlichen Sicherheit, der mentalen, psychischen Sicherheit geht es auch um die wirtschaftlich ökonomische Sicherheit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich bin sehr, sehr dankbar dafür, dass ich in meinen Unternehmen keine Kurzarbeit anmelden musste. Ich bin sehr, sehr dankbar dafür, dass wir keine auch Staatshilfen in Anspruch nehmen mussten.
Ich bin wirklich dankbar dafür, dass uns das erlaubt war. Und das ist ja nicht, weil wir so toll sind, sondern das ist, weil wir so großartige Kundinnen und K haben aus so vielen Bereichen, die Gott sei Dank auch in dieser Zeit mit uns aktiv waren. Also es ist unseren Kunden zu verdanken, die uns die Treue gehalten haben, dass das nicht notwendig war.
Aber es ist auch uns zu verdanken als Unternehmen, als Team, weil wir in den letzten Jahren auch darauf geschaut haben, eben gut zu wirtschaften und einen Polster anzulegen. Ein Polster, der uns jetzt von Anfang an auch das Signal gegeben Wir halten das locker durch, auch wenn es dazwischen mal schwierig werden wird. Und dass das bei vielen Unternehmen anders war, ist mir bewusst, dass viele auch unverschuldet durch Lockdown und behördliche Schließungen in eine Situation gekommen sind, wo sie finanzielle Schieflagen vor sich gehabt haben, ist mir auch klar. Was ich damit sagen will, ist nicht, dass wir da so besonders wären oder so viel weitblickender gewesen wären. Was ich mit diesem Punkt strapazieren will, ist, dass es einmal mehr ein Zeichen dafür ist, dass wir auch darauf schauen müssen, dass Unternehmen dauerhaft rentabel sind, dass sie in der Lage sind, Polster aufzubauen. Ich habe den Eindruck, es ist in den vergangenen Jahren immer wieder auch gerade auch in unseren Gefilden modisch geworden, Unternehmen zu verteufeln, die Gewinne schreiben und dann zu sagen, das sind böse Unternehmen, weil die verdienen zu viel. Ich glaube, das sind die Unternehmen, die jetzt dann hoffentlich kein Geld beansprucht haben, weil sie Gott sei Dank gute Polster hatten. Ich glaube, wir müssen auch wieder in eine Haltung kommen, wo wir Unternehmen, die Gewinne schreiben, applaudieren, weil das sind stabile Unternehmen, das sind gesunde Unternehmen. Es darf nicht modisch werden oder zum guten Ton werden, ein Unternehmen zu sein, das immer nur so knapp davonkommt, weil es dann so nobel ist und so ehrenwert und so ehrenhaft, weil die verdienen dann kein Geld und das ist dann irgendwas Nobles. Nein, davon halte ich überhaupt nichts. Ich glaube, wir brauchen gesunde Unternehmen, starke Unternehmen. Und ja, das heißt eben auch profitable Unternehmen.
Das sind die Unternehmen, die sich dann hinstellen sollen und ja auch müssen. Davon bin ich schon überzeugt und sagen müssen, wir stemmen das aus eigener Kraft. Das kann einen Stolz machen. Und deswegen glaube ich wirklich, sind diese drei Dinge, die es braucht, um auch dem Team Sicherheit zu geben.
Es geht um die körperliche Sicherheit, die Gesundheit, dass man einfach einen sicheren Rahmen schafft in Covid Zeiten, wo Menschen, die hier vielleicht auch Angst haben und ich will das nicht werten. Wir sind hier kein Podcast, kein Medizin Podcast, der erörtert die Gefahren der Corona Pandemie oder wie gefährlich oder nicht gefährlich. Ich bin kein Mediziner, ich habe keine Ahnung.
Ich vertraue darauf, was ich hier höre und es ist nicht an mir, das zu bewerten. Aber was ist meine Aufgabe als Unternehmer? Es ist meine Aufgabe zu akzeptieren und zu respektieren, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlich Ängste und Sorgen haben in unterschiedlicher Ausprägung.
Die einen sind sorglos, die anderen haben große Angst. Beides gibt es. Wer bin ich darüber zu urteilen. Also ist es meine Aufgabe als Unternehmer, hier einen sicheren Rahmen zu schaffen, wo auch diejenigen sich sicher fühlen, die ausgeprägtere Sorgen oder Ängste haben. Das gilt auch für die psychisch mentale Gesundheit.
Ich glaube, das ist der größte Beitrag, den Unternehmen leisten können, hier was zu tun, damit hier Menschen sich nicht alleine fühlen, damit Menschen sich als Teil eines starken Teamgefüges fühlen, damit Menschen Nähe empfinden, Austausch empfinden. Das ist unser Job als Unternehmerin, als Unternehmer. Und das Dritte ist unser Job auch für entsprechend finanziell wirtschaftliche Stabilität vorzusorgen. Zu sorgen ist natürlich leicht gesagt. Wenn es zu spät ist, dann ist schwer sorgen für finanzielle Stabilität.
Dann geht es nur über Staatshilfen, über Banken, über Finanzierung vorzusorgen ist der Aspekt. Und wenn das bis jetzt nicht geschehen ist, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, damit zu beginnen. Es ist für uns das Wichtigste, dass wir rentable und profitable Unternehmen ausbauen, genau aus den Gründen. Und wenn ich einen Punkt hier heute mitgeben darf, dann ist es der Hör mal auf diejenigen in den Himmel zu heben, die so brav und so ehrenwert sind und da Nullbudget, schwarze Nullunternehmen führen, weil die ja sich selber dann so kasteien und sich so zurücknehmen, dann, dass ja nichts übrig bleibt. Was ist denn da Nobles dran in Zeiten der Krise, wenn diese Unternehmen dann vom Platz gefegt werden? Ich finde die Verantwortung des ordentlichen Kaufmanns, wie es so schön heißt, der einfach seine Verantwortung auch wahrnimmt, ist es Stabilität herbeizuführen, auch durch Rentabilität.
Und das ist nicht von heute auf morgen herstellbar und das ist auch nicht von heute auf morgen aufholbar. Aber es ist mehr denn jetzt ein Zeichen, damit zu beginnen. Heute ist der beste Tag, um darüber nachzudenken, wie man das die nächsten Jahre gestalten kann, um ein Polster aufzubauen.
Weil nächstes Mal ist es vielleicht keine Virus Pandemie, da ist es vielleicht irgendwas anderes, vielleicht ist es ein Blackout oder vielleicht ist was auch immer, ich hab keine Ahnung, die letzte Finanzkrise diesmal ist eine Viruskrise. Es ist ja völlig wurscht. Alles ist in Wellenbewegungen, Krisen kommen immer wieder und die Frage ist, wie sind wir darauf vorbereitet?
Und mein Appell heute an dich, bereite dich darauf vor und schaffe Sicherheit in diesen drei Bereichen, die ich dir genannt habe. Ich freue mich sehr über dein Feedback zu diesem heutigen Podcast, der etwas länger geworden ist, ausnahmsweise. Aber wenn ich leidenschaftlich bei der Sache bin, dann gibt es kein Halten mehr. Und deswegen schick mir für die nächsten Male bitte deine Frage. Schau auf philippmarathaner com Podcast, schick mir deine Frage und dann geht's nächstes Mal genau darum. Ich freue mich auf dich. Danke fürs Zuhören und Einschalten. Bis bald. Alles Liebe.