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Folge 143 - Führung_ Warum haben meine Mitarbeiter_innen so eine kurze Zündschnur_

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Erkenntnis

Aktueller Arbeitsmarkt ist ein Arbeitnehmermarkt

Der gegenwärtige Arbeitsmarkt ist durch eine starke Position der Arbeitnehmer gekennzeichnet. Angestellte und Mitarbeiter sind in der Lage, die Bedingungen ihrer Beschäftigung maßgeblich zu beeinflussen und zu diktieren. Dies stellt eine Umkehrung der historischen Machtverhältnisse dar.

Originalzitat

Wir sind in einem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmermarkt. Das heißt, Angestellte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diktieren im Wesentlichen die Bedingungen.

Verbindungen (3)

segmentQuellmaterial (35)

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Warum haben meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so eine kurze Zündschnur, Eine wunderbare Frage, oder? Ich habe ein tolles Wiedersehen gehabt mit befreundeten Unternehmerinnen und Unternehmern vergangene Woche und die haben mir eine Geschichte erzählt. Ein Unternehmer hat ein kleines Team, ich glaube von fünf Leuten und hat plötzlich die Situation gehabt, dass mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, also konkret drei an der Zahl, gemeinsam auf Urlaub gehen wollten. Und er hat gemeint, das ist nicht möglich. Woraufhin die große Frustration, der große Ärger, der große Zorn, die große Verständnislosigkeit ausgebrochen ist, was das denn soll, dass man hier nicht einmal auf Urlaub gehen kann, wie man auf Urlaub gehen möchte. Ein anderes Beispiel aus der gleichen Runde, auch kleineres Unternehmen, knapp zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wo auf einmal zwei auf die Idee gekommen Naja, das mit dem Homeoffice ist eigentlich ganz lässig und sie sind nicht aus Österreich und haben in einem Nachbarland oder nahen Land ihre eigentliche Heimat. Sie könnten ja dort jetzt einmal zwei Monate hingehen und einfach aus dem Homeoffice weiterarbeiten, woraufhin der Chef oder die Chefin in dem Fall gemeint Also ganz so geht es nicht. Wir brauchen schon eine gewisse Beständigkeit im Team und auch im Miteinander vor Ort, woraufhin eine Welt zusammengebrochen ist und es zur Katastrophe ausgeartet ist und die Mitarbeiterin und der Mitarbeiter gekündigt hätten und vielleicht sogar schon gekündigt haben. Und ich höre immer wieder solche Geschichten aus den Unternehmen, dass sich die Unternehmerinnen und Unternehmer überfordert fühlen, überfordert fühlen von dem, was da aktuell verlangt wird von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, was eingefordert wird.

auto_storiesMitarbeiter fordern gemeinsamen Urlaub und Homeoffice aus dem AuslandlightbulbUnternehmer fühlen sich von Mitarbeiterforderungen überforderthelpWarum haben meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so eine kurze Zündschnur?
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Und wir diskutieren das ja rauf und runter auch schon in einem der anderen Podcasts, Vier Tage Woche, zwei und dreiig Stunden Woche, Home Office, völlig freies Arbeiten, hybrides Arbeiten, komplett remote, Sabbaticals, mehrere Monate aus und so weiter und so fort. Das hat sich über die letzten Jahre da natürlich sehr viel entwickelt, was mittlerweile als Standard angesehen wird. Und man muss, um das zu beurteilen, sich ein paar Dinge anschauen.

lightbulbFlexible Arbeitsmodelle und Benefits werden als Standard erwartet
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Das eine ist, wir zoomen mal zurück und sagen wie hat sich denn all das entwickelt? Und wenn ich sage, wir zoomen zurück, dann zoomen wir nicht ein paar Jahre zurück, sondern wir zoomen einmal so circa vier hundert Jahre zurück an den Anfang der Industrialisierung. Und ich glaube, es besteht kein Zweifel, dass wir von den Anfängen der Industrialisierung aus einer Zeit kommen, wo vor allem die Ausbeutung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Arbeiterinnen und Arbeiter, muss man sagen, von mit war damals keine Rede, der Arbeiterinnen und Arbeiter im Vordergrund stand.

lightbulbAnfänge der Industrialisierung waren von Arbeiterausbeutung geprägtbuildHistorische Analyse der Arbeitswelt-Entwicklung
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Das heißt, Industrialisierung hat in den Anfängen extrem mit Ausbeute zu tun gehabt. Das heißt, das Pendel war unglaublich auf Seiten der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Und das hat sie erst über Jahrhunderte auch über die Entwicklung von Gewerkschaften, von Zusammenschlüssen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmervertretungen und zuletzt auch, um fast forward zu springen, durch den Booster der Digitalisierung, Social Media Transparenz, Arbeitgeberbewertungen, Arbeitskräftemangel, all diese Themen beschleunigt, dass tatsächlich dieses Pendel sich jetzt über die letzten Jahre, Jahrzehnte und teilweise sogar Jahrhunderte in die ganz andere Richtung bewegt hat, nämlich zugunsten der Arbeiten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wir sind in einem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmermarkt. Das heißt, Angestellte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diktieren im Wesentlichen die Bedingungen.

lightbulbAktueller Arbeitsmarkt ist ein ArbeitnehmermarktlightbulbAnfänge der Industrialisierung waren von Arbeiterausbeutung geprägtlightbulbDigitalisierung und Arbeitskräftemangel beschleunigen Arbeitnehmer-MachtlightbulbMachtpendel in der Arbeitswelt schwingt von Arbeitgebern zu Arbeitnehmern
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Wir haben aktuell tatsächlich genau das Gegenteil von dem, wie alles begonnen hat. Wo Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber diejenigen waren, die ausschließlich diktiert haben, wie es läuft, schlägt das Pendel aktuell in die andere Richtung aus, gibt es Ausnahmen am Markt Natürlich, es gibt auch Branchen, die nach wie vor woanders festhängen in einer anderen Evolutionsstufe, aber grosso modo schlägt das Pendel in die andere Richtung aus. Und wie es mit Pendeln so ist, sie schwingen so lang nach links und rechts, bis sie sich irgendwann im Äquilibrium in der Mitte stabilisieren. Und ich glaube tatsächlich, dass wir davor stehen, dass die Entwicklung früher oder später wieder umschwingen wird. Warum? Weil ich davon überzeugt bin, dass wir zusteuern auf totale Überforderung von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. Bevor jetzt der große Aufschrei kommt, möchte ich es unbedingt erklären.

lightbulbEntwicklung des Arbeitsmarktes wird wieder umschwingenlightbulbMachtpendel der Arbeitswelt strebt nach GleichgewichtlightbulbMachtpendel in der Arbeitswelt schwingt von Arbeitgebern zu Arbeitnehmern
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Wir haben viele Dinge entwickelt in den letzten Jahren, die ohne jeden Zweifel von Vorteil sind, die eine bessere Arbeitsplatzqualität schaffen und viel beitragen zu einer besseren Unternehmenskultur. Wir haben das aber auch getan in Phasen, wo am Ende Wachstum vorangegangen ist und Geld geflossen ist, in vielen Bereichen wie Milch und Honig. Wir brauchen nur in die Start up Szene schauen, wo es ja nur gegangen ist, größer, höher, weiter und wo das heute finanziert worden ist, mit der Hoffnung von morgen. Das sind die Jahre und Jahrzehnte, aus denen wir kommen. Im Wesentlichen muss man ja sogar sagen, Jahrzehnte mit ein paar Crashs.

lightbulbArbeitgeber-Überforderung durch aktuelle Entwicklungenauto_storiesStartup-Szene als Beispiel für grenzenloses Wachstum und FinanzierunglightbulbWachstumsphasen mit Überfluss ermöglichen viele Benefits
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Dazwischen hat man das ja schon in der Dotcom Ära auch gesehen und auch seit dem Aufstieg in Wahrheit die goldenen Jahrzehnte, wo sich auch Industrie und Wirtschaft prächtig entwickelt haben, ist es ja immer vorwärts gegangen und immer aufwärts gegangen. Und in diesen Wohlstand hinein haben sich am Ende andere Agreements entwickelt, andere Deals entwickelt, andere Deals auch zwischen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Das Pendel ist umgeschwungen. Die Arbeitnehmerseite hat die Bedingungen diktiert, hat den Platz ausgefüllt und gesagt, ich will auch meinen Teil vom Wohlstand, von der Freiheit Flexibilität haben zu Recht und mit Fug und Recht. Was wir sehen müssen aber ist, dass das Pendel dabei ist umzuschwingen. Das Pendel ist dabei umzuschwingen.

lightbulbArbeitnehmer fordern ihren Anteil an Wohlstand, Freiheit und FlexibilitätlightbulbEntwicklung des Arbeitsmarktes wird wieder umschwingenlightbulbMachtpendel in der Arbeitswelt schwingt von Arbeitgebern zu ArbeitnehmernlightbulbWohlstandsperioden führen zu neuen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Vereinbarungen
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Und zwar vor allem deswegen, weil wirtschaftlich sich die Situation ändern wird. Und da braucht man nicht weit schauen. Während ich diesen Podcast aufnehme, hat vor kurzem eines der größten Tech Unternehmen der Welt, vor einigen Monaten über eine Billion Dollar wert, jetzt gerade mal ein Viertel davon, Meta, also der Zusammenschluss aus Facebook, Instagram und WhatsApp, bekannt gegeben, dass sie Stellen streichen werden.

lightbulbEntwicklung des Arbeitsmarktes wird wieder umschwingenauto_storiesMeta streicht Stellen nach WertverlustlightbulbWirtschaftliche Veränderungen führen zum Umschwung des Arbeitsmarkt-Pendels
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Bis jetzt ist jedes Jahr darum gegangen, dass tausende Leute eingestellt werden. Jetzt werden plötzlich Stellen gestrichen. Apple war eines der ersten Unternehmen, die nach der Pandemie gesagt Ab zurück ins Büro. Sollte man glauben, Silicon Valley, da ist ja alles modern und innovativ.

lightbulbTrendwende von massivem Personalaufbau zu Stellenstreichungen
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Nein, offenbar legt man Wert darauf, dass man sie wieder enger zusammenschließt und komprimierter und produktiver und effizienter arbeitet. Viele große Startups drucken jetzt gerade auf die Bremse, sagen der Umsatz ist nicht mehr das Wichtigste, der Gewinn, es muss rentabel sein. Wir brauchen eine gute Substanz.

auto_storiesApple fordert Rückkehr ins Büro nach der PandemielightbulbFokus auf Produktivität und Effizienz durch engere Zusammenarbeit
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Das heißt also, vom scheinbar grenzenlosen Umfeld, in dem wir in den letzten Jahren waren, kommen wir jetzt in ein Umfeld der Begrenzung. Und warum hole ich jetzt so weit aus? Naja, weil es einfach bis jetzt so war, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in vielen Bereichen einfach sich sehr leicht getan haben, zu allem Ja zu sagen.

auto_storiesStartups fokussieren auf Rentabilität statt nur UmsatzlightbulbÜbergang von grenzenlosem Umfeld zu einem der Begrenzung
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Bällebad ja gerne. Ein freier Tag die Woche zusätzlich ja gerne. Zusätzlicher oder unbegrenzter Urlaub? Ja gerne. Permanent. Remote ja gerne.

lightbulbArbeitgeber sagten in Zeiten des Überflusses leicht Ja zu Benefits
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Zwei und dreiig Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich Ja gerne. Zusätzlich bezahlte Ausbildungen oder Sabbaticals? Ja gerne. In einer Zeit von Abundance, von Überfluss und Grenzenlosigkeit ist es die einfache Nummer.

lightbulbArbeitgeber sagten in Zeiten des Überflusses leicht Ja zu Benefits
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In einer Zeit der Begrenzung, in die wir offensichtlich kommen. Und noch Ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler, ich bin kein Ökonom, ich habe keine Ahnung, ich beobachte nur. Aber offensichtlich sind selbst die Unternehmen, wo es immer nur aufwärts gegangen ist, die großen Tech Unternehmen. Offenbar rüsten die sich für andere Zeiten für ein Zurechtschrumpfen, sonst schmeiße ich nicht Leute raus von so ein Achtel der Belegschaft. Unglaublich.

lightbulbArbeitgeber sagten in Zeiten des Überflusses leicht Ja zu BenefitslightbulbGroße Tech-Unternehmen rüsten sich für Zeiten der BegrenzunglightbulbÜbergang von grenzenlosem Umfeld zu einem der Begrenzung
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Das heißt, man stellt sich einer Vorzeit der Begrenzung und die Konsequenz ist, plötzlich müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dort oder da oder immer öfter auch Nein sagen. So, und jetzt sind wir auf einmal damit konfrontiert, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit völligem Unverständnis dastehen und Na bitte, hallo, was ist denn jetzt los? Und was ich von dir möchte, ist, dass du zunächst einmal Empathie dafür aufbringst, weil ich glaube ganz ehrlich, wenn ich dir jeden Tag ungefragt ein Frühstück vor die Tür stellen würde oder einen frischen Kaffee, dass immer, wenn du vor die Tür gehst, sofort alle da ist.

lightbulbArbeitgeber müssen in Zeiten der Begrenzung öfter Nein sagenlightbulbMitarbeiter reagieren mit Unverständnis auf Einschränkungen
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Und ich würde das über Jahre tun oder Jahrzehnte und auf einmal tue ich das nicht mehr. Dann würdest du was zu mir sagen. Du würdest nicht sagen, danke, dass du das jetzt so lange gemacht hast. Du würdest sagen na bitte, hallo, wo ist mein Kaffee?

auto_storiesAnalogie: Entzug des täglichen Frühstücks/KaffeesbuildEmpathie für Mitarbeiterreaktionen aufbringen
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Wo ist mein Frühstück? Das heißt, ich würde dich schon bitten, einmal Empathie aufzubringen. Warum sind Reaktionen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so, wie sie sind?

auto_storiesAnalogie: Entzug des täglichen Frühstücks/KaffeesbuildEmpathie für Mitarbeiterreaktionen aufbringenhelpWarum sind Reaktionen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so, wie sie sind?
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Sie sind deswegen so, weil in den letzten Jahren und Jahrzehnten de facto fast immer alles möglich war und du auch fast immer alles möglich gemacht hast. Du hast das genutzt, diesen Überfluss, um geliebt zu werden, um der Gute zu sein, der Beliebte zu sein, der Chef, die Chefin, die alles möglich macht, wo für alle nur das Beste drinnen ist. Und jetzt kommen wir in der Zeit, wo es auf einmal heißt, wieder Nein zu sagen. Und dass wir da jetzt auf Verständnislosigkeit stoßen, das ist klar. Die Apple Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben protestiert vor der Rückkehr ins Büro.

lightbulbArbeitgeber nutzten Überfluss, um beliebt zu seinlightbulbVerständnislosigkeit der Mitarbeiter resultiert aus vergangener 'Alles-ist-möglich'-Kultur
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Das kommt überhaupt nicht in Frage. Und glaube mir, da werden viele Unternehmen folgen. Und das heißt nicht, dass wir jetzt alles über Bord werfen, was wir an Evolution in den letzten Jahren geschaffen haben und dass das alles Schwachsinn ist.

auto_storiesApple Mitarbeiter protestieren gegen Rückkehr ins BürolightbulbNicht alle Errungenschaften der Arbeitswelt-Evolution sind Schwachsinn
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Nein, es ist gut. Wir haben gelernt, wie funktioniert Remote, wie funktioniert Hybrid. Aber was jetzt gefragt ist, ist das Zusammenführen dessen, was gut funktioniert hat davor und dessen, was gut funktioniert hat danach und nicht in den Extremen zu verharren. Am Ende müssen Unternehmen funktionieren, am Ende müssen Unternehmensteams zusammenspielen, am Ende müssen Unternehmen wirtschaftlich und produktiv agieren.

lightbulbNotwendigkeit der Integration von Remote/Hybrid-Arbeit mit traditionellen ModellenlightbulbUnternehmen müssen wirtschaftlich und produktiv agieren
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Und ich glaube, es wird Unternehmerinnen, Unternehmer und Chefs in den nächsten Jahren fordern, Du wirst dort oder da Nein sagen müssen, du wirst auf Unverständnis stoßen. Und jetzt ist die Frage, was kannst du tun? Und es gibt nur eine Sache, die dir mitgeben kann heute hier, wie du durch das durchsteuerst, wie du dafür sorgst, dass die Zündschnur sie vielleicht irgendwo verlängert. Und das ist Klarheit und Transparenz. Ich glaube, du musst anfangen mit deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit Erwachsenen zu reden, mit Partnern zu sprechen, mit Menschen, denen man Dinge vor Augen führen kann und erklären kann und Konsequenzen vor Augen führen kann, denen man sagen kann, du so und so funktioniert das und so funktioniert es nicht. Ich habe einmal die Situation gehabt in einem Team von mir ist viele, viele, viele Jahre aus, auf einmal ist das ganze Team bei mir dagestanden und es war sehr früh in der Entwicklung des Unternehmens und hat gesagt, wir wollen eigentlich alle, also nach der Reihe sind sie gekommen mit sehr deutlichen Gehaltsforderungen zwischen fünf und zwanzig und fünfzig Prozent mehr und bis jetzt hat immer alles funktioniert damals im Unternehmen.

buildKlarheit und Transparenz in der MitarbeiterkommunikationbuildKonsequenzen aufzeigen und Straight Talk führenhelpWas können Führungskräfte tun, um die 'kurze Zündschnur' zu verlängern?
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Ich hab immer zu einem Jahr gesagt und habe mir gedacht, na boom, also wenn wir das machen, dann wird das nichts mehr werden.

auto_storiesPhilipps Team fordert hohe Gehaltserhöhungen in früher Unternehmensphase
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Und ich habe dann gesagt, Freunde, wir können das machen, aber dann wird es bedeuten, dass wir ab dem Zeitpunkt das Unternehmen defizitär führen. Und das heißt, dieses Unternehmen hat ein Ablaufdatum und euer Job auch. Das hat ihnen dann nicht so taugt. Und ich habe dann gesagt, im Übrigen habe ich nicht vor, ein defizitäres Unternehmen zu führen. Das heißt, wenn ihr auf diesen Forderungen beharrt, dann werde ich diese Sparte schließen, weil das bringt nichts, das ist nicht wirtschaftlich. Haben sie dann gesagt, aha, na gut, das ist ja interessant, gut, dass wir darüber reden und haben eigentlich dann auch zurückgezogen. Wir haben natürlich dann über die Jahre geschaut, dass jeder auch schrittweise guter gehaltliche Entwicklung macht. Aber dieses Einfordern, das Plakative, dem konnte und wollte ich damals nicht nachkommen. Und was ich aber bereit war, ist, ich war bereit, die Konsequenzen zu tragen. Ich hab mir gedacht, okay, na bitte, wenn das die Forderung ist, dann bringt es nichts, dann lassen wir es bleiben. Das heißt auch, dass du dich von einer gewissen Abhängigkeit lösen musst. Und das klingt jetzt für manche vielleicht zynisch. Ich mein vor allem innerlich von einer gewissen Abhängigkeit lösen musst Du Braucht dein Unternehmen dich oder brauchst du dein Unternehmen? Das ist die Frage, die du dir stellen darfst.

lightbulbBereitschaft, Konsequenzen zu tragen, stärkt Führungsentscheidungenauto_storiesPhilipps Reaktion auf Gehaltsforderungen: Aufzeigen der Konsequenzen
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Ich hab für mich entschieden, vor gar nicht allzu langer Zeit, ich habe immer das Ziel gehabt, was Tolles zu schaffen mit meinen Unternehmen. Ein Arbeitsplatz, der großartig ist, wo man sich weiterentwickeln kann, wo man sie verwirklichen kann, wo man wachsen kann. Ich habe aber auch für mich beschlossen, ich bin der, der das in die Welt bringt. Ich alleine. Ich würde mir auch was anderes zum Tun finden. Ich würde das nächste Unternehmen gründen oder alleine mein Geld verdienen oder whatever. Also ich würde was finden, was ich tun kann.

helpBraucht dein Unternehmen dich oder brauchst du dein Unternehmen?lightbulbInnere Loslösung von der Abhängigkeit vom eigenen Unternehmenauto_storiesPhilipps Selbstverständnis als Schöpfer und unabhängiger Unternehmer
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Also jetzt kann ich sagen, ich brauche mein Unternehmen nicht. Mein Unternehmen braucht mich, würde ich sagen. Und mich innerlich von der Abhängigkeit zu lösen und zu Na gut, wenn es nicht geht, dann mache ich etwas anderes oder dann gehe ich es anders an oder fange ich noch mal von vorne an oder dann mache ich einen radikalen Shift und wer dabei ist, ist dabei.

helpBraucht dein Unternehmen dich oder brauchst du dein Unternehmen?lightbulbInnere Loslösung von der Abhängigkeit vom eigenen Unternehmenauto_storiesPhilipps Selbstverständnis als Schöpfer und unabhängiger UnternehmerlightbulbRadikaler Shift: Wer dabei ist, ist dabei; wer nicht, ist nicht dabei
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Wer nicht dabei ist, ist nicht dabei. Mein Mentor Prof. Doktor Manfred Winterheller nennt es immer liebevoll, aber sehr knackig. Ready to die?

buildReady to die?
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Bist du ready to die? Das ist das, worum es am Ende des Tages geht. Also bringst du die notwendige Entschlossenheit mit, es gut und richtig zu machen, anstatt allen zu gefallen.

lightbulbEntschlossenheit, das Richtige zu tun, statt allen zu gefallenbuildReady to die?
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Und das ist eine wesentliche Entscheidung, die du in den nächsten Jahren für dich treffen musst.

lightbulbEntschlossenheit, das Richtige zu tun, statt allen zu gefallen
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Weil ich glaube, wenn du allen gefallen willst, dann wird es echt eine harte Zeit für dich. Dann wird es richtig mühsam. Das wird nämlich nicht mehr möglich sein wirtschaftlich. Und du das Richtige tun willst, dann wird es dich fordern. Es wird die fordern, klar zu sein gegenüber deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, transparent zu sein, ihnen Konsequenzen vor Augen zu führen, Straight Talk mit ihnen zu machen und auch zu akzeptieren, wenn jemand sagt, na Bitte, wenn das da nicht das Schlaraffenland ist, dann geh wieder heim, wie man so schön sagt. Es wird es geben, aber mit diesen Leuten kannst du ohnehin nichts gewinnen. Wer glaubt, dass er mit dem Schlafwagen die Schlacht gewinnt in den nächsten Jahren, der irrt. Also du brauchst keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sagen, na bitte, wenn wir da nicht grenzenlosen Urlaub haben und grenzenloses Homeoffice und nicht die Freizeit steigt und wir uns ein bisschen mehr Zeit nehmen können und weniger, dann bin ich da nicht dabei. Dann musst du ja gut, dass du da nicht dabei bist, weil das wird die nächsten Jahre nicht möglich sein. Das heißt, du wirst mit Leuten arbeiten, die committed sind, Du wirst mit Leuten arbeiten, die richtig an Bord sind. Du willst nicht mit Leuten arbeiten, die, wenn es beim ersten Mal schwierig wird, sagen, naja, weiß nicht, ob das richtig ist für mich. Du wirst mit Steherinnen und Stehern arbeiten, die echt an deiner Seite stehen.

lightbulbAllen gefallen zu wollen, ist wirtschaftlich nicht mehr tragbarlightbulbEntschlossenheit, das Richtige zu tun, statt allen zu gefallenbuildKlarheit und Transparenz in der MitarbeiterkommunikationbuildKonsequenzen aufzeigen und Straight Talk führenlightbulbMitarbeiter, die nur Schlaraffenland erwarten, sind keine GewinnerlightbulbNotwendigkeit von committed und standhaften Mitarbeitern
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Das heißt, die Antwort auf die Frage und ich bin heute ausgeschweift, aber ich habe das Gefühl, ich habe einiges gesagt und beigetragen. Also ich bin sehr zufrieden mit mir, aber ich habe mir nicht gedacht, dass sich die Folge mit der Zündschnur so entwickelt, weil eigentlich wollte ich das Erlebnis teilen von meinen Freunden, die konfrontiert waren mit diesen Forderungen. Was ich dir sagen will, sind zwei Dinge. Das eine ist, reg dich nicht auf über deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern hab Empathie und verstehe, dass es vollkommen logisch ist, dass die überhaupt kein Verständnis haben, dass bestimmte Dinge jetzt auf einmal nicht möglich sind. Du brauchst absolute Empathie und absolutes Verständnis, weil erstens was bis jetzt anders und zweitens hast du dich bis jetzt davor gedrückt, Tacheles zu reden. Also du hast es sogar mitverantwortet. Also du musst Verständnis haben, dass es auf der Gegenseite aktuell noch kein Verständnis gibt. Und das Zweite, was du erkennen musst, ist, es ist ein guter Hinweis, dass du dann dort oder da überprüfst, ob das die richtigen Leute für dich sind, nachdem du deinen Job gemacht hast, nämlich Klarheit walten zu lassen, Transparenz zu zeigen, Konsequenzen vor Augen zu führen, die Lage zu schildern, Straight Talk zu machen und du dein Job gemacht hast und es ändert sich noch immer nichts.

lightbulbEmpathie für Mitarbeiter-Unverständnis ist notwendiglightbulbFührungskräfte sind mitverantwortlich für Mitarbeiter-ErwartungenbuildKlarheit und Transparenz in der MitarbeiterkommunikationbuildKonsequenzen aufzeigen und Straight Talk führenbuildMitarbeiter-Check nach Klarheit und TransparenzlightbulbUnverständnis nach Klarheit bedeutet ungeeignete Mitarbeiter für schwierige Zeiten
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Es bleibt beim Unverständnis dann sind es keine Leute, mit denen du eine Schlacht gewinnst. Da sind es keine Leute, die dabei sein sollten, wenn es schwierig wird. Und es wird wahrscheinlich schwierig werden.

lightbulbUnverständnis nach Klarheit bedeutet ungeeignete Mitarbeiter für schwierige Zeiten
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Das heißt, die kurze Zündschnur, die wird dir jetzt permanent begegnen. Ich glaube, ich kenne das und viele erleben das gerade. Und es ist deine Chance, da jetzt das Richtige zu tun. Und es werden diejenigen Unternehmerinnen und Unternehmer überleben und erfolgreich sein, die bereit sind, das Richtige zu tun und nicht nur geliebt zu werden.

lightbulbDie 'kurze Zündschnur' der Mitarbeiter ist eine Chance für Führungskräfte
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Und das wünsche ich dir und ich hoffe, der Podcast war ein Insight für dich. Für mich war es eins. Ich höre mir immer ja auch selber zu beim Reden und Lernen mit.

lightbulbEntschlossenheit, das Richtige zu tun, statt allen zu gefallenauto_storiesPhilipps Selbstreflexion beim Podcast-Aufnehmen
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Und nachdem mein Anspruch immer ist, walk your talk, also das auch zu tun, was ich hier sage, nehme ich das wirklich ernst, was ich davon mir gebe, weil das ist auch die Latte, die ich für mich hier lege. Und es ist nicht nur Latte für mich, sondern hoffentlich auch ein Ansporn für dich. Das war die Woche hier bei Business Gladiators Unplugged.

lightbulbWalk your talk: Gesagtes auch selbst umsetzen
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Ich freue mich sehr, wenn du nächste Woche wieder dabei bist. Mein Name ist Philipp Maderthaner, Ich freue mich auf dich. Alles Liebe und bye bye.

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