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Folge 241 - Gründung_ Wie priorisiere ich in der Anfangsphase_

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Erkenntnis

Cashflow und Kundengewinnung sind primäre Bedürfnisse in der Gründungsphase

In der Gründungsphase eines Unternehmens sind Cashflow und Kundengewinnung die absolut primären Bedürfnisse. Es ist essenziell, dass Geld in den "Blutkreislauf" des Unternehmens gelangt und Aufträge generiert werden, um die Existenz und das Wachstum zu sichern. Ohne diese Grundlagen kann das Unternehmen nicht überleben.

Originalzitat

das Bedürfnis deines Unternehmens am Anfang ist ganz klar, es muss Cash in den Blutkreislauf. It's as simple as that. Also es müssen Kunden und Aufträge her

Verbindungen (1)

segmentQuellmaterial (19)

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Wie priorisiere ich in der Anfangsphase? Heute geht es um die erste Phase im Unternehmertum, wenn du gerade wieder mal was Neues startest, wenn du am Start bist und alles so viel ist, viele Ideen, viele Prioritäten und so weiter. Das ist die Situation, in der der Stefan gerade ist. Der Stefan heute live dabei bei Philipp Marathan unplugged.

auto_storiesStefans Situation in der Anfangsphase des UnternehmertumshelpWie priorisiere ich in der Anfangsphase?lightbulbÜberwältigung durch viele Ideen und Prioritäten in der Anfangsphase
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Freue mich sehr. Stefan, Servus. Guten Morgen aus Vösendorf. Ich bin der Stefan. Zuallererst möchte ich mich einmal bedanken, dass ich da heute dabei sein darf. Ist wirklich extrem cool für mich. Du taugst mir extrem, Philipp. Der Podcast taugt mir und ich finde es eine richtig lässige Sache.

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Kurz zu Ich habe mich vor einem halben Jahr circa selbstständig gemacht mit einer Mitgesellschafterin. Wir sind eigentlich sehr gut aufgeteilt, ein gutes Team. Die Auftragslage passt eigentlich auch sehr gut. Es ist alles gut angelaufen. Wir dürfen uns eigentlich überhaupt nicht beschweren. Der Punkt ist eben, es prasseln täglich unzählige Eindrücke, Anfragen etc. Auf uns ein. Und das Thema, das mich eben sehr beschäftigt, dadurch, dass ich viele Gedanken und Ideen und Projekte teilweise gleichzeitig im Kopf hab, führt das zu einem Overload. Und ich würde einfach gerne für mich feststellen, wie ich mich dazu bringe, die Dinge einfach konstruktiv Step by Step anzugehen, eins nach dem anderen, um eben nicht Gefahr laufen, dass dann möglicherweise wichtige Dinge auf der Strecke bleiben oder nicht bearbeitet werden.

auto_storiesStefans Situation in der Anfangsphase des Unternehmertumsauto_storiesStefans Überforderung durch unzählige Eindrücke und AnfragenhelpWie gehe ich Dinge konstruktiv Step by Step an, um Wichtiges nicht zu verlieren?lightbulbÜberwältigung durch viele Ideen und Prioritäten in der Anfangsphase
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Stefan, was ist jetzt aus deiner Sicht in deinem Business Spiel entscheidend? Worum geht es jetzt in der Phase wirklich? Was ist der entscheidende Punkt momentan?

helpWorum geht es in der aktuellen Phase meines Business wirklich?
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Der entscheidende Punkt Wir sind im Dienstleistungsbereich im Abfallhandel tätig. Jetzt im Herbst ist eigentlich die heiße Verhandlungsphase für die Konditionen und Preise fürs nächste Jahr. Und eigentlich ist das aktuell gerade die heiße Phase Angebote, Vertragsgestaltung und Vertragsabschluss und.

auto_storiesStefans Business im Abfallhandel und saisonale Verhandlungsphase
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Auf der übergeordneten Ebene, also ich sage jetzt mal im Lebenszyklus deines Unternehmens. Was ist in der Phase deines Unternehmens eine Stufe noch mal drauf? Also das ist quasi, was ist in dieser Zeit im Jahr gerade wichtig? Verstanden. Was ist eine Stufe drüber in der Lebensphase deines jetzigen Unternehmens gerade wichtig?

helpWas ist in der aktuellen Lebensphase meines Unternehmens übergeordnet wichtig?
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Ja, ich denke, dass wir uns einfach als Unternehmen generell etablieren und die Abläufe eingespielt werden und das einfach in ein Radl reinkommt, weil einfach alles neu ist.

lightbulbEtablierung und Einspielen von Abläufen als Ziel in der Anfangsphase
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Damit sind wir beim ersten Punkt. Der erste Punkt, den du machst, ist, du brauchst und grandios, wenn du Business Partnerin hast, mit der du das gemeinsam machst, weil zu zweit sitzt sich netter als alleine. Und damit ist der erste Schritt extrem klar. Ihr braucht regelmäßige Sit Downs, wo ihr darüber redet, was ist in der Phase unseres Unternehmens jetzt gerade wichtig? Es fängt wirklich mit der Klarheit an. Und das ist der ultimativ erste Punkt. Es ist die Klarheit zu verstehen, wo in welcher Phase befindet sich mein Unternehmen, worum geht es jetzt gerade? Und die Einschätzung zu treffen, ist oft gar nicht so einfach, weil natürlich oft brauchst du einen Blick von außen. Vielleicht macht man so einen Blick, wenn man allein nicht in einem Business ist, auch mit einem Coach gemeinsam. Aber die Lebensphase des Unternehmens zu verstehen, ist extrem wichtig, weil Unternehmen sind einfach in komplett unterschiedlichen Phasen oder durchlaufen unterschiedliche Phasen. Das ist die erste Phase, wo du einfach einmal versuchst, das Business weg vom Fleck zu kriegen, wo es einfach wirklich primär darum geht, für für das Angebot, das ich habe, Kunden zu finden und zu schauen, ob diese Kunden mit dem, was ich zu bieten habe, was anfangen können. Die sogenannte Product Market Fit Frage, die am Anfang die wichtigste und entscheidendste Phase ist und Frage überhaupt beantwortet Hat das Unternehmen überhaupt eine Existenzberechtigung? Dann geht es irgendwann weiter. Sind wir in der Lage, systematisch einerseits die Qualität und Exzellenz zu liefern, andererseits systematisch neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen? Irgendwann kommt die Phase Sind wir in der Lage, ein Team aufzubauen und all das auf weitere Ebenen zu bringen? Irgendwann kommt die Sind wir in der Lage, die Führung zu delegieren und ein Leadership Team aufzubauen? Das heißt, Unternehmen durchlaufen unterschiedliche Phasen.

lightbulbExterne Perspektive hilft bei der Einschätzung der UnternehmensphaselightbulbKlarheit über die Unternehmensphase ist entscheidend für PriorisierungbuildPhase 1: Business vom Fleck kriegen & Product Market FitbuildPhase 2: Systematische Qualität, Exzellenz & KundengewinnungbuildPhase 3: Teamaufbau & SkalierungbuildPhase 4: Führung delegieren & Leadership Team aufbauenbuildPhasenmodell der UnternehmensentwicklungbuildRegelmäßige Sit-Downs mit Business Partnern
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Und das Bewusstsein zu haben, in welcher Phase mein Unternehmen gerade ist und was mein Unternehmen jetzt gerade braucht, ist wirklich der allererste Schritt.

lightbulbKlarheit über die Unternehmensphase ist entscheidend für Priorisierung
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Bitte nur mal achten auf die Formulierung, was mein Unternehmen jetzt gerade braucht. Ganz wichtig ist, dass wir alle miteinander lernen. Ich bin nicht mein Unternehmen, ist ein Satz, den habe ich mir lange Zeit wirklich vorgesagt. Ich bin nicht mein Unternehmen, ist extrem wichtig, weil diese Entpersonalisierung führt dazu, dass wir auf unser Business draufschauen können mit eigenständigen Bedürfnissen. Und der Punkt ist nicht nur wir haben Bedürfnisse und die sind mannigfaltig. Manchmal Ich will jetzt Kohle verdienen oder ich möchte jetzt gerne einen Ego Antrieb, Ich möchte gerne die große Bühne entern oder whatever, komplett egal. Das ist wunderbar. Aber auch unser Business hat Bedürfnisse und deswegen ist der erste Schritt, sie hinzusetzen und zu Welche Bedürfnisse hat mein Business in der jetzigen Phase? Was braucht mein Business jetzt, um sich gut und gesund weiterzuentwickeln? Und dann habe ich den grundsätzlichen Fokus, eine grundsätzliche Prioritätensetzung. Das ist der erste Schritt. Der zweite Schritt ist und diesen Schritt liebe ich.

lightbulbDas Unternehmen hat eigenständige Bedürfnisse, unabhängig vom Ego des GründersbuildDreischritt-Methode zur Priorisierung in der AnfangsphaselightbulbEntpersonalisierung des Unternehmens zur objektiven BedarfsanalysebuildSchritt 1: Bedürfnisse des Unternehmens in der aktuellen Phase definierenhelpWelche Bedürfnisse hat mein Business in der jetzigen Phase?
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Es gibt nämlich, glaube ich, ich habe ja kurz überlegt, ob wir einsteigen, Stefan, weil ich habe ja, glaube ich, auch schon eine Folge Wie gehe ich mit zu vielen Ideen um? Aber es ist ja gar nicht bei dir nur Ideen, sondern es ist ja wirklich der Struggle mit Es sind einfach sehr viele Dinge gleichzeitig wichtig, sehr viele Ideen. Deswegen wollte ich es bewusst dann einmal aufgreifen, weil ich weiß, wenn man was Neues startet, egal ob das ein eiches Unternehmen ist, eine eiche Sparte, ein eiches Projekt, dann ist gerade diese Überwältigung in der Anfangsphase was sehr Spezifisches. Und deswegen wollte ich da nochmal einsteigen. Also erster Punkt klarer Fokus. Was sind die Bedürfnisse des Unternehmens in der jetzigen Phase? Zweiter Punkt und den liebe ich eben Du schaffst einen Backlog. Was heißt das? Bei mir ist es ein Notizbuch, ein digitales, da darf alles rein.

buildDreischritt-Methode zur Priorisierung in der AnfangsphasebuildSchritt 1: Bedürfnisse des Unternehmens in der aktuellen Phase definierenbuildSchritt 2: Einen Backlog schaffenlightbulbÜberwältigung durch viele Ideen und Prioritäten in der Anfangsphase
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Das ist aber keine To Do Liste. Das ist ganz wichtig. Das ist ein Backlog. Ein Backlog, der mir das gute Gefühl gibt, dass ich nichts verliere. Aber es steht sogar oben bei mir bei dem Backlog. Keine To Do Liste, kein Anspruch auf Umsetzung, weil sonst wirst du ja wookiee. Die wächst jeden Tag um zehn Sachen und irgendwann denkst Wahnsinn, in den Backlog stehen jetzt ein tausend zwei hundert dreizehn Sachen. Ich werde in dem Leben nicht mehr fertig. Nein, es ist ein Backlog, der dir das sichere Gefühl gibt. Es geht kein Gedanke verloren oder keine Überlegung verloren. Und der Backlog ist ein wunderbares Instrument, damit zu spielen, weil manche Dinge schreibst du rein und du denkst nie wieder dran. Manche Dinge schreibst fünfmal rein und kommst da drauf. Du hast das fünfmal reingeschrieben. Manche Dinge beschäftigen dich daraus dann jeden Tag. Also der Backlog ist ein gutes Spiegelbild, ein guter Resonanzkörper, um zu erkennen, was ist wirklich wichtig. Ist es nur eine Idee, die einmal zwischen meinen zwei Ohren durchsaust oder ist es wirklich was von Relevanz? Und der Backlog gibt dir einfach, du kannst gut schlafen, weil du weißt, es steht eh wo. Also damit könnte man sich auch beschäftigen. Und dann, also der zweite Schritt eigentlich sehr einfach, Backlog schaffen. Und der dritte ist dann, du verbindest eins und zweite Du sagst also, was braucht mein Unternehmen jetzt? Und dann schaust du in den Backlog rein, ob es Dinge gibt, die dem dienen. Das würde man jetzt dann sowas wie ein Strategic Action Plan nennen, was dann da rauskommt. Also du verbindest den Fokus mit dem Backlog und dann machst du daraus, ich sage jetzt mal ein strategisches Maßnahmenpaket. Aber und auch hier kommt ein aber, du haust da jetzt nicht alle Dinge rein von dem Backlog, sondern du schaust einmal, was dient da und dann schaust du bewusst an und im besten Fall machst du sogar ein Ranking, welche der Maßnahmen haben auf dieses Wirkungsziel, um was es gerade geht, den größten Impact. Also womit kriegst du richtig Leverage rein?

lightbulbDer Backlog dient als Spiegelbild zur Relevanzprüfung von IdeenbuildDreischritt-Methode zur Priorisierung in der AnfangsphaselightbulbEin Backlog ist keine To-Do-Liste, sondern ein Ideen-Speicher ohne UmsetzungsanspruchbuildRanking von Maßnahmen nach größtem ImpactbuildSchritt 2: Einen Backlog schaffenbuildSchritt 3: Fokus mit Backlog verbinden und strategisches Maßnahmenpaket erstellenhelpWomit kriege ich den größten Hebel und Impact für mein Wirkungsziel?
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Womit kriegst du einen richtigen Hebel rein, wo du sagst, bist du nach, wenn wir das angehören, dann macht das wirklich Meta.

helpWomit kriege ich den größten Hebel und Impact für mein Wirkungsziel?
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Und dann konzentrierst du dich da auf zwei, drei Dinge. Und die Übung, die da fällig ist, die habe ich im Workbook zu meinem Alles wird gut Buch. Eine meiner Lieblingsübungen, muss ich sagen, ist da drinnen, das nennt sich ja liebevoll das Misi Monster. MISI ist das Akronym M I S I für müsste ich, sollte ich, das ist das miese Monster, das sitzt in deinem Hirn und sagt, das musst du tun und das solltest du und das musst du und das. Und das blockiert Arbeitsspeicher. Und das Gute ist, irgendwann ist der Zeitpunkt, wo du dem miese Monster richtig auf den Deckel haust. Und jetzt halt einmal die Klappe, jetzt ist einmal Schluss, wir machen jetzt einmal Müllentsorgung. Und dann fangen sie mal leidenschaftlich an, Dinge zu streichen, weil sie ja sicher gute Idee, aber nein, mache ich jetzt nicht. Nein, nein, nein. Und dann bleiben zwei, drei Dinge über und dort fokussierst du die Kraft. Die Theorie dazu brauche ich natürlich nicht geben, weil das weiß ja jeder von uns intellektuell, aber emotional haben wir es nicht verstanden, dass wenn wir unsere Kraft nicht auf einen Punkt konzentrieren, sich dann nichts bewegt. Es ist ganz einfach, wenn du eine Woche Zeit hast und bleiben wir bei dem Beispiel Vertrieb, hämmerst in der Woche, machst einen losen Outreach zu ein hundert Kunden oder du investierst Zeit in zehn Schlüsselkunden, aber da natürlich mehr Zeit. Was wird passieren? Dort wird richtig was in Bewegung kommen. Es geht darum, das Momentum, also was sie in die Gänge bringen, verlangt, dass wir Energie und Kraft fokussieren auf einen Punkt oder zumindest auf sehr wenige Punkte, die eben nahe beieinander sind. Deswegen Strategic Action Plan, das einem Ziel dient und dafür ist es Voraussetzung, dass man die anderen Sachen mal streichen und auch ich gehe regelmäßig immer wieder in meinen Backlog zurück und tu einmal dort ausmisten und schau mir mal, das habe ich vor zwei Jahren da reingeschrieben, das werde ich nie umsetzen. Machen wir nicht, außer damit weg. Also immer wieder mal Müllentsorgung betreiben. Und dann hast du aus diesem Dreischritt, nämlich das erste ist und mir ist wichtig, dass der erste Punkt wirklich zuerst passiert, weil die Verlockung ist natürlich groß, dass man schaut in die Liste der ein tausend Ideen und sagt, naja, was war da heute? Nein, das erste ist der Sit Down und zu sagen, was braucht mein Unternehmen? Das zweite ist den Backlog zu befüllen. Das dritte ist, die beiden Dinge zu verschneiden und dann strategischen Action Plan daraus zu machen und dann mit Measy Prinzip rauszustreichen, damit zwei, drei Sachen übrig bleiben. Das ist der Dreischritt. Über all dem steht für mich wirklich dieser Punkt der Entpersonifizierung des eigenen Unternehmens. Also dein Unternehmen ist ein eigenständiges Konstrukt mit eigenständigen Bedürfnissen und du dienst deinem Unternehmen, damit das gut funktioniert. Und damit kommen wir ein bisschen raus aus dieser Ego Geschichte. Worauf habe ich gerade Lust und was treibt mich jetzt gerade um? Das ist okay, das kannst du vielleicht woanders verwirklichen, aber dein Unternehmen hat kein Ego, dein Unternehmen hat nur Bedürfnisse. Und deswegen glaube ich, geht es darum in dieser Phase, es ist extrem verlockend. Ich kenne das und gleichzeitig muss uns alles immer bewusst sein, was der Preis ist von dem, wann wir uns verzetteln. Ich muss sagen, ich gehöre selber zu denen. Ich sage die Visionskrankheit, ich produziere jeden Tag tausend neue Ideen und Visionen. Gott sei Dank habe ich gelernt, dass ich sie nicht alle verfolge und einfach weiß, da darf ja jeder sich auch selber kennenlernen und testen. Ich weiß bei mir mittlerweile, die wirklich entscheidenden Dinge kommen öfter bei mir. Also das ist jetzt nicht im Sinne von ich habe jetzt die Eingebung und wenn ich jetzt dem nicht nachgehe, wird es nichts. Nein, wenn es sein muss, dann drückt es über einen längeren Zeitraum. Und wenn man sich da ein bisschen selber kennenlernt, dann springt man nicht bei jedem Impuls wie die Biene von Blume zu Blume. Das ist ja leider das, was uns ja auftrainiert wird. Wir leben in einer Zeit, wo unsere Aufmerksamkeitsspanne kleiner ist als die von einem Goldfisch. Und so hupfen wir von Post zu Post, von Reel zu Reel und danach von Idee zu Idee und dann wundern sich die Leute, warum sie nicht erfolgreich sind. Naja, erfolgreich sind diejenigen, die drauf bleiben. Und ich muss ehrlich sagen, ich habe abgöttische Verehrung, weil ich selber dort noch nicht bin. Ich hab abgöttische Verehrung für die Leute, die über zehn, zwanzig, dreiig Jahre auf einer Geschichte draufbleiben. Ich meine, das sind die, die was weiterbringen. That's it. Es ist eine Tatsache. Also was es zu üben gilt, ist keine Diskussion, nämlich nicht sein wie der Goldfisch, sondern draufbleiben. Macht das Sinn?

lightbulbDas Unternehmen hat eigenständige Bedürfnisse, unabhängig vom Ego des GründerslightbulbDer Preis des Verzetteln ist der StillstandbuildDreischritt-Methode zur Priorisierung in der AnfangsphaselightbulbEntpersonalisierung des Unternehmens zur objektiven BedarfsanalyselightbulbErfolg kommt durch Dranbleiben, nicht durch ständiges Springen zwischen IdeenlightbulbFokussierung der Energie auf wenige Punkte erzeugt MomentumbuildMISI Monster Prinzip (Müsste ich, Sollte ich)auto_storiesPhilipps 'Visionskrankheit' und Umgang mit vielen IdeenbuildRegelmäßige Müllentsorgung im BacklogbuildSchritt 1: Bedürfnisse des Unternehmens in der aktuellen Phase definierenbuildSchritt 2: Einen Backlog schaffenbuildSchritt 3: Fokus mit Backlog verbinden und strategisches Maßnahmenpaket erstellenlightbulbSich selbst kennenlernen, um nicht jedem Impuls zu folgenauto_storiesVergleich der Aufmerksamkeitsspanne mit einem Goldfischauto_storiesVergleich von 100 losem Outreach vs. 10 Schlüsselkunden im VertrieblightbulbWirkliche entscheidende Dinge drängen sich über längeren Zeitraum auf
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Macht extrem viel Sinn, weil ich mich da sehr sehr oft wiedergefunden habe momentan. Ich denke mal speziell in der Anfangsphase ist es halt so, dass man jeden Auftrag oder jede Projektanfrage verwirklichen möchte.

auto_storiesStefans Wunsch, jeden Auftrag in der Anfangsphase anzunehmen
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Ist okay, ist OK. Um auch das zu sagen. Daran ist jetzt per se noch nichts falsch. Ich bin lustigerweise, also ich bin ein großer Freund, wenn ich ganz ganz am Anfang bin, fast so wie im Trial and Error Mode, bin ich ein großer Freund von viel Ja sagen, um dann irgendwann bewusst am Punkt zu entscheiden, ob dem ich sehr viel Nein sage. Du kannst manche Dinge vorher nicht wissen. Du musst manche Aufträge machen, um zu wissen, so einen Auftrag mache ich sicher nicht mehr. Mit solchen Kunden arbeite ich fix nimmer. Woher sollst du das wissen, wenn du noch nie das gemacht hast, Wie soll das gehen? Also du musst am Anfang dich rantasten. Und um es auch nochmal zu sagen, das Bedürfnis deines Unternehmens am Anfang ist ganz klar, es muss Cash in den Blutkreislauf. It's as simple as that. Also es müssen Kunden und Aufträge her, deswegen ist am Anfang nichts Falsches dran. Einmal zu vielen Dingen Ja zu sagen. Aber, und das ist jetzt der Knackpunkt, nie zu vergessen, dass das hier eine Phase ist, eine Trial and Error Phase, die man im besten Fall vorab schon mit einem Enddatum belegt, wo man sagt, und ab da werden wir den Hebel umschalten und Nein sagen und nur Ja sagen zu den Dingen, die korrekt sind und Nein sagen zu allem anderen. Das Blöde ist, die Leute verlieren sich dann in dem Ja sagen und irgendwann glauben sie, das ist ja noch ein Business und dann auf einmal haben sie irgendein wucherndes Nichts. Klar, das geht nicht, aber es spricht nichts dagegen am Anfang, Du brauchst Aufträge, du brauchst Kunden. Also viel Ja zu sagen ist am Anfang kein Fehler. Du solltest nur, und auch da wieder toll, wenn du eine Business Partnerin hast, den Punkt exakt definieren, wo du sagst, OK, und an diesem Tag werden wir zwei ein Sit Down haben und darüber reden, was wir jetzt korrigieren und worauf wir uns fokussieren. Und alleine wenn du diese Rituale hast, ich nenne das Standortbestimmung, also du setzt dich hin mit einem Coach oder einem Business Partner, wo stehen wir, wo wollen wir hin und was ist der Gap zwischen den zwei Sachen, was müssen wir korrigieren? Dieses ständige Flywheel, das ist am Unternehmen arbeiten, darum geht es.

lightbulbCashflow und Kundengewinnung sind primäre Bedürfnisse in der GründungsphasebuildFlywheel-Prinzip: Am Unternehmen arbeitenlightbulbIn der Trial-and-Error-Phase am Anfang ist viel Ja-Sagen notwendigbuildStandortbestimmung als Ritual mit Coach oder Business PartnerlightbulbTrial-and-Error-Phase sollte ein definiertes Enddatum habenlightbulbVerlieren im Ja-Sagen führt zu einem 'wuchernden Nichts'
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Super, ja, das trifft glaube ich wirklich gut und ich habe mich auch, also das mit dem Backlog werde ich hundertprozentig umsetzen, weil das ist momentan bei mir eben die Phase, dass wir viele Dinge aufschreiben und dann weiterverfolgen. Das ist der Punkt. Du musst eine Trennwand schaffen zwischen Impuls und Umsetzung und diese Trennwand ist der Backlog. Cool. Stefan, ich danke dir sehr. Danke echt fürs Einsteigen, danke fürs offene Teilen, danke allen fürs Zuhören. Ich hoffe, es hilft nicht nur denjenigen, die am Anfang stehen und in der ersten Phase des Unternehmertums wie der Stefan, sondern das gilt ja immer, wenn du Dinge anfängst, also große Projekte, neue Geschäftsbereiche, neue Unternehmen natürlich. Also ich hoffe, es ist dienlich in der Frage, wie schaffe ich Fokus.

lightbulbDer Backlog schafft eine Trennwand zwischen Impuls und UmsetzunglightbulbEin Backlog ist keine To-Do-Liste, sondern ein Ideen-Speicher ohne Umsetzungsanspruchauto_storiesStefans Plan, den Backlog umzusetzen
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Wenn es dienlich war, dann lass es mich wissen auf Spotify einfach kommentieren. Mittlerweile rasseln auch Kommentare ein, das freut mich extrem auf Social Media teilen, Bewertung abgeben für den Podcast auch keine schlechte Idee und vor allem nächste Woche wieder einschalten, wenn du eine Frage hast. Schreib uns auf allen Kanälen auch gerne über die WhatsApp Line unter und dann bist du vielleicht nächste Woche, so wie der Stefan heute da live bei mir, bei Philipp Maderthaner unplugged.

lightbulbDie Priorisierungsmethoden sind universell anwendbar für alle neuen AnfängebuildPodcast-Interaktion: Kommentare, Teilen, Bewertung, Fragen einreichenhelpWie schaffe ich Fokus?
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Mein Name ist Surprise, Surprise, Philipp Maderthaner. Ich freue mich auf dich. Alles Liebe und bye bye.

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