Folge 170 - Unternehmertum_ Was habe ich von Gary Vaynerchuk gelernt_
Entities
29
Relationen
42
Chunks
18
Themen
31
headphonesAudio
hubWissensgraph
Authentizität ist konsistent zwischen öffentlicher und realer Person
Wahre Authentizität zeigt sich darin, dass die öffentliche Wahrnehmung einer Person mit ihrem realen Verhalten und ihrer Persönlichkeit übereinstimmt. Es ist ein Qualitätsmerkmal, wenn das reale Erlebnis konsistent mit dem ist, was man von jemandem aus den Medien kennt.
“dass eines sich bewahr hat, dass er unglaublich authentische Persönlichkeit ist. Also ich mag es immer, wenn man Menschen kennenlernt, die man vielleicht nur vom Schirm”
segmentQuellmaterial (18)
Was habe ich von Gary Vaynerchuk gelernt? Ich hab wirklich eine sehr, sehr aufregende Reise gehabt vor wenigen Wochen. Vielleicht hast du über meine sozialen Netzwerke mitverfolgt. Ich habe die Möglichkeit gehabt, Gary Vaynerchuk persönlich kennenzulernen.
Und wenn du Gary Vaynerchuk nicht kennst, dann vielleicht ein paar Worte dazu. Er ist für mich einer der beeindruckendsten Unternehmer, die es aktuell gibt. Aus unterschiedlichsten Gründen.
Nicht nur hat er in einer Branche selber sehr nahe, ist nämlich in der Agenturbranche ein Unternehmen aufgebaut, das seinesgleichen sucht. Also es ist wahrscheinlich die aktuell größte, maximal zweitgrößte, privat geführte oder im Privateigentum befindliche Agenturgruppe der Welt. Er hat aktuell zwei tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in seiner Agenturgruppe und es gibt nichts, was größer ist als unabhängig geführt ist.
Darüber hinaus ist er extrem outspoken als Unternehmer. Das heißt, er ist auf Social Media unglaublich präsent mit einer breiten Themenpalette, die mir persönlich auch extrem entspricht. Themen wie Marketing, Leadership oder eben auch Mindset Themen.
Das heißt, er ist für mich wirklich ein großes, großes Vorbild und wirklich beeindruckende Persönlichkeit. Und ich hab echt schon lange mir vorgenommen, ihn irgendwann einmal persönlich kennenzulernen. Und nachdem ich davor schon eine Session mit ihm absolvieren konnte, online über Zoom, hat sich jetzt endlich die Möglichkeit ergeben.
Ich bin nach New York geflogen, wirklich nur dafür, um an einem Setting teilzunehmen mit ihm, wo ich wo ich wirklich dann persönliche One on One Interaktion mit ihm haben konnte Und muss wirklich sagen, es war extrem beeindruckend. Nicht nur, dass wir dort live vor Ort bei Vayner Media in seinem Headquarter mitten in Manhattan, Hudson Yards Viertel, das wirklich ein dynamisches Viertel ist, dort vor Ort bei ihm sein durften, sondern auch ihn natürlich einmal ungefiltert zu erleben, hat mir persönlich extrem viel bedeutet. Und nachdem ich mittlerweile oft die Frage gekriegt ja Philipp, aber was hast du jetzt von dem eigentlich mitgenommen oder was hast du wirklich von ihm gelernt? Habe ich mich gedacht, das ist doch eigentlich perfekt für eine Podcast Folge.
Und deswegen hier diese Woche bei Business Gladiators unplugged die Was habe ich wirklich von Gary vaynerchaka in meiner One on One, in meiner Interaktionssession mit ihm live vor Ort bei ihm in New York mitnehmen können? Was habe ich von ihm gelernt? Und das möchte ich einfach sehr gerne mit dir teilen, weil ich habe natürlich seitenweise in mein Notizbuch geschrieben und mitgeschrieben und habe für mich jetzt dann reflektiert, was waren so die drei großen Key Learnings für mich.
Das erste ist ein sehr spannendes, es hat sehr zu tun mit den Ego Bedürfnissen, die wir oft auf unser Business projizieren. Gary Vaynerchuk ist jemand, der vorlebt und sagt, also er hat eigentlich, obwohl er schon so ein großes Unternehmen hat, zwei tausend Leute hat, hunderte Millionen Dollar Umsatz macht mit seinem Unternehmen, hat er eigentlich seine persönlichen Bedürfnisse nicht im gleichen Ausmaß gesteigert. Was heißt das? Er wohnt also jetzt nicht in einem zehn, zwanzig, fünfzig mal größeren Haus, Fortnite, zehn, zwanzig, fünfzig mal teurere Autos, gönnt sich nicht die ganze Zeit den nächsten Luxus, sondern er hat wahrscheinlich sich ein gutes Leben gerichtet, aber er hat nach wie vor seine Firma in den Vordergrund gestellt. Er sagt von sich aus, er programmiert seine Firma auch nicht auf großartig Gewinn, sondern möchte was großes schaffen. Also er programmiert sie auf Wachstum, tut es aber eben nicht, indem er einfach Fremdkapital reinholt, Investoren reinholt und dann deren Geld verbrennt, sondern hat es nach wie vor im Privateigentum und entschließt sich einfach die Firma nicht groß auf Gewinn zu programmieren, weil er es nicht auch braucht, um seine persönlich privaten Bedürfnisse, seine Ego Bedürfnisse zu stillen.
Und warum ist das für mich so ein großes Learning gewesen? Naja, ich will ganz ehrlich sein, aus meiner eigenen Erfahrung war es bei mir in den Anfängen umgekehrt oder sehr, sehr lange Zeit auch umgekehrt. Ich hab meine Firma gegründet, meine erste Firma, auch einerseits um was zu bewirken, aber eben auch um mir einen persönlichen Wohlstand aufzubauen.
Das heißt schon, dass meine Firma, und ich glaube, ich möcht es in diesen drastischen Worten sagen, für mein persönliches privates Leben auch immer wieder die Melkkuh abgeben durfte. Das heißt, es war die Milch, von der ich gelebt habe und von der ich auch meinen Wunsch nach einem schönen guten Leben gestillt habe. Und jetzt bin ich ein Freund des schönen Lebens, das ist dort oder da bekannt.
Also ich gehe gerne gut essen, ich fahr gerne in schöne Hotels, ich habe überhaupt gern schöne Dinge und gebe auch gerne dafür Geld aus und find Geld ausgeben grundsätzlich auch was Schönes, weil ich immer wieder finde, dass da auch Menschen davon profitieren und Firmen davon profitieren. Also ich gehör nicht zu denen, die sagen, man muss das Geld am Konto horten, sondern ich sage, ich gebe es gerne aus. Und auch Gary Vaynerchuk ist nicht jemand, der sein Konto hortet, sondern er ist jemand, der sagt, er buttert es einfach in die Firma und stellt seine persönlich privaten Bedürfnisse hintan. Und das ist schon ein anderes Konzept, als ich es verfolgt habe. Und das ist ein Konzept, das ich behaupten würde, das natürlich das Unternehmen deutlich mehr stärkt, als wenn du jeden Meter, den du mit deinem Unternehmen nach vorne arbeitest, umsatzmässig, ertragmässig, gewinnmässig, sofort wieder damit kompensierst, weil du damit dein Lebensstandard steigerst, deine persönlichen Bedürfnisse steigerst, mehr Geld rausnimmst, als wirklich ausquetscht wie eine Zitrone, was auf Dauer dem Business nicht gut tut.
Und da habe ich schon von ihm wirklich mitgenommen, der Gedanke, dass du dein Unternehmen auch wachsen und gedeihen lassen sollst, dass du ihm den fruchtbaren Boden lässt und nicht alle Nährstoffe aus dem Boden rausziehst, immer um deine privaten persönlichen Ego Bedürfnisse zu stillen, um dir irgendwelche Dinge zu kaufen oder zu leisten, sondern da ein gesundes Maß findest, wo du selber natürlich Freude daran hast, dass du auch was erreicht hast, aber auf der anderen Seite wirklich deinem Unternehmen auch den Spielraum lässt. Und ich glaube, das resoniert mit vielen, die selbstständig sind da draußen, die natürlich auch unternehmerisch tätig sind, um sich privat was leisten zu können.
Aber ich glaube, wir dürfen uns immer daran erinnern, auch unser Unternehmen, und ich bin ja ein großer Freund davon, dass wir das Unternehmen getrennt sehen von uns als Person, als Persönlichkeit, dass auch das Unternehmen leben will und auch das Unternehmen immer wieder mal auf dem Polster sitzen will. Und das habe ich schon von dort sehr bestärkt gefühlt und war sicherlich das eine große Learning, das ich von ihm mitgenommen habe. Das zweite Learning war auf eine konkrete Frage, die ich dort gestellt habe, nämlich wirklich die Frage auch, wie man gerade so Dienstleistungsmodelle auch in die Skalierung bringen kann, wie eben zum Beispiel eine Aktion. Und er hat wirklich sehr klar und straight darauf geantwortet, dass es direkt zusammenhängt mit deiner Fähigkeit, wie er gesagt hat, to Build Family, also wie stark du bist in der Fähigkeit Familie zu entwickeln. Und ich beschreibe das gleich, was er damit gemeint hat. Er hat damit gemeint, dass du es schaffen sollst, in deinem Umfeld Menschen wirklich aufzubauen, die für dich Familie sind, also engste Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die wirklich zu tragenden Säulen des Unternehmens werden und damit auch das Fundament des Unternehmens soweit verstärken, dass du was Neues drauf bauen kannst. Und er hat gesagt, er glaubt, dass er in diesem Bereich einfach extrem stark ist, nämlich wirklich ein Familienband zu bauen zu Menschen und sie so intensiv ranzuholen und reinzuholen, damit sie zur tragenden Säule werden, die dann eben auch hilft, das Unternehmen zu skalieren. Und er hat ganz lustig dann eine Mitarbeiterin gleich mal hervorgezogen, die mit im Raum war und du du bist mit mir seit sieben Jahren und vor ein paar Monaten haben wir dich gefragt, ob du nicht Costa Rica aufbauen kannst für uns als Unternehmen oder wir können die dorthin schicken oder dahin schicken, weil das natürlich die Menschen sind, die er verwendet, um sich selber zu multiplizieren, vor allem auch kulturell zu multiplizieren. Und das ist in seinem Wachstumsmodell, glaube ich, die wichtigste Dimension. Das heißt, die zweite Erkenntnis war, die ich mitgenommen habe, wirklich dieser Anspruch, nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entwickeln, sondern auch danach zu trachten, wirklich enge Bande und engste Mitstreiterinnen und Mitstreiter noch stärker zu entwickeln, Family, wie es er nennt, und das wirklich für die Skalierung des Unternehmens einzusetzen.
Und ich würde für mich in Anspruch nehmen, dass ich das in vielen Bereichen so gemacht habe in den letzten Jahren, wo es mir gelungen ist, in all meinen Unternehmen Menschen zu haben, die das als Geschäftsführerin, als Geschäftsführer tragen, als beteiligte Partnerinnen und Partner tragen.
Aber ich nehme schon noch mit, dass da noch mehr geht und dass das ein Anspruch muss, das noch intensiver zu tun und damit Wachstum noch weiter zu beflügeln. Und die dritte Erkenntnis und das dritte Learning, das ich von ihm mitgenommen habe, war, dass er wirklich ein Effizienzjunkie ist. Das merkt man in allem, was er tut. Er hat zum Beispiel beschrieben, dass er, also unser Treffen hat stattgefunden am Nachmittag und an dem Nachmittag hat er, glaube ich, schon fünf und dreiig Termine intus gehabt. Das heißt Er hat Termine in seinem Kalender in circa fünf bis fünfzehn Minuten, nicht so wie wir es da oft kennen bei uns, Termin dauert einmal prinzipiell eine Stunde, sondern er hat also wirklich die maximale Effizienz in sein Betriebssystem reingepackt und damit führt er Menschen auch dazu, sich ganz anders auf Gespräche mit ihm vorzubereiten, den ganzen Schmoren, das ganze Herumgeseiere wegzulassen, weil wenn du fünf Minuten mit ihm hast, dann kommst du einfach schneller zum Punkt und gleichzeitig hörst du auch klarer hin, was er zu sagen hat, weil du weißt, es ist schneller vorbei. Also es erhöht die Aufmerksamkeit und es erhöht natürlich unendlich auch die Schlagkraft. Und diese Effizienz hat mir extrem imponiert. Also er portioniert seinen Tag in extrem kleine Stücke, absolviert sehr, sehr viele Check ins, was ihm ermöglicht, bei den wichtigsten Kunden dranzubleiben, bei den wichtigsten Unternehmensprojekten dranzubleiben, wirklich regelmäßig einzuchecken. Also der ist echt in der Lage, so ein großes Unternehmen mit seinen Check ins zu steuern, weil er sie einfach extrem kompakt und effizient haltet und weil er gleichzeitig natürlich bereit ist, auch die entsprechenden Einsatz an den Tag zu legen. Also er sagt ja, während andere Herumser, ob sie mit ihrer Work Life Balance zurechtkommen an diesem Tag oder ob der Tag eine Stunde zu früh begonnen hat, hat er schon den zwanzigste Termin hinter sich. Also er haut richtig rein, er weiß einfach von nichts kommt nichts und große Dinge entstehen durch großen Einsatz und er versucht seinen Einsatz so effizient und wirksam wie möglich zu gestalten. Und das ist sicherlich die dritte Sache, die mir extrem imponiert hat, wie auch ich insgesamt und das möchte ich über das drüberstülpen, mir einfach extrem getaugt hat, dass eines sich bewahr hat, dass er unglaublich authentische Persönlichkeit ist. Also ich mag es immer, wenn man Menschen kennenlernt, die man vielleicht nur vom Schirm, vom Fernsehschirm, von Social Media kennt und dann das reale Erlebnis wirklich konsistent ist mit dem, was man von ihnen kennt. Das ist auch mein Anspruch und den hat er zu ein hundert Prozent erfüllt. Also es war echt eine große Sache. Die Reise hat sich gelohnt, weil ich wirklich, und lass mich das am Ende vielleicht sagen, solche Dinge sind ja immer ein großes Investment und ich mache ja viele solche Settings, wo ich teilweise wirklich horrende Summen auf den Tisch lege, um reinzu Und für mich ist es wirklich immer nur, wenn ein Golden Nugget dabei ist, so sage ich es immer in so einem Gespräch, dann war es das wert. Ich unterhalte mich so viel mit Leuten, die alle Na Wahnsinn, ist es das dann wirklich wert? Und ich sage immer, du musst einfach dann von einer so einer Erkenntnis die Kausalkette wegdenken und schauen, was es bewirkt. Also zum Beispiel, wenn ich jetzt sage, ich setze jetzt mehr auf Effizienz in meinem Tun und Wirken und das lerne ich von ihm, wozu das führt und wozu mich das befähigt. Und wenn ich das zehn Jahre nach vorne denke und heute ändere nur ein Grad oder nur zwei Grad die Ausrichtung ändere, wenn ich diese Linie zehn Jahre nach vorn ziehe, dann ist das ein fundamentaler Shift, der vielleicht meinem Business Millionen bringen kann. Und so sehe ich das mittlerweile. Ein einzelner Gedanke, ein einzelner Insight, der die wirklich erreicht und bewegt und berührt, kann echt was Großes verändern. Und da waren für mich mehrere dabei und darum war die Reise jeden Euro wert.
Und so sehe ich diese Dinge auch immer und ich würde dir diese Denkweise auch empfehlen. Sei immer auf der Suche nach dem Golden Nugget in jedem Gespräch und ein Gedanke alle Großes verändern. So gehen die Dinge rein und das wünsche dir auch.
Und vielleicht bietet auch dieser Podcast ja den einen oder anderen Gedanken als Golden Nugget. Das würde mich sehr freuen. Wenn es so ist, dann schreib es mir unbedingt, das Feedback auf LinkedIn, auf Facebook, WhatsApp, Instagram, WhatsApp unter drei hundert drei und dreiig ein und dreiig tausend fünf hundert fünf und fünfzig es würde mich sehr freuen.
Und noch mehr freut es mich, wenn du nächste Woche wieder dabei bist, hier bei Business Gladiators unplugged. Mein Name ist Philipp Maderthaner und ich freue mich auf dich. Alles Liebe und Bye bye bite.