Folge 18 - Wie hole ich mein Team an Bord?
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Alignment ist entscheidend in herausfordernden und transformativen Zeiten
Die Fähigkeit, dass alle Teammitglieder in die gleiche Richtung blicken und gemeinsam an einem Strang ziehen (Alignment), ist eine hohe Kunst, die Unternehmen beherrschen müssen. Dies ist besonders kritisch in Zeiten großer Veränderungen und Herausforderungen, um die Zukunftsfähigkeit zu sichern.
“Alignment, also die Kunst, dass alle in die gleiche Richtung schauen und an einem Strang in die richtige Richtung ziehen. Das ist die hohe Kunst, die Unternehmen beherrschen müssen.”
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Bevor es losgeht mit dieser Folge von Business Gladiators Unplugged hier ein Hinweis in eigener Sache für alle meine Podcast Hörerinnen und Podcast Hörer.
Am achtzehnter erster. Um achtzehn uhr eins veranstalte ich mein erstes Live Webinar in diesem Durchbruch zwei tausend drei und zwanzig alle Infos für dich auf philippmarathaner com. Durchbruch zwei tausend drei und zwanzig und jetzt viel Spaß mit dieser Folge. Willkommen zu einer neuen Folge von Business Gladiators Unplugged, dem Podcast für Unternehmerinnen und Unternehmer und jenen Fragen, die sie bewegen, die sie jeden Tag bewegen, die sie fordern, die sie herausfordern, die sie nachts wachhalten, die sie umtreiben, die Fragen, die sie beschäftigen.
Das ist das Ziel dieses Podcasts, jede Woche über eine neue Frage tiefer uns zu unterhalten und einzusteigen in mögliche Ansätze und Lösungen. Heute etwa bei der Wie hole ich mein Team kraftvoll an Bord? Wie schaffe ich es, dass alle an einem Strang ziehen, dass alle in die gleiche Richtung schauen?
Oder neudeutsch, wie schaffe ich eigentlich Alignment? Alignment, also die Kunst, dass alle in die gleiche Richtung schauen und an einem Strang in die richtige Richtung ziehen. Das ist die hohe Kunst, die Unternehmen beherrschen müssen.
Am Weg in die Zukunft, am Weg auch in herausfordernde Zeiten, in transformative Zeiten, in Veränderung, die vielen Unternehmen bevorsteht. Es ist immer die Frage, schaffe ich es, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Bord zu holen? Schaffe ich es, die Kräfte zu bündeln, Schaffe ich sie zu konzentrieren?
Oder finde ich mich in einer Situation wieder, wo alle in unterschiedliche Richtungen ziehen, alle in unterschiedliche Richtungen schauen und damit eigentlich keine gemeinsame Kraft zustande kommt. Was sind aber nun die praktischen Instrumente, die man anwenden kann als Unternehmerin, als Unternehmer, als Führungskraft und um dieses Alignment herzustellen, um Menschen wirklich kraftvoll an Bord zu holen? Ich möchte heute einige davon aus meiner persönlichen Unternehmerpraxis gerne vorstellen.
Eines und das ist für mich das wichtigste Instrument, das ich seit der Gründung meines ersten Unternehmens pflege und auch schon, um ganz offen zu sein davor in unterschiedlichsten Führungsfunktionen, die ich innehatte, angewandt habe, ist das Instrument der Klausur. Nun nicht etwa, um vielleicht, wie manche vermuten würden, die Klausur in einer Art und Weise, dass wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Test antreten lassen, um abzuprüfen, ob sie auch wirklich die Ziele des Unternehmens verstanden haben und sie unterstützen. Nein, ganz im Gegenteil.
Klausur im Sinne Wir ziehen uns mit dem ganzen Team zurück in Klausur. Das heißt, wir schließen uns ein für zwei Tage, im Regelfall einmal jährlich mit dem gesamten Team. Für zwei Tage ziehen wir uns zurück an einen wunderbaren Ort, an einen inspirierenden Ort, wo wir gemeinsam innehaltend stehen bleiben, den Tagesbetrieb hinter uns lassen und ausschließlich uns mit der Frage beschä Wo stehen wir, Wer sind wir und wo wollen wir hin? Erst kürzlich habe ich mit meinem Team diese jährliche Klausur wieder veranstaltet und es ist jedes Mal beeindruckend, was für ein kraftvolles Erlebnis es ist, weil alle vom Team nicht nur am gleichen Ort sind, sondern auch alle vom Team reingeholt werden in die Ideen und die Zukunftsansätze des Unternehmens. In meiner Unternehmenskultur ist es so, dass das unglaublich viel Energie freisetzt, dass alle im Unternehmen was beitragen, dass hier auch positive Beiträge geleistet werden, viel Dankbarkeit, viel Wertschätzung im Raum ist. All das ist natürlich das Ergebnis jahrelanger Übung und auch Praxis, wie wir es im Unternehmen zu unserer Unternehmenskultur pflegen.
Aber seit jeher leisten diese Klausuren vor allem Sie schärfen den gemeinsamen Blick. Sie sorgen dafür, dass wir am Ende nach zwei Tagen rausgehen und in eine gemeinsame Richtung schauen. Das gelingt uns durch viele, viele einzelne Elemente einer solchen Klausur.
Eines der Elemente ist, dass ich persönlich als Gründer und Geschäftsführer und auch Eigentümer sehr offen und transparent Einblick gebe in die Frage, wo ich unsere Position sehe, wo ich glaube, dass wir stehen, wo ich unsere Stärken und unsere Schwächen sehe, wo ich unsere Zukunftsperspektive sehe, wo ich glaube, dass wir noch Arbeit vor uns haben und wo ich glaube, dass wir Dinge haben, auf die wir auch zu Recht stolz sein können. Oft ergänzen wir diesen Teil auch darum, dass wir auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hereinholen in die Frage Was können wir besser machen? Aber eben und hier kommt der Schlüssel nicht nur die Frage stellen was passt noch nicht?
Wo können wir Kritik üben? Was können wir besser machen? Das sind die frustrierendsten Klausuren überhaupt, wenn man sich nur auf das konzentriert. Nein, im Gegenteil. Gleichzeitig konzentrieren wir uns mit gleicher Energie und gleichem Ausmaß auf die Was haben wir gut gemacht? Wo wollen wir dranbleiben? Was wollen wir weiter? Tun? Wo können wir stolz sein?
Also auch auf die positive Seite dessen, was wir erreicht haben. Ich halte überhaupt nichts von Klausuren, wo man die Zeit nur dazu investiert, die ganze Zeit herumzumeckern, alles schlecht zu machen, nur über das Negative zu reden. Da entsteht keine Kraft. Wir brauchen zunächst einmal die Kraft, dass wir uns alle anstrengen, dass wir was Gutes getan haben, dass wir auch was geschafft haben und aus dieser Kraft heraus dann auch die Energie zu entwickeln, uns den Herausforderungen zu stellen.
Das ist ein Teil, den wir oft anwenden. Ein anderer Teil, den wir oft nutzen, ist, dass wir Verständnis füreinander schaffen im Team. Ich nenne diese Übung gerne Welcome to my world.
Wir nutzen da die Gelegenheit, dass wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen bunt durchmischen und sie anhand von vorgegebenen Fragebögen ihre Kolleginnen und Kollegen interviewen lassen und mehr herausfinden über deren Arbeit, über das, was für sie einen erfolgreichen Tag ausmacht, was für sie Hindernisse und Hürden im Arbeitsalltag sind. Und so stärken wir das wechselseitige Verständnis, gerade dann, wenn im Unternehmen interdisziplinäre Teams am Werk sind. Wir nutzen die Zeit auch, um uns mit unseren Werten zu beschäftigen, immer wieder auch das zu schärfen, was unsere Werte ausmacht, etwa indem wir unsere Momente teilen, in denen unsere Werte aus unserer Sicht besonders zum Ausdruck kommen und so auch für viele, die neu oft im Team sind, einen Eindruck hinterlassen, was macht uns als Team eigentlich aus? Wir nutzen es auch, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Gelegenheit zu geben, am Zukunftsbild des Unternehmens mitzuwirken, auch zu formulieren, was wäre etwas, worauf sie stolz sein würden, wenn wir es in nächster Zeit erreichen würden. All das sind Dinge, die wir in Klausuren tun. Wir klinken uns hier bewusst aus vom Tagesgeschäft. Wir versuchen, unsere Kunden vorzuinformieren, damit wir wirklich an diesen Tagen nicht gestört werden. Wir nutzen es natürlich auch, um die soziale Bande auch zu stärken im Team. Gemütliche Abendgestaltungen, auch der Austausch mit dem persönlichen Gespräch. Nicht nur mit dem Team, mit dem gesamten Team gehen wir regelmäßig in Klausur, sondern auch mit meinem Führungsteam, mit meinem Geschäftsleitungsteam, mit meinem obersten Führungsgremium gehe ich zweimal im Jahr in Klausur.
Da sprechen wir nur über die Wohin wollen wir uns entwickeln? Was sind unsere nächsten Schritte? Was sind unsere Prioritäten? Wo stimmt die Richtung? Wo müssen wir sie anpassen? Was erwarten wir uns?
Was sind unsere Ziele? Was wollen wir beitragen? Zweimal im Jahr schärfen wir so unseren Blick und sorgen so dafür, dass wir alle in die gemeinsame Richtung schauen.
Zusätzlich mache ich viermal im Jahr als Geschäftsführer ein Update unserer gesamten Mannschaft, was unsere Strategie betrifft. Ich checke also ein mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und halte sie am Laufenden, wo wir in der Umsetzung unserer Strategie stehen, wo wir hinten sind, wo wir gut unterwegs sind, was wir vielleicht auch an Plänen geändert haben. Nicht alle Pläne halten immer. Wir machen das sehr offen und transparent und binden hier wirklich alle ein, um auch wirklich teilzuhaben an diesen Erfahrungen, die wir machen, wo wir im Vorhinein bei Entscheidungen ja nicht immer wissen, was sich am Ende des Tages als richtig herausstellen wird.
Dazu haben wir im Unternehmen ein sehr kraftvolles Format entwickelt. Es nennt sich One on One. Es sind dies ein bis zwei wöchentlichen Abständen, Einzelgespräche zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ihrer jeweiligen Führungskraft, wo wir auch zu diesen Themen einsteigen, zum persönlichen Wachstum, aber auch zum Feedback Richtung Unternehmen und auch zur Beteiligung an den großen strategischen Zielen. Das sind die drei entscheidenden Instrumente, die wir nutzen, um Menschen an Bord zu holen, die wir nutzen, um unser Team auch an Bord zu holen, den Blick zu schärfen, in eine gemeinsame Richtung zu schauen und auch an einem gemeinsamen Strang zu ziehen. Wir ziehen uns zurück in Klausuren als gesamtes Team, als Führungsteam und wir nutzen auch den regelmäßigen Austausch in One on One, um hier bei diesen Themen dran zu bleiben.
Das Ergebnis ist unendlich kraftvoll. Das Ergebnis ist so kraftvoll, dass es manchmal uns wirklich staunend zurücklässt, wenn wir feststellen, dass wir ein Jahr später, zwei Jahre später die Dinge, die wir in Klausuren besprochen haben, wo wir unseren Blick geschärft haben, auf wirklich einzigartige Weise erreicht haben. Und deswegen empfehle ich dir auch eines Bunkere dich nicht ein, lass die Leute teilhaben an deinen Gedanken, nehmt es ernst, zieht euch zurück, gebt dem ganzen Raum, brech aus aus dem Tagesgeschäft und nimm wirklich dir auch die Zeit mit deinem Team, um auch diese Ebene, diese Metaebene einzunehmen.
Das sind für mich die wichtigsten Instrumente, um auch Alignment zu schaffen und am Ende des Tages gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei und freue mich sehr, wenn du Erfolg hast mit diesem Alignment und natürlich auch, wenn du weiter hier mit uns gemeinsam dranbleibst, mit mir gemeinsam dran. BL bei Business Gladiators Unplugged. Wenn du den Podcast noch nicht abonniert hast auf deiner präferierten Plattform, dann tu das jetzt. So stellst du sicher, dass du keine Ausgabe verpassen wirst und log dich vielleicht auch ein und registriere dich in meiner Membership Zone auf meiner Website philippmarathaner com. Hier warten nicht nur die Transkripte und Videos der Podcasts auf dich, sondern auch ein Forum, wo du dich zusätzlich noch austauschen kannst und wo auch ich persönlich immer wieder vorbeischau.
Wir hören uns nächste Woche, da freue ich mich sehr darauf. Bis dann bei Business Gladiators Unplugged.