Folge 222 - Produktivität_ Wo finde ich die Zeit, die mir fehlt_ 2_3 (Effektivität)
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Ablehnung unwichtiger Termine schafft Raum für wirkungsvolle Beiträge
Das konsequente Ablehnen von Terminen und Aktivitäten, die nicht den eigenen Zielen dienen, ist entscheidend, um Raum für wirkungsvolle und wertschöpfende Beiträge zu schaffen. Eine volle Terminwoche, die nur aus reaktiven Anfragen besteht, verhindert die Produktion von Inhalten oder die Verfolgung strategischer Projekte. Es ist ein Akt der Selbstführung und Priorisierung.
“Das könnte ich nämlich nicht tun, wenn ich einfach zu jeder Anfrage, die ich kriege, Ja sagen würde, dann würde mich eine vierzig fünfzig Stunden Woche bei mir einfach nur als Termin bestehen”
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Wo finde ich die Zeit, die mir fehlt? Teil zwei Alle, die letzte Woche fünfzehn Minuten in ihrem Kalender ausgegraben haben und den Schatz gehoben haben, sind hoffentlich diese Woche wieder dabei, wenn es darum geht, wo finden wir die Zeit, die uns fehlt? Und wir wühlen uns sukzessive durch meine besten Hacks der letzten Jahre, wie es mir gelungen ist, sehr viel Zeit zu gewinnen, so dass ich muss ehrlich sagen, in den wenigsten Fällen gestresst bin, überladen bin, immer wieder ausreichend Zeit auf, hin zu Erholung, meine Businesses zu verfolgen, mein Podcast zu produzieren, Keynotes zu machen, Bücher zu schreiben, all die Dinge unterzubringen, die mir wichtig sind. Aber wie immer auch hier der Disclaimer, ist es bei mir immer perfekt? Nein, ist es nicht. Ertappe mich immer wieder mal dabei, dass ich plötzlich in einer Woche gelandet bin, wo es drunter und drüber geht, wo ich keine einzige freie Minute habe. Ja, diese Wochen gibt es auch bei mir. Also ich habe nicht den perfekten Kalender, aber ich habe über die Jahre Dinge gefunden, die mir geholfen haben, unnötig Zeit auf der Straße liegen zu lassen. Und die möchte ich mit dir teilen in dieser Dreier Serie, wo es darum geht, wo wir die Zeit finden, die uns fehlt.
Der erste Teil war sehr stark um das Thema Effizienz, also die Dinge richtig zu tun. Dieses Mal reden wir über Effektivität, die richtigen Dinge zu tun. Und das ist schon wieder gar nicht so leicht, weil da braucht es oft nochmal mehr Entscheidungskraft und Entschlossenheit, damit wir uns auf die Dinge committen, die wirklich entscheidend sind. Aber auch hier habe ich drei Ratschläge für dich mitgebracht. Du erinnerst dich, wir haben letztes Mal darüber gesprochen, dass du Termine oft länger dauern lässt, als es notwendig ist.
Wir gehen diesmal einen Schritt weiter. Und der erste Raster, den du über deine Planung und deinen Kalender drüberlegen kannst, ist Termine, die du überhaupt nicht machen solltest, weil sie dir nicht dienen oder deinen Zielen nicht dienen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass du eine Vorstellung hast darüber, worum geht es gerade bei dir, was ist das große, großes Schwungrad, das du gerade anschieben willst? Und dann die Frage dient das, was ich hier tue, diesem großen Schwungrad?
Ich habe diese Überlegung vor einiger Zeit angestellt, was meine Personal Branding Aktivitäten angeht, wo ich einerseits meinen Podcast habe, wo ich Bücher schreibe, wo ich ein Live Show habe, wo ich mittlerweile mein vier Tages Event Mindset Mastery habe, wo ich dich gerne einlade auf die Website zu schauen, Philipp Maderthaner Com Mindset Mastery, wo der neue Termin ausgeschrieben ist. Also all diese Dinge, die mache ich in dem Bereich, habe ich für mich festgestellt, es braucht immer mehr und mehr Zeit, aber es kommt nicht am Ende mehr unterm Strich raus. Und deswegen bin ich jetzt mit der Machete mal durchgegangen und habe geschaut, welche der Aktivitäten dienen nicht meinem großen Flywheel. Und dazu muss ich natürlich wissen, was ist das große Schwungrad, das ich antreibe. Und das große Schwungrad, das ich antreibe, ist, ich will Unternehmerinnen, Unternehmer, Selbstständige, Führungskräfte und Menschen, die Großes bewegen wollen, befähigen dazu was Großes zu tun. Und ich hab festgestellt, für mich, mein vier Tages Event Mindset Mastery ist der größte Hebel dafür oder der wirksamste Hebel. Das heißt, ich hab für mich jetzt entschieden, das, was dort nicht einzahlt, mache ich nicht.
Das ist jetzt einer der Gründe, warum ich zum Beispiel meine Live Show in diesem Jahr, meine Abendshow gestrichen habe, weil ich das Gefühl gehabt habe, da ist zu viel Streuverlust vorhanden. Mein Podcast zum Beispiel mache ich aus dem Grund weiter, weil ich das Gefühl habe, die Zielgruppe, die hier zuhört, für die ist auch das Mindset Mastery interessant und denen kann ich vielleicht auch dort weiterhelfen. Meine Keynotes, die so unterschiedlich sind, wo ich teilweise spreche für Unternehmen oder von Unternehmen gebucht vor all ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die aber alle miteinander ja keine Unternehmerinnen und Unternehmer sind und in den vielen Fällen dann auch keine Führungskräfte, wo ich eigentlich meine Energie verzettle, wo ich als Entertainer unterwegs bin, aber ja nicht meinem großen Ziel diene, die schränke ich jetzt ein in Zukunft und werde schauen, dass ich nur mehr Events besuche, wo ich vor Unternehmerinnen und Unternehmern spreche. Das heißt also, was ich dir mit dem Beispiel zeigen will, ist, ich mache gerade einen sehr harten Kahlschlag mit der Frage, was von den Dingen, die ich tue, dient meinem größeren Ziel? Und ich habe für jedes meiner Unternehmen dieses größere Ziel und für jedes meiner Unternehmen, stelle ich, dient das, was ich hier tue, gerade dem größeren Schwungrad. Das ich dort antreibe und ein verlässlicher Indikator dafür, dass du vielleicht Potenzial hast in dem Bereich, ist, wenn du dazu geneigt bist, sehr stark immer auf Anfragen zu reagieren. Ich habe eine Podcast Folge schon gemacht zur Frage Wie vermeide ich Sinnlostermine? Und habe dort, glaube ich, gesagt, wenn ich eigentlich Terminanfragen kriege, jemand möchte ein Treffen mit mir, Ich sage de facto immer extrem höflich, aber immer nein, weil die Wahrscheinlichkeit, dass es jetzt meinem größeren Ziel dient, ist in den meisten Fällen sehr gering. Und wenn das so ist, dann müsste ich es vorher herausarbeiten und verlässlich eine Punktlandung machen, dass der Termin auch wirklich einzahlt. Aber ich mache kein Roulette Spiel bei Terminvergaben, indem ich sage na, setzen wir uns einmal zusammen, investiere eine Stunde und dann schauen wir mal, ob es was bringt.
Das mache ich nicht. Das heißt, ich bin sehr hart in der Dient das, was ich hier tue oder noch viel mehr das, was jemand anderes gerade von mir möchte, dient das meinem Ziel? Und jetzt kann man sagen, das ist ja massiv egoistisch. Ja, das ist es. Es ist egoistisch in einem Sinne, dass ich dazu da bin, Großes zu bewegen, meine Ziele voranzutreiben und damit was zu bewirken und den Dinge unterordne. Ja, das mache ich. Und diesen Mut möchte ich auch dir zusprechen von Wer sagt egoistisch? Wunderbar.
Also ich bin ja angetreten, um was zu bewirken und wenn du jetzt zuhörst bei dem Podcast und den super findest, dann bist du wahrscheinlich dankbar, dass ich zu vielen Terminen in meinem Leben Nein sage und deswegen die Zeit herauskriege, dass ich jetzt gerade diesen Podcast aufnehme, um dir kostenlos Nutzen zu stiften. Das könnte ich nämlich nicht tun, wenn ich einfach zu jeder Anfrage, die ich kriege, Ja sagen würde, dann würde mich eine vierzig fünfzig Stunden Woche bei mir einfach nur als Termin bestehen von Menschen, die einen Termin mit mir wollen und ich würde keine Zeit haben, einen Podcast aufzunehmen. Das heißt also, dass ich das unterordne, ist eigentlich ein sehr netter Akt im Sinne des Wirkungsziels, das ich hier verfolge. Und ich hoffe, das konnte ich mit meinem Beispiel für dich greifbar machen.
Also der erste Punkt Schluss mit Terminen, die du gar nicht machen solltest oder mit Dingen, die du gar nicht machen solltest, weil sie deinem größeren Ziel nicht dienen. Und ich weiß geht das immer zu ein hundert Prozent. Nein, aber versuch dem Grundsatz so gut es geht zu folgen. Jedes Prozent mehr, das du rausholst, wird dir was bringen. Erster Punkt. Zweiter Punkt.
An alle, die so überzeugt davon sind, dass sie selber ja die Dinge am besten machen, die alles lieber selber machen, weil sie dann wirklich sicher sind, dass die Dinge auch funktionieren und hinhauen. Leverage zu kriegen, also einen Hebel reinzubringen in das eigene Tun, ist Voraussetzung, um Großes zu bewegen. Wenn du überall immer selber Hand anlegst und nirgends einen Hebel reinkriegst.
Und ein Hebel kann sein, du delegierst Dinge, du lagerst Dinge aus und mit auslagern kann ich total vieles meinen. Das kann heißen, dass es zum Beispiel sinnvoller ist, du beschäftigst jemanden, der in deiner Wohnung sauber macht oder die in deiner Wohnung sauber macht und kümmerst dich in der Zeit um dein Geschäft. Das kann extrem vernünftig sein.
Manche Leute haben einen Chauffeur. Ich zum Beispiel habe einen Chauffeur, wenn ich zu meinen Keynotes fahr. Warum? Weil ich die Zeit dorthin nutze, um mich noch mehr auf die Keynote vorzubereiten. Es ist extrem effizient, sonst müssen die wahrscheinlich eine Stunde früher losfahren, weil ich mich dann dort noch mal eine Stunde lang länger eingrooven. So mache ich das im Auto. Das kann ich nicht machen, wenn ich selber fahr.
Also habe ich für mich festgestellt, dass ein guter Hebel ist, zu meinen Keynote Auftritten mit einem Chauffeur zu fahren, weil ich dann die Zeit effektiver nutzen kann. Du kannst Dinge auslagern mittlerweile an die KI. Chatgpt macht alles Mögliche in vielen Fällen, gerade jetzt textliche Aufgaben, kreative Aufgaben mittlerweile besser als viele Menschen da draußen.
Und es macht keinen Sinn, sich stundenlang zu plagen vor einem weißen Blatt Papier, anstatt sich hinzusetzen, chatgpt in sieben und dreiig Sekunden einen ersten Entwurf liefern zu lassen und den dann zu überarbeiten. Das meine ich mit Auslagern oder Delegieren an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wenn du welche hast. Ich will nur mit den Beispielen. Du brauchst keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt, um auslagern und leveragen zu können. Wenn du welche hast, ist es ja extrem naheliegend.
Dann hör auf, die Dinge alle selber zu machen und lass die Leute ihren Job machen. Und wenn sie nicht gut machen, dann fordere es ein und zeige es ihnen und entwickle sie. Und wenn es keine Chance gibt, dann musst du wen suchen, der es kann.
Dazu gibt es genug Folgen in der Kategorie Führung, wo du reinhören kannst, aber beginne an Leverage reinzubringen. Wenn du die ganze Zeit immer nur ein hundert Prozent deiner eigenen Zeit investierst, wirst du nicht vorankommen. Für was hast du eine Assistentin, wenn sie nicht dein Leben organisiert? Für was hast du Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn sie dir nicht Sachen abnehmen? Warum beschäftigst du nicht, egal ob privat oder beruflich Leute, die die Dinge machen, die dir den letzten Nerv rauben oder unnötige Zeitfresser sind? Eine der ersten Personen, die ich als Unternehmer eingestellt habe, war jemand, der die Buchhaltung sortiert.
Ich habe es gehasst wie die Best und meine Zeit war deutlich besser investiert am Geschäft und im Verkaufen und im Präsentieren als im Zettel sortieren, auslagern, aber eben auch an die KI. Beschäftige dich mit diesen Dingen. Da liegt so viel Hebelwirkung drinnen. Also der zweite Punkt ganz eindeutig Leverage kriegen. Und der dritte und letzte Punkt ist, und ich liebe diesen Punkt, ich bin gerade in diesem Jahr so fokussiert darauf, wir müssen Dinge wieder aufhören. Wir haben alle so viel Angewohnheit, dass wir dauernd Dinge anfangen. Und Dinge anfangen kann jetzt viel heißen.
Es gibt Leute, die starten gefühlt jedes Jahr ein neues Business. Und jetzt habe ich selber drei, die operativ sind eigentlich mit meinem Startup Business vier und mit meiner Holding, wo ich die anderen Aktivitäten mach fünf. Also man könnte mir das auch unterstellen, aber ich habe sie gut aufgestellt.
Auch dazu gibt es Podcast Folgen. Aber es gibt gefühlt Leute, die fangen jeden Monat irgendwas Neues an. Im Großen, aber auch im Kleinen.
Was hast du alles für Zeitungsabos? Was hast du alles für Newsletter abonniert? Und dauernd zahlst du dir wieder was Neues rein?
Welche Jour Fixes hast du am Laufen? Welche Eventserien besuchst du? Wo bist du überall Mitglied?
Hör auf, dauernd neue Dinge anzufangen und fang an, Dinge aufzuhören. Ich hör auf, dauernd Dinge anzufangen und fang an, Dinge aufzuhören. Das ist der Schlüssel.
Ich habe mir mittlerweile angewandt, jeden Tag einen Newsletter abzubestellen und ich denke nicht jeden Tag dran. Aber wenn ich daran denke, sofort wieder abbestellen. Zeitungsabos, die nicht dauernd lesen, abbestellen.
Also einfach diese Load, wo ich sage, oh, da bin ich überall noch connected und da bin ich drinnen und sei es nur mit einem Promille deiner geistigen Kapazität, diese Dinge wieder zu beenden. Events, wo du hingehst und irgendwie haut's dir nicht führen. Hör auf hinzugehen. Unproduktive Veranstaltungen, die dich nicht weiterbringen. Hör auf damit.
Schon Fixes, die für nichts sind, schaff sie ab. Prozesse, die keiner braucht, schaff sie ab. Also meine drei wichtigsten Dinge für dich in der Kategorie Effektivität, also die richtigen Dinge zu tun, sind.
Erstens, werd ganz hart im Fokus. Was dient deinen Zielen? Was treibt dein zentrales Schwungrad an? Dazu brauchst du natürlich ein Bewusstsein. Was ist das zentrale Schwungrad?
Und während ich darüber rede, denke ich mir, vielleicht werden wir da jetzt noch eine gute Folge irgendwann einmal produzieren nach der Serie irgendwann hinein. Das klingt mir vernünftig. Also was dient deinen Zielen?
Und das sind die Dinge, um die es wirklich geht. Der zweite Punkt Hör auf, alles selber zu machen. Du brauchst Leverage. Du brauchst Hebelwirkung. Die schaffst du durch Delegieren, durch Auslagern, egal ob im privaten oder beruflichen.
Hör auf, Dinge zu tun, die dir den letzten Nerv zählen. Hör auf, Dinge zu tun, wo du deine Zeit besser investieren könntest. Hör auf, Dinge zu machen, ich sage es beinhart, die du zu einem niedrigeren Stundensatz auslagern kannst, als zu dem Stundensatz, den du vielleicht am Markt generieren kannst. Jetzt kommt aber die Rechnung im Kopf.
Was ist eine Stunde von mir wirklich wert? Und wenn die Aufgabe günstiger zu bekommen ist, lagerst du das aus. Und der dritte und letzte Punkt ist beende Routinen.
Hör jeden Tag irgendwas auf, statt dass du jeden Tag was Neues anfängst. Du wirst sowieso immer neue Dinge anfangen. Also ist der wichtigere Grundsatz, hör wieder Dinge auf. Beende Zeitungsabos, beende Newsletter Abos. Reduziere jeden Tag irgendwas, um wirklich nicht immer nur was dazu zu nehmen, auf dem Berg drauf, das Aufmerksamkeit abzieht, sondern auch wieder Dinge wegzunehmen.
Das war bei mir wirklich ein Killer. Und sei es nur die eine Millisekunde, die du dir sparst und in Zukunft diesen Newsletter löscht. Du musst ihn einfach deabonnieren, fertig.
Du brauchst nicht fünf und zwanzig Podcasts hören, drei, fünf, ich weiß es nicht. Bestellt ein Fernsehen Abgleich zum Beispiel, dann hast du auch gleich einen Zeitfresser weniger. Also alle die Dinge, die du aufhören kannst, bringen da zusätzlichen Raum hinein.
Das sind meine drei Tipps für dich in der Serie. Wo finde ich die Zeit, die mir fehlt? Teil zwei von drei zum Thema Effektivität. Nächste Woche im Finale geht es um den letzten Punkt, den liebe ich sehr, muss ich sagen. Es geht um Struktur. Wie setzen wir den richtigen Rahmen, der uns als Rahmen an sich schon hilft, mehr Zeit rauszuholen aus unserem Talk und damit mehr PS auf den Boden zu bringen. Dazu musst du nächste Woche wieder einschalten. Ich hoffe, du findest die fünfzehn Minuten oder hast sie gefunden längst durch diese Podcast Serie.
Ich würde mich sehr freuen, wenn du wieder dabei bist. Mein Name ist Philipp Maderthaner. Nächste Woche ist es wieder soweit. Ich freue mich auf dich. Alles Liebe und bye bye.