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Folge 120 - Führung_ Worauf achte ich bei der Auswahl von Mitarbeiter_innen_

transcriptAmbitionArbeitsmoralDemutGesellschaftliche EntwicklungIntuitionKognitive VerzerrungenLernbereitschaftMethodenMitarbeiterführungMotivationPersönlichkeitsentwicklungPotenzialentwicklungProblemlösungRecruitingResilienzSelbstreflexionTeamarbeitUmfeldgestaltungUnternehmertumWerteWirtschaftliche EntwicklungZufriedenheit

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Aktuelle Diskussion zur Mitarbeiterauswahl

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ich gehe extrem gern darauf ein, weil ich gerade eine spannende Diskussion gehabt hab, kurz bevor ich diesen Podcast aufgenommen habe

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Worauf achte ich bei der Mitarbeiterauswahl? Willkommen zu dieser Folge von Business Gladiators Unplugged. Heute mit einer Frage, die ich über Instagram eingesammelt habe. Die Frage Philipp, worauf achtest du bei der Mitarbeiterauswahl?

helpWorauf achte ich bei der Mitarbeiterauswahl?
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Und ich gehe extrem gern darauf ein, weil ich gerade eine spannende Diskussion gehabt hab, kurz bevor ich diesen Podcast aufgenommen habe und möchte ein paar Eindrücke mitgeben, worauf würde ich heute schauen? Und wenn ich sage, worauf würde ich heute schauen, dann meine ich natürlich, dass ich auch über die Jahre extrem viel dazugelernt habe. Ich gehöre zu denen, die wirklich immer starke Bauchentscheidungen getroffen haben. Wenn es um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegangen ist.

auto_storiesAktuelle Diskussion zur Mitarbeiterauswahl
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Ich hab Leute nur kurz irgendwo kennenlernen müssen, habe ich okay, ich habe ein gutes Gefühl und probieren wir es. Ich hab früher zum Beispiel nie drauf geschaut, was bringen die Leute für formale Qualifikation mit? Ich habe mir nie Lebensläufe angeschaut. Ich bin in diese Dinge relativ wenig eingestiegen und habe vor allem durch Zutrauen meine Entscheidungen getroffen.

auto_storiesPhilipps frühere Bauchentscheidungen bei der Mitarbeiterauswahl
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Also ich habe mir wirklich gedacht, sehe ich Potenzial in diesen Menschen? Und das ist natürlich ein extrem starker Förderansatz. Und der Förderansatz hat die Konsequenz gehabt, dass ich natürlich dann sehr viel damit beschäftigt war, dieses Potenzial in Menschen zu heben. Jetzt kann man das Helfer Syndrom nennen oder ähnliches. Aber Tatsache ist natürlich, ich hab doch viel investiert, um Menschen zu unterstützen, ihr wahres Potenzial zu heben und zu dem heranzureifen, wofür ich sie eigentlich gebraucht hatte.

auto_storiesFokus auf Potenzial statt formaler Qualifikation
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Das heißt, ich habe die Startvoraussetzungen oft eher in der Persönlichkeitsstruktur gesucht als in den tatsächlichen Qualifikationen. Und jetzt würde ich sagen, heute würde ich die Dinge ein bisschen anders tun als früher. Das eine ist, ich würde schon drauf schauen, kann mir jemand in einer bestimmten Rolle oder in der Rolle, in der er oder sie gerne einsetzen würde, wirklich unmittelbar Nutzen stiften? Also bringt die Person einfach Erfahrung mit Qualifikation mit. Und auch wenn das eine Juniorposition ist, also eine Einstiegsposition, dann würde ich schauen, hat die Person etwas Vergleichbares gemacht, zum Beispiel im Ehrenamt oder in der Schulausbildung oder irgendwo, wo man sagt, davon kann man bestimmte Grundfertigkeiten ableiten. Das heißt, die würde nach wie vor dafür sorgen, dass jemand nicht komplett blank in den Job kommt. Ich habe das früher durchaus gemacht, würde dann aber weiterhin vor allem darauf schauen, was bringen die Leute für Persönlichkeitsstruktur mit.

auto_storiesSuche nach Persönlichkeitsstruktur statt Qualifikationen
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Und ich habe vor allem drei Dinge für mich identifiziert, auf die ich aktuell schauen würde. Wenn ich jemanden einstelle, vor allem jemanden einstelle, der oder die mit mir arbeitet. Da muss ich ehrlich gestehen, bin ich in den letzten Jahren auch immer heikler und anspruchsvoller geworden, weil ich einfach, ich muss ganz ehrlich sagen, keine Lust mehr hab, mich mit Menschen zu umgeben, die Werte nicht teilen oder die nicht die Dinge mitbringen, die es aus meiner Sicht braucht, um gemeinsam erfolgreich zu sein.

buildDrei Kriterien für die Mitarbeiterauswahl
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Was sind diese drei Dinge? Das eine ist, worauf ich achte. Bringt die Person Hunger mit? Bringt die Person eigentlich eine Ambition mit?

buildKriterium 1: Hunger und Ambition
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Will die Person was erreichen und was aus sich machen? Ist eine Qualität, die ist gar nicht so verbreitet, wie man meinen würde. Wir leben in einer sehr gesättigten Gesellschaft.

lightbulbHunger und Ambition sind seltene Qualitäten
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Viele sind zufrieden mit dem, was sie haben. Viele kommen gern mit weniger aus, verdienen gerne ein bisschen weniger, arbeiten dafür gern ein bisschen weniger. Das ist teils eine Generationenfrage, aber nicht nur.

auto_storiesZufriedenheit mit dem Status Quo in der Gesellschaft
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Und ich respektiere das. Und gleichzeitig wünsche ich mir in meinem Umfeld Menschen, die mit Hunger und Ambitionen die Sache gehen. Und das ist vor allem deswegen so, weil ich eines gelernt Du kannst Menschen nicht dauerhaft fired up halten. Also du kannst sie nicht dauerhaft anzündeln. Immer wieder dafür sorgen, dass ihr Feuer brennt. Wenn jemand nicht selber einen Zug entwickelt, eine Zugkraft entwickelt, dann wirst du am Ende verzweifeln.

lightbulbWunsch nach ambitionierten Menschen im eigenen Umfeld
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Weil wenn es nur auf Motivation ankommt, muss ich sagen, mit dem Konzept wirst du nicht durch die harten Zeiten kommen und es werden harte Zeiten, wie es ausschaut, uns bevorstehen.

lightbulbMotivation allein reicht nicht für harte Zeiten
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Und dann brauchst du Menschen, die wo die Ambition mitbringen, die was erreichen wollen und die nicht durchs Leben schlurfen. Und ja, meine Güte, wenn es ist, dann ist. Wenn es nicht ist, ist nicht egal. Das kann für manche Positionen ausreichend sein, aber für gestalterische Positionen, Wenn du mit deinem Unternehmen aufstrebend bist, was erreichen willst, dann brauchst du Menschen, die was aus sich machen wollen. Und damit meine ich nicht nur finanzielle Ziele erreichen oder Aufstieg oder Karriere. Etwas aus sich machen wollen, heißt auch richtig gut werden wollen in dem, was man tut. Eine Stufe der Exzellenz erreichen Erfahrung erreichen, in einem Bereich zum Guru werden, Also Ambition mitzubringen, Hunger mitzubringen, das ist was, worauf ich tatsächlich schaue. Ich glaube, mit solchen Menschen willst du dich umgeben und diese Menschen werden rar, habe ich das Gefühl. Aber ich glaube, das kann sich auch wieder ändern. Es warten wirklich, glaube ich, durchaus herausfordernde wirtschaftliche Zeiten auf uns. Und dann kann es sein, man für alle auf der Pyramidenstufe vielleicht eine Stufe abwärts geht. Dann kann es sein, dass man vorher in einer Situation war, wo man Naja, eigentlich ist es ganz komod und ich arbeite vielleicht nur dreiig Stunden und dafür verdiene ich ein bisschen weniger.

lightbulbAmbition ist entscheidend für gestalterische Positionen
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Wenn es aber dann in Zeiten von Inflation, in Zeiten von radikaler Teuerung, in Zeiten von angespannten wirtschaftlichen Lagen dann dazu führt, dass man sie vielleicht nicht nur mehr weniger leisten kann, sondern sie wirklich einschränken muss, dann wird es spannend, wie diese Menschen darauf reagieren. Und es kann sein, dass es bei manchen wieder Hunger entfaltet, weil Hunger ist ja am Ende ein Ausdruck auch oder Konsequenz von Limitation. Ich sehe meine Grenzen und bin nicht bereit, sie zu akzeptieren.

lightbulbWirtschaftliche Herausforderungen können Hunger entfalten
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Das ist das, was wir am Ende des Tages Hunger und Ambition nennen. Der zweite Punkt, auf den ich schaue, Bringt jemand die Fähigkeit zur Selbstreflexion mit? Das ist mir wirklich ultimativ wichtig.

buildKriterium 2: Fähigkeit zur Selbstreflexion
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Ist es eine Person, die die Fehler immer bei anderen sieht und nicht einmal auf die Idee kommt, einmal zu hinterfragen, ob sie vielleicht selber was ändern könnte? Dann ist es eine Person, die mein Umfeld nichts verloren hat. Wir erleben eine Zeit, wo alle mit Erwartungen an andere durchs Leben gehen und immer schnell Antwort auf die Frage haben, was sollten die anderen tun, Aber oft nur wenig Zeit. Investiert wird in die Was könnte ich ändern? Self Accountability, Eigenverantwortung, wie man es so schön nennt.

lightbulbFehler bei anderen suchen statt Selbsthinterfragung
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Das ist eine Qualität, die schätze ich extrem. Und dazu gehört auch die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Das erkenne ich im Gespräch. Wenn mir jemand erzählt beim letzten Arbeitgeber, was die nicht alle furchtbar und falsch gemacht haben, dann kann da schon was Wahres dran sein. Aber ich stelle meistens die Was hast denn du falsch gemacht? Oder was würdest denn du besser machen? Und dann kommen die Leute oft ins Grübeln und ich merke genau mit der Frage haben sie sich bis jetzt noch nicht wirklich beschäftigt.

auto_storiesErkennen von Selbstreflexion im Bewerbungsgespräch
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Und das ist kein Ausdruck von Reflexion. Du wirst aber Selbstreflexion brauchen, weil wenn jemand wirklich immer nur durchs Leben wandelt und ich erwarte mir das von dir und die anderen sollen sich bessern und bei sich selber aber selten ansetzt, dann ist es, was mit einer High Performance Zusammenarbeit de facto nicht vereinbar ist. Die dritte Qualität, auf die ich schaue, ist eine Form von Demut. Ich liebe diese Qualität, muss ich sagen. Und Demut hat für mich viele Aspekte und ich liebe auch das Wort. Ich habe es in meinem Podcast schon des Öfteren verwendet, vor allem deswegen verwendet, weil ich weiß, dass es so viele Menschen da draußen provoziert, weil sie sagen, Demut, das ist ja was Unterwürfiges und niemand will doch unterwürfig sein. Ich liebe Demut. Demut heißt einmal, ich nehme mich selber jetzt einmal nicht so ultimativ wichtig. Demut heißt auch, ich verstehe, dass meine Rolle auch darin besteht, anderen Nutzen zu stiften im Team, meinen Kollegen, meiner Führungskraft, meinen Kundinnen und Kunden. Auch das ist Demut.

lightbulbSelbstreflexion ist essenziell für High-Performance-Zusammenarbeit
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Und Demut heißt, ich bin nicht allwissend. Es ist faszinierend, wenn du in Gesprächen sitzt und du glaubst wirklich, da sitzen dir die formvollendeten Genies gegenüber. Sie wissen alles, sie kennen alles, sie haben alles schon gesehen, alles gelernt und das im zarten Alter von sechs und zwanzig, neun und zwanzig, zwei und dreiig, acht und dreiig, whatever. Es ist ja komplett wurscht. Die wahre Form von Weisheit ist ja, wie wir alle wissen. Ich weiß, dass ich nichts weiß, dass die Menschen, die wirklich was lernen im Leben, die wirklich wachsen, kommen mit jedem Schritt mehr drauf, dass sie eigentlich keine Ahnung haben, wohingegen die vermeintlich Wissenden eigentlich immer glauben, sie haben eh schon alles gelernt.

buildKriterium 3: Demut
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Das heißt, ich schaue sehr auf Demut, weil Demut sagt mir, ist jemand bereit, was zu lernen oder kommt jemand einfach mit einem gesetzten Set an Fähigkeiten rein und das wird sie irgendwann erschöpfen. Ich habe das oft genug schon gesehen, die Leuchtraketen im Team stark gestartet, schnell verglüht. Das ist wenig mit Demo zu tun. Die haben ein gutes Starterpaket meistens im Gepäck. Das liefern sie ab mit dem Begeistern oder beeindrucken sie oft im Gespräch. Und dann, weil sie eben nicht diese Demut haben, dass sie in Wahrheit noch keine Ahnung haben, lernen sie nichts.

lightbulbDemut als Indikator für Lernbereitschaft
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Dazu und bleiben dann auf der Strecke und verglühen irgendwann wie eine Sternschnuppe. Das sind drei Qualitäten, auf die ich schauen würde. Bei der Wie wähle ich die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus?

auto_storiesLeuchtraketen, die ohne Demut schnell verglühen
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Und bedanke mich sehr für die Frage, weil es beschäftigt mich tatsächlich gerade selber wieder. Wie kann man das besser machen? Weil eins ist schon klar, ein Team ist ein Schatz und du wirst nie nur richtige Entscheidungen treffen. Das steht ja völlig außer Frage.

auto_storiesPhilipps fortlaufende Beschäftigung mit Mitarbeiterauswahl
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Aber deine Aufgabe ist es, diesen Schatz zu kultivieren und du kultivierst ihn am besten über die Wen holst du an Bord? Und das wandelt sich über die Zeit. Also diese Dinge, die ich dir heute erzählt habe, nicht immer so gesehen, aber das ist mein Status, den ich heute mit dir geteilt habe.

lightbulbTeamkultivierung durch bewusste Mitarbeiterauswahl
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Ich freue mich sehr, dass du heute dabei warst hier bei Business Gladiators Unplugged, meinem Podcast für dich, für alle Menschen, die Großes bewegen wollen, Unternehmerinnen, Unternehmer, Selbstständige, Führungskräfte mit Ambition. Ich mache das hier für dich und deswegen freue ich mich sehr, wenn du eine Frage hast, wann du sie mir schickst. Schick sie mir gerne auf allen Kanälen auf Social Media, Instagram, Instagram, Facebook, LinkedIn, wo auch immer du möchtest oder über WhatsApp, gerne auch über Audio Message an.

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Ich freue mich sehr über deine Nachricht und freue mich vor allem dann, wenn du nächste Woche wieder dabei bist. Mein Name ist Philipp Maderthaner und das ist Business Gladiators Unplugged. Alles Liebe und Bye bye.

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