Folge 167 - Unternehmertum_ Wie trimme ich meine Firma auf Effizienz_
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Aktivitäten, die nicht dem Kundennutzen dienen, identifizieren.
Durch die Analyse von Unternehmensaktivitäten wird oft deutlich, dass einige Prozesse anderen Zielen dienen als dem zentralen Kundennutzen. Diese Erkenntnis ist entscheidend, um Ineffizienzen aufzudecken. Solche Aktivitäten sind Kandidaten für eine Eliminierung oder Neuausrichtung, um die Effizienz zu steigern.
“dann kommst du vielleicht drauf, ihr macht Dinge, die dienen anderen Dingen, aber nicht dem zentralen Kundennutzen.”
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Wie trimme ich meine Firma auf Effizienz? Willkommen hier bei Business Gladiators unplugged, Neue Woche, neue Folge zum Thema aus meiner Sicht Nummer Effizienz. Wenn du die Folgen von Winter is Coming schon gehört hast, dann weißt Effizienz ist ein Gebot der Stunde. Es war einer der Schwerpunkte auch im ersten Webinar meines Jahres mit Durchbruch zwei tausend drei und zwanzig es ging alles um das Thema der Effizienz.
Ich glaube wirklich, Unternehmen kommen an vielen Stellen unter Druck. Das wirtschaftliche Umfeld wird härter, es spitzt sich zu und es werden neue Dinge von uns verlangt. Und das bringt viele Unternehmen wirklich in die Enge, nämlich in die Enge auch was das Thema Effizienz betrifft. Viele müssen Kosten sparen, viele müssen Kosten senken. Man liest von den großen Internetkonzernen selbst die haben zigtausende Menschen mittlerweile freigesetzt.
An unterschiedlichen, unterschiedlichsten Branchen klopft bereits dieses Thema. Was ist also, wenn du an der Position stehst, dein Unternehmen jetzt auf Effizienz zu trimmen? Und nur damit wir uns richtig verstehen, ich halte es in jedem Fall für eine gute Idee. Ich glaube, dass wirklich eine gute Übung ist, egal in welcher Phase du dich als Unternehmen gerade befindest.
Effizienz ist King. Es schützt dich vor allen Umwelteinflüssen, es schützt dich vor äußeren Entwicklungen. Wer effizient aufgestellt ist, ist stark aufgestellt. Und deswegen möchte ich heute ein Worte darüber verlieren, wie trimme ich mein Unternehmen auf Effizienz? Worauf schaue ich da?
Und ich habe selber all diese Dinge und bin teilweise noch dabei, in meinen eigenen Unternehmen sie umzusetzen. Und ich möchte dir deswegen ein paar Blickwinkel mitgeben, worum es bei diesem Thema für mich geht. Die erste und entscheidendste Frage ist ich glaube, was uns immer wieder passiert als Unternehmerinnen, als Unternehmer, gerade wenn wir schon länger im Business sind, kann es manchmal passieren, dass der zentrale Fokus vielleicht ein bisschen verschwimmt und der zentrale Fokus ist aus meiner Sicht Zweck der Existenz eines Unternehmens.
Irgendwann kann es passieren, dass Unternehmen sich zum Selbstzweck entwickeln und man verliert den wahren Zweck der Existenz aus den Augen. Und der wahre Zweck der Existenz von Unternehmen ist, seinen Kundinnen und Kunden Nutzen zu stiften. Das ist der Grund, warum Unternehmen existieren dürfen. Ja, am Weg haben wir mittlerweile viele zusätzliche Ziele für uns identifiziert.
Wir wollen großartige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sein. Wir wollen einen Impact auf dieser Welt stiften. Wir wollen was vielleicht zum Thema Nachhaltigkeit beiträgen. Ja, all diese Dinge wollen wir tun, aber wenn es uns nicht gelingt, als Unternehmen unsere Kundinnen und Kunden Nutzen zu stiften, werden wir die Möglichkeit zu all den anderen Dingen nicht haben. Da gibt es ein wunderbares Modell, nennt sich Engpass Analyse, das reduziert Probleme auf ihren Kern. Und jetzt können wir bei Unternehmen viel diskutieren, aber wenn sie nachhaltig es nicht schaffen, ihren Kundinnen und Kunden Nutzen zu stiften, werden sie keine Einkünfte generieren und werden auch keine Möglichkeit haben, herausragender Arbeitsplatz zu sein. Impact zu Stift der Welt oder ähnliches.
Und deswegen ist die erste und entscheidendste Was dient unseren Kundinnen und Kunden? Und deswegen glaube ich wirklich Unternehmen auf die Frage hin zu durchleuchten und wieder mal zu schauen, was von den Dingen, die wir tun, dient eigentlich dem zentralen Zweck der Existenz und was nicht heute für sehr heilsame Erfahrung. Es gibt, und ich weiß, es ist ein polarisierendes Beispiel, aber ich erlaube mir meinen Podcast auch polarisierende Dinge anzusprechen.
Es gibt das sehr polarisierendes Beispiel aktuell in den Medien, das ist Twitter. Und für alle diejenigen, die es vielleicht nicht verfolgt haben, Twitter hat achtzig Prozent seiner Belegschaft freigesetzt. Das heißt, die operieren aktuell mit zwanzig Prozent der Leute im Vergleich zu vorher zum Höchststand, also achtzig Prozent der Leute freigesetzt. Und irgendwann hat man den Elon Musk Naja, bitte, wie geht das? Und er hat darauf gesagt, naja, es stellt sich heraus, dass wenn man Twitter nur als das betreibt, was es eigentlich ist, nämlich als eine Plattform, die ihren Dienst Menschen zur Verfügung stellt, sich auszutauschen, ihre Meinung zu diskutieren, Stellung zu nehmen zu Dingen und sie nicht betreibt als aktivistische Weltretterorganisation, in seinen Worten, dass man dann eigentlich nur einen Bruchteil der Leute braucht. Also um es anders zu formulieren. Er hat gesagt, wenn wir uns ausschließlich auf den Kundennutzen konzentrieren und da ist einfach eine technische Plattform zu betreiben, die das ermöglicht. Und man muss ehrlich gestehen, das funktioniert auch weiterhin jeden Tag, weil die ganze Twitter Bubble diskutiert heiter weiter jeden Tag über Rechthaben und Nicht Recht haben, die Rettung der Welt.
Also wenn man sich auf den zentralen Zweck der Existenz konzentriert, dann braucht man dafür eigentlich weniger Leid? Und ja, ich weiß, es wird viel diskutiert, Ist dort ausreichend jetzt? Sind die Beiträge ausreichend moderiert und wird ausreichend aufgepasst?
Ich kann all das nicht bewerten. Es gibt die Ist Elon Musk wirklich ein Idiot? Hör sie dir an, dann weißt du genau, was ich darüber denke. Und kleiner Teaser, ich habe keine Ahnung. Darum geht es mir auch nicht.
Worum es mir geht, ist die Tatsache, dass ich sagen Wenn ich mich auf den zentralen Zweck der Existenz eines Unternehmens konzentriere, dann werde ich vielleicht draufkommen, dass ich dort oder da Dinge tue, die dem nicht dienen. Und Unternehmen, das auf Effizienz zu trimmen ist, darf sie vielleicht von solchen Dingen auch verabschieden. Und das heißt, ich würde in den Aktivitäten deines Unternehmens einmal eine Inventur machen Und da kannst du dir anschauen zentrale Prozesse, zentrale Aktivitäten, zentrale Angebote, im besten Fall Dinge, die oft stattfinden und viel Aufwand produzieren. Das wäre mein erstes Suchfeld. Also ich würde mal so eine Matrix machen. Wie oft findet Aktivität oder ein Prozess statt und wie viel Aufwand macht der Prozess? Das sind die zwei Achsen und rechts oben ist dann viel Aufwand und oft stattfinden.
Und diese Prozesse würde dann einmal zuordnen und ranken, wie sehr sie dem Kundennutzen dienen. Und dann kannst du mal schauen, wo du vielleicht reingreifst und dann kommst du vielleicht drauf, ihr macht Dinge, die dienen anderen Dingen, aber nicht dem zentralen Kundennutzen. Dann hast du einen Anhaltspunkt. Der zweite Fokus für das Trimmen deines Unternehmens auf Effizienz ist ein ganz spezieller Filter, nämlich Was tust du, weil es eigentlich nur deinem Ego dient, ist das genaue Gegenteil vom Kundennutzen. Was tust du, damit du dich gut fühlst?
Wir haben ja oft bestimmte Bilder von uns als Unternehmerinnen, Unternehmer im Kopf, wie wir uns selber gerne sehen und haben dann natürlich den Hang dazu, uns die Dinge so zu bauen. Das ist ja im Rahmen der unternehmerischen Schaffenskraft meistens auch möglich. Und du wirst aber vielleicht feststellen, manche Dinge hast du nur fürs Ego.
Vielleicht braucht es nicht ich sage irgendwas, die dritte Assistenz für dich in deinem Betrieb. Vielleicht braucht es nicht das doppelt so große Chefinnen oder Chefbüro. Vielleicht braucht es nicht ich weiß nicht den nächsten neuen riesenteuren Firmenwagen. Vielleicht braucht es nicht diese eine Investition, die eigentlich nur dazu da ist, damit du dich ein bisschen besser fühlst.
Also auch die Dinge mal zu überprüfen, wo investierst du eigentlich Geld, um ein Bild von dir auch als Unternehmerin, als Unternehmer aufrechtzuerhalten, das deinem Ego dient. Das ist ein sehr schmerzhafter Prozess. Das kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen.
Als jemand, der in einem prachtvollen Büro sitzt mit fantastischem Ausblick und jetzt gerade drüber nachdenkt, ob er wirklich selber, der wirklich nur einen Bruchteil der Zeit im Büro verbringt, wirklich da dauernd so ein feudales, opulentes Büro braucht, das die ganze Zeit auf ihn wartet. Also da geht es ans Eingemachte, an Dinge, wo man sagt, muss das wirklich sein? Ist jetzt die Zeit fürs Firmenauto? Ist jetzt die Zeit, wo man sich dieses oder jenes gönnt, was nicht zwingend notwendig ist?
Also wo dienen Entscheidungen deinem eigenen Ego? Und der dritte und letzte Punkt, das ist auch ganz spannend, ist auch einmal die Frage zu stellen, regelmäßig, was kann vielleicht von dem, was du als Unternehmen tust, jemand anderes besser, schneller oder günstiger erledigen? Da geht es um Themen wie Outsourcing zum Beispiel, Da geht es wirklich um die Ist es notwendig, dass alles, was dein Unternehmen tut, ihr auch wirklich selber macht? Und gibt es vielleicht manche Dinge, die effizienter zu organisieren sind, weil sie nicht so oft anfallen und ist nicht vielleicht dann besser bei manchen Sachen vielleicht in Partnerschaften zu denken, in Synergien zu denken, in Freelancer Setups zu denken, in Outsourcing zu denken, um flexibler zu sein?
Also das dritte Suchfeld ist wirklich auch noch mal zu durchleuchten, Ist es wirklich bei allen Dingen die beste Idee, Dinge selber zu tun? Und dann hast du drei Suchfelder, wo du reingehen kannst und gerne auch mit deinem Team reingehen kannst in diese Debatte und da dein Team mitnehmen kannst und mal schauen kannst, okay, Freunde, machen wir mal Inventur. Früher habe ich diesen Prozess genannt Müllentsorgung, nämlich, dass man sich einfach regelmäßig im Unternehmen hinsetzt und schaut, was für ein Müll hat sich angesammelt?
Welche Prozesse brauchen wir eigentlich nicht mehr? Was ist vielleicht zu bürokratisch? Was entsorgen wir an der Stelle?
Was hören wir auf zu tun? Im unternehmerischen Kontext sagen wir einfach viel zu oft ja Und ich glaube einfach, es ist auch immer wieder mal gut, Nein zu sagen. Also nicht immer nur Dinge anzufangen, sondern sich auch von Dingen zu trennen. Dinge nicht nur anzufangen zu tun, sondern auch aufhören zu tun.
Und das kann aus den unterschiedlichsten Gründen sein. Entweder weil es dem zentralen Zweck der Existenz deines Unternehmens nicht dient, der ist, deinen Kundinnen und Kunden Nutzen zu stiften oder weil sie nur deinem Ego dient oder dem Ego vielleicht deiner Führungskraft in deinem Unternehmen. Oder drittens, weil es jemand anderes besser, schneller oder günstiger kann.
Das sind drei Blickwinkel oder drei Brillen, die du aufsetzen kannst, wo du mit deinem Team gemeinsam reinschaust. Wie können wir die Effizienz im Unternehmen heben. Ich hoffe, das war für dich ein Impuls. Ich glaube wirklich, es ist ein Gebot der Stunde und es lohnt sich, diese Zeit zu investieren. Ich habe das immer meinen Unternehmen sehr, sehr intensiv gemacht und das waren teilweise extrem schmerzhafte Prozesse. Aber als Unternehmerinnen und Unternehmer sind wir gefordert, die Gesundheit des Unternehmens auf Dauer sicherzustellen. Und stell dir die Effizienz dabei so vor wie deine persönliche Fitnesskondition. Du weißt genau, es ist nicht gut, wenn du dich nur schlecht ernährst und keinen Sport machst, weil auf Dauer wirst du langsam, behäbig, schwach und wirst die Leistung nicht mehr bringen. Genauso ist es mit deinem Unternehmen.
Also sorg dafür, dass es fit bleibt und dann freue ich mich sehr auf dein Feedback und vielleich dann du eine Frage hast, wann du nächste Woche wieder einschaltest, hier bei Business Gladiators Unplugged. Mein Name ist Philipp Mader und ich freue mich auf dich. Alles Liebe und bye bye.