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Folge 182 - Führung_ Muss ich als Führungskraft immer gut drauf sein_

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Erkenntnis

An der Führungsspitze ist es hart

Der Spruch "an der Führungsspitze ist es hart" trifft tatsächlich zu. Die Position als Führungskraft ist oft einsam und mit besonderen Herausforderungen und hohem Druck verbunden. Diese Erkenntnis unterstreicht die Notwendigkeit von externen Unterstützungssystemen und Ausgleichsmechanismen.

Originalzitat

Es gibt immer den Spruch, an der Führungsspitze ist es hart. Das stimmt tatsächlich.

Verbindungen (1)

segmentQuellmaterial (19)

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Muss ich als Führungskraft immer gut drauf sein? Der Gernot aus der Steiermark schickt mir über meine WhatsApp Line unter drei hundert drei und dreiig ein und dreiig tausend fünf hundert fünf und fünfzig eine Er ist Führungskraft und eine Sache beschäftigt ihn besonders. Das hören wir gleich rein. Gernot Servus, lieber Philipp. Da spricht er. Gernot aus der schönen Steiermark.

helpMuss ich als Führungskraft immer gut drauf sein?
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00:2501:10audio

Ich möchte vorab einmal Danke sagen für deinen Podcast. Mir gefällt einfach am besten, dass das ein unpackbares Praxiswissen ist. Und ich glaube, genau das ist das, was man als junge Führungskraft, als junger Unternehmer braucht. Also danke dafür. Meine Frage, Was ist, wenn ich mal als Führungskraft einen schlechten Tag habe oder vielleicht auch eine schlechte Phase hab? Inwieweit darf ich das? Muss ich auf gut Deutsch gesagt immer gut drauf sein oder ist es dann eher auf langfristig Selbstvernichtungsprogramm, wo man ausbrennt? Ich freue mich schon auf deine Antwort und sag schon mal danke.

auto_storiesGernots Wertschätzung für den Podcast als PraxiswissenhelpWas ist, wenn ich als Führungskraft einen schlechten Tag oder eine schlechte Phase habe?
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Lieber Gernot. Ich danke dir sehr für die Frage. Ich glaube, sie beschäftigt alle Führungskräfte. Mich jedenfalls.

lightbulbDie Frage nach dem Umgang mit schlechten Tagen beschäftigt alle Führungskräfte
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01:1801:46audio

Du hast vielleicht schon gehört, ich habe vor einiger Zeit oder vor kurzem die Frage was mache ich, wenn ich wirklich einen substanziellen Hänger hab? Und ich habe dann deine Frage bekommen, kurz überlegt, ob sie eigentlich schon beantwortet ist, aber nein, das glaube ich nicht, weil bei der Frage oder bei der Folge mit dem substanziellen Hänger haben wir wirklich darüber gesprochen, wie gehe ich damit um, wenn ich echt lange Strecken habe, wo es mich einfach nicht treibt.

lightbulbUnterscheidung zwischen punktueller schlechter Laune und substanziellem Hänger
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Und ich nehme deine Frage aber schon einmal mit und denke mir, es gibt einfach auch die Tage, wo ich nicht gut drauf bin oder die Wochen, wo es einfach nicht läuft. Also eher so diese punktuelle, nenne es jetzt mal wirklich schlechte Laune. Ich stehe in der Früh auf und das ist einfach, es fühlt sich an wie ein schlechter Tag. Und deswegen möchte ich die Frage nochmal separat behandeln, weil sie mir doch noch ein paar andere Aspekte vor Augen führt oder ich dir auch vor Augen führen will, die unbedingt dir und euch mitgeben will. Die erste Sache, und das hast du ja schon vorweggenommen in deiner Frage ist, der beste Weg in die Depression ist, wenn du glaubst, es muss immer alles lässig sein, an dem Anspruch wirst du scheitern gnadenlos. Und natürlich ist es so, dass wir als Führungskräfte gefühlt und sagen, was dazu unter Beobachtung stehen, unter besonderer Beobachtung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Du kannst davon ausgehen, wenn du in der Früh ins Büro kommst, dann wirst du abgecheckt. Warum weiß ich das? Ich war selber mal Angestellter und ich weiß es. Wir haben unseren Chef, unsere Chefin immer in der Früh abgecheckt und gleich mal analysiert, Körpersprache, Mimik, wie sie bei der Tierreihen sind. Und dann haben wir schon gewusst, oh, das ist heute ein schlechter Tag, oh schau, ist ja gut drauf. Das heißt, du wirst abgecheckt. Machen wir uns da überhaupt nichts vor. Die Augen sind auf dich gerichtet. Kein Wunder, du bist Kapitänin, Kapitän, das heißt, die Leute wollen wissen, wie bist du drauf? Und jetzt kannst du dir natürlich aus dem einen extremen Druck machen und Wahnsinn, ich bin immer unter Beobachtung und was soll ich machen? Nie kann ich mir einen Aussetzer leisten.

lightbulbDer Anspruch, immer gut drauf zu sein, führt in die DepressionlightbulbFührungskräfte stehen unter besonderer Beobachtungauto_storiesMitarbeiter beobachten die Stimmung der Führungskraft
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Und es stimmt schon, die meisten Leute, die immer glauben, Chef sein ist lustig, kommen relativ schnell drauf. Es ist nicht so lustig, wie man glaubt, weil der Druck ist natürlich ein höherer, weil der Erwartungen sind höher an dich, weil die Ansprüche auch dass du einen guten Job machst und auch was zur Stimmung beiträgt, sind extrem hoch. Und manchmal kommt dann das wirklich ungerecht vor. Und es ist so, glaube ich, dass unser Anspruch als Führungskraft sein muss, dem auch in den weitaus meisten Fällen Rechnung zu tragen. Aber manchmal geht's nicht, weil manchmal haben einfach aus welchen Gründen auch immer auch wir schlechte Laune.

lightbulbFührung ist nicht immer lustig und bringt hohen Druck mit sichlightbulbFührungskräfte müssen Erwartungen in den meisten Fällen erfüllen
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Und dazu möchte ein paar Dinge sagen. Was kannst du tun? Das erste ist vielleicht der wichtiger Punkt oder der wichtigste, dich nicht allzu sehr reinsteigern, einen schlechten Tag zu haben. Das kommt vor. Das wird weder die Stimmung im Team zerstören, noch deinen Erfolg zerstören, noch sonst irgendwas.

buildSchritt 1: Sich nicht übermäßig in einen schlechten Tag reinsteigernbuildUmgang mit schlechten Tagen als Führungskraft
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Also ich würde es auch einmal nicht überinterpretieren. Also wenn das hin und wieder mal vorkommt, meine Güte, wir sind alle menschlich, das wird dir keine Kerbe im Holz hinterlassen. Wenn du aber merkst, es ist schon etwas, was sich substanziell manifestiert den ganzen Tag oder es ist besonders schlimm.

lightbulbMenschlichkeit erlaubt gelegentliche schlechte TagebuildSchritt 1: Sich nicht übermäßig in einen schlechten Tag reinsteigern
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Du merkst, du nimmst bei dir selber wahr, dass du an dem Tag bis hin zu einer toxischen Ausstrahlung hast, dann empfehle ich eigentlich meistens den ersten Schritt und das ist ein gewisser kontrollierter Rückzug. Vielleicht suchst du an dem Tag nicht die ultimative Nähe, wenn du merkst, es ist ein Horrortag und vielleicht du hast die Möglichkeit, an dem Tag ein Homeoffice zu machen. Vielleicht ist es eine gute Gelegenheit für Homeoffice.

buildSchritt 1a: Kontrollierter Rückzug bei toxischer Ausstrahlung
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Wenn du ein Büro hast, dann ist es vielleicht eine gute Gelegenheit, im Büro ein bisschen zu verweilen und deine Toxizität an dem Tag nicht über das ganze Team erstrahlen zu lassen, indem du die Häuser über Kopf in Meetings reinhaust und deine schlechte Laune an allen auslässt. Also vielleicht ist der kontrollierte Rückzug sehr punktuell, nicht über lange Strecken. Der kontrollierte Rückzug kann eine Sache sein.

auto_storiesHomeoffice oder Verweilen im Büro zur Vermeidung toxischer AusstrahlungbuildSchritt 1a: Kontrollierter Rückzug bei toxischer Ausstrahlung
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Eine zweite Sache ist, ich glaube, du brauchst einen Ausgleich außerhalb deines Teams, um solche Dinge zu kompensieren. Was meine ich damit? Es gibt immer den Spruch, an der Führungsspitze ist es hart. Das stimmt tatsächlich. Und deswegen gibt es einen guten Grund, warum viele Führungskräfte Coaches haben, jemanden haben, mit dem sie über die Dinge reden können.

lightbulbAn der Führungsspitze ist es hartbuildSchritt 2: Ausgleich außerhalb des Teams suchen
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Das heißt jemanden haben, wo sie diese Dinge wirklich auch bearbeiten können. Und das kann ich jedem und jeder nur empfehlen. Du wirst es nicht schaffen, immer gut drauf zu sein, aber du kannst es schaffen, wenn du nicht gut drauf bist oder wenn dich was belastet, daran zu arbeiten, um das zu verarbeiten. Das empfehle ich jedem und jeder als wirkungsvolles Tool.

lightbulbBelastungen müssen verarbeitet werden, um nicht immer gut drauf sein zu müssenbuildSchritt 2: Ausgleich außerhalb des Teams suchenbuildSchritt 2a: Professionelle Unterstützung durch einen Coach
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Manche tauschen sie dann zu Hause mit der Partnerin und dem Partner aus, manche haben enge Freunde. Aber was ich dir eigentlich schon empfehle, ist in Wahrheit dir einen Coach zu suchen und mit diesen Menschen auch zu beackern, wenn du was hast, was dich einfach runterzieht und belastet. Und der letzte Punkt ist Ehrlichkeit. Ich glaube auch hier Menschlichkeit, Authentizität und Zugänglichkeit auch gegenüber deinem Team ist es nonplusultra.

buildSchritt 2: Ausgleich außerhalb des Teams suchenbuildSchritt 2b: Austausch mit Partner, Freunden oder Coach
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Also du kannst dich in dein Team hinsetzen und kannst sagen, Freunde, es tut mir leid, ich bin heute nicht wirklich sonderlich hart gute Energie, weil ich habe halt einfach irgendwie keinen guten Tag. Also bitte seht es mir nach, dass ich halt einfach vielleicht nicht der beste Beitragende in der Runde bin. Ich selber hat solche Tage, ich werde mich sehr bemühen, das anständig zu machen, aber falls ihr irgendwo was nicht gut macht, dann bitte seht es mir nach, sagt mir auch gern, Ich werde mich wirklich sehr bemühen, also diese Herzensehrlichkeit gegenüber dem Team auch walten zu lassen.

auto_storiesKommunikation eines schlechten Tages an das TeambuildSchritt 3: Ehrlichkeit und authentische Verwundbarkeit zeigen
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Es ist was, über das wird noch wenig gesprochen, weil wir immer so das bügen, dass Führungskräfte perfekt sein müssen und das ja nur in den Abgrund führt. Und ich glaube, wir werden immer mehr auch wohin kommen, wo auch Führungskräfte sich in dieser Verwundbarkeit präsentieren dürfen und sollen, weil wir sonst am Ende keine Führungskräfte mehr finden werden. Wir werden in einer Zeit kommen, wo das dazugehört, diese ehrliche Verwundbarkeit.

lightbulbDer Anspruch an perfekte Führungskräfte führt in den AbgrundbuildSchritt 3: Ehrlichkeit und authentische Verwundbarkeit zeigenlightbulbZukünftige Führung erfordert ehrliche Verwundbarkeit
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Es muss ein Mensch sein. Fake hat ausgedient. Du kannst über Dauer, kannst du nicht irgendwie einfach faken, als wärst du immer gut drauf. Die Leute werden das gespüren.

lightbulbAuthentizität statt Vortäuschung von PerfektionbuildSchritt 3: Ehrlichkeit und authentische Verwundbarkeit zeigen
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Wir kommen immer mehr in eine Phase, wo dieses authentische, Ehrliche am Ende punktet. Und deswegen ist die Ehrlichkeit für mich der dritte Punkt, den ich machen würde. Also um es zusammenzufassen für dich, Gernot und alle, die jemals in die Situation kommen, dass sie einfach einmal sagen, ich habe einen schlechten Tag oder vielleicht zwei schlechte Tage, wenn es länger dauert, hör dir die Folge an mit dem substanziellen Hänger. Aber wenn es ein schlechter Tag ist, ein, zwei schlechte Tage oder was, dann sind es wirklich die drei Dinge. Das erste, nicht übermäßig reinsteigern. Es kann passieren und was du tun kannst, ist einfach kontrollierter Rückzug an dem Tag. Wenn du merkst, dass du vielleicht eine toxische Energie hast, damit die nicht dann streut im ganzen Unternehmen, dann schau dir, dass du vielleicht in einem stillen Kammerl bist und wenn du dich beruhigt hast, dann kommst du wieder raus. Das zweite ist, arbeite dran. Ich sage so klar, wie ich mir denke, such dir einen Coach, jemand, mit dem du auch über die Dinge sprechen kannst. Und das dritte ist, ich glaube wirklich Ehrlichkeit, authentische Verwundbarkeit auch von Führungskräften ist den Menschen nicht nur zumutbar, sondern sie wird die Bande zu deinem Team stärken.

lightbulbAuthentizität und Ehrlichkeit zahlen sich langfristig ausbuildSchritt 3: Ehrlichkeit und authentische Verwundbarkeit zeigenbuildUmgang mit schlechten Tagen als Führungskraft
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Das ist mein Rat an dich als Führungskraft, sonst bist du fertig am Ende. Und das wollen wir nicht, weil wir wollen starke Führungskräfte. Wir brauchen starke Führungskräfte in die Zeit, in die wir da gehen und Deswegen hoffe ich sehr, dass dir diese paar Gedanken was bringen am Weg dorthin.

lightbulbDie Gesellschaft braucht starke FührungskräftelightbulbOhne diese Strategien droht das Ausbrennen als Führungskraft
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Wenn du auch eine Frage hast, dann schicks mir gerne auf WhatsApp, Instagram, LinkedIn, TikTok, Facebook, wo immer du möchtest. Am liebsten so wie der Gernot gerade über die WhatsApp Line und der, der. Und dann freue ich mich, wenn wir vielleicht nächste Woche schon über deine Frage sprechen. Bis dorthin, alles Liebe und bye bye.

auto_storiesAufruf zur Einsendung von Fragen über verschiedene Kanäle
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