Folge 96 - Wie schaffe ich es, über Stunden fokussiert zu arbeiten?
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Arbeit an Zielen ist motivierender als To-Dos
Das Abarbeiten von bloßen To-Dos ist oft als öde und wenig inspirierend. Hingegen ist die Arbeit an klar definierten Zielen im Regelfall deutlich aufregender und motivierender, da sie einen Sinn und einen gewünschten Endzustand vermittelt.
“Einfach nur To Dos abzuarbeiten ist extrem öde. An Zielen zu arbeiten ist im Regelfall deutlich aufregender.”
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Wie schaffe ich es, über Stunden fokussiert zu arbeiten? Fokus, Fokus, Fokus ist unser Thema hier bei Business Gladiators unplugged. Willkommen zurück, hoffentlich, weil du hoffentlich öfter dabei bist. Das würde mich sehr freuen.
Willkommen hier beim Podcast für Unternehmerinnen und Unternehmer und Menschen, die Großes bewegen wollen. Und wer Großes bewegen will, kommt irgendwann zweifelsfrei an den Punkt, wo es einmal notwendig ist, sich ein wenig zurückzuziehen, wirklich fokussiert und konzentriert an einer Sache zu wirken. Und das ist ja tatsächlich ein Ding, das wir über die Jahre oder über die Zeit verlernt zu haben scheinen vermutlich. Deswegen schickt mir Alexander über Instagram die Wie schaffst du es, über mehrere Stunden fokussiert zu bleiben und Ablenkungen zu eliminieren? Es könnte sein, lieber Alexander, dass das jetzt ein kurzer Podcast wird.
Wir werden mal schauen, aber ich glaube, dass du die Antwort und alle, die sich mit dem Thema beschäftigen, die Antwort längst kennen. Ich glaube, wir haben eine Sache wirklich verlernt und das ist, uns auf die Dinge zu konzentrieren, die uns wichtig sind. Das beginnt schon in der Früh. Eines der wichtigsten Rituale, mit dem ich gestehe, selber manchmal noch kämpfe und immer wieder noch am Üben bin, ist, dass ich meinen Tag nicht damit beginne, das Handy aufzudrehen, meine Mails zu checken, meine Social Channels zu checken und sofort einmal mitzuverlieren in irgendeinem Newsfeed von Instagram oder TikTok oder LinkedIn oder whatever. Das heißt anbeginnen, gleich den Fokus abzugeben. Das ist ein Punkt, Alexander, den ich dir mitgeben will. Ich glaube wirklich, wir müssen das wieder üben. Wir müssen wieder üben, wie es ist, dass wir bewusste Entscheidungen dafür treffen, was wir tun.
Und ich glaube, dieses Üben kann damit beginnen, dass wir schon am Tagesanfang ein Muster prägen oder nicht prägen. Und das heißt, es beginnt tatsächlich mit der Wie beginne ich meinen Tag? Beginne meinen Tag damit, dass ich mich hinsetze und mir die Frage Was ist heute wichtig? Was will ich heute tun? Und dann schreibe ich wahrscheinlich zwölf Dinge auf. Und das ist wie immer total absurd, weil zwölf Dinge werden wir nicht erledigen, sondern ich kürze dann immer gleich neun davon wieder weg, dann bleibt drei übrig, wovon ich dann eine hoffentlich schaffe.
Oder beginne ich den Tag damit, dass ich gleich einmal die Agenda anderer surfe. Und was meine ich damit? Nichts anderes ist es, wenn du dein E Mail aufmachst, der E Mail, und ich weiß nicht mehr, wer es gesagt hat, ist jedenfalls nicht von mir, aber es ist genial. Dein E Mail ist ja nur die To Do Liste, die andere für dich schreiben. Das heißt, das Gleiche ist der Newstream in deinen Social Channels.
Das heißt, du lässt einfach die Prioritäten und Dominanzen von anderen etablieren. Und die Entscheidung hast du gleich einmal am Tagesanfang, nämlich die Frage wie beginne ich den Tag selbstbestimmt oder fremdbestimmt? Und jetzt wirst du vielleicht sagen, Moment, das hat vielleicht noch nichts zu tun mit meiner Frage. Wie schaffe ich es über Stunden zu fokussieren? Ja doch, Alexander und alle, die zuhören. Es hat zu tun mit einer Frage. Es ist nämlich eine Frage des Trainings, eine Frage der Übung.
Und es beginnt mit der Übung am Beginn des Tages. Wie starte ich rein? Wie präge ich das Muster für den Tag?
Sage ich mir selber am Anfang des Ich bin ein selbstbestimmter Mensch, ich entscheide, was ich mache, wann und wie lange. Oder sage ich mir selber, schauen wir mal, was der Tag bringt, Klammer auf, was andere für mich bereithalten, Klammer zu. Erster Punkt also wie starte ich in den Tag hinein? Zweiter Wie wichtig sind wir wirklich? Was meine ich damit?
Es gibt Freunde und Bekannte von mir, die haben für alles einen Alarm eingestellt, da bimmelt das Handy die ganze Zeit. Ich nehme den Podcast ja immer hier unplugged auf und einmal ist es mir schon passiert, dass mein Handy eine Nachricht bekommen hat. Ich sag dir aber was, bei mir ruft den ganzen Tag fast niemand an und ich kriege fast keine SMS. Warum? Weil ich es mir so organisiert habe. Und jetzt wirst du Naja, Philipp, du bist lustig, du bist Unternehmer und hast viele Mitarbeiterinnen, viele Mitarbeiter, Büroleiterin, einen Assistenten. Es ist kein Wunder, dass es dir gut gelingt, dich abzuschotten. Naja gut, ich tue das mit meinen Mitteln natürlich, aber jeder und jede und jeder hat seine und ihre Mittel dazu.
Das heißt, brauchst du wirklich eine Notification, wenn irgendwo auf einer Social Media Plattform was Neues passiert? Brauchst du wirklich, dass jede SMS laut gestellt ist? Musst du wirklich jede Minute deine Mails checken oder kannst du bestimmte Fenster einfach einrichten in deiner Tagesplanung, wo du dafür sorgst, dass du dich mit der Welt verbindest. Das heißt, wir sind hier beim Punkt, wie schaffst du wirklich ein Umfeld, das es dir ermöglicht. Wie oft hast du irgendwelche Alarme, wie sehr bist du da fremdbestimmt und wie sehr schaffst du Fenster und Slots, wo du diese Dinge behandelst.
Das ist wahrscheinlich gängige Lehre. Gängige Lehre ist, dir einfach deinen Tag so zu planen, dass du Kommunikation einfach sehr strukturiert planst und das ja mittlerweile auf allen Plattformen, egal womit du kollaborierst, ob das Slack ist, ob das E Mail ist, ob das Google ist, das mittlerweile sogar anbietet im Google Kalender, dir Fokuszeit einzuplanen, wo glaube ich, dann Nachrichten nicht sofort zugestellt werden. Also das heißt, die technischen Rahmenbedingungen zu schaffen ist möglich, aber es ist auch Voraussetzung.
Das wäre mein zweiter Punkt. Und der dritte Punkt ist, dass du dann dir ein klares Ziel setzt für deine Fokuszeit, dass du dir wirklich was vornimmst, was auch schaffbar und erledigbar ist in einem Raum von ein bis eineinhalb Stunden. Und ehrlicherweise würde ich mir die Dinge so portionieren.
Ich würde mir die Dinge so portionieren. Ich würde jetzt nicht sagen, ich arbeite jetzt vier Stunden an dieser Sache Arbeit, zweimal eineinhalb Stunden mit einer halben Stunde Pause dazwischen oder fünfzehn Minuten Pause Und nimm dir für diese Etappen ein Ziel vor. Sag wirklich, worum geht es da jetzt?
Warum ist das jetzt wichtig? Was will ich am Ende stehen haben? Was ist der Output?
Wir haben oft den Fehler, und es ist interessant, dass mir das jetzt an dem Punkt einfällt, wir haben oft den Fehler, dass wir To Do Listen schreiben im Sinne von, was müssen wir heute tun? Und das ist extrem öd, weil das klingt einfach immer nur nach Arbeit. Also bei mir zumindest ist es so. Und ich habe eine Zeit lang versucht und während ich das hier spreche, stelle ich fest, ich bin davon wieder abgekommen und werde das wieder aufnehmen, weil es war sehr produktiv. Ich habe eine Zeit lang To Do Listen formuliert, indem ich Outputs festgehalten habe. Das heißt, was will ich erreichen heute und warum ist mir das wichtig? Und du wirst merken, das ändert extrem viel, Das ändert extrem viel und dann wird der Fokus auch leichter fallen.
Einfach nur To Dos abzuarbeiten ist extrem öde. An Zielen zu arbeiten ist im Regelfall deutlich aufregender. Das heißt, du nimmst dir einen konkreten Output vor und gibst dir einen Zeitslot. Und du gibst dir aber einen Zeitslot, der auch vernünftig und tragfähig ist. Ich glaube, neunzig Minuten Slots sind was, was durchaus tragfähig ist.
Und dann schaust du mal, wie das funktioniert. Am Anfang wirst du Ablenkung erfahren und dann wirst du dich vielleicht ärgern, aber es ist ganz einfach wie alles beim Üben. Wenn du dich ärgerst, dann kehrst du wieder zurück zu deiner Tätigkeit, Weil was tust du, wenn du als kleines Kind vom Fahrrad runtergefallen bist?
Du steigst wieder rauf und fährst wieder weiter. So funktioniert Üben und so funktioniert Üben auch bei Fokus. Das wären meine drei Zugänge zum Thema Fokus.
Und ich muss dir sagen, Alexander, ich bin dir sehr dankbar für die Frage, weil wie es natürlich oft so ist, hilft dieser Podcast ja natürlich auch mir selber weiter. Und ich werde eines tun, das soll nicht egozentrisch sein. Ich werde mir den Podcast jetzt selber nochmal anhören danach und mir brav notieren, was ich da hier verbreitet habe und und wie immer versuchen, das auch bei mir wieder sehr stark zu etablieren. Ich danke dir sehr für deine Frage und hoffe, dass es vielen hier was gebracht hat. Wenn du diesen Podcast mitbestimmen willst, wenn du diesen Podcast inhaltlich thematisch gestalten willst, dann schick mir deine Frage, schick sie mir auf Instagram, auf WhatsApp, auf LinkedIn, auf Facebook, über Audio zum Beispiel. Wenn du nicht schreiben willst, dann schick mir einfach ein Audio File.
Ich liebe das. Oder tipp es mir einfach rein, wenn es über WhatsApp ist, dann an. Das ist meine WhatsApp Line für diesen Podcast.
Ich freue mich sehr über deine Fragen und freue mich, wenn du nächste Woche wieder dabei bist, hier bei Business Gladiators unplugged. Ich bin Philipp Maderthaner und ich freue mich sehr auf dich. Alles Liebe und bye bye.