282_ Erfolgreich UND Gesund_ Das Geheimnis der High-Performer
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Bewegung ist für jeden Menschen unerlässlich.
Unabhängig von individuellen Vorlieben oder dem Alter ist körperliche Bewegung eine grundlegende Notwendigkeit für die menschliche Gesundheit. Philipp Maderthaner betont, dass er selbst 40 Jahre lang versucht hat, ohne Bewegung auszukommen, was sich als nicht nachhaltig erwies.
“Es kommt keiner von uns ohne aus. Ich habe es vierzig Jahre probiert, wirklich vierzig Jahre nichts gemacht.”
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Wenn du mit Vollgas an deinem Business arbeitest, immer vollen Einsatz zeigst, dann ist diese Folge wahrscheinlich für dich.
Wir reden darüber, wie bringe ich Gesundheit und High Performance unter einen Hut? Wie komme ich raus aus dem Dauerstress rein in ein nachhaltiges Performance Mindset? Darum geht's in dieser Folge von Philipp Maderthaner unplugged.
Wir haben den Gerhard bei uns aus dem schönen Salzkammergut. Das Video zeigt uns zwar keinen schönen Seenausschnitt, aber wir können es erahnen. Der Gerhard hat vorhin gesagt, am Mondsee ist er zu Hause. Wir beneiden dich. Gerhard schieß los. Was ist deine Frage?
Philipp vielen Dank, dass ich heute dabei sein darf. Ich verfolge seit Anfang an deine Folgen und mich begeistert das auch immer wieder, wie du einfach da immer sehr konsequent auch gute Antworten gibt. Danke, du bist sehr lieb von Anfang an ist Ansage bei mittlerweile fast drei hundert Folgen.
Genau. Du, mein Thema, was mich bewegt, ist, wie bekomme ich auf der einen Seite eine gesunde Lebensweise und auf der anderen Seite eine hohe Performance, Alles unter einem Hut und halte ich das Ganze auch dann auf Dauer entsprechend gut durch? Ja, also über die Frage, die habe ich mir persönlich ausgesucht. Wir haben ja, ich glaube, aktuell zwei hundert Fragen unbeantwortet im Backlog. Also wir kriegen ja viel mehr Fragen, als wir Folgen machen können. Aber die Frage von dir gerade Bedürfnis, weil du kannst dir vorstellen, das Thema beschäftigt mich natürlich extrem. So wie viele die hohe Ambitionen haben und Vollgas geben und dann irgendwann vielleicht nicht mehr drei und zwanzig sind. Irgendwann kommt der Punkt, wo du dir die Frage stellen Wie kriegst du das alles gut unter einen Hut und in ein nachhaltiges Modell? Also ich danke dir wirklich sehr für diese Frage.
Ich möchte ein paar Dinge dazu sagen. Gerhard. Die eine Sache ist, ich glaube, wir müssen wirklich eine Sache in unserem Kopf neu verdrahten und das ist der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung, zwischen Input und Output. Wenn du in den Sport schaust, ist für jeden sonnenklar, dass High Performance entsteht aus Performance Regeneration. Performance Regeneration.
Kein Profi Tennisspieler der Welt wird die ganze Zeit, jeden Tag, den ganzen Tag nur Matches spielen oder Vollgas trainieren ohne Pause, um dann wieder ins nächste Match reinzutölpeln. Niemand würde das im Profisport tun. Kein Superstar, egal ob Musik oder sonstiges, würde sich die ganze Zeit verausgaben, um dann völlig ausgelaugt in Tournee zu starten.
Also niemand würde das tun. High Performance. Und skurrilerweise ist im Business genau das, was wir eigentlich glauben, ist der normale Ansatz. Oder Du tust einfach die ganze Zeit und es muss schon gehen.
Und die Antwort ist natürlich erstens, und das wissen wir, intellektuell haben es ja die meisten von uns eh verstanden. Die Antwort ist, es geht natürlich nicht. Das ist die eine Sache.
Die andere Sache ist, wir haben einfach nicht verstanden, dass in der Regenerationszeit unsere Muskeln wachsen. Also wenn ich trainieren gehe und mein Personal Trainer schindet mich, dann findet das Muskelwachstum ja wann statt? Nach dem Training, in meiner Erholungsphase. Und das heißt, wenn ich dann diese Erholungsphase habe und dann ins nächste Training gehe, bin ich im nächsten Training stärker.
Und ich glaube, diese Verdrahtung hat bei den meisten von uns noch nicht stattgefunden, nämlich dass höhere Gesundheit zu mehr Leistung führt. Und ich muss ehrlich sagen, ich hab selber extrem lange gebraucht, nicht ums intellektuell zu verstehen, das traue ich allen von uns zu, um es wirklich in Fleisch und Blut zu übernehmen, dass mehr Gesundheit höhere Leistung bei mir produziert. Und natürlich ist es so, Gerhard, keine Frage.
Manche von uns haben mit einer besseren Grundkonstitution gesegnet und andere müssen mehr dafür tun. Also es gibt da höchst unterschiedliche Typen. Und wenn du jemand bist, der nicht viel dafür tun muss, good for you. Ich gehör eher zur Kategorie, Ich muss da schon ein bisschen investieren, damit am Ende die Leistung ausschaut. Aber es ist wirklich der Grundpunkt zu verstehen, das High Performance Mindset nicht. Ich muss es so hart sagen. Das dümmliche Verständnis ist von immer ein hundert fünfzig Prozent. Wer immer ein hundert fünfzig Prozent macht, wird irgendwann auf null runterrattern.
Ja, das heißt dann, ich würde ihm gar kein Label und kein Name geben. Bei dir ist dann der Burnout, bei der nächsten ist halt der Herzinfarkt und bei den Dritten ist wieder was anderes. Aber es heißt, du kommst von der Vollperformance in die Nicht Performance und musst dich dann langsam wieder reinkriegen.
Und ich sag ich habe das ja alles hinter mir. Also ich hab das im Podcast ja breitin geteilt. Ich hab Phasen in meinem Leben gehabt, da habe ich so gnadenlos gearbeitet und so nicht auf mich geachtet. Dass ich am Ende dann reingestürzt bin in alles mögliche Schlafstörungen, Panikattacken und was weiß ich was. Na was glaubst du wie leistungsfähig du bist mit Schlafstörungen kannst du komplett vergessen. Ich hab Nächte gehabt, da habe ich immer das Gefühl gehabt am nächsten Tag in der Früh gar nicht geschlafen. Na was glaubst wie gut bin ich am nächsten Tag vergessen.
Das heißt, wenn du einmal in der Gassen drinnen bist, wo du vor lauter ein hundert fünfzig Prozent auf null runterschnädt, dann hast folgendes Problem, dann performst auf einmal auf zwanzig Prozent. Ja und ich kann aus Erfahrung das berichten. Also wenn du Schlafstörungen hast, dann bist nicht performst du nicht zu ein hundert Prozent ist eine Lüge und mit einer Geschichtslähmung auch nicht, weil da fällt auf einmal was vom Ausdruck habe ich auch gehabt Und wenn du Panikattacken hast, dann ist jetzt das auch nicht so klasse und jeder und jeder hat halt was anderes.
Den einen schlagt es auf den Magen, den nächsten schlagt es auf das aufs Kreuz. Also jeder hat so sein Einfallstor, das darf man erkennen lernen. Aber ich darf nur allen sagen, weil du es überspannst und Fäust runter auf null, dann ist diese Performance Fantasie zu Ende, weil dann kannst das gar nicht mehr abliefern.
Also ist es eigentlich besser du lernst dieses Wechselspiel an Performance und Regeneration, weil das stellt dir sicher, dass du über den Zeitraum tatsächlich in einer High Performance sein kannst. Die High Performance ist Abwechslung aus Performance und Regeneration. Mein erster Punkt. Der zweite Punkt ist und der hat mir da reingeholfen, ja in diese in diese Haltung. Wie wichtig ist dir das, was du tust, nämlich jetzt die Performance?
Die meisten von uns, denen taugt dir das extrem mir nie wieder zum Arbeiten zwungen. Ja ich liebe es. Also wenn es nach mir gegangen ich würde nur andrucken die ganze Zeit. Also ich fühle mich manchmal in der Erholung, als würde mich wer ausbremsen. Die entscheidende Frage ist wie wichtig ist dir das, was du tust?
Und da bringe ich dir auch ein praktisches Beispiel. Ich mache ja aktuell zweimal im Jahr mein Vier Tages Event in Kitzbühel Business Mindset Mastery. Jetzt am sechzehnte Bis neunzehnter oktober ist die nächste Runde.
Da gibt es glaube ich ein paar Tickets, wenn wer will, einfach auf die Website schauen, da mache ich vier Tage Programm und zwar nur, ich red vier Tage durch. Für diejenigen, die jetzt keine Ahnung haben von dem Geschäft, denen möchte ich einen kleinen Einblick geben. Ich habe normalerweise mein Tracking Bundle, das ich habe und ich kann dir sagen, bei einer durchschnittlichen Keynote von fünf und vierzig Minuten verbrenne ich mehr als in fünf und vierzig Minuten Personal Training und mein Trainer ist wirklich hart. Das heißt also, ich renne an einem Tag so einer Veranstaltung einen Marathon. So, folgendes. Ich renn vier Tage hintereinander jeden Tag einen Marathon.
Also ich würde mal sagen, das kann man Performance nennen und zwar nicht jetzt irgendwie sprichwörtlich, nur dass wir es gesagt haben, nicht sprichwörtlich tatsächlich gemessen, gemessen. Ich verbrenne an so einem Tag in Kitzbühel vier bis fünf tausend Kalorien solid. Also ich glaube, letztes Mal waren es vier tausend zwei hundert oder irgend sowas. Und das mache ich vier Tage hintereinander. So, jetzt ist die Frage, was ist mir das wert, wenn ich da nicht fit bin oder ausgelaugt bin? Ich kann es abrufen, ich bin ja geübt. Mir ist es so viel wert, dass ich monatelang vor dem Event Ich trink sowieso fast keinen Alkohol mehr. Genau aus dem Grund, weil es mir so wichtig ist, was ich tue, weil mir meine Performance so wichtig Ich trink gerne Glas, ich liebe guten Wein, aber mein Performance ist mir so wichtig. Das heißt, ich habe vier Monate vor dem Event aufgehört, ich hab keinen Alkohol mehr getrunken, ich hab keinen Zucker mehr konsumiert, ich hab meinen Sport gemacht jeden Tag.
Und zwar nicht, weil es mir so taugt. Es taugt mir gar nicht. Ich bin mehr so der italophile Typ. Also wenn es nach mir geht, sitze ich den ganzen Tag am Strand, tu Pasta essen und trink Rotwein dazu und jeden Tag. Aber die Wahrheit ist, so funktioniert es nicht.
Mir ist das, was ich tue, so wichtig, dass ich weiß, ich muss auf der Gesundheitsseite Dinge investieren, damit ich tun kann, was ich tun will. Das heißt also, ich habe den Punkt eins verstanden, Input und Output. Und ich hab Punkt zwei noch in die Waagschale gehauen, nämlich wie wichtig ist es mir? Und es ist mir verdammt wichtig. Ich liebe diese vier Tage, ich liebe es, es taugt mir so sehr.
Und ehrlich gesagt, da fahren ein hundert Leute hin, die haben Erwartungen, die fahren hin, weil sie in ihrem Business signifikant was verändern wollen, aufs nächste Level bringen wollen, weil sie sich einen Kraftschub erwarten und dann gehe ich da schlurfe ich da rein am letzten Zaunfleisch oder wie? Ist ja auch eine Verantwortung und es taugt mir. Aber die Konsequenz ist, ich hab massiv investiert und Überraschung, weil natürlich du nicht alles beeinflussen kannst. Ich habe eine Woche vor Kitzbühel, habe ich auch schon eine Veranstaltung gehabt, eine große und dort habe ich mich angesteckt mit irgendeinem Infekt, Virus, irgendwas. Das heißt, ich war zum Start von Kitzbühel halb krank.
Aufgrund meiner guten Grundkonstitution habe ich das trotzdem dort voll durchziehen können. Wenn ich die nicht hab, bin ich da bin ich vor kaputt.
Ja, also mein zweiter Punkt ist Entscheidung. Wie wichtig ist dir das, was du tust? Und das dritte und das ist jetzt so die wirklich die praktische Auflösung Routinen und Strukturen ist zumindest das einzige, was für mich funktioniert. Und was meine ich damit? Routinen ist, ich habe erkannt und als jeder andere Typus Ich habe erkannt, was ich an Aktivität, vor allem körperlicher Aktivität, was ich in der Früh nicht verräume. Das fällt mir mit fortlaufendem Tagesfortschritt immer schwerer. Das heißt Aktivität investieren im besten Fall in der Früh. Der erste Punkt, den ich erkannt habe, Der zweite Punkt, den ich erkannt Ich bin einfach ein fauler Sack und find Ausreden, wo es nur geht. Das heißt also, ich habe auch erkannt, alleine wird es nicht passieren bei mir. Das heißt also, ich habe für alles jemanden Mein Yogastund, jede meiner Yogastunden ist eine private Yogastunde mit einer Yogalehrerin, jede meiner Gym Einheiten ist eine private Einheit mit einem Personal Trainer. Also ich bin ich jedes Mal jemanden. Mein einziger Job ist zu erscheinen Und das ist das zweite, was ich für mich an Strukturen erkannt habe. Also erstens, ich muss die Dinge in der Früh machen oder am Vormittag. Zweitens ich brauche jemanden, der es mit mir macht, der mich da durchträgt. Das dritte ist, ich habe verstanden, ich brauche im besten Fall am Vormittag ein bisschen freie, kreative, schöpferische Zeit, das meine Tanks extrem auflädt. Da bin ich unfassbar produktiv und es reicht, wo die Termine am Nachmittag geblockt habe, das widernächste was ich erkannt habe, ist, ich kann nicht, wenn ich ein Vier Tages Event habe, davor noch zwei Keynotes machen oder danach. Also ich brauche eine Woche davor ruhig. Also so erkenne ich die Strukturen, die meinen Kalender beeinflussen und so baue ich die Routinen.
Und natürlich ist es am Ende geht es dann um Basics, die sind bei jedem von uns. Also wir sind alles Menschen. Es geht um ein paar Grundpfeiler. Es geht um Bewegung, es geht um Ernährung und es geht um, ich sage jetzt mal, mentale Clearance. Das sind die drei Dinge, glaube ich, die du brauchst. Bei Ernährung kann jeder von uns rausfinden, was für dich gut ist und was für dich nicht gut ist. Ich bin da kein Freund davon zu sagen, das musst du und das tust du nicht.
Ich weiß, was für mich schlecht ist. Ich hab jetzt wieder mal zwei Tage gehabt, habe ich mich bescheiden ernährt, das merke ich dann ist das eine gute Idee, wenn ich gerade im High Performance Mode bin oder davor. Nein, ist es nicht.
Also ich hab in Kitzbühel ein extrem strenges Ernährungsregime. Extrem streng, extrem streng. Ich kriege im Übrigen auch davor, vor diesen Veranstaltungen kriege ich Vitamin Infusionen.
Also weißt du, was ich meine? Das ist einfach, wir müssen einfach mehr anfangen zu denken, wie Spitzenathletinnen und Spitzenathleten im Business. Was braucht es damit die Performance kriege und das Ganze dann packen in Routinen und den Strukturen. Und da ist für jeden was anderes in der Früh oder am Abend alleinig oder mit anderen oder mit einem Personal Trainer oder in der Gruppe. Für manche ist die Gruppe das Richtige.
Und dann sind es die Säulen. Ernährung auf der einen Seite rausfinden, was dir gut tut, lässt sich wunderbar medizinisch rausfinden. Und das Zweite ist Bewegung.
Es kommt keiner von uns ohne aus. Ich habe es vierzig Jahre probiert, wirklich vierzig Jahre nichts gemacht. Nichts. Absolut gar nichts. Gar nichts. Ja, aber das geht sich halt auch nicht aus, wenn du am Ende eben dann vier Tage hintereinander jeden Tag am Marathon laufen willst. Schwierig.
Und das Dritte ist die mentale Clearance. Und ob das jetzt heißt, du hast Coaches oder ob das heißt, du tust meditieren oder du machst Yoga oder einfach du gehst spazieren, was auch immer es für dich ist. Das Einzige, was jede und jeder von uns tun muss, ist experimentieren.
Was stärkt dich, was stärkt Das ist doch nur die Frage. Es ist Input und Output, Ursache und Wirkung. Was stärkt dich?
Womit du die Kraft investierst, ist den meisten von uns bekannt. Aber was gibt Kraft? Was füllt die Speicher auf? Bei manchen sind soziale Interaktionen. Das ist bei mir nicht. Bei mir nicht.
Also das Schlimmste, was du mir tun kannst, ist nach vier Tagen Kitzbühel ein Abendessen in großer Freundesrunde. Da finde ich eine fix eine gute Ausrede, wenn ich da mit Leuten reden muss. Da rede ich dann nicht so gern nachher. Da habe ich am liebsten meine Ruhe. Ja, also rausfinden, was dir gut tut.
Performance Mindset, umstellen, Kausalität, Input Output. Erster Punkt. Zweiter Punkt, wie wichtig ist es dir? Das ist vor für mich der Gamechanger, wirklich, weil es fällt mir so schwer, auf Dinge zu verzichten. Aber wenn du anfängst, die Dinge umzuinterpretieren, dass sie dir was geben, auf einmal ändert sich was. Im Übrigen, kleiner Diskurs ist bei mir schon lang her, aber so habe ich zum Rauchen aufgehört. Ich hab immer geglaubt, Rauchen gibt mir Freiheit, was die meisten glauben, Freiheit, Entspannung. Und irgendwann hat sich in meinem Kopf was umgestellt, habe ich auch sehr viel gearbeitet und bei mir ist es her. Kurz nachdenken. Jetzt sechzehn Jahre oder vor achtzehn Jahren habe ich zum Rauchen aufgehört, also wirklich lang. Und irgendwann hat es sich im Kopf bei mir umgestellt, weil ich bin mit der früher aufgewacht, wirklich wie gerädert, als wäre ein Traktor über mich drüber gefahren und irgendwann habe ich angefangen, dem Rauchen die Schuld dafür zu geben. Interessanterweise, ich weiß gar nicht warum, aber irgendwann scheiß Raucherei. Und deswegen habe ich dann in der Früh immer bin ich so fertig und auf einmal hat sich umgestellt, nämlich dass mir das nichts bringt, sondern mich was kostet und habe ich aufgehört zum Rauchen. Und das Gleiche weiß ich mittlerweile bei mir mit Zucker und Alkohol. Im Moment ist ein Traum, aber ich weiß, ich werde es büßen dann in der Nacht, nämlich zum Beispiel, wann meine Leber den Zucker oder den Alkohol verarbeiten muss und mich, um mich dran zu erinnern, zwischen zwei und drei in der Früh aufweckt und dann ich nicht so gut geschlafen habe und am nächsten Tag nicht so gut Performance kann.
Also zweiter Punkt, wie wichtig ist es dir? Und dritter Routinen und Strukturen, dass es für dich passt. Gerhard war da was dabei, was resoniert?
Am meisten interessiert mich. Also das ist sehr interessant. Danke für deine ausführliche Antwort. Also speziell dieses Thema, dass es diese Performance braucht und eben auch, dass es auch gut ist zu regenerieren. Das ist einfach einmal super wieder zum Hören.
Ich merke für mich jetzt die Situation, ich tue es auch extrem gern und wenn ein Projekt läuft, dann bin ich voll im Flow drin. Wenn dann Projekt abgeschlossen ist, dann kommt so diese Phase, dass ich relativ schnell schon wieder suche, was kann ich machen. Das ist eigentlich ein Thema noch dahinter.
Ich habe eine Sache festgestellt, Gerhard, und die ist wirklich interessant, weil der Unterschied zwischen Flow und Hamsterrad ist oft mit freiem Auge nicht erkennbar, wenn du gerade drinnen bist. Das ist wirklich interessant, weil ich sage auch immer, na, wenn ich dann im Flow bin, es kann sein, dass es nicht Flow ist, weil was ist, wenn du in einem Hamsterrad rennst und das Rad hat Schwung aufgenommen? Ist das Flow?
Ich würde sagen, ja. Also es läuft. Es läuft. Kannst dich ausbrennen. Total. Und das ist der Unterschied zwischen einem Hamsterrad und am Laufbandl. Zeitang immer in der Früh gehen am Laufbandl so und dann schaue ich mal links und rechts und manche, die laufen, die springen dann manchmal mit ihrer Füße so auf die Seiten in die Grätschen auf den Teil des Laufbandes, der sich nicht bewegt, um sozusagen kurz einmal Schnauferl zu machen. In einem Laufband kann ich das machen.
Wenn du das im Hamsterrad machst, haut's dir auf die Pfeifen. Also bist im Hamsterrad, das fühlt sich an wie Flow. Aber es kann sein, dass am Ende Hamsterrad ist und dass du am Ende dann wie fertig bist du danach?
Ist eigentlich der verlässliche Indikator, ob du davor im Flow warst. Wenn du im Flow warst, bist du nachher, wenn es vorbei ist, nicht ausgequetscht wird sie dran, sondern ist gut. War gute Erfahrung. Ja, ich bin zum Beispiel nach Kitzbühel, ich bin nicht ausquetscht, obwohl ich dort vier Marathons gelaufen bin. Bin im Flow. Ja, aber ich bin nicht, ich bin nicht ausgequetscht nachher.
Bin eigentlich gut drauf. Mache ich trotzdem nachher Erholung, weil ich gescheit bin. Ja, selbstverständlich. Ja. Und das ist der Knackpunkt, die Dinge, auch die Regeneration dann zu machen, wenn es gefühlt noch nicht gebraucht ist, das ist ja das Schwierigste, aber ich glaube da liegt der Schlüssel drinnen und zu erkennen, wie du sagst, du kommst raus aus dem Flow und eigentlich bist schon wieder das nächste.
Ja, es ist gute Idee einmal kurzes Schnauferl machen, kurz einchecken mit dir selber und deswegen ist natürlich super. Also für diejenigen, die Yoga oder Meditation praktizieren, die machen genau das. Ja, die haben einfach ein Ritual, wo sie trotzdem dann einchecken jeden Tag und sagen einmal kurz Körper scannen, passt alles oder passt nicht alles.
Wie lange machst du dann für dich persönlich, sage ich mal, diese Verschnaufpause, wenn so ein starkes Event gewesen ist? Ja, sehr unterschiedlich. Also ich schaue schon, dass ich jetzt zum Beispiel nach Kitzbühel habe ich jetzt eine Woche.
Die eine Woche nach Kitzbühel darf auf keinen Fall zur Pflasterzeit mit Terminen sollte keinen weiteren Auftritt beinhalten. Also da habe ich schon eine Wochensperrzeit eigentlich heißt nicht, dass ich nichts tue, aber easy cheesy, easy cheesy. Die Sportler gehen ja nicht komplett runter auf null.
Easy cheesy ist die Vorgabe und da würde ich sagen, eine Woche generell ist einfach gescheit. Nicht Performance an Performance an Performance. Jetzt mache ich heute, produziere ich den ganzen Tag Podcast wäre jetzt ideal, morgen ein Kino zu haben oder nur mehr den ganzen Tag.
Naja, kann man machen, aber dann müsste danach zwei, drei Tage Pause sein. Also es ist immer Input Output Relation. Wie arg war davor die Belastung und das beeinflusst, wie lange danach die Regeneration sein muss.
Wenn du sechs Monate wie ein Ochse reingepuddelt hast, dann würde ich sagen mehrere Wochen. Was ich mein. Geht'S um die Bilanz eigentlich, oder?
Es geht erstens um die Bilanz und darum und das war noch mal wichtig am Schluss, dass jede und jeder von uns einen anderen Typus hat. Für jeden funktioniert ein anderes Modell. Die einen sagen, ich buddel gern sechs Wochen, sechs Monate durch und dann bin ich ein Monat weg oder zwei wieder andere sagen, ich hagel gern fünf Tage, aber ich brauche ein Wochenende wieder. Die nächsten sagen, ich mach gern zehn Tage, aber danach gern vier, fünf Tage Kurzurlaub.
Jeder hat sein Modell, ist ja okay, finde deins, das ist der Job. OK Gerhard, danke dir, danke fürs Dabeisein. Grandiose Frage, hat mir echt gefreut gemacht darüber zu reden. Ich danke das sehr.
Alles Liebe, ciao, ciao. Am Mittwoch solltest du unbedingt wieder einschalten. Da spreche ich mit der Monika über das Thema Social Media und wie wir dem Druck entfliehen, den dieses Ding jeden Tag auf uns ausüben kann, uns in den Wahnsinn treiben kann, weil wir uns immer denken, wir müssten besser sein, besseren Content machen, alle sind so perfekt unterwegs und wir damit in die Starre kommen und vielleicht am Ende zu wenig oder nichts tun.
Wie man das auflöst, darum geht es am Mittwoch in der nächsten Folge von Philipp Maderthaner unplugged einschalten.