Folge 148 - Mindset_ Was hält dich zurück_
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Absolute Sicherheit in unternehmerischen Vorhaben existiert nicht
Im Unternehmertum ist das Konzept der absoluten Sicherheit oder einer 'narrensicheren' Geschäftsidee ein Mythos. Die Natur des Geschäfts beinhaltet Unsicherheit, und die Erwartung vollständiger Vorhersehbarkeit ist unrealistisch.
“Unsicherheit ist ganz normal, weil die Sicherheit bei unternehmerischen Unterfangen, die gibt es nicht. Es gibt die fixe Bank, die Geschäftsidee, nicht die deppensichere.”
segmentQuellmaterial (33)
Was hält dich zurück? Ich glaube, es ist eine gute Frage am Anfang dieses Jahres. Was hält dich eigentlich zurück? Ich freue mich sehr, dass du dabei bist hier bei dieser neuen Folge bei Business Gladiators Unplugged. Das neue Jahr ist noch jung. Du hast hoffentlich deine Ziele gelegt, deine Ambition definiert für dieses bevorstehende Jahr.
Und deswegen ist die Frage doch, glaube ich, mehr als berechtigt. Was ist es eigentlich, das dich zurückhält? Weil ich glaube, beim Zieleschreiben sind wir immer extrem gut unterwegs.
Das macht Spaß. Sich zurücklehnen, ins Büchlein reinschreiben, die Träume manifestieren, vielleicht ein bisschen Bilder dazu picken. Das ist ja der einfache Teil der Übung. Aber dann, wenn es darum geht, ins Tun zu kommen, dann ist wirklich die Was hält dich zurück? Endlich das zu verfolgen oder das zu tun, wovon du träumst oder was notwendig ist, um wirklich deinen Träumen einen Schritt näher zu kommen.
Und ich möchte gerne auf drei Dinge heute ein bisschen eingehen, die dazu beitragen, dass wir oft einfach Zurückhaltung empfinden oder eben nicht in die Gänge kommen. Der erste Punkt ist Zweifel. Zweifel ist Gift in deinem Kopf und Zweifel ist ja einfach nur eine Form von Angst.
Die Angst natürlich davor, dass es nicht klappen wird und vor den Konsequenzen, die damit verbunden sind. Konsequenzen, die da heißen, ich hab Geld verloren, ich komme vielleicht in einen finanziellen Engpass, was werden die Leute denken und so weiter und so fort. Und deswegen suchen wir natürlich immer, bevor wir was beginnen, nach Sicherheit.
Jeder wünscht sich, dass man ganz sicher ist, dass das eine fixe Bank ist, was man da jetzt angeht. Und die Wahrheit ist aber natürlich, wir wissen es nicht. Wir wissen es nicht.
Schon oft in diesem Podcast gesagt wir sind nicht einmal fähig, das Wetter von morgen gescheit vorherzusagen. Wie sollen wir bitte verlässlich voraussagen, ob eine bestimmte Business Entscheidung eine gute Idee ist? Ich erinnere mich so gut zurück, als ich am Anfang der Corona Pandemie kurz davor war, eigentlich einen neuen Mietvertrag zu unterschreiben für ein neues, vielfach größeres Office für meine Unternehmensgruppe.
Und auf einmal war Corona da und ich habe mir gedacht um Gottes willen, was mache ich jetzt? Ich keine Ahnung, soll ich das jetzt machen, soll ich es nicht machen? Bitte, wo soll ich diese Sicherheit herkriegen?
Selbst wenn ich Wirtschaftsforscher wäre, hätte ich mich verkalkuliert. Also niemand hat einschätzen können, wie entwickeln sich die Dinge. Niemand hat einschätzen können, was ist der Impact für mein Business? Niemand hat einschätzen können, wie entwickelt sich meine Firma weiter.
Also die Wahrheit ist, ich weiß es nicht. Das heißt, alles was ich habe tun können, sind zwei Dinge. Das erste ist eine innere Sicherheit entwickeln.
Eine innere Sicherheit. Traue mir zu, alles zu tun, was in meiner Macht liegt, um diesen Schritt im Nachhinein als richtig zu machen. Das heißt, wie viel werde ich investieren an Zeit, an Business Development?
Was plane ich mit meinem Unternehmen? Habe ich sozusagen meine Pläne in der Schublade, Was ich tun werde, um einen bestimmten Schritt zu rechtfertigen, leiste also meinen Teil des Jobs? Das ist der eine Teil, den ich gemacht habe. Und der andere Teil, den ich gemacht habe, ist, ich habe mich abgesichert.
Wie kann ich, wenn ich auf die Schnauze fall, den Schmerz möglichst gering halten? Also ich hab zum Beispiel dann mir herausverhandelt, Untervermietklauseln, die ich machen kann oder dass ich im Mietvertrag jemand übertragen kann und was weiß ich was alles Und auch die Finanzierung habe ich entsprechend aufgestellt. Das heißt, ich habe geschaut, dass ich einerseits alles tue, um die Erfolgschance zu erhöhen und auch schaue, was kann ich tun, um im Misserfolgsfall den Schmerz zu minimieren.
Aber am Ende habe ich es natürlich trotzdem nicht gewusst. Und dann ist die Zweifel wird immer bestehen. Zweifel ist nur durch eine Sache wirklich verminderbar und das ist Tun.
Und das hören die meisten Leute nicht gern, weil die meisten Leute glauben, ja, habe zuerst die Sicherheit und dann komme ich ins Tun. Die Wahrheit ist, es ist umgekehrt. Du kommst ins Tun und damit gewinnst du die Sicherheit. Also es ist Zweifel einer der Hauptgründe, warum so viele Leute nicht ins Tun kommen. Der zweite Punkt Wir kommen oft nicht ins Tun, weil wir es anderen recht machen wollen.
Wir haben das Gefühl, wenn wir jetzt eine bestimmte Sache machen, dann was denken dann andere über uns? Die Disease to please, die Krankheit unbedingt gefallen zu wollen. Was denkt sich jemand, wenn ich jetzt den Expansionsschritt mache, denken sie alle, ich bin größenwahnsinnig. Wenn ich mir jetzt ein tolles Büro einrichte, denken sie alle bin verrückt. Wenn ich jetzt Mitarbeiter Mitarbeiter einstelle, denken sie, er ist tollkühn. Wenn ich jetzt ein bestimmtes Kundensegment auflasse, denken sie ich bin arrogant. Wenn ich die Preise erhöhe, denken sie, ich bin unverschämt.
Also diese Abhängigkeit von dem, was andere über dich denken, ist der zweite Grund, warum so viele nicht ins Tun kommen. Und jetzt sage ich dir ein Geheimnis. Das, was andere über dich denken, kannst du nicht kontrollieren. Es ist ausgeschlossen. Du kannst es nicht kontrollieren.
Wenn ich auf eine Bühne steige, dann kann ich nicht kontrollieren, ob das denen gefällt. Das heißt, ich muss mich dort entscheiden, dass ich es so mach, wie ich es mit tiefstem Herzen und größter Leidenschaft für richtig erachte und dann gut damit leben, dass das mein Bestes war, das ich gegeben habe und dass ich dazu stehe und mich unabhängig davon mache, ob das jetzt Applaus bringt oder nicht. Künstlerinnen und Künstler kennen davon ein Lied singen. Es waren so viele Künstlerinnen und Künstler machen einfach wirklich ihr Ding gnadenlos.
Und irgendwann auf einmal kommt der Durchbruch und dann sagen alle naja, Wahnsinn natürlich, das ist unglaublich. Aber dass die am Anfang damit leben mussten, dass sie vielleicht sogar abgelehnt werden, darüber redet niemand. Das heißt es anderen Recht machen zu wollen.
Auch muss man ganz ehrlich sagen, in vielen Bereichen die Sorge zu haben, dass man dann vielleicht nicht mehr so geliebt wird von Freunden, von Bekannten, von Familie. Die haben alle immer das Gefühl gegeben, wenn du du groß wirst und uns entwächst, dann haben wir dich weniger lieb. Damit musst du leben. Das ist ja der Grund, warum dir die meisten nicht immer so eine kritische Bemerkung entgegenschleudern, damit sie dir ein bisschen runterholen auf ihr Niveau. Aber wenn du was Großes bewegen willst, dann wirst du damit leben müssen, dass nicht alle damit leben können.
Das heißt, die Abhängigkeit von der Meinung anderer ist der zweite Grund, warum wir oft nicht in die Gänge kommen. Und es ist aber etwas, was wir nicht unter Kontrolle haben. Der dritte Grund, warum wir oft nicht in die Gänge kommen, ist, dass wir ein bestimmtes Selbstbild von uns haben, das uns daran hindert, was zu tun.
Also zum Beispiel könnte man sagen, wir haben das ja damals gehabt, du kannst es nachhören in der Wie starte ich einen Podcast? Die Frage, wenn ich mich recht erinnere von Helga, die gesagt ich trau mich keinen Podcast starten, weil meine Stimme ist so furchtbar, Ich kann meine Stimme nicht hören. Das heißt, wenn du mit Selbstbild durch die Welt gehst, dass du sagst, meine Stimme klingt furchtbar, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du ins Tun kommst und einen Podcast machst, extrem gering. Und die Helga ist dann ins Tun gekommen, macht mittlerweile einen super Juristinnen und Juristen Podcast, weil ich ja gesagt habe, sie kann jetzt gleich mal üben, da Business Gladiators am Plug für die Stimme habe ich gleich on air gegeben und damit war der Fall erledigt. Das heißt, wenn du mit dem Selbstbild durchs Leben gehst, ich bin nicht telegen, dann wirst du keine Videos aufnehmen, dann wirst du vielleicht nicht auf TikTok aktiv sein oder auf Instagram aktiv sein und so weiter und so fort.
Also dein Selbstbild, ich bin kein guter Redner, keine gute Rednerin und ich kann deswegen das Produkt nicht präsentieren. Das ist ein Selbstbild, das tut dir nicht gut. Und da solltest du für dich schauen, was hast du für Glaubenssätze in dir, die dich vielleicht daran hindern, das zu tun, was zu tun ist. Und dann habe ich schon oft in dem Podcast den Geheimtrick erwähnt. Du schreibst hier, ich bin kein guter Redner oder keine gute Rednerin. Und dann fügst du ein das Wort noch ich bin noch keine gute Rednerin oder kein guter Redner.
Und dann schreibst du aber ich werde es werden. Und dann fängst du an zu üben. Das heißt, die drei Hauptgründe, warum wir nicht ins Tun kommen, die drei Hauptgründe, die uns zurückhalten, sind im Wesentlichen Zweifel, die eine Form von Angst sind.
Angst ist ja Ausdruck von uns. Und Unsicherheit ist ganz normal, weil die Sicherheit bei unternehmerischen Unterfangen, die gibt es nicht. Es gibt die fixe Bank, die Geschäftsidee, nicht die deppensichere, wie man so schön sagt. Würde es die deppensichere Geschäftsidee gehen, würde es jeder machen und am Ende würden dann alle nichts damit verdienen, weil es jeder macht.
Also deppensicher gibt es nicht. Der erste Punkt. Der zweite Punkt ist wirklich oft, wir wollen es anderen recht machen, aber du darfst dich wirklich entscheiden, nach welchen Maßstäben willst du dein Leben leben?
Nach deinen Maßstäben oder nach den Maßstäben, die andere für dich vorgesehen haben. Und wenn es nach dem ginge, dann wärst du vielleicht nie erwachsen worden, weil andere hätten dich gern klein gehabt. Aber du darfst für dich entscheiden, was ist dein Maßstab? Und dann musst du damit leben, dass andere sich vielleicht von dir überstrahlt fühlen.
Aber das musst du aushalten. Dann darfst du dich immer daran erinnern. Es hat auch nichts Erhellendes, sein eigenes Licht unter den Scheffel zu stellen. Also dieses sich selber auch klein machen in Gesprächen. Ich kenne das von mir. Also ich bin jemand, der, wenn ich in einer Runde bin, ich bin der wahrscheinlich, der am wenigsten erzählt von sich oder ich würde mir vorher Hand abhocken, bevor ich irgendwas über meinen Track Record oder meine Erfolge erzählen würde. Also bin da sehr schweigsam und übe das, weil ich mir immer Ja, Wahnsinn. Es hat ja nichts Erhellendes, das Licht unter den Scheffel zu stellen. Vielleicht könnte an dem Tisch, wo neue Leute sitzen, vielleicht auch für jemanden eine Inspiration sein, aber da übe ich selber noch. Es ist hart. Ich möchte einfach niemandem auf den Schlips treten. Darum liebe ich auch den Podcast so. Ich kann da ja ganz anonym in ein Mikro reden und auf der Bühne gibt es irgendwas passiert, das offenbar einen Klick bei mir macht und mich zur Rampensau werden lässt als das anders aber in privaten Gesprächen, Ich verabscheue das da selber meine Erfolge vor mir herzutragen, weil ich einfach mir denke, da hält man uns lieber klar, weil dann trittst du niemanden emotional auf den Schlips.
Aber die Wahrheit ist und ich übe das auch. Es hat nichts Erhellendes, dein Licht unter den Scheffel zu stellen und es ist deren Problem, nicht deins, wenn du erfolgreich bist oder hohe Ziele hast. Da müssen die anderen damit umgehen, nicht du. Und der dritte Grund ist wirklich, dass wir vielleicht ein Selbstbild in uns tragen, das uns nicht gut tut, das uns daran hindert, das zu tun, was wir tun wollen, weil wir sagen ich bin kein Video Mensch oder ich bin kein Redner, keine Rednerin, ich bin nicht gut am Telefon oder whatever. Und alles, was uns trennt vom Tun, ist das Wort noch und dass wir alles üben können, was wir üben wollen, um damit auch wirklich stetig besser zu werden. Und genau zu dem möchte ich dich ermutigen. Überprüfe, wo würdest du gerne weiterkommen? Und stell dir die drei kritischen Was hält dich zurück? Ist es der Zweifel, die Angst vorm Scheitern? Ist es das den anderen recht machen wollen, gefallen wollen?
Oder ist es ein Selbstbild, das du in dir trägst, das einen Glaubenssatz beherbergt, der dir nicht gut tut?
Oder Kombination aus allen dreien. Und wenn du die Reflexion gemacht hast, dann go For it, Dann setz jetzt am besten sofort in der Sekunde einen Schritt, wo du Jetzt mach ich was und setz irgendeinen Schritt. Komplett wurscht. Wenn du sagst, ich wollte schon immer mal auf Social Media eigentlich was machen, dann schreib jetzt ein Posting. Ist komplett wurscht. Und wenn die alle unter das Posting kotzen, sprichwörtlich, dann soll es so sein.
Glaub mir, das tun die Leute bei mir jeden Tag. Es interessiert mich nicht. Ich bin ja nicht für die Quatschköpfe da, bin ja für die da, die echten Nutzen daraus ziehen. Also wünsche ich dir wirklich, dass du das zurücklässt.
Das Jahr kann dein Jahr werden und das wünsche ich dir und ich freue mich, wenn ich dich auf diesem Weg begleiten darf, hier mit Business Gladiators unplugged. Mein Name ist Philipp Marathan und ich freue mich, wenn wir uns nächste Woche wieder hören. Alles Liebe und bye bye.