281_ Zerstört dich dein Ehrgeiz_
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Ambition als größtes Geschenk betrachten
Ehrgeiz sollte als ein tiefgreifendes Geschenk betrachtet werden, insbesondere für diejenigen, die Veränderungen herbeiführen und Fortschritt vorantreiben wollen. Diese Perspektive wandelt Ehrgeiz von einer potenziellen Last in ein wertvolles Gut um, das Individuen befähigt, bedeutungsvoll zur Welt beizutragen.
“Hinzu mir hat das gefallen, durch die Brille der Ambition schauen und das taugt mir natürlich als jemand, der etwas verändern will und etwas anschieben möchte. Dieses unser größtes Geschenk”
segmentQuellmaterial (28)
Kann zu viel Ehrgeiz schädlich sein? Wo zieh die Grenze mit dem immer pushen, pushen, pushen. Und wann fängt an umzuschlagen in Selbstaufgabe oder einen selber wirklich zu belasten? Wie ziehe ich wirklich die Grenzen?
Darüber reden wir in dieser Folge. Die Isabella ist ein bekanntes Gesicht für mich, da freue ich mich sehr. Schön, dass du dabei bist, Isabella, mit einer wirklich lässigen Was beschäftigt dich? Erzähl.
Danke, Philipp. Schön, dass ich da sein darf. Dankeschön. Spannende Frage, nämlich ich erlebe es gerade so ein Spannungsfeld, in dem wir leben in einer Welt, in der es einerseits darum geht, immer Vollgas zu geben, Push, push, push, diese Performance, Wachstum und so weiter. Vor allem als Volopreneurin empfinde ich das halt ganz stark. Und andererseits aber diese Achtsamkeit auf seine eigenen Ressourcen, dieses Thema Work Life Balance, auch wenn das Wort halt auch schon ein bisschen ausgelutscht ist, Aber wie schafft man es als ambitionierter Mensch auf Spur zu bleiben und sich gleichzeitig nicht zu überfordern? Das ist so meine dringendste Frage.
Ja, und das ist wahrscheinlich einer der großen Fragen unter Anführungszeichen des Lebens, vor allem für ambitionierte Menschen, weil eines ist klar, das wissen alle, die mit einer Ambition am Start sind, so wie du, ich und in Wahrheit glaube ich wirklich alle, die da zuhören bei diesem Podcast, man kann sie manchmal selber extrem wahnsinnig machen und sich selber die unmöglichsten Dinge erzählen. Und natürlich ist es oft schwierig, die Grenze zu ziehen. Wo passiert dann der Punkt, wo ich sage vor lauter Puschen, jetzt fühlt sich es nicht mehr gut an? Und ich möchte ein paar Dinge dazu sagen. Isabella, die eine Sache ist und diesmal als erster Punkt doch sehr wichtig, weil alle, die den Podcast hören, wissen ja, ich bin schon Teamambition. Und das heißt nicht, dass ich mache ja unterschiedliche Folgen immer wieder zum Thema Gesundheit und zum Thema Regeneration. Und was braucht es als Gegenpol? Also ich bin nicht Team Burnout, um es ganz deutlich zu sagen, bin ich nicht, aber ich bin Team Ambition.
Also ich möchte diese Frage immer beantworten durch die Brille der Ambition, die nicht zur Disposition stellen möchte, weil die einfachste Sache ist ja einfach immer zu sagen, na ober vom Gas und dann wird es schon passen. Aber die Wahrheit ist natürlich schon, das darf man nicht vergessen, Das ist mein erster Punkt. Alles Fortschritt auf dieser Welt verdanken wir den ambitionierten Alles Fortschritt auf dieser Welt verdanken wir den Menschen, die sich eben Isabella, so wie wir narisch machen und sich fragen, ob da noch was geht oder ob da nicht mehr sein muss oder ob das zu wenig ist. Alles Fortschritt auf dieser Welt verdanken wir diesen Menschen. Fortschritt entsteht immer aus Unzufriedenheit, immer aus Unzufriedenheit. Und deswegen taugt mir eine Sache überhaupt nicht. Und das ist auch wahrscheinlich einer, ein Mainstream, den wir aktuell erleben. Und das ist der Mainstream, wo es nur darum geht, immer darf es ein bisschen weniger sein, ja, nein und bitte und immer alles in Wattebauschen und so weiter. Nochmal nicht im Burnout. Aber ganz ehrlich, wenn wir anfangen, die Unzufriedenheit, die Ambition zu verteufeln und sagen, da muss man eigentlich das Flämmchen ein bisschen zurückdrehen oder ich glaube, es ist keinem bewusst, was wir uns dadurch nehmen. Ich würde überhaupt so weit gehen zu unsere Unzufriedenheit, unsere Ambition wird die einzige Existenzberechtigung in einer Welt der künstlichen Intelligenz, die wir noch haben werden, nämlich im professionellen Kontext. Im Privaten gibt es nur anderes. Da gibt es Liebe und Emotion und Beziehung im professionellen Kontext.
Was wird uns bleiben außer Ambition? Die KI wird die Execution erledigen in so vielen Bereichen. Aber was KI nicht hat, sie will nichts. Sie will nichts. Sie hat kein Bewusstsein, sie hat keinen Willen, sie hat keine Ambition, wo sie von selber was will. Sie ist nicht.
Sind wir wir Menschen, die wir Ambition haben, die in einer ersten Instanz durch Unzufriedenheit mit dem Status Quo entsteht. Alles hier ist der Unzufriedenheit mit dem Status Quo von jemandem geschuldet. In der Lampe wird kein Licht brennen, wäre der Kollege Edison nicht unzufrieden gewesen mit den Kerzen. Also das ist mein erster Punkt, was wir nicht tun werden, weil das, was du sagst, Isabella, ist hochvalide. Dass uns dieser Druck in den Wahnsinn treiben kann, das ist hochvalide. Was aber ebenso valide ist und das mein erster Punkt ist, es darf nicht dazu führen, dass wir uns die Ambition deckeln, wie wir sie leben. Das kann sein und wie wir sie in die Wirkung bringen, aber nicht die Ambition, die Unzufriedenheit selbst.
Glaubst du wirklich, irgendwas wäre entstanden? Glaubst du, irgendetwas der großen Fortschritte wäre easy gewesen und da wäre nicht jemand an seine Grenze gegangen. Geh in die medizinische Forschung rein, wo es um Leben und Tod geht. Glaubst du, die schlafen gut, die gehen ruhiger an, weil die wissen jeden Tag, wo wir das nicht erforscht haben, sterben Leute. Wir sind ja da im geschützten Bereich in den meisten Businesses. Oder der Gehirnchirurg. Gehen wir mal ein bisschen easy an die Geschichte, oder?
Es ist doch alles absurd. Es sind wirklich, es können nur Leute sein, die vom Wohlstand so geblendet sind, dass sie sich denken, ist eh wurscht.
Also mein erster Punkt ist, die Ambition steht nicht zur Disposition. Die Unzufriedenheit steht nicht zur Disposition, aber sie darf nicht destruktiv sein. Sie darf nicht sein, dass sie dazu führt, dass du über dich urteilst, dass du sagst, was bin ich wieder für ein Idiot, dass ich da nichts weiterbringe, was bin ich für ein Depp und alle anderen, nur ich nicht. Das darf es nicht sein. Also es ist Unzufriedenheit ohne Urteilen. Das ist der erste Punkt. Einfach Tatsachenfeststellung. In dem Punkt bin ich noch nicht dort, wo ich sein will. Okay, passt. In diesem Aspekt ist mein Angebot noch nicht gut genug. Noch ist das Schlüsselwort, noch kann sich alles ändern. Ja. Zweiter Punkt ist, und der kann polarisieren. Ich weiß es nicht. Ja, du kannst, ohne dass du manchmal zu weit schießt oder übers Ziel hinaus schießt, deine Grenzen nicht erkennen. Es ist eine Tatsache, es ist eine Tatsache. Ohne dass du manchmal zu weit schießt, kannst du die Grenze nicht erkennen. Wenn du immer, vergleicht es mit einem Bogenschießen, wenn du immer zu kurz schießt, kannst du die Grenze nicht erkennen. Das heißt, wenn es darum geht, Potenzial zu leben, heißt das, sich der Grenze anzunähern.
Ich möchte es wieder ganz präzise sagen. Ist es eine gute Idee, die Grenze konstant und permanent zu überschreiten? Nein, ist es nicht. Das machen ja nur Idioten. Ich bin manchmal ein bisschen härter, aber es machen nur Idioten. Ich weiß, da ist die Grenze und ich habe sie jetzt gerade um fünfzig Prozent überschritten. Wenn ich sie danach nochmal um fünfzig Prozent überschreite, dann ist mir nicht zum Helfen. Aber die Tatsache, dass ich sie um fünfzig Prozent überschritten habe, kann ich nur rausfinden, wenn ich sie überschreite.
Und der nächste Punkt ist, es ist Voraussetzung, dass wir dann immer wieder gut an die Grenze rangehen, nämlich vielleicht leicht darüber hinaus, um sich stetig zu dehnen. Wann kommt Muskelwachstum zustande? Mein Trainer sagt immer nach den paar Liegestütz, wo ich eigentlich schon am liebsten nur mehr Fluchen tät, nur habe ich leider keine Luft, deswegen kann ich nicht. Aber dort kommt, passiert das Muskelwachstum. Es gibt, ich weiß leider nicht welcher Spitzensportler, er fängt die Wiederholungen erst zu zählen an, wenn er nicht mehr kann. Also er zählt nicht, bis er nicht mehr kann und dann fängt er zum Zählen an. Also natürlich Muskeln wachsen, indem sie kleine Risse bekommen, nicht indem sie geschont werden. Ganz interessant.
Also ich hab selber die Erfahrung gemacht, dass ich zum Beispiel bei ich immer lange Zeit gehabt, wenn ich High Performance vor mir habe, also zum Beispiel Veranstaltung, dann brauche ich davor nur Erholung, also wirklich maximale Isolation, nichts tun und so weiter. Jetzt habe ich lustigerweise gelernt, das ist ein Irrglaube, ich brauche davor eine gesunde Aktivität, damit ich aufgewärmt bin für die High Performance. Also das heißt, dieses Heranwagen an die Grenze, diese Annäherung ist die Voraussetzung für Wachstum.
Umgekehrt ständig darüber hinauszuschießen ist einfach nur blöd. Ja, der dritte Punkt und das ist jetzt was die ersten beiden waren Reflexionspunkte. Der dritte Punkt ist einer, was du tun kannst. Cut the noise, das ganze Gequatsche aus deinem Leben entfernen. Weil was habe ich beim ersten Punkt gesagt?
Ich habe gesagt Unzufriedenheit ohne Urteilen. Dieses Urteilen ist die größte Seuche der Menschheitsgeschichte. Jeder urteilt die ganze Zeit, jeder postet gescheit irgendwo auf Social Media, irgendwo was drunter in den Medien wird sowieso den ganzen Tag auf und ab geurteilt, unlängst gelesen, ich bin begeisterter Mission Impossible Seher, oute mich hiermit, hab den letzten Teil gesehen und ich mein Tom Cruise mit seiner gesunden sechzig, dass der sich über Flugzeuge da noch drüber haut und dieses Tanz macht, ist für mich absurd. Und dann gibt es so super gescheite, die schreiben Filmkritiken und schreiben Grossgoscher, daher irgendwas in die Jahre gekommen und bla bla bla Und ich denke mal selber noch nie den Hintern aus dem Schreibtisch rauskriegt, geschweige denn, ich weiß nicht, auf dem Dachel von einem Flugzeug ein stuntvoll übt und dann gescheit schreiben. Urteilen ist eine Seuche der Menschheit.
Und das eine ist, dass wir es bei uns aber ziehen Und das andere ist aber auch, dass wir uns diesem Urteil jetzt einmal ein bisschen entziehen.
Was heißt das? Social Media Konsum massiv einschränken. Massiv einschränken auf Quellen, wo du sagst, die geben dir Kraft, die fordern dich. Das heißt nicht, dass den ganzen Tag nur wer erzählt, wie super du bist. Alle Leute, die meinen Podcast hören, waren Masochisten, weil ich druck die ganze Zeit vor ihr an und sonst würde ich nur jetzt zehn Minuten. Ihr seid alle so super und so toll. Nein, wir reden darüber. Was machen wir? Aber schneid die Quatschköpfe aus deinem Leben. Den ganzen Tag nur gescheit reden und selber noch nichts zusammengebracht haben. Die wirklich erfolgreichen Menschen, die tun nicht urteilen, die teilen Erfahrungen und sagen dann dazu und dann wisst ihr, was du machst, ist deine Geschichte. Also schneid einmal die ganzen Quatschköpfe aus deinem Leben. Beginn bei Social Media und geh dann gerne ins persönliche Umfeld. Also die, wo du das Gefühl hast, die zahlen dich nur runter, die machen da nur unkonstruktiven Druck. Und auf Social Media gibt es genug davon. Das sind die ganzen Typen, die dir den ganzen Tag erzählen, dass alles easy und alles schnell geht. Nur du bist der einzige Depp, der nichts zusammenkriegt. Schneid sie weg und nimm Leute, die dir vernünftige Modelle geben. Nimm Leute, die dich accountable halten und ich ergänze das und Isabella, du machst es.
Ja, und da gratuliere ich dir. Begib dich gerade, wenn du EPU bist, aber ehrlich gesagt zu uns auch, weil hier kommt die spannende Wahrheit. Beim EPU ist es offensichtlich. Aber mir eines Du kannst ein tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben und sehr alleine sein. Sehr. Also es ist gar kein EPU Phänomen.
Ist die Wahrheit. Die meisten Unternehmerinnen und Unternehmer haben niemanden. Ist die Wahrheit. Ist die Wahrheit.
Und deswegen ist Teil des dritten Punkts, wo ich sage cut the noise, nämlich die Quatschköpfe rausschneiden. Und begib dich in eine konstruktiv wertschätzend fordernde Gruppe. Schau, dass du eine gute Peergroup hast, die dich fordert, aber die keine Quatschköpfe sind und keine ungusteln.
Und schau, dass du so ein Umfeld hast. Und das kann vieles sein. Das kann sein, du nimmst einen Coach. Das kann sein, du hast eh befreundete Unternehmerinnen und Unternehmer, mit denen du dich vernetzt. Es kann sein, du fährst zu einer Veranstaltung, das kann sein, du nimmst an einem Mastermind teil, whatever.
Schau, dass du in einer guten Peergroup bist, die ein gutes Korrektiv ist, wo jetzt nicht jemand einfach nur blind sagt, pushen, pushen, pushen, sondern wo die Leute sagen, ja okay, so und so gehört es gemacht, aber also wo jemand ein bisschen einen vernünftigen Blick auf die Dinge hat. Und das würde ich sagen, sind meine drei Punkte. Isabella, wenn du mich fragst, wie kann ich diese Balance finden zwischen Ehrgeiz und Selbstaufgabe, zwischen diesem inneren Druck immer zu pushen und gleichzeitig aber auch es für mich korrekt halten. Das erste ist, ich würde die Ambition selbst nicht zur Disposition stellen. Wir sind dir und allen, die da zuhören, dankbar für ihre Ambition. Das sagt euch vielleicht normalerweise niemand, weil alles für selbstverständlich erachten, dass ihr Unternehmen erschaffen habt, dass ihr was erfunden habt, dass ihr am Markt was beitragt. Es sagt euch keiner. Ich sag's euch, danke für deine Ambition und dass du was beitragst.
Der zweite Punkt ist, Wachstum entsteht dadurch, dass du deine Grenzen immer, wie dich den Grenzen immer wieder annäherst und sie leicht überschreitest. Aber wenn du erkennst, sie zu viel überschreitest, es dann natürlich korrigierst. Aber wenn du dich nicht annäherst, wirst du nicht über dich hinauswachsen und da wird es auch nie leichter werden. Und das dritte ist, cut the noise, also schneid die Quatschköpfe raus, vor allem kürz Social Media massiv, generell die Zeit auf Social Media massiv runterkürzen, massiv kontrolliert und kontrolliert, zeitlich kontrolliert in dem, was du konsumierst. Meine Empfehlung ist mittlerweile, und das rate ich euch, also falls ihr mir auf Social Media folgt und das weiterhin tun wollt nach diesem Podcast, fügt die Leute, die ihr wollt, zu euren Favoriten hinzu mit einem Stern, weil dann sechzig und wenn das vorbei ist, hört auf zum Scrollen, dann kommen die ganz oben. Also kuratiert wirklich euren Intake und begebt euch in ein Umfeld von Leuten, das euren Erfolg will und nicht nur gescheit reden und Recht haben, sind die Quatschköpfe. Das wären so meine drei Inputs für eine gute Balance. Aus andrucken, aber sich nicht wahnsinnig machen.
Isabella, was sagst du? Ich finde es ganz spannend, wie du an das Thema oder an die Problemstellung herangehst, nämlich weg von was können wir alles in Richtung Resilienz vielleicht machen. Hinzu mir hat das gefallen, durch die Brille der Ambition schauen und das taugt mir natürlich als jemand, der etwas verändern will und etwas anschieben möchte. Dieses unser größtes Geschenk und gleichzeitig dieses Grenzen annähern, ein bisschen überschreiten und so ins Training gehen quasi ins Training gehen.
Exaktly. Und ich möchte es deswegen durch die Brille der Ambition sehen, weil die einfache Antwort ist ja immer du weniger. Wie glücklich wird das einen ambitionierten Menschen machen? Unglücklich.
Du bist ja da, um was beizutragen, um was zu erschaffen. Und nochmal, Gott sei Dank gibt es diese Menschen. Gott sei Dank. Und deswegen betrachte ich es durch diese Brille, weil ich habe andere Folge auch, die wir haben rund um das Thema Gesundheit und wie organisieren wir das?
Natürlich gibt es was zu tun, aber ich möchte einfach nicht den ersten Fehler machen, wenn man einfach sagt ein bisschen. Aber nimm dir nicht so viel vor und nicht falsch verstehen. Ich habe das schon zu Leuten gesagt, dass ich gesagt hab, nimm dir in der Etappe weniger vor, aber nicht sie von ihren großen Zielen wegzubringen. Vielleicht musst du die Etappen eben im Stichwort Grenzen ausloten, Nicht die Etappe auf ein hundert achtzig Prozent anlegen, ist keine gute Idee, aber die Ambition ist nicht verhandelbar.
Und das, wenn das der Punkt ist, dann bin ich sehr zufrieden. Danke dir sehr. Isabella, danke fürs Dabeisein.