Folge 217 - Mindset_ Bist du bereit, zu scheitern_
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Analogie: Mit Schmerz wächst der Muskel
Die Analogie zum Muskeltraining besagt, dass der Muskel mit Schmerz wächst. Ähnlich verhält es sich mit dem Scheitern im Business: Jeder Rückschlag, so schmerzhaft er auch sein mag, trägt zum Wachstum des unternehmerischen Muskels bei. Diese Metapher verdeutlicht, dass Herausforderungen und Misserfolge notwendige Bestandteile des Entwicklungsprozesses sind.
“Und so ist es halt einmal beim Training mit dem Schmerz wächst der Muskel. Und so ist es auch beim Scheitern.”
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Bist du bereit zu scheitern? Die Maria aus meiner Podcast Community stellt wirklich eine grandiose Frage. Sie Ich befürchte, ich bin nicht bereit zu scheitern? Wie kann ich das ändern? Und ich liebe es, Maria, dass du den zweiten Teil der Frage dazu hängst, nämlich Was kann ich tun? Was kann ich ändern?
Darum geht es. Und deswegen hier in dieser Woche bei Business Gladiators unplugged geht es ums Scheitern. Und mir ist eine Sache extrem wichtig.
Wir denken bei Scheitern immer sofort an die großen Bauchflecke. Du setzt ein Business in den Sand, Du scheiterst komplett. Du gehst vielleicht sogar in Privatkonkurs, also haust irgendwie voll daneben.
Und natürlich, keine Frage, das große Scheitern kriegt viel Aufmerksamkeit und hat natürlich auch große Bedeutung. Aber ich glaube wirklich, was wir in unser Augenmerk bringen sollten, ist das kleine Scheitern, die Bereitschaft im Kleinen zu scheitern. Wann hast du das letzte Mal was ausprobiert, wo du dir nicht sicher warst, ob du es wirklich gut machen wirst? Wann hast du das letzte Mal rausgewagt und was Neues gemacht? Keine Ahnung, ein Video auf Social Media gepostet, obwohl du noch nie auf Social Media ein Video gepostet hast, eine Podcast Folge aufgenommen? Wo hast du das letzte Mal bist du aufgestanden und hast eine Frage gestellt oder Rede gehalten oder Ähnliches?
Also wo bist du das letzte Mal aus deiner Komfortzone rausgegangen und warst bereit zu scheitern, weil du gewusst Ich bin eigentlich vielleicht noch nicht bereit? Ich selber komme gerade. Ich hab vor zwei Wochen, ich muss wirklich sagen, eines meiner großen Highlights der letzten wahrscheinlich zwölf Monate absolviert, die Premiere von Mindset Mastery hoch hinaus. Mindset Mastery mein vier Tages Deep Dive mit Unternehmerinnen, Unternehmern, Selbstständigen, Führungskräften, Menschen, die Großes bewegen wollen.
Wir sind vier Tage hardcore eingestiegen in die Großen Wie begeistere ich? Wie schaffe ich Anziehungskraft? Wie gehe ich in Führung? Wie bringe ich Menschen voran? Wie push ich den Ball ins Ziel?
Und wie baue ich am Ende damit was Großes auf? Und ich muss da ganz ehrlich sagen, diese Veranstaltung war so lange in meinem Kopf in the making. So lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, so etwas zu tun. Aber ich war einfach nicht bereit. Ich war nicht bereit, das zu tun aus zweierlei Gründen. Das eine ist, ich habe wirklich Angst gehabt, so ein Event ausschreibe, dass niemand kommt. Und das ist ja eine Angst, die viele von uns haben. Du launchst ein eigenes Produkt und davor machst du dir wirklich in die Hosen, ob es überhaupt irgendjemand kauft. So auch meine Angst.
Ich hab mir Boah, das kann ich nicht machen. Warum sollte jemand vier Tage lang zu mir kommen, dafür ein Heidengeld zahlen, um sich vier Tage lang mich anzuhören. Also das war echt eine große Blockade in mir. Und die zweite Blockade war faszinierenderweise, schaffe ich es überhaupt?
Habe ich überhaupt genug zu erzählen für vier Tage? Also geht mir irgendwann am Weg die Luft aus. Ich bin seit mehr als zehn Jahren Keynote Speaker und stehe auf Bühnen und red dort eine halbe Stunde, Dreiviertelstunde, eine Stunde, anderthalb Stunde.
Ich habe jetzt die Grenze gepusht letztes Jahr und habe zum ersten Mal meine Abendshow gemacht mit zwei Stunden und habe mir da schon um Gottes willen, um Gottes willen. Aber vier Tage habe ich wirklich genug zu erzählen für vier Tage. Das war meine zweite Angst, wo ich mir gedacht habe, ich scheitere. Was passiert wirklich, wenn man einfach am Tag zwei geht mir der Inhalt aus? Und meine dritte Angst vorm Scheitern war, dass die Leute einfach sagen, Philipp, im Podcast für zehn Minuten war es ja ganz lässig, aber ehrlich gesagt für vier Tage der Nutzen ist nicht ausreichend. Also ich habe wirklich Angst gehabt, dass die Leute nicht ausreichend Nutzen empfinden. Lange, lange Zeit. Und irgendwann habe ich aber die Entscheidung getroffen und aus jetzt bin ich soweit und wenn ich es nicht durchziehe, werde ich es nie rausfinden und war bereit zu scheitern. Deswegen erzähle ich dir die Geschichte fast forward. Das war ein herausragender Erfolg, was mich natürlich sehr freut.
Aber was ich mit dir jetzt teilen möchte, ist die drei Gründe, warum es wirklich lohnt, dich rauszuwagen in die Bereitschaft zu scheitern. Vor allem, und das möchte ich betonen, vor allem im Kleinen. Es ist gar nicht so die Folge der Appail, wo ich Wahnsinn, riskier dein ganzes Vermögen, dein alles, Setz alles auf eine Karte und schau, was passiert. Das ist gar nicht die Sache. Sondern was ich von dir möchte, ist, dass du im Kleinen bereit bist zu scheitern. Dass du Dinge machst, wo du sagst, da kann ich auf die Schnauze fallen.
Und ich drei gute Gründe für dich, warum du das tun solltest. Maria und alle, die es betrifft. Der erste Grund ist und der ist spielentscheidend.
Business ist kein intellektuelles Game. Also Business wird nicht im Kopf entschieden. Gerade für Visionärinnen und Visionäre mag das verstörend klingen, weil die bauen natürlich ihre Imperien immer im Kopf auf. Aber Business wird nicht im Kopf gewonnen.
Wenn du es nicht in die Realität bringst, wirst du nie rausfinden, ob du wirklich valide und substanziell was geschaffen hast. Du kannst mal Ping Pong spielen in deinem Kopf, aber ob es wirklich was wert ist, die Idee, auch wenn du noch so begeistert bist, ob es wirklich Leid weiterbringt, ob es wirklich Nutzen stiftet, ob es wirklich Potenzial hat, das findest du erst raus, wenn du es aus dem Kopf rauslässt in die Realität. Das findest du erst raus, wenn du ins Tun gehst. Erst dann kriegst du die Validierung oder eben auch nicht für das, was im Kopf da abgeht.
Das heißt, der substanzielle Wert von Business entsteht im Ausprobieren, entsteht im Experiment. Das ist wie Wissenschaft. Du kannst als Wissenschaftlerin, als Wissenschaftler Hypothesen aufstellen. Hypothesen. Es interessiert keinen Menschen. Es fängt ab dem Zeitpunkt Menschen an zu interessieren, wo du ins Experiment gehst, wo du sagst, okay, wir haben jetzt ein Experiment gemacht mit Menschen, Menschen, einer Million Menschen und folgendes haben wir ausprobiert und das ist das Ergebnis. Auf einmal werden Studien geschrieben, auf einmal ändern sich ganze Denkrichtungen auf der Welt, auf einmal bewegt sich was.
Aber eine bloße Hypothese hat überhaupt noch nie irgendjemand vor dem Ofenführer geholt. Und das Gleiche gilt bei dir im Business. Du kannst im Kopf alles Mögliche ausmalen, wie toll die Geschichte ist, wie sehr die Kunden das taugen würde. Hätte varie Detti. Business wird am Spielfeld gewonnen, am Spielfeld gewonnen.
Und das heißt, du musst raus ins Experiment. Du musst raus in Versuch und Irrtum. Das ist die einzig wahre Währung im Business. Und deswegen empfehle ich dir wirklich, fang an dich darüber zu definieren, über wirkliche Erkenntnis, über echte Wahrheit. Und Wahrheit entsteht durch Versuch und Irrtum.
Und die Wahrheit, die du dadurch generierst, bildet am Ende den Wert deines Business. Deswegen sind so viele Startups, die am Anfang so viele Hakenschläge machen, Pivot nennt man es dann so nett, die so viele Hakenschläge machen, dann am Ende oft so unendlich erfolgreich, weil sie einfach Wir müssen es ausprobieren. Die erfolgreichen Startups sind nicht die, die jahrelang Millionen in eine App investieren, im sogenannten Stealth Mode, also unterm Radar und dann am Markt gehen. Die erfolgreichen Startups sind diejenigen, die schnell am Markt sind, ausprobieren, mit echten Kundinnen und Kunden arbeiten, ins Tun kommen.
Das sind die richtig, richtig Starken. Die sagen gepfeift drauf, ob die App jetzt schön ist oder nicht schön ist, aussehen damit. Oder tun wir dabei einfach improvisieren? Eine der erfolgreichsten Plattformen oder Tech Plattformen, die es gerade gibt, die haben gestartet ihr Angebot eigentlich einfach als SMS Service und haben so getan, als wäre dahinter ein System. Dabei sind dahinter einfach die Gründer gesessen am Anfang und haben das simuliert, als wäre das alles nur ein System, einfach damit sie ins Game kommen und Sachen ausprobieren. Also Business ist kein intellektuelles Game.
Business ist ein Game von Versuch und Irrtum ist der erste Punkt, warum du dich wirklich in dieses Mikro Scheitern hineinwagen solltest. Das zweite ist einer der Gründe, warum Leute nichts ausprobieren, ist ja, weil sie natürlich Angst haben vor dem Scheitern, aber in Wahrheit Angst haben davor, was die anderen sagen. Was wird mein Gott, Hans Huber und Maria Mustermann, Maria jetzt zufällig gewählt für dich?
Maria, Was werden die sagen, wenn ich auf die Schnauzen falle? Und dann werden die sagen, das ist eh klar, das hat ja nie was werden können. Das war von Anfang an eine blöde Idee.
Und hier ist einfach die große Entscheidung, die du treffen darfst. Und jetzt kommt eine mächtige Bereite dich vor. Nach wessen Standards willst du dein Leben leben? Nach den Standards, die dir andere Menschen auferlegen, das Leben, das andere für dich vorsehen, wo du im besten Fall natürlich schön klein bleibst, damit du sie ja nicht überragst oder überstrahlst, ja, keinen Schotten wirfst, schön klein bleiben, nur keinen Schatten werfen. Oder willst du noch deine eigenen Standards leben, strahlen, auch andere überstrahlen? Das kommt vor wie die Sonne.
Dass das manche blendet, ist nicht überraschend, aber es gehört dazu. Was kümmert die Sonne, dass sie jeden Tag Menschen blendet, Sie streut und macht ihr Ding. Und das wünsche ich mir eigentlich für dich. Wahnsinn. Das war jetzt echt eine feine Metapher. Sind wir ehrlich, oder Sie sind nicht alle schlecht, Gott sei Dank. Also die große Entscheidung nach Welchen Standards willst du leben? Deinen eigenen, das was du für dich als Ambition ergreifst oder nach den anderen. Und deswegen schieb die Grenze nach deinen Standards, nicht die Grenze, die dir wie andere auferlegt, die immer kleiner sein wird als dein Potenzial. Das ist der zweite Punkt. Und der dritte Punkt ist, und der ist on the long run sehr, sehr wirkungsvoll.
Du trainierst wahrscheinlich mit nichts mehr deinen unternehmerischen Muskel als mit Scheitern. Ich muss es ehrlich sagen und ich hasse es zu sagen, muss ich ganz ehrlich sagen, weil natürlich jedes Mal auf die Schnauzen fallen. Ich habe es gehasst. Ich gehör nicht zu denen, die ah, Scheitern ist so super, ich liebe Scheitern. Nein, wirklich nicht. Ich hasse es.
Ich reg mich dann unendlich auf, Aber immer schneller komme ich dann in die Haltung, dass ich mir die Frage stelle, okay, was ziehe ich jetzt raus? Was ziehe ich jetzt raus? Was packe ich jetzt auf meinen unternehmerischen Muskel drauf?
Und so ist es halt einmal beim Training mit dem Schmerz wächst der Muskel. Und so ist es auch beim Scheitern. Mit jedem Mal auf die Schnauze fallen und jedem Mal wieder aufstehen trainierst du deine Muskel.
Und das hat einen Grund, dass in den USA du wahrscheinlich sehr, sehr schnell eine Finanzierung für dein Unternehmen kriegst. Wenn du sagst, du hast schon zehn Unternehmen in den Sand gesetzt, das ist dort echter Track Record. Echter Track Record. Bei uns würde man sagen, na bitte, was bist denn du für voll Loser? Das ist halt unser Kulturkreis.
In den USA kriegst du eine riesen Start up Finanzierung, weil die Leute Wahnsinn, muss der für einen unternehmerischen Muskel haben? Der muss schon so viel wissen von dem, was nicht geht und wie es nicht funktioniert. Das ist ein unternehmerischer Muskel, der ist unbezahlbar.
So schauen die dort drauf. Wir leben da in unserem pseudoperfektionistischen Mindset, als gäbe es Leute könnten in die Zukunft schauen und immer alles richtig machen. Und dann investieren wir in den Mythos Perfektion.
Jemand, der uns vorheuchelt, der hat die perfekte Idee. Gebitte, als würde es irgendeine perfekte Idee geben. Es gibt keine perfekte Idee. Es gibt nur Bereitschaft zu scheitern in der Umsetzung, Beharrlichkeit in der Umsetzung, Disziplin, Leidensfähigkeit in der Umsetzung, trauen bleiben. Great. Das gibt es. Anpassungsfähigkeit. Es gibt keine perfekte Idee.
Es gibt nur Leute mit starkem unternehmerischen Muskel. Und so jemand willst du werden. Du willst deinen unternehmerischen Muskel richtig trainieren.
Und nochmal, da geht es nicht darum, dass du jetzt ein Unternehmen nach dem anderen in den Sand setzt. Das muss nicht sein. Aber micro losses, so micro failures, immer im Kleinen ein bisschen die Bereitschaft auf die Schnauze fallen. Ich hab vorhin gesagt, mach einmal ein Video, dann werden da gleich mal die ganzen Social Media Trolle unter dein Posting drunter kotzen. Dann kannst du mal schauen, wie es dir geht damit. Also diese Bereitschaft auf die Schnauze zu fallen, kann man trainieren.
Im Kleinen, natürlich auch im Großen, aber ich glaube wirklich daran, vor allem im Kleinen. Und da möchte ich dich sehr ermutigen, Maria und alle heute, die hier zuhören, trainieren wir das, weil Business ist kein intellektuelles Game. Wir gewinnen es in Versuch und Irrtum. Das ist das Erste. Das Zweite ist, wir wollen nicht nach den Standards der anderen leben. Wir wollen unsere eigenen Grenzen definieren und verschieben. Und das Dritte ist, wir trainieren damit unseren unternehmerischen Muskel.
Es ist tatsächlich so. Ich würde sagen, nahezu alle großen Dinge in meinem Leben sind aus der Erkenntnis aus Fehlern entstanden, die teilweise wirklich extrem schmerzhaft waren. Ich hätte die Agentur nicht in der Form gegründet und ich glaube nicht so gut gemacht. Wäre ich nicht einmal mit einer Kampagne extrem auf die Schnauze gefallen und hätte gelernt, was es wirklich braucht, dann würde es das alles nicht geben. Und es war eine meiner schmerzhaftesten Niederlagen. Ich hab über Führung so viel gelernt, indem ich Dinge falsch gemacht hab.
Trau dir ein Gespräch zu führen, vor dem du dich fürchtest. Vielleicht machst du das richtig, vielleicht machst du das falsch, aber wenn du was falsch machst, hast du was gelernt. Sometimes you win, sometimes you learn.
Ich bin nicht so der Freund von Kalendersprüche, aber das ist ein guter Nehmen uns zu Herzen und sind wir bereit, im Mikro zu scheitern. Es wird uns weit führen. Dazu möchte ich ermutigen und ich möchte auch ermutigen zu einer Frage für nächste Woche hier bei Business Gladiators unplugged.
Schick sie mir gerne unter meiner WhatsApp Line unter, dann hören wir uns nächste Woche wieder hier bei Business Gladiators Unplugged. Mein Name ist Philipp Maderthaner und ich freue mich auf dich. Alles Liebe und bye bye.