Folge 165 - Marketing_ Wie baue ich eine Community_
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Aktive Community ist Sehnsucht für Social Media Präsenzen
Operators of social media presences often harbor a deep desire for an active and engaged community, rather than just accumulating followers. This longing reflects a shift towards meaningful interaction and genuine connection with their audience.
“Das gilt auch für diejenigen, die Social Media Präsenzen betreiben und dort eigentlich die Sehnsucht haben nach aktiver Community.”
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Wie baue ich eine Community auf? So viele Unternehmen haben die Bestrebung, rund um ihr Business eine Community aufzubauen. Wir erleben das gerade in der Start up Szene immer öfter. Unternehmen, die einen Impact haben wollen, Unternehmen, die was Größeres bewegen wollen, Unternehmen, die sie an Purpose gegeben haben, streben nicht nur danach, Business zu machen, sondern sie wollen auch eine lebendige, vitale Community aufbauen rund um ihr Thema, ihr Anliegen, ihre Mission. Und deswegen kriege ich natürlich vor allem im Startup Kontext, aber oft auch darüber hinaus oft die Wie baue ich eigentlich eine Community auf? Das gilt auch für diejenigen, die Social Media Präsenzen betreiben und dort eigentlich die Sehnsucht haben nach aktiver Community.
Wie baue ich sowas auf? Und nachdem ich mich damit wirklich, glaube ich, schon seit zwanzig Jahren in unterschiedlichsten Formen beschäftige, in meinem Ursprung muss ich sagen, die erste Community, der ich mich gewidmet habe, war damals in der Schülervertretung. Also das ist dann tatsächlich schon, glaube ich, drei und oder vier und zwanzig Jahre her, wo ich das erste Mal in einer Rolle war, als Chef eines Schülerinnen und Schülerverbands, einer Schülerorganisation, wo ich das erste Mal in der Rolle war, Community zu entwickeln, Community zu führen rund um ein gemeinsames Anliegen Menschen zu organisieren. Danach im politischen Feld, danach für Brands und ähnliche und mittlerweile auch für mich selbst ist es ein Thema, das ich wirklich, wirklich entscheidend finde, auch für den Business Erfolg. Das ist nichts geht es nicht um Weltrettung, sondern da geht es auch um knallhartes Business. Ich bin davon überzeugt, dass Community Driven Business, also die Fähigkeit, aus einer Community auch Business heraus zu generieren, dass das eines der Schlüsselmodelle für die Zukunft sein wird. Und deswegen heute der Schwerpunkt hier bei Business Gladiators unplugged die Wie baue ich Community auf? Bevor wir in die drei Schritte reingehen, die es aus meiner Sicht braucht, vielleicht vorneweg noch ein ganz wichtiger Blick auf die Dinge.
Wenn wir paar Jahre, zehn Jahre, zwanzig Jahre zurückspulen, haben wir sehr klare Abfolge gehabt, wie Business funktioniert. Business hat Du kaufst ein Produkt, ein Angebot, eine Dienstleistung und danach passiert das, was wir landläufig als CRM bezeichnen, nämlich Customer Relationship Management. Also ich kaufe ein Produkt, danach lande ich im CRM und werde weiter in der Kundinnen und Kundenbeziehung betreut. Ich bin davon überzeugt, das hat sich fundamental geändert. Ich bin davon überzeugt, dass es heute umgekehrt funktioniert nämlich dass das passiert, was wir CRM nennen.
Ich möchte es umbenennen in Community Relationship Mastery, also das Meistern der Beziehungen zur eigenen Community. Und danach folgt die Transaktion, der Kauf eines Produktes. Das heißt, es hat sich genau umgekehrt im Vergleich zu früher.
Früher hast du die Beziehung im Nachgang gepflegt, heute ist Beziehung Voraussetzung, um überhaupt was zu verkaufen. Und deswegen so wichtig die Wie baue ich Community auf? Das Erste, und das ist die wichtigste Grundlage zum Aufbau einer Community ist Communities sind dazu da, um ihren Mitgliedern Nutzen zu stiften. Ansonsten hat eine Community keine Existenzberechtigung. Das heißt, du als der oder diejenige, die darüber nachdenkt, eine Community aus der Taufe zu heben oder Community in die Wirkung zu bringen, sollte sich zunächst einmal mit einer einzigen Frage beschäftigen, nämlich was ist der Nutzen, den wir stiften?
Und zwar ja ohne Bedingung ein bedingungsloser Nutzen, Weil wer Nutzen nur stiftet, um im nächsten Schritt gleich nach einem Verkauf zu fragen, der baut keine Community auf, sondern der betreibt dann Sales Funnel. Worum es uns geht, ist zunächst einmal anständige Beziehungen aufzubauen. Und da geht es um bedingungsloses Nutzenstiften.
Was kannst du beitragen zu dem Thema, in dem du vielleicht aktiv bist, wo es nicht um dein Produkt geht? Und das ist für die meisten der schwierigste Punkt, schon mal sich darüber hinweg zu erheben, nämlich nicht in erster Instanz an den Verkauf des eigenen Produkts zu denken, sondern in erster Linie darüber nachzudenken, wie stifte ich Nutzen. Und ich möchte ein Beispiel bringen aus meiner eigenen Welt.
Ich habe zum Beispiel, als ich meine erste Firma gegründet habe, das Campaigning Büro beschlossen. Ich möchte zusätzlich auch eine Community aufbauen, die sich damit beschäftigt, wie wir Marketing und Kampagne anders denken können und habe dazu den Campaigning Summit ins Leben gerufen, auch Content produziert, Vorträge gehalten, um wirklich einen Nutzen zu stiften und diese Transformation maximal zu unterstützen. Oder auch jetzt natürlich mit meiner Firma Business Gladiators Consulting den Wunsch, Unternehmen in ihrer Transformation zu unterstützen. Aber ich betreibe auch den Podcast, um wirklich Unternehmerinnen und Unternehmern in unterschiedlichsten Situationen zu helfen und Nutzen zu stiften.
Wie ihr gemerkt habt, ich mache in diesem Podcast hier keine Sales Offerings. Ihr seid nicht Teil eines Sales Funnels hier, sondern ich bin dazu da, um Nutzen zu stiften. Um Community aufzubauen, lässt sich verhindern, dass der eine oder die andere auch mit einem meiner Unternehmen Business machen will.
Nein, natürlich nicht. Also es gibt diesen Spillover Effekt, aber er ist in allererster Instanz nicht beabsichtigt. Das heißt, Schritt eins ist, du überlegst dir einen bedingungslosen Nutzen, den du stiften willst.
Und Nutzen ist im Regelfall eine gute Idee, wenn du dir was überlegst, was Menschen voranbringt, was Menschen dabei hilft, ein Problem zu lösen, einen Schmerz zu lindern, eine Hoffnung zu erfüllen, an ihren eigenen Projekten zu arbeiten. Das heißt, es geht bei nichts von diesem Nutzen um dich oder deine Ziele, sondern ausschließlich um die Menschen, denen du dienen willst. Der zweite Schritt Du schaffst für diesen Nutzen ein Lagerfeuer. Warum ein Lagerfeuer? Menschen sind seit Jahrmillionen darauf programmiert, sich ums Lagerfeuer zu sammeln. Wir sind am Ende Rudeltiere, wir sammeln uns gerne, wir sammeln uns gerne in Grüppchen, wir gruppieren uns gerne, wir rotten uns gerne zusammen mit anderen gleichgesinnten Menschen, die ans Gleiche glauben, wie wir, vom Gleichen überzeugen, die gleichen Wünsche, Hoffnungen, Träume, Sehnsüchte haben, die gleichen Werte teilen. Das ist unser natürliches Bedürfnis als Menschen. Es ist Teil unserer menschlichen Grundbedürfnisse. Ein Gefühl der Zugehörigkeit zu schaffen zu Gleichgesinnten, um das zu schaffen, braucht es ein Lagerfeuer.
Ein Lagerfeuer, um das sich Menschen sammeln können. Und so Lagerfeuer kann vieles sein. Die zwei aus meiner Sicht tragfähigsten Optionen für ein Lagerfeuer, sondern entweder ein Eventformat oder ein Medium.
Und ich hab dir die zwei Beispiele vorhin aus meiner eigenen Vergangenheit schon gebracht. Ich hab zum Beispiel rund um das Thema Campaigning eine Konferenz geschaffen, die habe ich einmal im Jahr gemacht und über diese Konferenz habe ich die Community organisiert. Unterschiedlichste Unternehmen betreiben Netzwerkformate, wo sie regelmäßig spannende Gäste, interessierten Menschen aufservieren. Also ein Eventformat ist eine Möglichkeit, ein Lagerfeuer zu zünden, um das sie Menschen sammeln.
Auch ein Medium wie dieser Podcast hier ist ein Lagerfeuer, um das die Menschen sammeln. Meine Community Business Gladiators sammelt sich um dieses Lagerfeuer des Podcast hier. Jede Woche weiß man, wo man mich findet, neue Impulse, neuen Nutzen kriegt.
Darüber ist es mir in der Lage, meine Community zu organisieren. Und da wieder dieses Lagefeuer stiftet nur dann Wärme, wenn es Nutzen stiftet. Das heißt, der Nutzen ist diese wohlige Wärme die Menschen dazu verleitet, sie dazu zu setzen und sitzen zu bleiben und jede Woche, vielleicht wieder jeden Monat oder jedes Quartal an dieses Lagerfeuer zurückzukehren.
Und das bringt mich zum dritten und letzten Punkt, was Community Aufbau betrifft und das ist Konsistenz. Communities entstehen nicht über Nacht. Communities sind am Anfang extrem hart anzuschieben.
Es ist wie so oft das berühmte Schwungrad, das am Anfang ein unendlicher Kraftakt ist und die werde nicht müde es zu betonen. Diesen Podcast hier, den mittlerweile ich glaube, oder Menschen im Monat hören, unglaublich. Dieser Podcast hier hat begonnen mit zwei und zwanzig Hörerinnen und Hörern im ersten Monat. Da war einer, ich selber, zehn wahrscheinlich meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zehn verlorene Seelen haben sie gefunden, um sich hier angeschlossen, vielleicht um mir eine Freude zu machen, Ich weiß es nicht.
Also das startet extrem klein. Mittlerweile ist es eine riesengroße Community vor zehntausenden Menschen, aber Communities starten klein und sie wachsen nicht über Nacht. Am Anfang ist es ein Kraftakt und es entsteht der Erfolg einer Community über Konsistenz.
Das heißt, du solltest dir was vornehmen, was du im besten Fall in der Lage bist, ein Leben lang durchzuhalten. Ich würde jedenfalls vorschlagen, was du ein Jahr in der Lage bist durchzuhalten, im besten Fall drei Jahre, fünf Jahre oder zehn Jahre. Dann wirst du die Früchte ernten. Und es ist völlig egal, ob du von einer Social Media Community ausgehst, einer Podcast Community, einer Event Community.
Ich war vor kurzem eingeladen als Gast bei einer Gastro Konferenz von österreichischen Gastronominnen und Gastronomen, die einmal im Jahr in eine europäische Stadt pilgern, um sich dort die Gastroszene anzuschauen. Und diese Konferenz, habe ich mir sagen lassen, hat in ihrer ersten Auflage, ich glaube, gestartet mit zwanzig oder dreiig Leuten. Heute pilgern jedes Jahr fünf hundert Menschen bei der Konferenz mit und machen den Wanderzirkus. Also diese Community wächst auf Jahresbasis und auch das ist ein Schwungrad, das einfach Zeit braucht es anzuschieben. Und ich glaube, die Konferenz gibt es mittlerweile seit zwanzig Jahren.
Das heißt, die drei Aspekte zum Aufbau einer Community sind erstens die Entscheidung für einen ganz klaren Nutzen. Keine Community ohne Nutzen. Du denkst nicht dran, was kriegst du raus, sondern du denkst einmal, was investierst du rein.
Zweiter Punkt ist, du brauchst ein Lagerfeuer. Etwas, worum sich Menschen sammeln. Ein Medium oder ein Event sind aus meiner Sicht die naheliegendsten Formate. Dritter Punkt, es ist Konsistenz, dranbleiben, wie so oft im Leben auch bei der Community. Und wenn du das berücksichtigt, dann wirst du feststellen, dass es dir gelingen wird, was sehr, sehr Schönes zu schaffen, was wahrscheinlich das größte Geschenk produziert überhaupt, nämlich, dass Menschen am Ende dankbar sind, dass du was schaffst, was ihnen was bringt, was sie voranbringt. Die Nachrichten, die ich jede Woche kriege für diesen Podcast, sind wahrscheinlich für mich die deutlich größere Bestätigung als ein Umsatz als je sein könnte. Ich freue mich über jede Nachricht, die ich da kriege, wahrscheinlich dreimal so viel wie über einen Geschäftsabschluss, weil es unbezahlbar ist, wenn dir Menschen Danke, dass es das gibt.
Es bringt mir was, Du hast mich weitergebracht, das inspiriert mich. Es ist besonders. Es ist für mich wirklich die größte Freude. Also wenn du jetzt motiviert bist, dann freue ich mich auf deine Nachricht. Sie bekräftigt mich wirklich dran zu bleiben. Ich freue mich auf deine Nachricht über LinkedIn, TikTok, über Facebook, über Instagram oder gerne liebend gerne auch über meine WhatsApp Line unter drei hundert ein und dreiig tausend fünf hundert fünf und fünfzig Sprachnachricht, Textnachricht, was immer dir beliebt. Gerne auch mit einer Frage oder nur mit Feedback.
Ich freue mich jedenfalls sehr darauf, dass ich dieser Community jede Woche dienen darf. Es ist mir wirklich eine Ehre, dass du dabei bist, dass so viele dabei sind. Ich freue mich jede Woche auch auf die nächste. Bis dorthin, alles Liebe und bye bye.