Folge 232 - Marketing_ Wie und wo erreiche ich eine neue Zielgruppe_
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Algorithmen fokussieren auf Interessen statt Followerzahl
Moderne Algorithmen in sozialen Netzwerken, wie sie von TikTok eingeführt wurden, priorisieren die Interessen der Nutzer bei der Ausspielung von Inhalten. Die Anzahl der Follower spielt eine untergeordnete Rolle, wodurch die Relevanz des Contents für den einzelnen Nutzer maximiert wird. Dieses Prinzip hat die Art und Weise, wie Inhalte verbreitet werden, grundlegend verändert.
“indem sie einen Algorithmus auf den Markt gebracht hat, der ausschließlich auf die Interessen von Menschen fokussiert.”
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Wie und wo erreiche ich eine neue Zielgruppe? Die Woche geht es wieder um eine Marketingfrage, also ganz konkret um die Wie identifiziere ich eine neue Zielgruppe? Oder noch konkreter Wo finde ich denn die für mich identifizierte Zielgruppe?
Die Frage kommt von der Uniqa und die hat noch mal einen speziellen Twist zur Frage hinzugefügt. Die Uniqa hat mich über meine WhatsApp Line unter fünf erreicht und sie fragt mich Wie erreicht sie eine Zielgruppe, die nicht einmal weiß, dass sie ihre Zielgruppe ist? Sie meint damit, dass sie Menschen anspricht, die über eine besondere Qualität verfügen, eine persönliche Qualität verfügen, derer sie sich eigentlich noch nicht bewusst sind. Und jetzt fragt sie die Unika Wie kann ich denn diese Gruppe ansprechen, wenn die nicht einmal wissen, dass sie in meinen Raster hineinfallen? Und mir gefällt die Frage ganz gut, weil sie gibt mir die Möglichkeit, ein paar grundsätzliche Dinge zu Wie nähere ich mich einer neuen Zielgruppe an? Und ganz ehrlich, eine Sache gleich vorweg Unika Ob die Zielgruppe weiß, dass sie jetzt in deinen Topf fällt oder nicht, ist vollkommen egal. Die meisten Menschen wissen nicht, dass sie im Fadenkreuz einer Marke sind. Die meisten Menschen wissen nicht, dass sie genau als Buyer Persona dienen für eine Marke, die sich als Zielgruppe auserkoren hat. Es wird ihnen oft erst in dem Moment bewusst, wenn sie mit einem Angebot konfrontiert sind.
Aber für uns jetzt die Wie nähern wir uns dem an? Wie identifizieren wir neue Zielgruppe? Oder wo finden wir die neue Zielgruppe und wie findet sie uns?
Und ich habe dazu ein paar Punkte für dich und für alle, die es betrifft, die ich euch gerne mitgeben will. Die erste und wichtigste Sache, die ist von so grundsätzlicher Natur, weil sie das Betriebssystem adressiert, wie die Welt heute funktioniert. Wir leben in einer Aufmerksamkeitsökonomie, würde ich sagen.
In einer Aufmerksamkeitsökonomie, die von einer Mechanik geprägt ist, die man die tiktokification des Internet bezeichnen könnte. Was meine ich da? Ich meine damit, dass wir noch vor vielen Jahren die Situation hatten, dass auf Social Media sie alle ihre Sandburgen gebaut haben mit Followern und Freunden früher auf Facebook und ähnliches. Und ja, wer mehr Follower hatte und mehr Freunde hatte, der hat mehr Menschen erreicht. Und TikTok hat diese Party gecrashed vor gar nicht allzu wenigen Jahren, indem sie einen Algorithmus auf den Markt gebracht hat, der ausschließlich auf die Interessen von Menschen fokussiert. Das heißt, der Algorithmus, der, wenn ein Content Stück online geht, einfach schaut, wen interessiert das, in welchem Ausmaß interessiert es die Leute und dementsprechend das an Menschen ausspielt. Und das führt zum interessanten Phänomen, dass jemand, der gerade erst neu ist, sich auf TikTok angemeldet hat und was postet mit seinem Posting, theoretisch zehn Millionen Menschen erreichen kann, während jemand, der zehn Millionen Follower auf TikTok hat, wenn er Posting macht, das niemanden interessiert, vielleicht nur ein hundert sieben und dreiig erreicht. Das heißt, wir leben in einer Aufmerksamkeitsökonomie, die natürlich große Chancen mit sich bringt, vor allem für Menschen, die ihre Zielgruppe identifizieren wollen im Social Web. Und wenn wir von tiktokification sprechen, dann reden wir darüber, dass im Wesentlichen alle zentralen sozialen Netzwerke, ob das Instagram ist oder Facebook oder andere, mittlerweile diesen Algorithmus übernommen haben und nach den gleichen Prinzipien funktionieren.
Warum dieses lange Intro? Dieses lange Intro dient meinem allerersten Punkt, der Egal in welchem Business du bist, wenn du eine neue Zielgruppe identifizieren und ansprechen willst, gibt es einen extrem einfachen, unter Anführungszeichen einfachen Weg, diese Zielgruppe zu adressieren. Du fängst an, über die Themen zu reden, die diese Menschen beschäftigen. Der Algorithmus wird den Rest des Jobs erledigen. Was meine ich damit? Im besten Fall bist du Teil dieser Zielgruppe und hast eine Verbindung mit dieser Zielgruppe. Das heißt, du weißt, was diese Menschen beschäftigt, Du weißt, was sie sich überlegen, du weißt, was ihnen schlaflose Nächte bereitet, Du weißt, was ihre Träume, Wünsche, Hoffnungen, Sehnsüchte sind, Du weißt, worüber sie sich den Kopf zerbrechen, was sie im Alltag beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und du fängst einfach an, auf Social Media darüber zu sprechen. Und der Algorithmus wird dafür sorgen, dass er austestet, wen interessiert es, worüber du da redest und es den entsprechenden Menschen ausspielen. Und jetzt verrate ich dir ein Geheimnis.
Ich mache hier mit meinem Podcast nichts anderes. Meine Zielgruppe sind Menschen, die Großes bewegen wollen. Das hat eine hohe Schnittmenge mit Unternehmerinnen und Unternehmern. Aber nicht nur in meinem Podcast hören Menschen zu, die sind Studentinnen, Studenten, teilweise Schülerinnen, Schüler, sehr wenige zugegeben, aber doch auch Leute, die als EPU selbstständig sind, Leute mit Unternehmen mit tausenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Menschen, die überlegen in die Selbstständigkeit zu gehen, aber noch nicht drinnen sind. Also es ist eine bunte Sammlung von Menschen, die hier drinnen sind.
Und ich sage euch allen, ihr seid hier goldrichtig. Aber warum seid ihr hier? Naja, offensichtlich, weil uns was verbindet, weil ich über Dinge spreche, die uns hier gemeinsam beschäftigen. Und jetzt hat der Podcast nicht den klassischen Algorithmus, aber je nachdem, wie du auf diesen Podcast gekommen bist, vielleicht hast du einen Clip gesehen auf Social Media, vielleicht hast du ihn weiterempfohlen bekommen. Es funktioniert so, dass dich die Dinge, die dich betreffen, erreichen. So ist das Web und in Wahrheit die digitale Infrastruktur heute organisiert. Das heißt, mein erster und wichtigster Tipp an dich, UNIQA und alle, die neue Zielgruppen ansprechen wollen, du musst die Taktung erhöhen, in der du darüber sprichst. Das heißt, du baust dir einfach deine eigene Bühne, egal ob das ein Podcast ist, ob das Content ist, ob das ein Buch ist, ob das Medien sind, whatever. Du beginnst darüber zu sprechen und tust es im besten Fall auf Plattformen, die Nähe haben zu deiner Zielgruppe und schaust, dass du da stetig auch mit dem präsent bist, was diese Zielgruppe beschäftigt.
Dann wirst du feststellen, dass die Menschen, die es betrifft, darauf anspringen und dann vielleicht was hören, dass andere nicht hören, die es nicht betrifft. Und genauso funktioniert das Social Web. Das heißt, die erste und wichtigste Sache ist, du sendest so was wie ein Ping ins Universum und schaust ist da jemand, ist da jemand, der sich für das interessiert, wofür ich mich interessiere.
Ich habe ein ähnliches Thema gehabt mit einer Teilnehmerin aus einem meiner Bootcamps, die ich im letzten Jahr noch veranstaltet habe. Gleich. Die Bootcamps gibt es nicht mehr, ich habe sie aufgehört. Mittlerweile gibt es nur mehr mein Vier Tages Event Mindset Mastery ist die einzige Sache, die ich mittlerweile veranstalte. Aber letztes Jahr hat es noch diese Bootcamps gegeben und eine Teilnehmerin hat sich dort beschäftigt beruflich mit dem neurodivergenten Spektrum.
Das war die Anna Maton, sie ist Chefin von Amazing fünfzehn, heißt die Company und die beschäftigen sich mit der Wie können Menschen, Menschen aus dem neurodiversen Spektrum ihre Talente ausleben und ihre Stärken ausleben? Und ich habe ihr den gleichen Rat gegeben. Ich hab gesagt, du musst einfach auf Social Media anfangen darüber zu sprechen, darüber zu sprechen, einerseits was diese Menschen betrifft, aber andererseits auch darüber zu sprechen, welchen positiven Nutzen Unternehmen daraus ziehen können.
Und dann wirst du die Menschen anziehen, für die das Thema relevant ist. Und darin liegt jetzt schon mein zweiter Punkt drinnen, mein zweiter Rat. Wenn du eine neue Zielgruppe identifizieren willst, du suchst nach Korrelationen.
Was heißt das? Das klingt nur sehr abstrakt. Du stellst dir die die Menschen, die ich adressiere, wo sind die jetzt schon?
Wo sammeln die sich jetzt schon? Und gibt es da irgendwelche Korrelationen? Also zum Beispiel, wenn Menschen im neurodivergenten Spektrum sind, haben sie dann bestimmte Wesenszüge, die bestimmte Interessen hervorrufen oder bestimmtes Verhalten hervorrufen?
Und wo führt sie dieses Verhalten hin? Und damit auch, wo findest du sie? Sind sie Teil bestimmter Gruppen?
Haben sie vielleicht bestimmte Interessen, die sie im Privaten ausleben? Kaufen sie bestimmte Produkte, die andere Leute nicht kaufen? Denk ein bisschen wie Amazon. Wenn du auf Amazon was kaufst, dann siehst du sofort, Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, interessieren sich auch dafür.
Das ist insofern spannend, weil da sind wir jetzt sozusagen im Spiegelbild meines ersten Punkts. Der erste Punkt war, du redest drüber und findest damit mehr Menschen, die sich fürs Gleiche interessieren wie du. Der zweite Punkt hat einen komplementären Ansatz, der Schau die Menschen, die sich für das interessieren oder die in deinen Zielgruppenraster fallen, was tun die sonst noch?
Das heißt, was haben die für komplementäre Interessen? Was machen die sonst in ihrer Freizeit, in ihrem beruflichen? Wo sind sie Teil welcher Gruppen? Communities, Vereine, Verbände, welcher Freizeitaktivitäten?
Welche Brands mögen diese Menschen? Und dann findest du komplementäre Gruppierungen, mit denen du zum Beispiel partnern kannst. Du suchst dir komplementäre Bühnen. Vielleicht gibt es Konferenzen, wo diese Menschen schon zusammenkommen und du kannst auf so einer Konferenz auftreten. Vielleicht gibt es andere Bühnen, die diese Partner bieten. Vielleicht haben diese Partnerinnen und Partner schon Communities aufgebaut, Social Media Gruppen oder ähnliches.
Das heißt, du nimmst dir die komplementären Interessen dieser Menschen und machst sie dir zunutze. Denk dabei immer an den Amazon Algorithmus. Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, haben auch dieses gekauft.
Also zum Beispiel Menschen, die unternehmerisch aktiv sind, interessieren sich meistens oder sehr oft auch für das Thema Selbstoptimierung. Weil sie einfach high performance orientiert sind und Selbstoptimierung gibt es zum Beispiel andere Themengruppen, Das kann nicht sein. Ich weiß nicht, Nahrungsergänzungsmittel oder Biohacking oder ähnliche.
Es habe ich hier eine gewisse Schnittmenge, wo ich sage, dort finde ich auch Menschen, die in meine unternehmerische Zielgruppe fallen. Ja, absolut. Also das heißt, du versuchst sozusagen fast ein Reverse Engineering, also ein Zurückoptimieren oder eine Zurück Herleitung ist kein Wort, eine Rückwärts Herleitung deiner Zielgruppe, indem du dir anschaust, wo sind diese Leute und versuchst dann sozusagen eine Brücke zu bauen zu deinen Themen. Das ist der zweite Punkt. Und der dritte Punkt, und der ist noch mal ganz wichtig, weil ansonsten das ist immer das, wo ich mich sehr gerne reibe an der Werbung, wo ich oft sage, die klassische Werbung, die tut immer nur Sound aufwirbeln, aber nicht eintüten.
Der dritte Punkt ist, du beginnst Nutzen zu stiften als Basis für einen Beziehungsaufbau zu diesen Menschen, damit auch dieser abstrakte Punkt wieder konkret wird. Ich tue das zum Beispiel bei meiner Zielgruppe Menschen, die großes bewegen wollen, einem kostenlosen Webinar am Jahresanfang, das heißt immer Durchbruch heuer zwei tausend vier und zwanzig, nächstes Jahr wird es zwei tausend fünf und zwanzig heißen, ein Jahresanfang Webinar für Menschen mit großen Zielen, wo ich kostenlos eineinhalb Stunden Programm mache für Menschen, die in dem Jahr was weiterbringen wollen. Und da steckt schon extrem viel drinnen. Ich mache das am Jahresanfang, wo das Thema was will ich heuer weiterbringen, das Thema Ziele extrem viel Konjunktur hat. Ich bewerbe das und mache es kostenlos, also damit niederschwellig und ich sammle damit Kontakte zu Menschen, die meine Interessen teilen. Das heißt, ich habe ein nutzenstiftendes Angebot, ein sehr niederschwelliges, in dem Fall sogar kostenloses Angebot, mit dem ich einen ersten Kontaktaufbau zu meiner Zielgruppe ermögliche und damit könnte man sagen, jetzt Leads generiere, aber in meinem Fall vor allem Community Aufbau betreibe, indem ich Nutzen stifte. Das ist mein dritter Punkt, wie du an eine neue Zielgruppe auch herankommst. Du beginnst Nutzen zu stiften und machst ein niederschwelliges Angebot für diese Zielgruppe.
Das kann ein Whitepaper sein, das du zum Download anbietest, das kann ein Webinar sein, das kann ein Community Treffen sein. Es kann ein Summit sein, ein Event sein, irgendetwas, wo sich diese Menschen dann auch wirklich real sammeln können und du zu ihnen einen Kontakt aufbaust. Das heißt, meine drei Punkte, wie du an einer Zielgruppe herankommst, an eine neue, ist erstens, und das ist das Wichtigste, wie kannst du anfangen darüber zu reden?
Und da empfehle ich dir wirklich die Folge, auf die auch die UNIQA referenziert, nämlich die Folge ein hundert acht und fünfzig Wie überwinde ich die Angst, mich zu exponieren? Zum Thema Content gibt es einige Folgen. Hör dir das an, zieh dir das rein, fang an darüber zu reden, damit du diese Menschen anziehst. Nicht alle Plattformen, vielleicht noch ein kleiner Nachsatz hier, haben schon die volle TikTok auf LinkedIn zum Beispiel ist es nur immer extrem wichtig, dass du auch mit anderen vernetzen bist, um deine Reichweite zu erhöhen, wiewohl auch hier der Algorithmus schon sehr stark involviert ist. Also erster Punkt, du fangst an darüber zu reden.
Zweiter Punkt ist, du suchst nach Korrelationen, also noch Komplementärmechanismen wie auf Amazon. Wofür interessieren sich die Menschen, die in deine Zielgruppe fallen noch und damit in welchen Communities sind sie bereits organisiert oder welche Plattformen haben sie bereits, wo du die mit den Plattformen vernetzen kannst, wo du Partnerschaften schließen kannst, wo du vielleicht einmal eine fremde Bühne nutzen kannst, welche Medien konsumieren sie?
Also du denkst komplementär. Der zweite Punkt. Und der dritte und letzte Punkt ist, um eine neue Zielgruppe heranzukommen. Du beginnst Nutzen zu stiften, um einen Kontaktaufbau zu ermöglichen. Und das heißt sehr niederschwellig, sehr konkret Nutzen zu stiften. Das kann ein Webinar sein, das kann ein Event sein, das kann ein Whitepaper sein, es kann vieles sein, um Menschen wirklich in dein Universum zu bringen und sie niederschwellig zu informieren, kostenlos oder extrem kostengünstig. Das kannst du dir aussuchen. Auch das ist sehr praktisch, geeignet dazu, wirklich Kontakt zu neuen Zielgruppen aufzubauen. Ich hoffe sehr, das war Nutzen stiftend für alle, die an einer neuen Zielgruppe arbeiten wollen.
Wenn es Nutzen stiftend war, dann lass es mich wissen. Schreib mir auf Social Media, auf Instagram, auf LinkedIn, auf Facebook, auf allen Plattformen, wie sie alle heißen oder gerne auch unter meine WhatsApp Line. Schick mir auch deine Frage für nächste Woche unter und dann hören wir uns vielleicht nächste Woche schon. Ich freue mich darauf. Mein Name ist Philipp Martaner, alles Liebe und bye bye.