Folge 66 - Was ist eine Wochen-Reflexion?
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Als Führungskraft auf Stimmungsabfall reagieren
Wenn ein nachhaltiger Stimmungsabfall im Unternehmen festgestellt wird, ist es die Aufgabe der Führungskraft, darauf einzugehen und aktiv zu handeln. Dies erfordert Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, unterstützende Maßnahmen zu ergreifen.
“Wenn du nachhaltig einen Stimmungsabfall entdeckst im Unternehmen, dann willst du als Führungskraft, als Gründerin, als Unternehmer darauf eingehen und willst du was tun?”
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Bevor es losgeht mit dieser Folge von Business Gladiators Unplugged hier ein Hinweis in eigener Sache für alle meine Podcast Hörerinnen und Podcast Hörer.
Am achtzehnter erster. Um achtzehn uhr eins veranstalte ich mein erstes Live Webinar in diesem Durchbruch zwei tausend drei und zwanzig alle Infos für dich auf philippmarathaner com Durchbruch zwei tausend drei und zwanzig und jetzt viel Spaß mit dieser Folge. Was ist eine Wochenreflexion?
Willkommen zu dieser neuen Folge von Business Gladiators Unplugged mit einer Frage, die sehr konkret auf das Thema abzielt, wie wir mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dranbleiben können, wie bei uns im Unternehmen oder in meinen Unternehmen auch Teamentwicklung und Wachstumsorientierung gelebt wird und wie das funktioniert. Eines der entscheidendsten Instrumente ist neben den sogenannten One on One, also dem regelmäßigen Einchecken, dem persönlichen Einchecken der Führungskraft, dem Mitarbeiter, der Mitarbeiter, Mitarbeiterin ist die wöchentliche Reflexion. Ja, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in meinem Unternehmen geben jede Woche am Ende der Woche eine kurze Wochenreflexion ab. Diese Wochenreflexion ist Basis für einerseits ein stetiges Monitoring von Herausforderungen, auch der Stimmung und auch der Arbeitsbelastung, aber sie ist vor allem auch Grundlage für die sogenannten One on One Gespräche, wo wirklich dann auch wachstumsorientiert in unterschiedliche Themenfelder eingecheckt wird und wo darauf eingegangen wird. Ich wurde gefragt, wie diese Wochenreflexion bei uns konkret aussieht und möchte mit dir gerne diese Fragen auch heute durchgehen, wie sich diese Wochenreflexion gestaltet, sodass du sie, wenn du das für dich als gut und richtig empfindest, auch bei dir im Unternehmen anwenden kannst. Die Wochenreflexion beginnt mit einer sehr schlichten Frage, nämlich der Wie ging es dir diese Woche in der Arbeit?
Also am Ende des Tages eine Stimmungsabfrage mit einer Skala von eins bis fünf oder eins bis zehn, das kannst du dir aussuchen von wirklich, es war schrecklich bis zu es war herausragend und einfach nur fantastisch. Das ist die Pulsmessung, wenn du so willst, in deinem Unternehmen. Du sollst wirklich, gerade wenn dein Unternehmen auch schon größer ist und gewachsen ist, einen Blick auf den Puls in deinem Unternehmen haben. Du sollst wissen, wie es den Leuten geht und du sollst vor allem auch ein Monitoring System haben und das auch in einer größeren Skalierung auch jede Woche beobachten zu können. Wenn du nachhaltig einen Stimmungsabfall entdeckst im Unternehmen, dann willst du als Führungskraft, als Gründerin, als Unternehmer darauf eingehen und willst du was tun?
Und genau deswegen ist das die erste Frage in unserer Wochenreflexion. Der zweite Teil widmet sich ganz konkret auch den Prioritäten. Die eine Frage ist Was sind deine Prioritäten für die kommende Woche? Das heißt, wir nutzen gezielt auch den Freitag, um auch schon mal in die nächste Woche zu schauen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu zu ermutigen, sich zu überlegen, okay, was ist nächste Woche eigentlich wirklich besonders wichtig? Diese Prioritäten werden dann fortgeschrieben und in der nächsten Woche kommt dann dazu an diesem Wie ging es dir mit den Prioritäten der letzten Woche? Also markiere die Prioritäten, die du wirklich für dich auch letzte Woche erledigen konntest.
Das heißt, es ist ein Kreislauf, wo ich immer wieder in die nächste Woche blicke und gleichzeitig die vorherige Woche evaluiere. Es kommt danach ein gewisser Frageteil, der sich auf eine Reflexion bezieht. Einerseits auf die Arbeitsbelastung, nämlich wie bewältigbar war dein Workload in der vergangenen Woche? Wir haben das bei uns im Unternehmen eingeführt, weil wir doch immer wieder auch Spitzen im Unternehmen haben, die zu einer erhöhten Arbeitsbelastung führen. Und so haben wir eine Skala eingeführt von eins bis zehn, nämlich eins ist de facto nicht mehr schaffbar und zehn ist Es war optimal bewältigbar, die uns auch die Workload über das gesamte Team auch messen lässt.
So sehen wir auch Teams, die noch Potenzial haben auf der einen Seite. Wir sehen aber auch Teams, die wirklich schon an der Überlastungsgrenze schrammen und das wollen wir wirklich sehr, sehr genau beobachten. Dann kommen wir direkt in die Reflexion, die Was hat diese Woche gut funktioniert?
Worauf bist du besonders stolz und welche Erfolge feierst du? Ich glaube, das ist extrem wichtig, auch in einer Wochenreflexion zurückzuschauen und zu sagen Was war richtig gut? Was erfreut mich? Worauf bin ich stolz?
Die positiven Momente der Woche auch entsprechend zu würdigen. Die nächste Frage Was ist deine größte Herausforderung zurzeit und wie kann ich dir helfen? Worüber möchtest du allenfalls im nächsten One on One sprechen?
Diese Frage ist direkt aus der Perspektive der unmittelbaren Führungskraft formuliert, Die Führungskraft wirklich als Coach, als Supporter, als Supporterin fragt, Was fordert dich gerade und wie kann ich helfen? Aus meiner Sicht eine Schlüsselfrage. Wir haben dann eine Frage eingeführt, die Menschen zur Klarheit ermutigen soll. Du erinnerst dich vielleicht an eine der Folgen, wo es um das Thema Integrität ging und auch darum, dass man keinen Rucksack aufbauen soll. Das fördern wir bei uns im Unternehmen gezielt und es anders.
Wir üben das gezielt, weil es nicht unbedingt etwas ist, wie wir sozialisiert sind, dass wir sofort korrigieren und ein Redirect machen, wenn jemand unsere Integrität verletzt. Und deswegen gibt es bei uns in der Wochenreflexion die gibt es etwas, das du mit dir her rumträgst, wo du gerne Klarheit schaffen möchtest. Und wir haben dann, und das ist glaube ich etwas, was die Wochenreflexion sehr spannend macht, Wir haben dann einen Blog, wo immer eine Wochenfrage kommt, die jede Woche anders ist.
Das heißt, wir haben einen Pool geschaffen mit zwei und fünfzig Fragen und diese Fragen wechseln jede Woche. Das sind Fragen wie zum Was kannst du und was können wir besser machen, um das Beste aus dieser Zeit gerade herauszuholen? Also wirklich auch eine Optimierungsfrage. Das können manchmal Fragen sein zu den Werten des Unternehmens, das können Fragen sein zu ganz konkreten Handlungsfeldern, die wir uns als Unternehmen gegeben haben, also eine wechselnde Wochenfrage. Und ganz am Schluss dieser Reflexion gibt es noch die Möglichkeit, auch ein High Five zu verteilen, also wirklich jemanden Praise und Lob auch auszuteilen für diese Woche. Und damit ist die Wochenreflexion auch schon wieder zu Ende. Am Ende sollte diese Reflexion nicht länger als fünf oder zehn Minuten dauern.
Das funktioniert meistens schon sehr routiniert. Es werden da keine Aufsätze geschrieben, sondern Stichworte einfach notiert, um wirklich dranzubleiben. Und es hilft vor allem auch dem Mitarbeiter, der Mitarbeiterin einen Überblick zu bewahren über die Herausforderungen, über die persönliche Weiterentwicklung. Und es ist auch die Grundlage für die One on ones, das was wir als Ersatz für Mitarbeitergespräche, quartalsmäßige Mitarbeitergespräche hier machen, weil wir daran eben nicht so glauben. Und deswegen checken wir einfach alle ein bis zwei Wochen kurz ein jemanden aus unserem Team, um diese Herausforderungen entsprechend zu besprechen. Die Wochenreflexion hat sich wirklich für uns als sehr wirksames Tool herausgestellt, das wir eingeführt haben.
Und es wird extrem offen bei uns beantwortet. Und das nutzen wir als Unternehmen auch, um uns wieder weiterzuentwickeln. Vielleicht willst du mit diesem Tool experimentieren, dann freue ich mich natürlich sehr und freue mich auch vor allem über deine Erfahrung damit.
Schreib mir gerne an hallo ilipmartaner com und schreib mir, wie es dir mit diesen Ideen geht, wie es dir in der Umsetzung geht oder ob du vielleicht eine andere Frage hast, die ich in diesem Podcast für dich beantworten soll. Ich freue mich vor allem, wenn wir uns nächste Woche wieder hören, hier bei Business Gladiators Unplugged. Bis dorthin, alles Liebe und bye bye.