Folge 224 - Live Special vom Ö3 Podcast Festival_ Wie steche ich aus der Podcast-Masse heraus_
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Ambition: Mindestens einer Person helfen
Die grundlegende Ambition eines Podcasts sollte sein, mindestens einer Person zu helfen oder einen Nutzen zu stiften. Dieser Fokus auf den individuellen Mehrwert ist entscheidend, um aus der Masse herauszustechen und eine loyale Hörerschaft aufzubauen.
“die Ambition bei meinem Podcast von Anfang an war, es muss mindestens einer Person helfen”
segmentQuellmaterial (34)
Wie steche ich aus der Podcast Maße heraus? Haltet euch bitte nicht zurück mit eurem Applaus. Hier ist Philipp Maderthaner. Hallo. Hallo Philipp, schön, dass du da bist.
Ihr seid sehr lieb. Vielen Dank. Hallo. So, das Ö Podcast Festival ist natürlich auch da, damit wir euch die Experten und Expertinnen hautnah bringen und ihr könnt eure Fragen auch stellen. Genau, weil Philipp, so funktioniert dein Podcast.
Ja, wobei ich muss gestehen, ich habe es noch nie vor Live Publikum unplugged gemacht. Normalerweise bin ich extrem gechillt in meinem Studio und die Sarah, die mit wirft mir die Frage zu und dann wird aufgezeichnet. Aber normalerweise schauen nicht so viele Leute zu.
Okay, das heißt, wir schauen jetzt, welche Frage dir zugeworfen wird, ob es schon Fragen zum Werfen aus dem Publikum gibt. Da gibt es schon eine, da geht schon sofort die Hand los. Das ist der Moment, wo es immer spannend wird.
Großartig. Hi Babsi aus Salzburg. Bis jetzt nur Experte im Podcast hören, nicht im Podcast machen. Angenommen, ich fange jetzt einen Podcast an, Es gibt zu viele.
Wie schaffe ich es, dass ich aus der Maße heraussteche? Großartig, vielen Dank. Danke für deine Frage. Ich freue mich extrem. Ich sage euch ehrlich, die Folge ist für mich besonders. Ich habe gesagt, unplugged ist das Konzept meines Podcasts.
Das heißt, ich kriege jede Woche eine Frage zugeworfen aus meiner Community und die gilt es dann im Podcast unplugged zu beantworten. Warum das so ist, auf das werde ich vielleicht gleich noch eingehen. Der zweite Grund, warum ich extrem aufgeregt bin, ich bin normalerweise nie geschminkt für meinen Podcast. Auch das ist heute besonders. Das kann zwar jetzt, der den Podcast hört oder die den Podcast hört, nicht sehen, aber es ist heute wirklich alles getan worden, damit ich glänzen kann. Ihr werdet merken, wenn ihr meinen Podcast hört, ich brauche am Anfang immer kurz Zeit, um mich warm zu reden. Das habe ich jetzt übrigens auch gemacht. Das ist der Trick dahinter, warum ich Fragen versuche unplugged zu beantworten. Wie steche ich aus der Podcast Maße heraus? Bevor ich das sage, möchte ich ein paar Dinge ganz persönlich mitgeben, die mir wirklich wichtig sind. Es sind heute wahrscheinlich viele dabei, so wie du, die sagen, ich stehe am Anfang, überlege einen Podcast zu starten. Manche sind schon tiefer drinnen, manche haben vielleicht die ersten Wochen, Monate schon hinter sich, vielleicht schon ein Jahr und überlegen sich, zahlt sich das wirklich aus? Kommt da wirklich noch das raus am Ende, was ich mir vorstelle?
Und ich möchte, bevor ich anfange und eine Antwort auf die Frage gebe, euch wirklich sagen, aus tiefstem Herzen und tiefster Überzeugung, meinen Podcast zu starten, war eine der besten Entscheidungen, die ich überhaupt jemals getroffen hab. Hätte ich den Podcast nicht gestartet, hätte ich so wunderbare Dinge wie den Ö Podcast Award nicht erleben dürfen. Hätte ich den nicht gewonnen auf Platz zwei mit dem besten Business Podcast, wäre ich nicht bei der Claudia Stöckl im Frühstück bei mir gesessen. Wäre ich dort nicht gesessen, hätte ich bestimmte Auftritte, Business Möglichkeiten und vieles, vieles andere nicht bekommen. Das heißt, ich will euch wirklich sagen, so ein Podcast kann wirklich eine Welle auslösen.
Und deswegen alle, die am Weg sind, egal ob ihr schon drinnen seid und mitten auf der Strecke seid, ob ihr am Anfang seid, ich kann euch nur sagen, es lohnt sich und es lohnt sich auch die Zeit zu investieren.
Die Frage Wie steche ich raus? Ist die Frage, die mich am Anfang extrem beschäftigt hat. Weil ich sage euch ehrlich, ich habe mich lange Zeit gewehrt, einen Podcast zu machen. Mein Team ist schon so auf mir draufgekniet, hat gesagt, du musst einen Podcast machen, du musst einen Podcast machen Und ich hab Bitte, lass mich in Ruhe, viel zu viel Arbeit. Ich habe keine Zeit, ich hab keine Lust, mag ich nicht. Und abgesehen davon, muss ich ehrlich sagen, habe ich mir gedacht, irgendwie gefühlt damals, und das war vor vier Jahren, extrem viele Leute machen schon Podcast. Also warum braucht mich überhaupt jemand? Warum sollt ihr einen Podcast machen? Was im Wesentlichen nichts anderes ist als eine andere Formulierung deiner Frage. Also wie steche ich aus, ist die Frage ehrlich, wartet die Welt wirklich auf mich und meinen Podcast?
Und ich möchte euch dazu und auch das werdet ihr merken, wenn ihr meinen Podcast hört, Überraschung, drei Dinge sagen. Das ist meine simple Struktur, damit ich bei unplugged nicht den Faden verliere. Ich sage immer drei Dinge. Meistens weiß ich das dritte noch gar nicht, wann ich das erste sage.
Das heißt, es entsteht im Gehen, aber es sind immer drei Sachen. Und so finde ich wieder zurück in die Spur. Was ich sicher weiß, ist ganz eindeutig, Was ist für mich Punkt eins, um herauszustechen aus der Podcast Maße?
Es ist für mich authentischer Mehrwert Was heißt es? Ich glaube, es gibt zwei Arten von Menschen auf der Welt. Die einen, die sie selber extrem gern reden hören und die anderen, die Angst haben, dass sie nichts zu sagen haben. Das sind die zwei Extreme. Und ich glaube, die wirklich guten Podcasts finden in der Mitte statt. Was meine ich damit?
Ich glaube, ein Podcast als Ego Show zu starten, einfach nur weil du gern gehört werden willst, berühmt werden willst, eine Riesenaudienz haben willst, ist eine super Motivation. Folgendes Sie interessiert nur niemanden. Es interessiert überhaupt niemanden, dir beim Quatschen zuzuhören, wenn du keinen authentischen Mehrwert stiftest. Das andere Extrem an den Start zu gehen und zu Wahnsinn Erstens, ich mag mich selber nicht beim Reden hören oder habe ich überhaupt wirklich was zu sagen? Ganz ehrlich, meine Überzeugung war immer, wenn es einer Person hilft, wenn es einer Person dient, dann bin ich extrem zufrieden. Das heißt, ich habe meine Benchmark, kann man sagen, für meinen Podcast extrem niedrig gesetzt. Ich habe immer wieder damals schon auf Instagram, auf LinkedIn Fragen bekommen über die Nachrichten, dort wo mir Leute einfach Fragen gestellt haben zum Thema Business, weil ich halt immer schon bei Keynotes und anderen Dingen gescheit geredet habe, dann irgendwann bei zwei Minuten zwei Millionen und irgendwann schreiben dann die Hey, wie würdest du das machen? Hey, wie würdest du das machen? Und irgendwann habe ich festgestellt, ich tippe mir da die Finger wund und zwar meistens zu den immer gleichen Fragen. Und dann habe ich, weil ich einfach ein faules Tier bin, beschlossen, ich mache es mir jetzt extrem einfach.
Ich beantworte Fragen ob jetzt nur mehr einmal und zwar nicht, indem ich einfach Copy Paste mache mit den Antworten, sondern ich mache einfach einen Podcast, wo ich die Fragen, die ich die ganze Zeit kriege, beantworte. Und immer, wenn mal wieder wer die gleiche Frage stellt, schicke ich einfach den Link zu dem Podcast. Das heißt, ehrlicherweise ist mein Podcast entstanden aus einem Arbeitsvermeidungsprogramm, weil ich mir gedacht habe, ja Wahnsinn, wenn ich immer da der Vorne anfange zu schreiben, wäre ich alt. Also könnte ich ja was tun, was vielleicht nicht nur einer Person hilft, sondern mehr. Aber, und das ist für mich jetzt der wichtige Punkt, ist, die Ambition bei meinem Podcast von Anfang an war, es muss mindestens einer Person helfen und das stelle ich sicher dadurch oder versuche sicherzustellen, Dadurch, dass ich mich irgendwann entschieden habe, einen Community driven Podcast zu machen. Das heißt, ich beantworte in meinem Podcast jede Woche eine Frage aus meiner Podcast Community und ich beantworte sie so. Also ihr habt vorher zugehört, die letzten Sessions, wahrscheinlich wäre mein Podcast die Kategorie Laber Podcast, wie der Kollege vorhin liebevoll gesagt hat. Ich versuche die Folge so oder die Frage so zu beantworten, als würde ich mit einem Freund, einer Freundin sprechen, die mich um Rat bittet. Und genauso rede ich in meinem Podcast.
Und ihr werdet merken, wenn ihr das jetzt hört, es klingt in meinem Podcast genauso. Ich würde genauso reden, wenn ich jetzt mit einem Freund oder einer Freundin rede. Und so beantworte ich die Fragen ehrlichen Herzens.
Was fällt mir ein mit der wirklichen Ambition, was beizutragen und einen Nutzen zu stiften? Und ich glaube, das ist echt der erste Schlüssel herauszustechen. Challenge wirklich deine Motive.
Challenge deine Motive. Warum willst du einen Podcast machen? Und wenn da nicht irgendwo drinnen ist die Ambition, Menschen nutzen zu stiften.
Und nutzen kann viel sein, bei mir ist es hoffentlich wertvolles Business Advice. Nutzen kann aber natürlich auch seine Unterhaltung nutzen kann sein, Menschen beim Einschlafen zu helfen. Also es gibt so viele Arten von Nutzen, aber wenn in deiner Ambition nicht ein solider Anteil drinnen ist, was für andere zu tun, dann glaube ich, hast du weniger Chance, aus der Podcast Maße herauszustechen, Weil, und das ist so, es gibt nur immer extrem viel Ego Shows da draußen.
Und ich glaube, authentischer Mehrwert ist Killer Asset Nummer eins, um aus der Maße herauszustechen. Der zweite Punkt ist gnadenlose Konsistenz. Ihr habt es wahrscheinlich jetzt auf der Bühne schon, weiß ich nicht wie oft gehört, aber die meisten Podcasts hören ja auf nach extrem wenigen Folgen, weil die Leute einfach nicht durchhalten meinen Podcast. Ich glaube, ich stehe mittlerweile bei Folge zwei hundert zwanzig oder irgendwie so. Er ist wöchentlich jeden Mittwoch seit mehr als vier Jahren, ohne Ausnahme.
Und ich sage euch eins, ich hab meine ersten Folgen veröffentlicht und im ersten Monat haben meinen Podcast gehört, sage und schreibe ein und zwanzig Menschen, ein und zwanzig davor war einer, ich selber zehn wahrscheinlich Leute aus meinem Team, aus meinen Firmen. Und dann haben sie nur zehn verlorene Seelen gefunden, die sie geopfert haben, dass sie sich in meinen Podcast reingezogen haben. Also ein und zwanzig Menschen haben den Podcast im ersten Monat gehört.
Wahrlich kein großer Antrieb, das weiterzumachen. Aber ich habe einfach entschieden, ich marschiere da durch. Ich habe einen Trick für mich gefunden, wie durchhalte. Es ist, glaube ich, vorhin auch schon mal erwähnt worden. Ich habe, ich mache Bulk Production, was heißt das? Ich produziere immer so drei bis fünf Podcasts am Stück, müsste mich jede Woche hinsetzen, muss ich gestehen, hätte ich schon längst aufgehört. Also ich wäre schon raus aus dem Game.
Es funktioniert deswegen, weil ich immer schau, dass ich ein bisschen in die Vorhand komme, damit ich mir damit eine Versicherung baue, dass falls ich einmal einen Hänger habe, es nicht dazu führt, dass die Kette unterbrochen wird. Aber Konsistenz und dranzubleiben und das gnadenlos durchzuziehen in einer Frequenz, die du versprichst und auch hältst, ist aus meiner Sicht der zweite Punkt herauszustechen. Und es ist eigentlich, wenn du sagst, was ist das Rezept, um rauszustechen, ein typisches Erfolgsrezept. Manche erfolgreichen Leute, und das ist im Business genauso.
Manchmal sind die Erfolgreichen einfach nur die, die nicht aufhören. Und das klingt jetzt nach so einer Low Key Anforderung, also hör einfach nicht auf, dann bist du schon vorhin dabei. Und ich sage euch aber ehrlich, wenn ihr nicht aufhört, seid ihr schon im vorderen Drittel automatisch.
Und deswegen ist dranbleiben für mich der wirkliche zweite absolute Schlüssel, um als Podcast herauszustechen. Das erfordert im Übrigen auch, dass du immer wieder neue Wege findest, Leute in den Podcast reinzuholen. Stichwort Snippets für Social Media daraus produzieren oder eine super Sache, die ich gerade ausprobiere.
Für alle, die schon länger im Podcast Game drinnen sind und schon viele Folgen haben, die bestehenden Folgen neu zu kuratieren. Ich habe jetzt gerade vor eineinhalb Wochen gemacht, für meine zwei hundert zwanzig Podcasts habe ich Kategorien gebaut und neun themenspezifische Playlists gemacht. Das heißt, ich habe gesagt, okay, alles rund um Thema Produktivität, erste Playlist, da sind nur die Folgen drin, wo es um Produktivität geht, um Startup, um Leadership, um Marketing. Also das heißt, ich habe aus meinem Podcast Themencluster gemacht, Playlisten dazu gemacht und schaffe damit eine neue Einflugschneise, damit Leute wieder reinkommen in meinen Podcast.
Also in der Konsistenz und in der Konsequenz kreativ bleiben. Zweiter Punkt. Ich hab nur sechs Sekunden, ein Traum. Dritter Punkt. Das ist bei meinem Podcast im Studio ein bisschen entspannter. Wenn es einmal zwei Minuten länger ist, dann ist es dort easy. Dritter und letzter Der Podcast als Lagerfeuer.
Was meine ich damit? Das ist ein super Bild. Eigentlich ist das das Bild von dem, wie ich immer Podcast vorstelle im Studio.
Bei mir schaut es ein bisschen einsamer aus, aber ich habe trotzdem das Bild von einer Kom Community an Menschen, die gemeinsame Interessen haben, die gemeinsame Dinge bewegen. Und solche Communities sammeln sich auch um Podcasts.
Also Podcast ist ein Lagerfeuer, das Menschen anzieht, die gleich ticken oder gleiche Dinge interessieren. Und wenn du willst, dass dieses Lagerfeuer noch mehr Wärme gibt und noch mehr brennt, dann glaube ich wirklich, musst du anfangen, um deinen Podcast Dinge rund um ein Dumm zu bauen. Ich gebe euch ein Beispiel hier das Podcast Festival. Irgendwann einmal die Leute zusammenzudrommeln und zu Wisst ihr was, Leute? Machen wir jetzt mal wirklich einen Live Podcast? Machen wir Community Treffen? Machen wir irgendwas, um die Leute, die da jetzt drinnen sind und anonym zuhören, einmal zusammenzubringen. Ich hab letztes Jahr meinen Podcast als Bühnenshow auf die Bühne gebracht. Ich habe das Bühnenprogramm hoch hinaus genannt, aber im Endeffekt war es nichts anderes, als mein Podcast in einem zweistündigen Programm unplugged auf die Bühne zu bringen. Habe da letztes Jahr fast zwei tausend Leute dabei gehabt in so Abendshows. Ich habe mittlerweile Events drumherum gebaut.
Also ich mache Dinge, um dieser Community, die sich da sammelt, auch mehr Möglichkeiten zu geben, diese Bindung zu fühlen. Also den Podcast nicht als einzigen Funken zu nehmen, sondern als Ausgangspunkt für Menschen, die gleiche und gemeinsame Interessen haben. Das heißt, ich glaube, drittes Erfolgsrezept ist wirklich auch zu überlegen, wie kannst du über Podcast hinausgehen? Ich glaube, das ist das, was einen Podcast unterscheidet von einer durchschnittlichen, ich sage jetzt mal Radiosendung. Ein Podcast ist am Ende der Community.
Und ich glaube wirklich, das ändert den Blick auf die Dinge. Und wenn du den Blick auf die Dinge änderst, dann änderst du, was du tust. Das heißt, ich würde anders draufschauen. Das sind meine drei Tipps, um aus der Podcast Maße herauszustechen und erst bin ich jetzt extrem froh, dass ich das irgendwie hingekriegt habe, weil so haben wir das noch nie gemacht.
Zweitens sage ich wirklich danke für die Frage. Ich danke auch für die Aufmerksamkeit und freue mich, wenn es jetzt unplugged im Anschluss noch die eine oder andere Frage gibt. Bei meinen Zuhörerinnen und Zuhörern verabschiede ich mich jede Woche immer gleich. Das tue ich jetzt auch hier. Ich sage danke fürs Zuhören.
Wenn du Lust hast, schick mir nächste Woche deine Frage unter meiner WhatsApp Line unter und schalt nächste Woche wieder ein hier bei Business Gladiators unplugged. Mein Name ist Philipp Maderthaner und ich freue mich auf dich und jetzt eure Fragen. Vielen Dank.