Folge 190 - Unternehmertum_ Wie bringe ich mehr PS auf den Boden_
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CEO-Aufgabe ist nicht Vorbereitung, sondern Entscheidungsfindung
Die primäre Aufgabe eines CEOs besteht nicht darin, sich tief in alle Details einzuarbeiten, zu recherchieren oder Vorbereitungsarbeiten zu leisten. Stattdessen liegt der Fokus auf dem Treffen kritischer Schlüsselentscheidungen, dem Einbringen von Hebeleffekten und zusätzlicher Kreativität. Die Vorbereitung ist die Aufgabe des Teams.
“Und das Prinzip erarbeiten, reindenken, vorbereiten, das ist der Job von anderen, nicht der Job des CEOs.”
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Wie bringe ich mehr PS auf den Boden? Wie bringe ich mehr PS auf den Boden? Wie komme ich persönlich in einen Powerplay Modus? Wie komme ich in ein effizientes Arbeiten hinein?
Darum drehen sich gerade viele Fragen, die ich bekomme. Und ich muss ganz ehrlich sagen, das überrascht mich nicht, weil der Druck auf so viele Unternehmen und damit auch auf so viele Unternehmerinnen und Unternehmer wird gerade wirklich stärker. Das heißt, wir alle werden gezwungen, uns mit der Frage der Effizienz auseinanderzusetzen.
Und eine Folge, die offensichtlich einige von euch getriggert hat dabei, war die Folge zu Gary Vaynerchuk, zu meinem Treffen mit dem großartigen Gary Vee in New York City in seinem Büro. Die Folge ein hundert siebzig habe ich dazu gemacht, wo ich ein bisschen erzählt habe, was habe ich dabei von ihm gelernt. Und ich habe dabei eine Sache erwähnt, nämlich dass er offensichtlich extrem kurze Termine macht.
Und das hat ein paar von euch getriggert, die mir Fragen dazu gesendet haben, die Petra unter anderem, die mich gefragt hat, wie kriege ich das hin mit diese fünf bis zehn Minuten Termine, wie laufen die ab? Oder eben auch die Frage von Markus, in die wir jetzt gemeinsam ganz kurz reinhören. Servus Philipp und Tim. Jetzt habe ich gerade die, also der Markus ist wieder mal da, der Markus Reizheimer.
Jetzt habe ich wieder mal eine Folge von dir gehört, und zwar die Folge ein hundert siebzig, wo du kurz berichtet hast, wie es so war beim Gary V, was du dort erlebt hast und dass der seinen Tag so in zehn, fünfzehn Minuten Intervallen taktet. Jetzt habe ich nicht so allzu viel von ihm gesehen, aber wenn ich es gesehen habe, ist es ja sehr, ist er da sehr, wie soll ich sagen, fast schon hyperaktiv unterwegs, spricht sehr schnell, hat sehr viel Infos, gibt sehr viel raus. Die Frage, was ich mir da stelle, vielleicht weißt du das ja, ist der wirklich jetzt, sage ich mal, acht, zehn, zwölf, vierzehn Stunden am Tag so drauf oder ist diese fünfzehn Minuten Termin Slots von mir aus, keine Ahnung, bestimmter Vormittag, wo er dann halt für seine Mitarbeitenden da ist, wo das dann so Schlag auf Schlag geht und hat dann doch wieder mal so seine Blöcke, wo er sich einmal eine Stunde oder mehrere Stunden auf ein Thema konzentriert. Irgendwo muss er mal seine Themen auch erarbeiten und sein Know how aufbauen und sich für neue Themen, Strategien begeistern, sich darauf konzentrieren und fokussieren, so zumindest meine Unterstellung. Wer weiß, vielleicht läuft es ja ganz anders.
Und falls du da eines Tages dann einmal drüber sprechen möchtest, ja, dann würde es mich freuen inzwischen. Vielen, vielen Dank für deine vielen Insights, für deine coolen Inhalte, dafür, dass du so viel Geld ausgibst, dass du uns erzählen kannst und ich wünsche dir, dass sich diese Invests vor allem auch für dich lohnen. Alles Gute aus Tirol, der Markus. Markus Reizhammer, Servus.
Ja, Markus, vielen Dank zuerst einmal für deine Wertschätzung. Das ist das, was mir wirklich immer so besonders auffällt an dieser Community. Alle, die mir schreiben, die Fragen schicken, sind einfach unglaublich wertschätzend. Und das taugt mir deswegen so, weil ich damit eines weiß, das sind alles erfolgreiche Menschen, die mir da schreiben, weil erfolgreiche Menschen sind wertschätzend. Und was mir extrem taugt an der Frage ist, sie hinterfragt einfach interessiert. Also der Markus hat das gehört über den Gary Vaynerchuk und auch die Petra und ein paar andere, die mir geschrieben haben, naja, jetzt läuft es wirklich so bei dem die ganze Zeit, da steckt da noch ein anderes Konzept dahinter, Ich möchte gerne mehr wissen, ich möchte es gerne wirklich verstehen und deswegen nehme ich gerne nochmal Erfolge auf in diesem Kontext, wie wäre die, wie bringe ich meine PS auf die Straße und ist so ein permanenter Powerplay Mode, wie ihn offenbar Gary Vaynerchuk hat? Ist das wirklich die einzige Antwort, der Markus sagt und ich kann es nachvollziehen. Er sagt, das ist ja schon fast hyperaktiv, was der da abliefert. Eine Zuschreibung, die auch mir manchmal zuteil wird und deswegen ein paar Gedanken dazu, mit denen ich das gerne einsortieren möchte.
Der erste Gedanke dazu ist, was Gary Vaynerchuk macht und ein Prinzip, das glaube ich der Effizienz extrem dienlich ist. Er zieht einfach Dinge nicht unnötig in die Länge. Das heißt, er macht Meetings nicht länger als nötig.
Und was einfach als banaler Grundsatz dient oder als banaler Grundsatz klingt, ist im Endeffekt wirklich weise Ansage. Wir haben die Tendenz, dass wenn wir Termine ausmachen, extern wie intern, dass es fast oft ein gewisses ungeschriebenes Gesetz gibt, dass man Termine in Stundenblöcken macht oder in Halbstundenblöcken. Und die Wahrheit ist, dieses Naturgesetz gibt es nicht, sondern eigentlich würde es sich wirklich lohnen zu sagen, wie lang braucht ein Termin. Und ich habe natürlich über die Länge des Termins auch in der Hand, gerade wenn es interne Termine sind, zu steuern, wie gestaltet sich der Termin. Wenn ich einen Termin eine Stunde mache, dann kann es vielleicht ein gemeinsames Brainstorming sein. Wenn ein Termin einer Entscheidung dient und eine Entscheidung extrem gut aufbereitet ist, dann kann ein Termin auch einfach mal nur fünf Minuten dauern.
Und was ich in der Folge von Gary schon gesagt habe, ist, er provoziert damit natürlich, dass seine Leute sich extrem gut auf die Termine vorbereiten. Also ich hab gewusst damals, ich habe einen Slot, wo ich persönlich mit ihm direkt one on one einsteigen kann von einer Viertelstunde. In einer Viertelstunde hast du nicht die Zeit, da jetzt deine ganze Lebensgeschichte auszubreiten. Und auch wenn wir manchmal glauben, die ganze Lebensgeschichte oder die ganze Hintergrundgeschichte eines Projekts und die ganze Genesis wäre alles unendlich wichtig, so dürfen wir manchmal anerkennen, dass wir einfach oft das Bedürfnis verspüren, den ganzen Ballast, den wir mit uns tragen, wem anderen auch noch umzuhängen. Aber wenn wir die Fragen manchmal aufs Wesentliche runter reduzieren würden, dann sind sie unglaublich schnell bewältigbar.
Und das ist eigentlich das erste Prinzip, das ich mitgeben möchte in der Effizienz. Lass die Dinge nicht länger dauern als notwendig. Überleg dir wirklich, ob ein Termin eine Stunde dauern muss oder ist es eine Entscheidung? Dann kann sie in fünf Minuten sein. Und das ist, glaube ich, das erste Prinzip, das in dieser Sache drinnen steht. Das zweite Prinzip, und das ist unmittelbar und direkt damit verknüpft und auf das möchte ich gerne hin, weil es für die Effizienz und für die PS auf der Straße maßgeblich und entscheidend ist, wann ich in so einem Takt unterwegs bin wie Gary Vaynerchuk und sage, ich mache fünf Minuten Meetings, zehn Minuten Meetings und takte da den Tag durch und habe wirklich am Ende achtzehn Meetings, zwanzig Meetings. Manche dauern eine halbe Stunde, aber viele sind einfach extrem kurz. Dann funktioniert es nur mit einem Prinzip als Grundlage.
Und das Prinzip erarbeiten, reindenken, vorbereiten, das ist der Job von anderen, nicht der Job des CEOs. Mir hat ganz gut gefallen bei dir, Markus, an deiner Frage und ich verstehe das zutiefst, wo du gesagt Der muss ja auch irgendwann einmal in die Sachen reindenken. Reinarbeiten vorbereiten. Und ja, Markus, das kann man so sehen, aber man kann es auch so sehen, dass man, na ganz ehrlich, der Mann hat Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ich weiß nicht, ob es seine Aufgabe ist, sich reinzudenken, vorzubereiten, sondern ehrlicherweise ist wahrscheinlich die Aufgabe seines Teams. Seine Aufgabe ist, gewisse kritische Schlüsselentscheidungen zu treffen, Seine Aufgabe ist, an Hebeleffekt in die Sache reinzubringen, Seine Aufgabe ist vielleicht noch mehr zusätzliche Kreativität reinzubringen, aber seine Aufgabe ist weder der Research, noch das Reinarbeiten, noch das Aufbereiten. Er ist CEO und ich bringe dazu oft gern die Geschichte von Starbucks, weil es mir einfach gut gefällt, wo ich sage, also ganz ehrlich, der CEO von Starbucks, wenn der sich jetzt verstehen würde als der beste Fachmann für eh alles, da muss der CEO von Starbucks jeden Tag an der Kaffeemaschine stehen, weil er wird sie ja denken, er muss sich ja vorbereiten, er muss ja die Qualität überprüfen, er muss ja rein in die ganze Sache und dann wird CEO nichts anderes bedeuten als Coffee Engine Operator und nicht Chief Executive Officer.
Tatsache ist, er ist Chief Executive Officer. Das heißt, an der Kaffeemaschine stehen andere, die Qualitätssicherung machen, andere die Vorselektion der Einkäufe machen, andere, die Strategieaufbereitung machen andere. CEO heißt, er ist für Schlüsselentscheidungen verantwortlich.
Und wenn du so agierst, dann kannst du natürlich als Führungskraft in enormer Effizienz agieren, weil die Wahrheit ist, die Langstrecke der Vorbereitung des Reinarbeitens, das macht dein Team und da musst du deinem Team auch vertrauen. Die Schlüsselentscheidungen, den Hebeleffekt, den bringst du als CEO. Also das heißt, erster Punkt ist am Weg zur Effizienz, PS auf die Straße, lass die Dinge nicht länger dauern als notwendig. Zweiter Punkt, um in die Effizienz und die Wirksamkeit zu kommen, mach du deinen Job und lass die anderen ihren Job machen. Und das ist wirklich eine Reflexionsaufgabe für alle, die mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern agieren. Du sollst nicht den Job der anderen machen, du sollst deinen Job als Chefin, als Chef machen, also Richtungsentscheidungen treffen, Kraft geben, deinem Team durch Zutrauen die Leute ihren Job machen lassen, die nicht in jedes Mikrodetail einmischen und dort eine Hebelwirkung reinbringen.
Wo es Sinn macht. Um das tun zu können, brauchst du natürlich ein Team. Also wenn du jetzt EPU bist, dann bist du natürlich in der Tiefe der Dinge drinnen.
Aber dann heißt es doch immer, dass du auch jetzt Gespräche mit Partnern, Lieferanten, Subdienstleistern und ähnliches, auch die musst du nicht länger gestalten als notwendig. Das heißt, auch da kannst du Effizienz reinbringen. Ein Kundencall muss nicht zwingend zwei Stunden dauern, man eigentlich in einer halben Stunde als Kredit ist und da auch den Mut zu haben und ich versuche das selber immer wieder einmal bei einem Meeting, selbst wenn es für zwei Stunden angesetzt ist und nach einer halben Stunde hat man das Gefühl, es ist alles besprochen. Einfach zu Ich glaube, wir haben alles besprochen oder haben wir noch was offen? Na super, dann nutzen wir die Zeit für die Umsetzung. Also Effizienz heiß Erstens, die Dinge nicht länger dauern lassen, als sie müssen. Zweitens, wenn du Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hast, Gary Vaynerchuk hat zwei tausend, dann ist es an den anderen den Job zu machen und die Entscheidungen vorzubereiten und in vielen Bereichen die Entscheidungen auch zu treffen. Aber bei Schlüsselentscheidungen und dort, wo es Leverage braucht, bist du Und das geht oft auch in fünf Minuten. Fünf Minuten zwingt die Leute einfach dazu, sich noch besser vorzubereiten und die Fragestellung noch besser auf den Punkt zu bringen. Und der dritte und letzte Punkt, und der ist mir besonders wichtig, ist, weil du Markus natürlich tut er das wirklich so Hat er wirklich den ganzen Tag fünf bis zehn Minuten Meetings und dann hat er aber eher einen halben Tag wieder mal frei, wo er sich in Dinge reindenkt?
Oder wie läuft das? Jetzt haben wir zum Beispiel umgekehrt. Tim Cook haben wir gehört, der hat einmal in der Woche sein Deep Dive mit seinen Führungskräften. Das Meeting dauert sechs Stunden. Und was sagt uns das jetzt? Das sagt uns eines jeder hat seinen Modus und das ist mir das Wichtigste. Also wenn wir jetzt lernen von Gary Manchuk, der macht fünf Minuten Meetings, hast es dann fünf Minuten Meetings, dann die einzig richtige Antwort auf alles.
Nein, das heißt es nicht. Das heißt, für ihn funktioniert Und du kannst das ausprobieren. Du kannst das ausprobieren nach den zwei Grundsätzen, die ich dir genannt habe, nämlich erstens, lass einfach nicht länger dauern, ist notwendig. Zweitens, wenn jemand was vorbereiten für das Meeting kann, dann lass die Person das vorbereiten und dann probiere es aus.
Aber mein dritter Punkt ist, jede und jeder hat seinen oder ihren Modus. Und bei der anderen Person heißt ich setze mich einmal in der Woche zusammen und mache wirklich sechs Stunden Hardcore. Tim Cook führt so Apple. Beim anderen heißt es, ich will in möglichst viel Fronten drinnen sein, aber bin immer nur sozusagen wie der Koch, der Chefkoch oder die Chefköchin, der das letzte Abschmecken vom Gericht macht, aber ich koche nicht. Also stell dir das genauso vor.
Also jede und jeder hat seinen oder ihren Modus und ich sage auch ehrlich, jede und jeder hat seine oder ihre Konstitution. Ich weiß nicht, ob ich das aushalten würde, am Tag lang jeden Tag sechs und dreiig Meetings zu haben in so einer Taktung. Ich glaube nicht, ich bin ein Mensch, ich funktioniere auch fünf Tage die Woche sehr komprimiert in einer sehr ordentlichen Taktung. Aber mittlerweile sage ich dir ehrlich, auch von den fünf Tagen in der Woche, um jetzt zu meinem Konzept zu kommen und dir damit zu zeigen, dass es höchst individuell ist, von den fünf Tagen in der Woche schaue ich mittlerweile, dass ich einen Tag komplett rausgeblockt habe. Da dürfen keine Termine sein, die mir irgendwer eintragt. Der Tag ist zu meiner freien Verfügung, wo ich wirklich die Dinge behandle, die strategisch wichtig sind, aber vielleicht oft nicht zwingend dringend und dafür habe ich einen Tag in der Woche. Manchmal sind es auch zwei Halbtage in der Woche, manchmal sind es drei Halbtage die Woche, also nicht einmal, da bin ich ganz scharf und die restlichen drei bis vier Tage bin ich relativ zugetaktet und am Wochenende ist eine Ruhe.
So und jetzt gibt es wieder andere. Es gibt andere, die arbeiten gerne zwei Wochen durch und dann machen sie eine Woche eher vielleicht wieder low key. Es gibt wieder andere, die buddeln drei Monate rein und dann nehmen sie sich fast am Monat raus. Es gibt alles Mögliche, will ich dir sagen. Es gibt welche, die starten lieber in der Früh später, machen am Vormittag Sport, kommen erst zu Mittag ins Büro, dafür hackeln es bis spät am Abend.
Jede und jeder hat seinen oder ihren Modus. Was mir aber wichtig ist, damit du deine PS auf die Straße bringst. Ich möchte, dass du experimentierst. Ich möchte, dass du experimentierst, wie du besser vorankommst und die zwei wichtigsten Grundsätze dafür Du Lässt die Dinge nicht länger dauern als notwendig.
Das ist ein Grundgesetz, das gilt für jeden und jede von uns. Erstens. Und zweitens, du machst nicht die Arbeit anderer. Das heißt, wenn du Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hast, lässt du die ihren Job machen und du machst deinen als Chefin oder Chef.
Und im Rahmen dessen suchst du dir deinen Modus, um die PS auf die Straße zu bringen. Ich hoffe, damit konnte ich in die Folge auch von Gary Vaynerchuk und in die Folge von Work Mode kann ich immer im Powerplay sein. Wie bringe ich die PS auf die Straße, noch mal ein bisschen mehr Licht ins Dunkel bringen und ein bisschen Zusatzinspiration liefern, Vielleicht auch mit meinem eigenen Tagesablauf.
Ich hoffe, das war nutzenstiftend. Danke für eure Wertschätzung. Danke fürs Zuhören diese Woche. Ich freue mich, wenn du nächste Woche wieder dabei bist, hier bei Business Gladiators Unplugged. Mein Name ist Philipp Madertaner und ich freue mich auf dich. Alles Liebe und bye bye.