Folge 187 - Verkauf_ Was, wenn der Funke nicht überspringt_
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Analogie des Reiseführers, der die Gruppe im Dschungel verliert
Philipp Maderthaner verwendet die Analogie eines Reiseführers auf einer Dschungelwanderung, der sich so weit von seiner Gruppe entfernt, dass er sie verliert. Er philosophiert über beeindruckende Sehenswürdigkeiten, während hinter ihm niemand mehr folgt. Dies verdeutlicht, wie Experten ihre Kunden verlieren, wenn sie zu weit voraus sind und den Anschluss an deren Verständnis und Bedürfnisse verpassen.
“Das musst du dir vorstellen wie auf einer Safari, auf einer Wanderung durch den Dschungel, wenn der Reiseführer sich von der Gruppe schon kilometerweit entfernt hat”
segmentQuellmaterial (23)
Was, wenn der Funke bei meinem Angebot nicht überspringt? Ich komme direkt vom Female Future Festival, da habe ich gestern einen super Auftritt haben dürfen und eine große Ehre gehabt, dass ich eingeladen wurde. Ein tausend sechs hundert großteils Teilnehmerinnen natürlich am Female Future Festival in Wien und ich durfte auf der Bühne sein und habe dann auch die Möglichkeit gehabt, die eine oder andere Frage zu beantworten, was mir immer wirklich große, große Freude bereitet. Und eine der Fragen dabei Was tue ich, wenn der Funke bei meinem Produkt oder Angebot einfach nicht überspringen will?
Also ich bin wirklich engagiert dabei, aber irgendwie habe ich das Gefühl, die Begeisterung, die ich empfinde für mein Produkt, für mein Angebot, will einfach nicht überspringen. Und ich habe das eine großartige Frage gefunden und möchte sie deswegen unbedingt aufgreifen für den Podcast in dieser Woche und ein paar Gedanken dazu mitgeben. Was mache ich also, wenn ich begeistert bin von meinem Produkt, von meinem Angebot?
Ich hab wirklich was Tolles entwickelt, aber offensichtlich bin ich der Einzige oder die Einzige oder die Gruppe ist sehr klein derer, die begeistert davon sind und wo große Augen aufgehen, wenn man darüber spricht. Und ich möchte drei Checks mitgeben, drei Checks, die du vielleicht als Analyseprogramm drüber laufen lässt über dich und dein Wirken, um zu schauen, was kannst du verbessern, was kannst du tun, damit du mehr Begeisterung für dein Produkt oder Angebot auslöst.
Der erste Punkt ist check your Ego. Das Ego ist unser größter Feind bei dem, was wir tun und wirklich die größte Barriere, die uns vom Erfolg abtrennt. Das habe ich wirklich schon gemerkt. So viele von uns gehen durch die Gegend und haben natürlich das Bedürfnis, für sich selber Ziele zu erreichen, ein großes Unternehmen aufzubauen, reich zu werden, finanziellen Wohlstand, viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein Marktführerprodukt, eine Finanzierungsrunde, also alle die Dinge, die uns persönlich wichtig sind, voranzutreiben. Folgendes das interessiert nur dich und sonst niemanden. Das heißt, wenn du wirklich willst, dass der Funke überspringt, dann schau, dass du wirklich alle Ego Motive, die dich antreiben, aus deinem Denken, aus deinem Mind rauskriegst und dich ausschließlich demütigst und ich verwende das Wort bewusst demütigst in die Kundenorientierung begibst und dich einzig und allein dem verschreibst, was beizutragen für andere. Vergiss nie, dass Menschen sich nicht für dein Produkt interessieren, nicht sich für dein Unternehmen interessieren, sich nicht für dein Angebot interessieren. Menschen interessieren sie in allererster Linie für sich selbst, für ihre eigenen Wünsche, Hoffnungen, Träume, Sehnsüchte, Ziele, das, was sie erreichen wollen. Und wenn du als Unternehmen, als jemand, der ein Angebot am Markt hast, für ihn erreichen willst, dann heißt es, du musst Menschen mit dem erreichen, nicht was dich interessiert, sondern das, was sie jeden Tag bewegt und was Menschen jeden Tag bewegt. Das sind ihre eigenen Themen, ihre eigenen Probleme.
Und deswegen wirklich Schritt eins raus aus der Ego Zone. So viele, gerade in der Startup Bubble, wollen natürlich ein Showcase schaffen, ein Startup aufbauen, das abgefeiert wird, Social Media Applaus einkassieren, vielleicht sogar Influencerinnen, Influencer werden, Social Media Berühmtheiten werden, dein Fame interessiert niemanden. Es interessiert niemanden, ob du berühmt wirst, alles was interessant ist, ob du einen Nutzen oder Beitrag für andere stiftest.
Das heißt, geh ganz hart in den Perspektivenwechsel rein und kill dein Ego. Es hält dich wirklich davon ab, erfolgreich zu sein. Das ist mein erster wichtiger und entscheidender Punkt. Der zweite Punkt ist Empathie.
Es hat schon ein bisschen was oder knüpft an an den Punkt mit der Demut, den ich vorher gesagt habe. Unternehmertum ist eine hochempathische Übung und die meisten Leute haben insofern ein Problem, weil sie schon sehr stark oder sehr tief in dem Tunnel drinnen sind, was ihr eigenes Produkt oder Angebot angeht. Man muss sich das vorstellen, ich habe gestern erst wieder einen Termin gehabt mit einem Unternehmer, der forscht und entwickelt mittlerweile seit sechs Jahren, muss man sich vorstellen, an seinem Produkt unter der Wahrnehmung alles im streng geheimen, highly confidential, forscht er an einer wirklichen Innovation sechs Jahre unterm Mantel.
Das heißt, er ist schon so unendlich tief drinnen in seinem Produkttunnel, dass der natürlich schon lange nicht mehr in Kontakt war mit den Kundinnen und Kunden. Nichts. Und darum wird es am Anfang aber jetzt dann gehen, wann er das Produkt launchen wird. Das heißt, Empathie erfordert, dass du in deiner emotionalen Reise von dem Produkt, von dem Punkt, wo du heute stehst, wo du sagst, worum geht's eigentlich bei dem Produkt, was sind die Sachen, die entscheidend sind. Warum ist das Produkt genial?
Was sind die wichtigen Features, wo du schon so unendlich tief drinnen bist, dass du von dem Punkt wieder zurückruderst. Zurückruderst an den Anfang, an den Ursprung, an dem Moment in deinem Leben, wo die Saat dafür gesät wurde, dass du selber begonnen hast, dich mit der Thematik, in der du bist, dich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Der Moment, wo du vielleicht selber mal in der Situation deiner Kundinnen und Kunden warst und ein echtes Problem gehabt hast. Der Moment, wo dir im Leben etwas bewusst geworden ist, dass dazu geführt hat, dass du irgendwann auf diese Reise gegangen bist. Das heißt, das Problem der meisten Unternehmerinnen und Unternehmer in der Kommunikation, in der Markenkommunikation, im Marketing ist, dass sie weit voran sind, dass sie den Anschluss zu ihrer Gruppe schon lange verpasst haben. Das musst du dir vorstellen wie auf einer Safari, auf einer Wanderung durch den Dschungel, wenn der Reiseführer sich von der Gruppe schon kilometerweit entfernt hat und darüber philosophiert, was für beeindruckende Dinge da jetzt noch zu erwarten sind an Sehenswürdigkeiten. Aber dann traut er sie um und hinter ihm steht keiner mehr. Der hat die Leute verloren. Das sind oft Expertinnen und Experten in ihrem Gebiet, die so viel Wissen und so ein Bedürfnis haben, Menschen in dieser Expertise, ich würde fast sagen, zu belehren und zu bekehren und ihnen alles an Expertise reinzudrucken, was sie selber in den letzten Jahren angesammelt haben. Dass Menschen einfach nur abschalten können und davonlaufen können, weil sie das komplett überfordert.
Das heißt, in die Empathie zu kommen und wirklich emotional, vor allem emotional zurückzurudern an den Ursprung in deinem eigenen Leben, wo du in den Schuhen deiner Kundinnen und Kunden warst. Das ist der Moment, wo die Magie passiert. Ich bring dir das Beispiel meiner eigenen Agentur zum Beispiel. Ich hab damals eine Agentur gegründet und ich war lange Zeit selber auf Kundenseite, war Marketingchef einer großen Organisation und ich habe genau gewusst, wie es einem geht. Ich hab gewusst, wie es diesen Organisationen geht.
Ich hab gewusst, welchen Schmerz sie verspüren, dass sie nicht durchdringen zu den Menschen, die für sie wirklich wichtig sind. Ich kannte den Druck, den sie von ihren eigenen Stakeholdern kriegen, dass sie ihre Stimme erheben, dass sie am Markt präsent sind. Also ich kannte all die Emotionen und wenn ich heute auf die Bühne gehe, dann beginne ich vor allem über diese Emotion zu reden und auch zu signalisieren, dass ich verstehe, worum es geht und dann erst schrittweise gehe rein und sage, was habe ich gelernt auf meiner Reise. Also ich hole die Menschen Schritt für Schritt ab, auf höchst empathische Weise. Was ich nicht tue, ist, ich stülpe ihnen die Dinge über und tu sie zwangsbeglücken mit den Dingen, die mich heute beschäftigen, weil die Wahrheit ist, ich stehe komplett woanders. Ich beschäftige mich seit zwanzig Jahren mit Marketing und Kommunikation. Also ich versuche das zu tun, was ich hier jetzt mit dir in meinem Podcast tun. Ich gehe emotional in die Frage, die dich beschäftigt. Wenn ich mit dir jetzt rede, womit ich mich gerade beschäftige im Bereich Marketingkommunikation, dann trat ihr alle sofort das Ding ab, weil da sagt ihr, das ist ja total abgespaced, weltfremd, mit dem fange ich nichts an.
Also Empathie ist die zweite Übung, um die es geht. Und die dritte Übung hat was mit Energie zu tun. Also der erste Punkt war das Ego, zweite die Empathie und der dritte Punkt ist Energie.
Das heißt, mit welcher Kraft bist du selber drinnen, die es dir auch ermöglicht, dass der Funke überspringt? Ich sage immer, wenn du selber für nichts brennst, dann brauchst du dich nicht wundern, wenn der Funke nicht überspringt. Voraussetzung, dass ein Funke überspringt, ist, dass irgendwo was brennt, im besten Fall bei dir deine eigene Leidenschaft, deine eigene Überzeugung, deine eigene Hingabe.
Ich hab selber im Leben schon oft genug erlebt, dass ich das, was ich eine Kopfgeburt nenne, Kopfgeburt produziert habe, wo ich total mich rein verkopft habe in ein Thema, in ein Produkt, in ein Angebo und dann ist einfach nicht in die Gänge gekommen. Warum? Weil ich selber eigentlich in Wahrheit nicht richtig dran geglaubt habe. Es gibt den, ich weiß gar nicht, ob ich den Spruch erfunden habe, ich glaube nicht, ehrlicherweise.
Ein Überzeugter ist immer die Mehrheit. Also ich sage immer, ein Begeisterter ist immer die Mehrheit und ich bin mir sehr sicher, dass die Abwandlung von mir ist, aber es ist völlig egal. Ein überzeugter Mensch, ein begeisterter Mensch ist immer die Mehrheit. Ich planiere Menschen förmlich mit meiner Überzeugungskraft mit meiner Begeisterung.
Es hat Vor und Nachteile, aber ein Problem habe ich nie, dass der Funke nicht überspringt, weil in mir lodert es, in mir brennt meine Leidenschaft. Dem kann man sich nicht entziehen. Und deswegen, wenn bei dir der Funke nicht überspringt, überprüfe auch deine eigene Energie.
Brennt da wirklich ein Feuer in dir? Glaubst du wirklich an das, was du tust? Und wenn nein, dann bitte keine Schnellschussaktionen. Da musst du nicht gleich aufhören mit dem, was du tust. Dann stell dir mal die Was bräuchte es? Oder wie müsste es sein, damit es dein Feuer wieder entfacht?
Es ist, glaube ich, eine der mächtigsten Fragen überhaupt. Manchmal haben wir einfach den Pfad ein bisschen verloren oder sind ein bisschen vom Weg abgekommen und es braucht einfache Korrekturen, damit es wieder was ist, wofür wir selber wieder brennen können. Es hat viel mit den eigenen Werten zu tun, vielleicht manchmal auch die Art und Weise, wie man Dinge tut, mit wem man arbeitet. Vielleicht brauchst du einfach manchmal wieder Rückkehr zu deinen eigenen Prinzipien, die du wieder stärker in dein Tun und Handeln einbringst, damit du selber wieder mit mehr Überzeugung dabei bist. Dann kommt die Energie und Kraft ganz alleine. Also drei Checkpunkte für dich.
Wenn der Funke nicht überspringt, bist du zu sehr in der Egozone auf der einen Seite, Hast du ausreichend Empathie für deine Kundinnen und Kunden auf der zweiten Seite und bist du mit reichlich Energie am Werk? Und wenn du dir die drei Fragen stellst, dann kannst du die notwendigen Justierungen vornehmen und dann wird es nicht lange dauern, bis der Funke überspringt. Das wünsche ich dir sehr, weil es ist zutiefst erfüllend, wenn man selber für eine Sache brennt und die Rückmeldung von anderen kriegt, dass sie diese Überzeugung, die Begeisterung, die Leidenschaft teilen.
Das ist einer der Gründe, warum ich diesen Podcast mache. Es gibt überhaupt keinen Grund. Ich stehe alleine da in meinem Podcast Studio, spreche in einem Mikro, Warum tue ich das? Ich liebe es, Nutzen zu stiften. Ich liebe Menschen, die was erreichen wollen, was bewegen wollen, was weiterbringen wollen. Und wenn ich da was beitragen kann und dann noch dazu die Rückmeldung kriege, dann ist es für mich der höchste Antrieb, das Höchste gut. Also es ist unglaublich erfüllend, wenn jemand deine Leidenschaft teilt, wenn du nicht alleine bist. Und das ist einer der Gründe, warum es diese Podcast Community gibt.
Und deswegen würdest du mir eine Freude machen, wenn du mir schreibst, wie taugt der Podcast, Was machst du daraus? Es hören wahrscheinlich tausendmal mehr Leute den Podcast, als mir Feedback geben. Warum? Die meisten hören einfach und das ist legitim.
Aber ich möchte dich heute animieren. Mach was, raff dich auf, schreib mir, gib mir Feedback zu diesem Podcast, Schreib mir unter einfach auf WhatsApp oder über LinkedIn, Facebook, Instagram, TikTok, wo auch immer du willst. Du erreichst mich überall und schalt nächste Woche wieder ein, hier bei Business Gladiators Unplugged.
Mein Name ist Philipp Madertaner und ich freue mich auf dich. Alles Liebe und bye bye.