Folge 36 - Wie erreiche ich mediale Präsenz?
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Beginne Medienarbeit klein und skaliere schrittweise nach oben.
Es ist ratsam, die Medienarbeit mit kleineren Schritten zu beginnen, anstatt sofort große Medien wie Forbes anzuvisieren. Man sollte sich zunächst bei Nischen- oder regionalen Medien für Geschichten anbieten, um Erfahrungen zu sammeln und sich schrittweise zu steigern.
“Vielleicht beginnst du nicht damit, dich morgen für eine Cover Story bei Forbes zu bewerben. Beginn damit, dich bei kleinen Nischenmedien für Geschichten anzutragen. Beginn damit, dich bei regionalen Medien für Geschichten auch ins Spiel zu bringen.”
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Wie erreiche ich mediale Präsenz? Wie erreiche ich mediale Präsenz? Genau darum geht es in dieser Ausgabe von Business Gladiators unplugged. Es könnte übrigens auch um deine Frage philippmarathaner Com Podcast Das ist das Tor zu deiner Frage hier in diesem Podcast.
Wenn du Lust hast, schick mir deine Frage und vielleicht geht es in der nächsten Folge schon genau darum. Diese Folge geht es um die Wie erreiche ich eigentlich mediale Präsenz? Ein Wunsch, der viele Unternehmerinnen und Unternehmer, gerade diejenigen, die neu starten, bewegt und begleitet. Viele vermuten, hinter medialem Ruhm und medialer Öffentlichkeit liegt vielleicht auch das große Geld, die große Nachfrage begraben. Und ich musste gleich eines vorweg Das muss nicht immer so sein. Wer präsent ist, und sei es auch medial präsent, kann erfolgreich sein, muss aber nicht erfolgreich sein. Lass dir das von einem gesagt sein, der viele, viele Jahre in Berührung auch mit Medien gekommen ist. Die gute Geschichte allein sagt noch nichts über den Erfolg.
Aber natürlich ist es so, dass medialer Rückenwind, das PR für deine eigene Sache auch den entsprechenden Booster für dein Unternehmen, für dein Projekt, deine Idee auch bringen kann. Ich habe das selbst in meinen unternehmerischen Anfängen durchaus versucht zu nutzen. Als ich mein erstes Unternehmen gegründet habe, Campaigning Büro, die erste Campaigning Agentur, die es gab, habe ich versucht, alle Register zu ziehen, um dafür auch mediale Aufmerksamkeit zu bekommen. Und ich habe eines festgestellt, einen Eindruck gemacht, der sich über die Jahre nicht verändert. Einfach ist es nicht wirkungsvoll für das Bilden deiner eigenen Reputation? Durchaus. Wir leben nach wie vor in einer Gesellschaft, die trotz sozialer Medien nach wie vor davon lebt, dass etwas oder jemand, der in der Zeitung steht, jemand, über den berichtet wird, noch glaubwürdiger wahrgenommen wird als andere. Sie ist sogar verhaltensökonomisch erforscht. Das Prinzip der Autorität.
Wir glauben einfach Menschen mehr, die als Expertinnen und Experten auch medial zitiert werden. Das heißt, gerade wenn du in einer Schiene unterwegs bist, wo es stark um Glaubwürdigkeit geht, um Zutrauen und Vertrauen, kann dir Medienarbeit natürlich den entsprechenden Booster bringen. Medienarbeit ist aber kein Selbstzweck.
Wer es nur tut, um berühmt zu werden, wird zunächst erstens wenig erfolgreich sein und wird vor allem dann auch wenig Wirkung daraus spüren. Das heißt, überleg dir zunächst sehr gut, wofür du diese mediale Präsenz einsetzen möchtest. Wie du sie nutzen möchtest, was sie am Ende für dich bringen soll.
Und danach habe ich für dich drei mögliche Strategien, um medial voranzukommen oder vorzukommen, wie man so schön sagt. Die erste Strategie ist die Push Strategie. Aus meiner Sicht mit Sicherheit die schwierigste Strategie.
Es ist die Strategie, wo du für Medien eine Geschichte aufbieten musst, die für Medien interessant ist. Und glaub mir eines Journalistinnen und Journalisten haben dabei keine leichte Aufgabe. Sie werden jeden Tag geflutet mit Anrufen und E Mails von PR Agenturen und Unternehmen und alle glauben, ihre Geschichte ist die spannendste, die aufregendste und die beste.
Vergiss dabei die Wahrscheinlichkeit, dass deine Geschichte außergewöhnlich ist, ist sehr gering. Und das liegt nicht daran, dass das, was du machst, nicht toll ist, sondern weil es alles irgendwann irgendwo schon einmal gegeben hat. Um mit einer Push Strategie aber erfolgreich zu sein, musst du genau diese Frage beantworten.
Was ist an deiner Geschichte neu? Was ist der News wert? Was ist anders? Was ist das Besondere? Was ist das Außergewöhnliche? Und lügt ihr dabei nicht in die eigene Tasche?
Stell dir wirklich die Wie außergewöhnlich ist es wirklich? Weil eines ist Medien berichten über das Außergewöhnliche. Das ist der Grund, warum Medien jeden Tag gefüllt sind mit Mord und Totschlag. Es ist das Außergewöhnliche. Gott sei Dank, es wird nicht berichtet. Heute ist nichts passiert, heute ist nichts passiert. Ist der Normalzustand, über den wird nicht berichtet. Ein neues Geschäft hat eröffnet, wird nicht berichtet.
Das passiert jeden Tag mehrere Male. Also überleg dir sehr gut, was ist das Außergewöhnliche? Und vor allem, was ist die einzigartige Geschichte, die du erzählen kannst? Denk dabei nicht an den Mehrwert für dich, sondern denk daran, was der Mehrwert für die Menschen ist, die diese Geschichte am Ende lesen sollen. Wie kann deine Geschichte einen Beitrag leisten, dass der Journalist, die Journalistin am Ende einen Erfolg hat?
Wie kann deine Geschichte zum Erfüllungsgehilfen werden für ein Medium, um auch vielleicht neue Leserinnen und Leser zu gewinnen oder positive Feedbacks von Leserinnen und Lesern zu gewinnen? Wenn du diesen Job nicht erledigen kannst, dann wird die Push Strategie nicht funktionieren. Ich habe damals die erste Campaigning Agentur des Landes gegründet. Das gab es damals nicht. Jemand, der den Anspruch erhoben hat, Politik, ngos und Unternehmen unter einen Hut zu packen und unter einer gemeinsamen Strategie auf diese auch zuzugehen. Jemand, der Menschen bewegen wollte wie in Wahlkämpfen und das aber für Unternehmen tun wollte.
Das war etwas, das davor noch niemand getan hatte. In der Folge hat es mir zur Geburtsstunde meines ersten Unternehmens eine wunderbare Geschichte in einem großen österreichischen Medium beschert. Aber doch sind Push Geschichten diejenigen, die am seltensten verwirklichbar sind bei großen Neuerungen, bei großen Produktinnovationen. Hast du etwas erfunden, was es so in dieser Form noch nicht gibt? Hast du einen Preis gewonnen, der sonst noch nie gewonnen wurde von jemandem in deiner Kategorie? Was hast du getan, das tatsächlich diesen Newswert bietet, dass jemand darüber berichtet? Die zweite Strategie ist die PULS Strategie.
Kannst du Medien dienen mit deiner Expertise. Medien denken in vielen Bereichen, in Schubladen. Medien haben ihre Redaktionskonferenz, planen eine Geschichte über irgendein Thema und stellen sich dann die Frage, mit welchen Experten stimmen? Mit welchen sogenannten O Tönen kann diese Geschichte angereichert werden? Und dann wird Wer ist Experte in diesem und jenem Bereich und kann hier was beitragen? Das heißt, wenn es dir gelingt, mit deiner Expertise eine dieser Schubladen auszufüllen, um Nutzen stiftend für Medien bereitzustehen als Kommentatorin, als Kommentator, dann hast du die Chance, im Rahmen einer PULS Strategie auch mediale Präsenz zu erlangen. Immer wieder werden zum Beispiel Umfragen gestartet in bestimmten Branchen. Wenn du hier bereit sein kannst und willst, dein Statement abzugeben, dann wirst du mediale Präsenz erlangen. Der Unterschied bei der Pull Strategie Die Geschichte ist schon da, einzig sie ist noch nicht vollständig und du kannst als Expertin, als Experte dabei helfen, sie zu vervollständigen. Überleg dir dabei gut, welche Medien deine Expertise brauchen könnten. Überleg dir dabei gut, bei welchen Sonder und Spezialausgaben diese Expertise relevant sein könnte. Viele Medien veröffentlichen auf ihren Media Daten, unter anderem auch, welche Schwerpunktausgaben sie planen, welche Schwerpunkte bearbeitet werden, in welchem Monat.
Überleg dir genau, welcher vielleicht für dich interessant ist. Die dritte Strategie ist gerade für diejenigen, die neu beginnen in der Medienarbeit, eine sehr rasch und gut realisierbare, wenn man denn den richtigen Hebel findet. Die dritte Strategie nenne ich die Trittbrettfahrer Strategie. Das ist dann der Fall, wenn du selbst nicht das Gewicht in die Waagschale bringst, um medial präsent zu sein, dass du dann einen Weg finden musst, im Lichte einer anderen Person, im Lichte einer anderen Sache zu glänzen. Dafür gibt es viele Wege.
Es kann zum Beispiel sein, dass du dich entscheidest, an einem Wettbewerb teilzunehmen und wenn du diesen Wettbewerb gewinnst, dann wirst du von der medialen Aufmerksamkeit führen, diesen Wettbewerb auch selbst profitieren. Das heißt, du nutzt ein Format, um selbst Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich habe das selber an die Spitze getrieben, als ich mein erstes Unternehmen gegründet habe und niemand über mich berichten wollte.
Ich habe mir dann selbst eine Konferenz organisiert, eine Konferenz, wo ich mich selbst zum Speaker ernannt habe. Ich glaube nicht, dass die Konferenz irgendjemand besucht hätte, aber ich habe mich darum bemüht, damals einen sehr prominenten bekannten Speaker aus den USA zu gewinnen, den damaligen Kampagnen und Digitalstrategen der Obama Kampag. Er ist aus den USA angereist und hat meine Konferenz bereichert und natürlich haben sich für ihn alle interessiert und ich habe auch Medien angeboten, Interviews mit dieser Person zu machen, habe aber darauf bestanden, dass nachdem es mein Gast war und ich den Zugang auch zu dieser Person auch regeln konnte, dass diese Interviews immer im Doppelpack auch mit mir stattzufinden hatten.
Ich gestehe, die Fragen an mich waren natürlich etwas weniger, aber tatsächlich ist es mir gelungen, mit dieser Person gemeinsam mediale Präsenz zu erlangen. Egal welche Strategie du wählst, ob es die Push Strategie ist, die Pull Strategie oder auch die Trittbrett Strategie, in jedem Fall musst du immer Dein Sendungsbewusstsein alleine ist zu wenig, um mediale Präsenz zu erlangen, dass du den Nutzen stiften musst, der in beide Seiten wirken muss, nämlich gegenüber den Leserinnen und Lesern des jeweiligen Mediums oder der jeweiligen Konsumentinnen und Konsumenten des jeweiligen Mediums auf der einen Seite und gegenüber dem Journalisten und der Journalistin auf der anderen Seite. Das steht völlig außer Frage.
Und wie bei allem gilt auch in der Probieren ist alles. Vielleicht beginnst du nicht damit, dich morgen für eine Cover Story bei Forbes zu bewerben. Beginn damit, dich bei kleinen Nischenmedien für Geschichten anzutragen. Beginn damit, dich bei regionalen Medien für Geschichten auch ins Spiel zu bringen.
Übung macht den Meister. Das gilt auch hier. Und fang klein an. Üb dich nach oben. Es ist wie beim Speaking, wo der Spruch gilt Bühne schafft Bühne. So gilt auch im Mediengeschä Jede Geschichte produziert oft eine Folgegeschichte. Das heißt, die ersten sind die schwierigsten. Fang klein an.
Probiere es aus und teste die Wirkung, ob es auch den Nutzen stiftet, den du dir für dein Business erwartest. Das sind meine Tipps für deine mediale Präsenz. Ich freue mich sehr, wenn du Nutzen davonträgst und noch mehr, wenn du nächste Woche wieder einschaltest bei Business Gladiators Unplugged hier oder auf allen anderen Plattformen wie Spotify, itunes oder Apple Music.
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