Folge 226 - High Performance_ Wie weit gehst du für Exzellenz_
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Alternative zur Keynote: Interaktives Interview mit Publikumsfragen
Eine alternative Methode zur traditionellen Keynote ist ein interaktives Interview, das die gleiche Dauer hat und Publikumsfragen integriert. Dieses Format ermöglicht eine hohe Interaktivität und kann inhaltlich sehr ertragreich sein, während es gleichzeitig energetisch weniger fordernd ist. Es bietet eine flexible Option für Eventgestaltungen, um auch unter schwierigen Umständen Exzellenz zu liefern.
“ich könnte es in Form eines Interviews absolvieren, das wir gerne gleich lang machen, eine Stunde lang mit Publikumsfragen.”
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Wie weit bist du bereit für Exzellenz zu gehen? Die Folge könnte Herausforderung werden für mich. Exzellenz ist das Thema, über das ich leidenschaftlich gerne spreche und ehrlicherweise stundenlang reden könnte. Aber so lange haben wir in diesem Podcast nicht Zeit, oder? Auch diese Folge wollen wir nicht ausdehnen.
Ich werde es versuchen kompakt zu machen, nämlich vor allem in der Frage Wie weit bist du eigentlich bereit zu gehen, wenn es darum geht, richtig abzuliefern. Ich habe vor einiger Zeit die Premiere von meinem viertägigen Mindset Mastery absolviert in Seefeld und habe gerade ausgeschrieben, auch die Termine für nächstes Jahr wieder. Und eine der Rückmeldungen, die wir am öftesten als Team bekommen haben, war, dass es die Teilnehmerinnen und Teilnehmer extrem beeindruckt hat, mit welcher Exzellenz wir die Dinge rangehen. Das das heißt, wie penibel wir die Sachen vorbereitet haben, wie kundenorientiert wir sind, wie serviceorientiert wir sind. Vor einem Follow up Termin werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgerufen, wie wir den Event selber dort vorbereitet haben. Das heißt, die Exzellenz, mit der wir an die Sache rangehen, ist aufgefallen und führt am Ende zu Kundenbegeisterung.
Und bevor ich einsteige in die Was braucht es, um wirklich Exzellenz abzuliefern oder welche Hürden sollten wir überspringen? Möchte ich echt an der Stelle nochmal ein Plädoyer machen für die Bedeutung von Exzellenz. Es hat sich so viel verschoben in dieser Welt in den letzten zehn Jahren, wo wir in einer globalisierten Welt leben, wo die meisten Dinge zu jedem Zeitpunkt überall für jeden immer verfügbar sind. Und das macht natürlich was mit dem Anspruch, den Kundinnen und Kunden stellen an Produkte, an Angebote, an Dienstleistungen.
Diese Ansprüche steigen ins Unermessliche. Exzellenz wird erwartet oder anders formuliert, das Herausragende belohnt und es wurde immer belohnt. Wenn du früher herausragend abgeliefert hast, hast du herausragend dafür kompensiert gekriegt. Wenn du sehr gut abgeliefert hast, hast du sehr gut kompensiert gekriegt. Bei gut, gut und bei durchschnittlich durchschnittlich. Wenn du heute herausragend ablieferst, kriegst du noch immer herausragend kompensiert. Bei sehr gut kriegst du nur mehr gut, bei gut kriegst du nur mehr durchschnittlich und bei durchschnittlich abliefern, kriegst du gar nichts mehr, weil das ist das, was die Globalisierung und Digitalisierung vom Markt ausrat.
Niemand hat heute mehr Geld übrig für Durchschnitt. Was Menschen in dieser Wirtschaftslage erwarten, ist nicht mehr oder weniger als Exzellenz. Und Exzellenz heißt manchmal Erwartungen zu übertreffen. Exzellenz heißt mit echter Hingabe an die Sache ranzugehen. Exzellenz heißt einfach richtig abzuliefern, egal worin du da aktiv bist, ob das im Kundenservice ist, ob das in der Produktqualität ist, ob das im Support ist, ob das in deiner Dienstleistung ist. Abliefern ist gefragt und die Frage Wie weit bist du bereit für Exzellenz zu gehen?
Und ich gebe dir heute drei Hürden mit, die es aus meiner Sicht zu überspringen gilt. Und ich möchte die drei Hürden mit drei Geschichten aus meinem eigenen Unternehmer Dasein aufladen, damit du ein bisschen Gespür kriegst, wie ich in diesen Dingen ticke und nicht nur deswegen, sondern auch damit du einen Eindruck kriegst, womit ich in den letzten zehn, fünfzehn Jahren extrem gut gefahren bin. Der erste Punkt, den du überspringen musst und den du brauchst, den du als Hürde überspringen musst, ist Aufrichtigkeit. Ohne Aufrichtigkeit keine Exzellenz. Ich erinnere mich noch, als ob es gestern gewesen wär. Ich war noch operativ tätig in meiner Agentur und wir haben drei Tage vor einer extrem wichtigen Präsentation, wo wir ausnahmsweise mal gepitcht haben, das Konzept uns auf den Tisch gelegt, die Kreation, also die Entwürfe uns auf den Tisch gelegt und wir stehen alle um den Tisch rum und haben wirklich eine halbe Stunde lang diskutiert und irgendwann platzt es aus unserem damaligen Kreativdirektor heraus und er Ich glaube, es ist noch nicht gut genug. Und wir alle haben uns angeschaut und haben Verdammt, er hat recht. Es lag in unserem Blick. Wir haben uns alle Es war dieses Verdammt, Er hat einfach wirklich jetzt gerade ausgesprochen, nicht nur, was wir uns alle denken, sondern wovon wir überzeugt sind, dass es richtig ist, nämlich es reicht noch nicht, es ist noch nicht gut genug.
Und du das drei Tage vor einer Präsentation sagst, dann heißt es im Wesentlichen nur eines Nachtschichten. Und damit sind wir schon beim Knackpunkt Aufrichtigkeit hat immer einen Preis. Wenn du aufrichtig bist und sagst, es reicht noch nicht unser Produkt, unser Angebot ist noch nicht gut genug, unsere Dienstleistung ist noch nicht gut genug, dann hast diese Aufrichtigkeit immer eins und das ist Arbeit. Und wenn du jetzt jemand bist, der eher sich die Dinge gern schönredet, um die Arbeit zu vermeiden, dann wirst du das doppelt und dreifach bezahlen, entweder indem die notwendige Arbeit immer mehr wird oder indem dein Business irgendwann leiden wird. Das heißt, Aufrichtigkeit ist der Faktor Nummer eins, um den es geht.
Da müssen wir drüber. Wenn wir den Weg zur Exzellenz gehen wollen, dann müssen wir diese Hürde passieren. Die zweite Hürde, die am Weg zur Exzellenz auf dich wartet, ist die der Beharrlichkeit. Bist du bereit dran zu bleiben, Auch dann, wenn es richtig zach wird, einfach nur um am Ende wirklich Exzellenz zu erreichen. Es gibt den wunderbaren Spruch oder eigentlich When the going gets tough, the tough get going. Wenn das Gehen zach wird, kommen die zachen ins Gehen.
Freie Übersetzung nach Philipp Marathan. Manchmal fordert der Weg zur Exzellenz echte Beharrlichkeit. Ich habe auch dazu ein wunderbares Beispiel für dich vor einigen Wochen oder einen Schwank aus meinem Leben, aus meinem unterhaltsamen Vor einigen Wochen war ich mit meiner Mitarbeiterin unterwegs, Wir waren eine neue Location scouten für mein nächstes Mindset Mastery Event.
Vier Tage mit Unternehmerinnen, Unternehmern, epus, Selbständigen, Führungskräften, Leute, die Großes bewegen wollen und vier Tage lang am Business und Erfolg arbeiten wollen. Und da braucht man ein neues Hotel, weil wir aus dem vorherigen hinausgewachsen sind. Und ich war unterwegs, ein neues Hotel zu besichtigen.
Ich habe den Termin gehabt um zwanzig uhr am Abend, die Hotelbesichtigung. Warum? Ich bin an dem Tag um fünf uhr früh aufgestanden, war schon am Weg nach München, habe in München einen Terminmarathon absolviert, bin dann weiter nach Tirol, habe dort noch was gehabt und dann irgendwann einmal um neunzehn uhr fünf und vierzig bin ich im Hotel angekommen, wo wir eigentlich sicher waren, dass wir das dort machen werden und das Besichtigen nur noch eine Formalität ist, um um zwanzig uhr dort eine Besichtigung zu absolvieren. Und während ich die Besichtigung absolviere, habe ich diesen Moment der Aufrichtigkeit und ich denke mir, ui, das reicht nicht, das ist nicht der Standard für meine Teilnehmerinnen und Teilnehmer, das entspricht nicht meiner Erwartung an Exzellenz.
Und das heißt, ich habe die Aufrichtigkeit gehabt, das ist mir dort gedämmert. Ich hab aber nicht nur die Aufrichtigkeit gehabt, ich war von dem Dockschlauch, ich hab Kopfweh gehabt, ich war schon leicht angeschlagen. Also es war richtig hart, als ich dann eine halbe Stunde später mit meiner Mitarbeiterin beim Abendessen gesessen bin und wir beide in diesem Moment der Aufrichtigkeit uns das eingestanden haben.
Aber was dann gekommen ist, ist Beharrlichkeit. Es war klar, dass wir das Problem jetzt lösen wollen. Ich bin jetzt in Tirol, ich bin hierher gekommen, um eine Location zu finden, ich werde morgen um Uhr wieder abgeholt, weil ich in der Früh dann in Wien Termine hab. Also das Proble ist jetzt zu lösen.
Was also bedeutet, wir haben uns an den Computer gesetzt, wir haben Research gemacht, wir haben zwei mögliche Hotels identifiziert, nur mehr im Research haben die kontaktiert. Am einen Hotel, glaube ich, hat gar niemand abgekommen, beim zweiten, das unser Favorit war, hat nur mehr die Nachtrezeptionistin abgehoben. Und ich habe zu der gesagt, gute Frau, jetzt mag ich dir nicht komisch vorkommen, aber ich müsste spontan vorbeikommen und mir ihren größten Seminarraum anschauen. Und sie hat gesagt, das geht jetzt nicht besser, es ist keiner mehr da, habe ich, ich brauche eh niemanden. Ich will nur kurz bei der Tür reinschauen, um ein Gespür zu kriegen, weil ich bin jetzt da und brauche das jetzt. Das tut mir leid, aber das ist wirklich nicht möglich, weil morgen ist eine Veranstaltung in dem Raum, die haben schon alles aufgebaut mit irgendwelchen teuren Geräten, die schwer versichert sind, es ist unmöglich.
Ich habe auf diese Dame fünfzehn Minuten lang eingeredet, bis sie eingeknickt ist und gesagt, kommen Sie heute vorbei. Wir haben uns in strömendem Regen in ein Taxi gesetzt, sind zu dem Hotel gefahren, sind die letzten fünf Minuten in strömendem Regen auf die Anhöhe zu dem Hotel marschiert, sind dort rein, die Dame muss sich gedacht haben, da kommen zwei völlig Geisteskranken um die Ecken und haben gesagt, wir warten jetzt, die zwei, die sich da jetzt den Seminarraum anschauen und siehe da, der ist fantastisch. Das Hotel hat eine tolle Atmosphäre, einen guten Vibe einen guten Spirit.
Das hat uns extrem getaugt und wir sind am nächsten Tag um Uhr nach Hause gefahren und haben am übernächsten Tag telefonisch mit dem Hotel alles fixiert. Also Beharrlichkeit nicht von Hürden irritieren lassen. Wenn es darum geht, die beste Exzellenz für deine Kundinnen und Kunden rauszuholen, dann musst du manchmal Hürden überspringen.
Und das heißt, manchmal musst du wen überzeugen, manchmal darfst du nicht locker lassen, manchmal hast du Kopfweh, dir geht es nicht gut, es schüttet in Strömen, niemand ist mehr da, das ist egal. Wenn es sein muss, muss es sein. Du kannst jetzt einen kleinen Einblick sozusagen in meine Entschlossenheit kriegen, was nichts anderes ist als ein anderes Wort für Beharrlichkeit. Also echte Beharrlichkeit und Entschlossenheit. Die zweite Hürde am Weg zur Exzellenz. Und die dritte Hürde am Weg zur Exzellenz ist Anpassungsfähigkeit.
Und die ist mir besonders wichtig, weil gerade nach dem zweiten Punkt könnte man immer vermuten, es geht einfach nur darum, stupide gegen die Mauer zu laufen und egal wo es ist, einfach durchzuziehen. Und es funktioniert manchmal, siehe meine Erzählung aus dem zweiten Beispiel. Und manchmal funktioniert es nicht.
Und auch hier eine besonders praktische Erzählung aus meiner letzten Woche. Man hört es vielleicht noch ein bisschen an meiner Stimme. Ich bin noch extrem verkühlt, angeschlagen und so weiter und hab aktuell extrem viele Keynotes. Und diese Keynotes sind unendlich anstrengend. Ich hab mittlerweile so ein Tracking Fitness Bundle und ich muss sagen, eine Stunde mit meinem Personal Trainer kommt nicht ansatzweise heran an die körperliche Belastung einer Keynote. Ich gebe da so viel Kraft, ich bin da so intensiv investiert, dass es richtig, richtig beanspruchend ist. Und wenn du dann nicht fit bist, dann ist das ein Killerkommando. Also Montag eine Keynote gehabt, da habe ich mir nach zwanzig, fünf und zwanzig Minuten gedacht, es könnte sein, dass ich umfall, einfach weil mein Körper revoltiert hat und gesagt ich bin für die Belastung jetzt nicht bereit. Ich bin dann zum Ende gekommen, der Keynote, Gott sei Dank, habe aber gewusst, die Keynote am nächsten Tag werde ich nicht abliefern können.
Und jetzt ist natürlich die Was machen wir jetzt? Variante eins? Ich sag sie ab. Und ich muss ehrlich sagen, wenn ich jetzt wirklich hohes Fieber hätte oder sonstiges, würde ich das auch tun. Ich bin nicht mehr bereit, mich komplett auszubeuten, aber es war schon an der Grenze. Aber ich versucht oder ich wollte einen Weg finden, wie ich trotzdem Exzellenz liefern kann am nächsten Tag und habe dann in meiner Anpassungsfähigkeit eine Idee geboren.
Ich weiß nämlich von mir aus der eigenen Erfahrung, das Interview zu führen, energiemässig deutlich weniger anspruchsvoll ist, als ein Motivations Keynote zu führen, inhaltlich aber mindestens genauso ertragreich ist. Und jetzt weiß ich natürlich, alle Veranstalter wünschen sich Keynotes, weil sie wollen immer ein bisschen den Motivationsguru unter Anführungszeichen haben. Aber als ich dann in der Früh die Veranstalterin angerufen habe und ihr gesagt hab, folgende Ich bin krank, wir haben jetzt zwei Möglichkeiten.
Variante eins ich muss Ihnen absagen. Variante zwei ist, ich könnte es in Form eines Interviews absolvieren, das wir gerne gleich lang machen, eine Stunde lang mit Publikumsfragen. Wir machen es noch interaktiver und holen da das Beste raus. Dann traue ich mir das zu. Und die Dame hat Bevor wir die Veranstaltung jetzt absagen, probieren wir das.
Und siehe da, es war ein herausragender Erfolg und zwar so herausragend, dass ich jetzt wirklich schon entschieden habe, ich werde in Zukunft das aktiv anbieten. Allen, die bei mir anfragen, weil ich festgestellt habe, dass diese Interaktivität in der Veranstaltung so ein Gewinn ist und auch ich selber interview, habe ich das Gefühl, manchmal noch stärker bin als in der Keynote und es gleichzeitig energiemässig ein Bruchteil einer Keynote beansprucht, dass ich einfach durch meine Anpassungsfähigkeit einen anderen Weg zur Exzellenz gefunden habe. Das heißt, wenn du dir die Frage stellst, wie weit bist du bereit für Exzellenz zu gehen, dann braucht es aus meiner Sicht drei zentrale Qualitäten.
Das erste ist Aufrichtigkeit. Wenn du nicht bereit bist zu sehen, dass etwas noch nicht exzellent ist, dann wirst du auf dem Weg nicht weiterkommen. Das zweite ist Beharrlichkeit, wenn du nicht bereit bist, die Hürden zu nehmen und auch jetzt einmal unter widrigsten Umständen dich für deine Exzellenz einzusetzen. Die low hanging fruits tragen dich selten zur Exzellenz. Es ist immer das Anspruchsvolle, was uns weiterbringt. Und das Dritte ist Anpassungsfähigkeit.
Exzellenz ist nicht immer nur mit dem Kopf gegen die Wand, sondern manchmal überlegen, gibt es einen anderen Weg, um abzuliefern. Da braucht es einfach manchmal Kreativität. Und ich hoffe, für alle drei Dinge konnte ich dir praktische Beispiele liefern aus meinem Leben.
Genau das soll dieser Podcast hier sein. Mitten aus dem Leben. Mitten aus dem Leben und vor allem unplugged.
Das ist das Versprechen hier jede Woche. Und das Versprechen ist auch, dass wir Fragen behandeln, die du mir schickst. Schick sie mir gern unter WhatsApp, unter drei hundert ein und dreiig tausend fünf hundert fünf und fünfzig gerne als Sprachnachricht, gerne als Textnachricht. Ich kriege auch immer wieder Themenvorschläge über Instagram, wo einfach Leute, ich habe jetzt keine Frage, aber könntest du über das Thema mehr reden? Das war zum Beispiel heute Exzellenz, wo ich sehr oft angesprochen werde. Ich baue das immer ein. Das ist eine Sendung, eine Podcast Show, die ist für dich und deinen Erfolg gemacht.
Ich hoffe, dass du da Freude dran hast und vor allem Nutzen daraus ziehst. Dann schalt nächste Woche wieder ein. Ich freue mich sehr auf dich. Mein Name ist Philipp Maderthaner. Alles Liebe und bye bye.