Folge 177 - Mindset_ Wie finde ich meine wahre Bestimmung_
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Bestimmung finden erfordert 'nichts tun'
Um die eigene Bestimmung zu finden, ist es paradoxerweise notwendig, "nichts zu tun" und dem Prozess nicht durch übermäßiges Nachdenken oder Grübeln im Weg zu stehen. Dies fällt vielen Menschen schwer, da sie gewohnt sind, alles kontrollieren zu wollen.
“Also es ist nichts zu tun. Das ist der wichtige Punkt für dich und gleichzeitig wahrscheinlich auch das Problem, weil das fällt uns Menschen ja am schwersten, überhaupt nichts zu tun.”
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Wie finde ich meine wahre Bestimmung? Willkommen hier zu dieser neuen Folge bei Business Gladiators unplugged. Ich freue mich sehr, dass du dabei bist bei dieser spannenden Frage, die mich über Instagram erreicht hat. Sebastian hat mir auf meinen Aufruf in einer meiner Instagram Stories die Frage gestickt, Wie finde ich meine wahre Bestimmung, meine Berufung?
Und ich möchte die Frage extrem gerne aufgreifen, weil ja viele im Sommer die Zeit nutzen, durchaus im Urlaub ein bisschen zu reflektieren und vielleicht der eine oder die andere vielleicht sogar in der kleine Sinnkrise schlittert. Und da ist die Wie finde ich jetzt eigentlich meine wahre Bestimmung? Durchaus eine wichtige.
Und deswegen haben wir sie diese Woche, diesen Podcast. Ich glaube, es gibt wirklich zwei Jahreszeiten, wo Hochkonjunktur ist für das Überprüfen der eigenen Jobs, des eigenen Unternehmens, des eigenen Wirkens. Das ist der Jahreswechsel und es ist der Sommer. Überraschung. Überraschung ist es immer dann, wenn wir ein wenig Zeit haben.
Also wenn wir im Hamsterrad sind und werkeln vor, dann hat man keine Zeit darüber nachzudenken, wie ist es eigentlich mit der eigenen Berufung oder Bestimmung, sondern die Dinge tauchen dann auf, wenn sie etwas Weißraum auftut im Leben. Dort entstehen diese großen Fragen und ich möchte eine Sache vorweg sagen, die ist mir extrem wichtig. Die Frage Wie finde ich meine Bestimmung? Hat aus meiner Sicht eine wesentliche Antwort. Und die Antwort sie findet dich so. Viele machen den Fehler, dass sie, wenn sie auf die Suche gehen nach ihrer Berufung im Außen auf die Suche gehen, wie nach einer Stecknadel im Heuhaufen. Also davon ausgehen, dass da draußen irgendwo ihre Bestimmung liegt.
Aber irgendwer hat sie so gemein einfach vergraben, ganz tief, dass wir das ganze Leben danach suchen müssen. Und wenn wir Glück haben, finden wir sie. Aber meistens haben wir Pech, weil die Stecknadel im Heuhaufen ist ja schwer zu finden. Also gehen wir unseren Lebensweg ohne finden unserer Berufung.
Und ich glaube, das ist wirklich ein Schwachsinn. Das wird uns eingehämmert jeden Tag, wenn wir aufmachen Social Media, wo ja alle das Leben ihrer treuen Träume leben und alles so super läuft und jeder im Flow ist, jeder seinem Purpose folgt und alles ist super. Dieser ganze Schwachsinn, so läuft es nicht.
Also ich bin davon überzeugt, deine Bestimmung findet dich zum richtigen Zeitpunkt. Also es ist nichts zu tun. Das ist der wichtige Punkt für dich und gleichzeitig wahrscheinlich auch das Problem, weil das fällt uns Menschen ja am schwersten, überhaupt nichts zu tun. Wir glauben, wir sind die ganze Zeit im Driver Seat da, haben alles unter Kontrolle und deswegen, wir sind auch diejenigen, die ihre Bestimmung finden müssen. So funktioniert das nicht.
Ganz ehrlich, du überschätzt dich und deine Fähigkeiten, wenn du glaubst, du kannst alles im Leben unter Kontrolle nehmen und das systematisch agieren. Das Leben ist zu groß dafür. Wenn du dich erinnerst, einmal fragst, wie sind die großen Dinge in deinem Leben passiert, wie hast du einen bestimmten Job gekriegt oder wie hast du deine Partnerin oder Partner gefunden, also große Weggabelungen, dann wirst du feststellen, dass du wenig dabei unter Kontrolle gehabt hast, dass vieles davon abgehängt ist von Fügungen, von Wendungen, von Dingen, die einfach passiert sind. Vielleicht hättest du die Entscheidung nicht getroffen, wenn du an dem Tag nicht mit dieser bestimmten Person gesprochen hättest, wenn die Person auf Urlaub gewesen wäre, krank gewesen wäre, hättest das Gespräch nicht gegeben, du hättest die Entscheidung nicht getroffen. Also all diese Dinge kannst du für dich überprüfen und dann wirst du mal feststellen, du hast so viele Dinge nicht unter Kontrolle. Und ich glaube auch wirklich, so ist es auch, wenn es um deine Berufung oder Bestimmung geht. Das ist ein Auftrag in deinem Leben, den du hast und den rauszufinden. Das wirst du nicht tun, indem du ins Außen gehst, indem du auf Instagram scrollst und schaust, was tun all die anderen Menschen, sondern du wirst es im Innen finden oder eben, es wird dich finden. Ich glaube wirklich, Leidenschaft oder Berufung ist wie feuriges Lava.
Es bahnt sich seinen Weg. Und deswegen glaube ich, ist tatsächlich nichts zu tun, außer dem Ganzen nicht im Weg zu stehen durch Nachdenken, durch Grübeln, sondern einfach einmal Platz zu machen. Viele Leute meditieren, viele Leute suchen die Stille, viele Leute suchen die Ruhe, viele Leute sind einfach aufmerksam und achtsam.
Und das ist ja das, was ich empfehle. Bin jetzt nicht der große Meditationsmeister, aber ich bin ein großer Freund von Aufmerksamkeit. Ich bin meinem Buch Alles wird gut und im zugehörigen Workbook eine Übung drinnen, die nennt sich Spurensuche.
Spurensuche ist insofern großartig, weil sich nicht mit Denken in die Zukunft beschäftigt, sondern mit Analyse und Spurensuche in die Vergangenheit. Das heißt, Spurensuche heißt, du sollst einmal schauen, was in deinem Leben zieht dich oder hat dich auf natürliche Weise angezogen? Was übt oder hat in der Vergangenheit eine ganz natürliche Anziehungskraft auf dich ausgeübt?
Welche Themen, wo zieht es dich immer wieder rein? In welche Bücher zieht dich rein? Was schaust du dir immer wieder von selber an? Welchen Content haust du dir rein? Was ist es, das dich ganz natürlich anzieht? Und ich habe da ein paar Übungen in meinem Workbook. Ich glaube eine davon ist, du zählst einmal die Bücher durch, die du in deinem Regal hast, die du leidenschaftlich gelesen hast und zählst einmal durch, welche du am öftesten gelesen hast und machst einmal Statistiken, welche Themen es dich reinzieht. Du schaust, welche Magazine, Zeitschriften konsumierst du, welche Podcasts konsumierst du?
Was ist wirklich das, was dich interessiert? Wo beschäftigst dich freiwillig im Urlaub damit. Das heißt, Spurensuche in die Vergangenheit hat einen Vorteil. Sie unterliegt nicht so großer Gefahr, dass du mit Denken irgendwas künstlich konstruierst, sondern du analysierst einfach und schaust einfach, was sind natürliche Anziehungspunkte in deinem Leben und kriegst dadurch vielleicht eine Spur, was kann deine Bestimmung oder Berufung sein?
Was ist das, wozu dich Freundinnen und Freunde immer wieder fragen? Wo kommen Leute auf dich zu und fragen dich. Das ist einer der Gründe, warum der Podcast entstanden ist, weil einfach Menschen mich immer wieder mal fragen, wie sie mit bestimmten Situationen umgehen. Und ich festgestellt habe, dass das offenbar ein Teil meiner Berufung ist, Menschen zu helfen, die großes bewegen wollen, dass das etwas ist, was mich ausmacht, aber mich auch mit Menschen verbindet.
Also ich würde mal Folgendes vorschlagen, wenn du die Frage hast, wie findest du deine Berufung oder deine Bestimmung, dann heraufzusuchen, das ist das Erste, sondern lass dich leiten und das ist die größte Übung überhaupt. Und wenn du das noch nicht kannst, dann mach ein bisschen Analyse in die Vergangenheit und schau, was dich dort so angezogen hat und versuch möglichst wenig verkrampft zu denken und vertraue darauf, dass dich das finden wird, genauso wie die alle wesentlichen Dinge im Leben gefunden haben. Und das ist bei Gott jetzt keine Räucherstäbchen Philosophie, die dir da mitgebracht nach dem Motto Zünder, Kerzen, Räucherstäbchen und dann wird die schon dein Lebensauftrag finden.
Nein, das ist es nicht. Das ist nichts Spirituelles, sondern es ist einfach der Punkt, dass du das, wofür du da bist, ja in gewisser Weise schon in dir trägst. Und das ist das, was ich dir mitgeben will, dass es vielmehr darum geht, zu erkennen, was ist, als etwas zu finden, was noch nicht ist.
Und dazu brauchen manche Leute externe Impulse, zum Beispiel, dass sie einen Podcast hören, dass sie Magazine durchblättern, manche machen Sport. Alles, was dich in den Flow bringt, ist eine gute Idee. Manche gehen im Wald spazieren.
Also das gute Nichtstun, den Weißraum schaffen, ohne nachzudenken, ist ein guter Platz, wo Dinge entstehen können. Aber ich würde es auch nicht zu hoch hängen. Du, ich glaube, es gibt genug Leute, die glücklich und erfüllt durchs Leben gehen, ohne dass sie ihre Bestimmung artikuliert haben oder ihre Lebensvision skizziert haben. Also man glaubt immer, wer kein Purpose hat, hat kein Leben. Ich weiß nicht, ob das stimmt, ehrlich gesagt. Ich glaube, dass Leute deutlich glücklicher sein können oft, wenn sie nicht so viel nachdenken und einfach das tun, was sie gern tun und das mit großer Hingabe tun. Also nimm Druck raus und ich glaube, ab dem Zeitpunkt, wo du Druck rausnimmst, können die Dinge entstehen.
Das wünsche ich dir und allen, die vielleicht gerade irgendwo in der Sinnkrise schlittern. Ich möchte dir vor allem eines sagen, niemand ist davor gefeit, ich auch nicht. Ich bin gerade wieder dabei, so viele Dinge zu hinterfragen. So viele Dinge entwickeln sich gerade, wo ich noch nicht weiß, wo es hingeht. Und das auszuhalten, ist für mich wirklich die Königsdisziplin. Ich glaube, du hast, wenn du den Podcast öfter hörst, schon durchaus Durchgänge gehört. Ich bin jemand mit Energie, der gerne andruckt, der gerne anschiebt. Aber wenn ich gerade nicht weiß, wohin anschieben, dann ist es für mich die Hölle. Aber dann entscheide ich mich genau dafür, das zu tun, was ich jetzt gerade tue. Ich tu das, was ich tue, einfach weiter so gut.
Ich kann zum Beispiel jetzt diesen Podcast aufnehmen und ich hinterfrage jetzt nicht alles. Wahrscheinlich, was Neues entsteht, wird das Alte ablösen, keine Frage. Aber ich versuche eines nicht zu tun, mich vor das weiße Blatt Papier zu setzen und zu fragen, was ist jetzt der nächste Schritt oder meine Vision. Das durch Denken zu konstruieren, hat sich für mich wirklich schlechte Übung herausgestellt.
Also wenn du dabei bist, in dieser Phase, dann wünsche dir, dass es dir gelingt, einfach den Druck rauszunehmen. Und ich würde mich freuen, wenn du nächste Woche wieder einschaltest, weil vielleicht gibt es auch hier bei Business Gladiators Unplugged deinen Impuls und vielleicht hast du auch eine Frage. Der Sebastian hat mir diese Frage zum Beispiel auf Instagram geschickt.
Wenn du mir auf Instagram noch nicht folgst, dann empfehle ich dir das unbedingt. Auf Instagram, auf YouTube und auf Facebook gibt es auch wirklich regelmäßigen Content von mir, Ausschnitte hier aus dem Podcast über Video. Ich schaue gerade in die Kamera und wink dir und grüß dich, aber auch Ausschnitte von meinen Auftritten, Keynote Speeches, Interviews und Ähnlichem.
Also wenn du Lust hast auf mehr, dann folg mir unbedingt auf meinen sozialen Netzwerkkanä und so bleiben wir gemeinsam dran und hören uns hoffentlich nächste Woche wieder. Bis dorthin alles Liebe und bye bye.