Folge 88 - Wie komme ich aus einer Plateau-Phase raus?
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Ambition entsteht aus der Zugkraft des Vakuums zwischen Zielen und Status quo
Ambition ist das Ergebnis der Zugkraft, die durch das Vakuum zwischen den angestrebten Zielen und dem aktuellen Status quo entsteht. Diese innere Zugkraft zieht Individuen und Unternehmen vorwärts und motiviert sie, aktiv zu werden. Sie ist der entscheidende Treibstoff, um aus einer Plateauphase herauszukommen und die nächste Stufe zu erreichen.
“Und auf einmal entsteht diese Zugkraft, es zieht dich wieder rein und aus dem entsteht letztlich Ambition.”
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Wie komme ich raus aus einer Plateauphase? Wie komme ich raus aus einer Plateauphase? Was passiert, wenn ich mit meinem Unternehmen in eine Phase eingetreten bin, wo ich das Gefühl habe, ich tritt auf der Stelle? Irgendwie haben wir ein Plateau erreicht und es geht nicht voran.
Diese Frage habe ich bekommen als eine von zwei Fragen von Raimund. Vielleicht erinnerst du dich an eine der letzten Podcast Folgen und ich möchte unbedingt auch seine zweite Frage beantworten, weil ich sie wirklich genial finde. Hören wir uns an, was Raimund bewegt.
Und was immer nur für Fragst momentan ist. Bin gerade ein bisschen so in einer Plateauphase, was ja ganz normal ist, aber wie ich da am besten den nächsten Schritt finde, für mich herausfinde, was ist der nächste Step? Welchen Schritt kann ich gehen? Was macht Sinn?
Habe jetzt die Folgen ein bisschen durchgeschaut, ob schon was war, nichts gefunden in dem Format vielleicht ist ja passend. Vielen Dank schon mal im Voraus und schönen Tag, guten Wochenstart, liebe Grüße aus Salzburg. Baba Raimund, vielen Dank. Zunächst einmal danke, dass du die Fragen schickst.
Jede und jeder, der das auch so tun möchte wie Raimund. Ich bin auf allen Kanälen für dich erreichbar. Instagram, Facebook, LinkedIn, Hallo Com und eben jetzt auch neu auf meiner WhatsApp Line unter drei hundert drei und dreiig eins fünf hundert fünf und fünfzig deine Frage entweder schriftlich per WhatsApp oder als Voice Message, maximal eine Minute, damit wir das auch handeln können.
Ich freue mich sehr. Heute geht es aber um die Frage zwei von Wie kommt man raus aus einer Plateauphase? Was tut man, wenn man das Gefühl hat, man tappt auf der Stelle? Die erste und wichtigste Antwort Es ist komplett normal. Es ist komplett normal, dass wir nach Phasen des großen Wachstums, nach Phasen der großen Anstrengung, wo wir extrem uns ins Zeug legen und wirklich was voranbringen, immer wieder auch in Plateauphasen hineinkommen. Jeder von euch, der hier zuhört, kennt diese wunderbaren Grafiken, die wir immer so gern wegklicken, weil sie uns zu banal erscheinen, wo gezeichnet ist, dass eben ein Aufstieg nicht linear stattfindet, sondern eben im Zickzack stattfindet und eben auch in Plateaus stattfindet. Aber was tut man, wenn man merkt, dass man in so einem Plateau kommt?
Oder vor allem, wie merkt man es überhaupt? Und ich glaube, einer der wichtigsten Indikatoren ist der Fortschritt auch der in Zahlen messbare Fortschritt ist nicht mehr so groß. Das heißt, der Umsatz wächst vielleicht nicht, das Momentum hat etwas nachgelassen, es kommen nicht mehr so viele neue Anfragen rein. Und das sagt uns schon eigentlich, was hier zu tun ist. Wenn ein Momentum nachlässt, dann ist eigentlich nur eine Sache zu tun und das ist neues Momentum, neuen Impuls zu produzieren.
Und das wirklich Interessante ist, das ist meine Beobachtung, dass in solchen Plateauphasen oft nicht sofort auch die Kraft oder der Antrieb vorhanden ist, das zu tun. Das liegt daran, dass wir, wenn wir uns auf hohe Ziele pushen, wir sehr oft in die Situation kommen, dass wir danach eher ausgelaugt sind, eher fertig sind, ein bisschen in den Seilen hängen, ein bisschen Erholung brauchen. Und da bin ich genau beim Punkt, der für mich so normal ist. Jede Anstrengung braucht Erholung. Das heißt, auch wenn du das Gefühl hast, du kommst kurz in eine Phase, wo du mal durchschnaufen musst, das ist komplett normal. Das ist komplett normal.
Wichtig ist, den Zeitpunkt nicht zu übersehen, weil man dann von der Erholung in die, ich nenne es jetzt immer gerne Sattgefressenheit kommt. Es kann also sein, dass man den Moment übersieht, wo die notwendige Erholung übergeht in eine Sattgefressenheit, in eine Saturiertheit, in eine, wo man den Status quo einfach so hinnimmt und sich der Bequemlichkeit hingibt, dass man den Status quo einfach weiter verwalten könnte. Und ich musste da wirklich eine unangenehme Nachricht bringen, auch an all diejenigen, die sagen muss man denn immer weiter wachsen und muss man denn wirklich immer Kann man nicht irgendwann einmal zufrieden sein? Ich kenne diese Debatten ja. Und die Antwort darauf ist ganz Du kannst und sollst und musst dankbar sein für alles, was du schon hinter dir hast, was du erreicht hast, alles, was du dir aufgebaut hast. Dankbarkeit ist eine der wichtigsten Tugenden überhaupt.
Aber Saturiertheit, sattgefressene Zufriedenheit, wie die Maderthaner im Speck, dich zu suhlen in dem, was du erreicht hast und dem Charme zu erliegen, das jetzt einfach einfach bis ans Lebensende weiter zu verwalten. Da hast du die Rechnung ohne den sprichwörtlichen Wirt gemacht. So funktioniert Business nicht, so funktioniert vielleicht statische Settings nicht einmal dort kannst du im angestellten Setting deine Tätigkeit zu Ende verwalten, außer Du bist vielleicht wirklich in der Verwaltung tätig.
Im Business funktioniert das nicht. Im Business bedeutet, wenn du beginnst, dein Unternehmen zu verwalten und aufzuhören zu streben, dich weiterzuentwickeln, nach der nächsten Stufe zu streben, bedeutet das, dass du die Degeneration deines Unternehmens einleitest. Und es gibt dafür ja unendlich viele historische Beispiele.
Ich möchte jetzt gar nicht anfangen mit den plakativen Beispielen von Kodak, denen man den nächsten Schritt vorgestellt hat mit der Digitalkamera. Und die haben gesagt, na, das ist irgendwie nichts für uns, da sind wir nicht so dabei. Und dann schauen wir, wo sie heute gelandet sind. Es hätten auch die sein können, die das nächste Instagram erfinden, Sind sie nicht Nokia, wo man sich ewig gewehrt hat gegen Weiterentwicklung. Und heute schauen wir uns an, wo sie sind, nämlich auf einem komplett anderen Spielfeld.
Also aufzuhören, danach zu streben, die nächste Stufe zu erreichen, bedeutet, dass du für dein Unternehmen auch einfach den Sinkflug einleitest. Und das ist einfach eine Feststellung. Das hat nichts damit zu tun, dass man undankbar ist oder unzufrieden ist. Aber es ist die erste Erkenntnis, die ich dir mitgeben will, wann du in so einem Plateau angelangt bist. Nämlich nimm dir die notwendige Erholung, die du brauchst. Wenn du einen Sprint oder einen Marathon hinter dir hast, auf ein bestimmtes Ziel hin. Du hast es erreicht, dann sollst du dich auch mal kurz erholen. Das Zweite und das habe ich erlebt, glaube mir, auf eindrückliche Art und Weise. Vor vielen, vielen Jahren habe ich mir ein wichtiges Meilensteinziel gesetzt für mein Unternehmen. Ich habe es erreicht und dann bin ich genau in diese Sattgefressenheit hineingekippt aus der Erholung heraus.
Und der Grund, warum mir das passiert ist, ist, ich habe nicht darauf geachtet, dass ich rasch genug ein neues Ziel parat hatte. Und das ist wirklich faszinierend, weil wir stellen ja immer wieder fest, wenn wir nach bestimmten Zielen streben, dass wir in dem Moment, wo wir dann durch die Ziellinie gehen, eigentlich kurz orientierungslos sind. Plötzlich fehlt uns irgendwie der Antrieb, der Sinn fällt weg. Und der Grund ist ganz Wir haben kein neues Ziel gesetzt. Und da gibt es großartige Menschen, von denen ich da lernen darf. Ich habe einen beeindruckenden Unternehmer, den ich zu meinen Freunden zählen darf, Chris Steiner, ein herausragender Unternehmer und beeindruckender Mensch.
Ich kenne niemanden, der mehr getrieben ist von Zielen. Der setzt sich für alles ein Ziel. Der steht in der Früh auf und nimmt sich Dinge vor und verbindet das mit einem Ziel. Er sagt zu Der kann ohne Ziele nicht sein. Der kein Ziel hat, geht der ein wie ein Pflänzchen.
Und er ist höchst erfolgreich, vermutlich auch deswegen. Und damit auch ein wunderbares, ich würde fast sagen, Extrembeispiel. Und das meine ich als höchstes Kompliment, weil er das so extrem betreibt und deswegen auch extrem erfolgreich. Der setzt sich zu allem ein Ziel und dem wird nicht passieren, dass er nicht schon das nächste Ziel hat. Der fährt von einer Veranstaltung nach Hause, wo er den größten Erfolg seines Lebens erzielt hat und auf der Rückfahrt hat er eigentlich schon das nächste Ziel parat. Das heißt, der schließt in der Sekunde die Lücke und kommt damit nie in die Verlegenheit, in die Sattgefressenheit zu kippen. Und ich glaube, genauso funktioniert es.
Ich habe für mich so eine Art Schwungrad entwickelt oder eine logische Abfolge von Schritten, wie aus dieser Saturiertheit herauskomme. Und die Basis dafür sind Ziele. Wenn du Jetzt fällt mir aber so schwer, dann gleich das nächste Ziel zu finden, dann sage Machen wir es andersrum.
Dann nehmen wir als Basis dafür Unzufriedenheit. Und verwechseln wir Unzufriedenheit hier nicht mit Undankbarkeit. Das ist mir ganz wichtig. Du sollst dankbar sein für das, was du erreicht hast. Wer undankbar ist, hat nicht verdient, mehr zu bekommen von dem, was er gerade hat. Das heißt, du nimmst als Basis Unzufriedenheit.
Du kannst zum Beispiel mal schauen da draußen, da gibt es Menschen, die sind wahrscheinlich signifikant erfolgreicher als du. Das ist der Grund, warum ich mich so gerne mit Menschen umgebe, die erfolgreicher sind als ich. Die nähren in mir eine gewisse Unzufriedenheit, weil sie mir zeigen, was noch möglich ist.
Und aus dieser Unzufriedenheit entsteht Hunger. Hunger. Hunger ist aus meiner Sicht einer der wichtigsten Antriebe, die es gibt. Wer keinen Hunger mehr hat auf Weiterentwicklung, leitet die Degeneration ein.
Und abgesehen von erfolgreichen Menschen, mit denen du dich umgibst, kannst du dir auch anschauen, gibt es Unternehmen, die das noch tausendmal besser machen als du. Das heißt, du kannst dir zum Beispiel Exzellenzvorbilder nehmen. Es muss nicht immer nur um Umsatz gehen. Es muss nicht immer nur um Gewinn gehen, es muss nicht immer nur um Reichtum und Vermögen gehen. Schau dir mal diejenigen an, die tausendmal besser sind als du. Ich habe das mit Agenturen immer gern gemacht, die schau mir immer regelmäßig an, was machen die weltbesten Agenturen? Ich versuche in den Austausch zu kommen, mit denen will ich mich messen. Das heißt, es geht auch um Exzellenz. Und so kannst du dir einfach Dinge reinziehen, die deine Unzufriedenheit, konstruktive Unzufriedenheit nähern.
Ich muss das dazu sagen, weil nicht destruktiv und wie schwach bin ich und was bin ich für ein Loser? Konstruktive Unzufriedenheit, Wo reicht es noch nicht? Wo habe ich noch was vor?
Das produziert Hunger. Und aus diesem Hunger heraus kannst du deine Ziele ableiten. Und dann passiert was Spannendes.
Aus dem Kontrast zwischen deinen Zielen und dem Status quo entsteht der Vakuum, entsteht ein Vakuum. Und Vakuum, wer sich ein bisschen mit Physik auskennt und ich bin wahrlich kein Aß in Physik, aber so viel habe ich verstanden. Vakuum, das ist Sog. Und der Unterschied zwischen deinen Zielen und dem Status quo erzeugt dieses Vakuum.
Und auf einmal entsteht diese Zugkraft, es zieht dich wieder rein und aus dem entsteht letztlich Ambition. Und das ist mein Rat für dich, wenn du sagst, ich möchte aus diesem Plateau wieder herauskommen. Fangen wir an mit der Unzufriedenheit.
Schau dir mal an, was hast du Vorbilder? Wo umgibst du dich mit herausragenden Menschen? Wo machen Unternehmen ihre Sache weitaus besser als du?
Wo kannst du in der Exzellenz was lernen? Und aus dem kannst du produzieren. Hunger, Hunger auf mehr.
Aus dem leitest du die Ziele ab. Aus dem entsteht das Vakuum, Aus dem entsteht die Ambition. Und das ist der Treibstoff, um auf die nächste Stufe zu kommen.
Das heißt, es ist wirklich so, dass man dieses Feuer, das wenn man auf einer Plateauphase angekommen ist, vielleicht nur mehr leicht lodert, einfach wieder neu entzünden muss. Und da ist mir wichtig und das möchte ich dir mitgeben, dass Erholungsphasen nicht nur was Wunderbares sind, sondern auch höchst notwendig sind. Also ich gehöre auch nicht zu denen, die sagen, du musst vier und zwanzig sieben einfach die ganze Zeit durchackern. Nicht einmal mein Beeindruckender Freund, den ich erwähnt habe, tut das. Also der weiß gut genug, was für Erholung er braucht. Und wenn er sich wieder ein paar Tage raus rausnimmt und wann er sie eine Woche rausnimmt und in die Sonne fährt, da können wir was lernen.
Und deswegen nimm dir die Erholung, aber erkenne, wann die Erholung dann irgendwann einmal reinkommt in eine gewisse Sattgefressenheit. Und deswegen könnte eine Sache zum Beispiel Du nimmst dir schon, bevor du in die Erholung gehst, die nächsten Ziele vor und entscheidest dich dann aber bewusst für Erholung. Das ist dann schon fast die Königsklasse, weil du musst dann aushalten, dass du, obwohl du ein neues Ziel hast, noch nicht aktiv wirst.
Du Das sind meine zwei Zugänge, die ich dir gerne mitgeben will, wie du aus einem Plateau herauskommst. Plateaus sind komplett normal. Das ist Teil eines Lebenszyklus von Unternehmen. Mein Unternehmen ist ein Wachstumsunternehmen, mein erstes und auch die weiteren sind auf dem Weg dorthin und sie haben immer wieder Plateaus gehabt. Plateaus sind die Phasen, wo du wieder anfangst herumzuschrauben an der ganzen Sache. Plateaus sind die Phasen, wo du optimierst, wo du dir ein neues Ziel vornimmst, wo du die Dinge wieder mal auf den Kopf stellst, besser machst, neuen Impuls reinbringst und damit wieder Schubmasse generierst für neues Momentum. Plateaus sind komplett normal. Vielleicht brauchst du sogar ein Plateau, um in diesem Bild zu bleiben, um neuen Schwung zu nehmen. Stell dir dein Plateau vor wie eine Startbahn von einem Flugzeug. Damit ein Flugzeug starten kann, braucht es ein Plateau.
Es braucht ein Plateau, auf dem es anrollen kann, um wieder abzuheben. Es ist der komplett normale Lebenszyklus auch von Unternehmen. Und dann ist eben der nächste Punkt, dass du, wann du dir die Erholung gegönnt hast, einfach schaust, wie du deinen Hunger wieder aktivierst fürs nächste Ziel.
Und dann ist es am Ende nur noch Arbeit, Arbeit, Übung, dranbleiben, jeden Tag versuchen, die Kugel einen Zentimeter in die richtige Richtung zu schieben. Und genau zu dem haben wir ja vor einigen Folgen auch schon gesprochen, als es darum ging, wie ich die Dinge unter einen Hut bringe. Ich hoffe, dass dir diese Folge gefallen hat. Das war mir ein besonderes Anliegen. Ich liebe wirklich die Fragen aus der Community, deswegen kann ich dich nur Bitten, schick mir deine, vielleicht auf meiner neuen WhatsApp Line für diesen Podcast unter drei hundert eins fünf hundert fünf und fünfzig kann ich deine Fragen empfangen als Voice Message, als schriftliche Message, genauso natürlich wie auf allen Social Channels, wo ich dich an der Stelle auch mal einladen will. Folge mir auf diesen Kanälen.
Ich versuche auch immer wieder dort Einblicke zu geben in mein tägliches Tun und werde es in den nächsten Wochen und Monaten auch noch steigern. Für heute sage ich danke fürs Dabeisein, es war mir eine große Freude und noch mehr freue ich mich, wenn du nächste Woche wieder dran bleibst. Bis dorthin alles Liebe und bye bye.