Folge 179 - Mindset_ Wie überwinde ich einen substanziellen Durchhänger_
Entities
28
Relationen
43
Chunks
21
Themen
41
headphonesAudio
hubWissensgraph
Analogie zum Spitzensportler und Regeneration
Spitzensportler verstehen, dass Training und Regeneration untrennbare Bestandteile ihres Jobs sind. Sie wissen, dass eine Massage oder Ruhephasen notwendig sind, um später wieder Höchstleistungen erbringen zu können, und machen sich keine Vorwürfe dafür. Diese Analogie verdeutlicht, dass Regeneration ein professioneller und notwendiger Teil der Leistungsfähigkeit ist.
“Nimm da ein Sportler her oder Sportlerin, Spitzensportler, die wissen, dass Training und Regeneration beides Teil des Jobs ist.”
segmentQuellmaterial (21)
Was, wenn ich einen substanziellen Hänger habe? Ja, was tun, wenn nichts mehr geht? Über die Frage möchte diese Woche sprechen bei Business Gladiators Unplugged. Ich glaube, jede und jeder von uns, Ken, es gibt die Phasen, da hast du einen richtigen Hänger, es freut dich nichts, du hast keinen Antrieb, es fühlt sich fast alles falsch an, du bist fast an der Grenze zu einem depressiven Stadium.
Willst du nur zurückziehen, willst flüchten, am liebsten dich verkriechen. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe solche Phasen immer wieder und möchte es unbedingt teilen, weil ich gerade vor einiger Zeit wieder eine Phase gehabt habe, die wirklich lang gedauert hat, also über mehrere Wochen, ich glaube fast anderthalb Monate für mich hat sich angefühlt als wie ein Jahr, wo ich wirklich mir gedacht habe, ich halte es alles nicht aus, mich freut es nicht, ich mag nicht, es ist alles falsch, ich will mich verkriechen, ich will flüchten, lasst mich alle in Ruhe. Und diese Phasen sind fürs Mindset eine besondere Challenge, weil sie natürlich einen extremen Druck auslösen können. Also bei mir ist es so, ich mache mich dann wirklich den halben Tag fertig und denke mir um Gottes willen, ich sollte eigentlich und eigentlich sollte ich gerade voll Gas geben und andrücken und es wäre so wichtig und ich habe diesen ganzen Innertalk, den wir alle kennen und ich möchte deswegen diese Folge aufnehmen, weil es wirklich mich diesmal so intensiv getroffen hat, habe ich das Gefühl, wie schon lange nicht mehr und ich deswegen diese Emotion für mich auch noch so nahe habe und da wirklich anknüpfen kann und dir sagen will, was mir wieder mal geholfen hat, wieder in meine Spur reinzukommen.
Und da bin ich jetzt wieder. Ich sitze hier, nehme meine Folge auf, Business Gladiators Unplugged und bin feiert ab für alles, was kommt und und möchte dir das unbedingt mitgeben, weil die wichtigste Sache ist und das ist sozusagen vorausgeschickt, jede und jeder von uns hat das. Niemand is always on niemand.
Ich auch nicht. Eine der häufigsten Fragen, die ich kriege von Menschen nach meinen Auftritten oder wenn sie mich irgendwo treffen auf der Straße ist, Philipp, wie machst du das? Du bist immer on fire und ich sage ihnen immer, Freunde, ihr habt ja keine Ahnung, was heißt. Du bist immer on fire. Ich komme gerade aus, ich weiß nicht, sechs Wochen sieben Wochen Vollrückzug und wo ich glaube, ich gefällt gar nichts mehr.
Und nur weil ich die ganze Zeit jeden Tag auf Social Media fast vor mich hinquatsche, heißt es ja nicht, ich bin jeden Tag on fire. Stimmt ja nicht. Niemand von uns ist das. Niemand von uns ist jeden Tag mit ein hundert Prozent unterwegs. Und das ist wahrscheinlich schon mal die wichtigste Ansage. Vorneweg ist, wenn du glaubst, dass du jeden Tag ein hundert Prozent sein kannst oder musst, dann wird es für dich in brutalem Frust enden, weil diesem Standard wirst du nicht gerecht werden können.
Und wenn jetzt jemand sagt, na ich schon, dann gratuliere, toi toi, toi, spring zur nächsten Folge.
Kein Problem, ich kann es nicht. Ich bin da wirklich der Falsche dafür. Und deswegen reden wir heute wirklich über die Frage, wie gehe ich mit dem um, wenn ich wirklich einen substanziellen Hänger habe. Und mit substanziellem Hänger verstehe ich mehr als ich habe einen schlechten Tag, was mich nicht freut und ehrlicherweise auch eine schlechte Woche. Du hast manchmal einfach auslösendes Ereignis und das zieht dich ein paar Tage runter. Und natürlich ist es zu üben, dass das dann irgendwann nicht mehr dich ein paar Tage runterzieht, sondern vielleicht nur mal ein paar Stunden und irgendwann ein paar Minuten. Aber wenn du dort noch nicht bist, dann hast du halt manchmal ein paar Tage, wo es nicht so läuft. Ich rede davon, wenn es wirklich in die Wochen geht, vielleicht sogar in die Monate geht. Ich kenne Leute, die haben einen Hänger gehabt, zwei Jahr ist richtig hart, da war ich noch nicht. Aber ich rede davon, wenn es in die Wochen oder in die Monate geht.
Also wenn du wirklich merkst, Halleluja, jetzt ist schon die zweite oder dritte Woche und ich merke, es springt nicht recht an, dann möchte ich dir ein paar Dinge mitgeben. Erstens, und wenn ich sage, ein paar Dinge mitgeben, dann sind es die Dinge, die ich selber umgesetzt habe, wie immer. Also es ist da jetzt kein Zitat, kein Buch, sondern ich rede über die Dinge, die für mich funktioniert haben.
Erster Punkt ist, und das ist, mach deinen Job so gut du kannst in dieser Zeit. Und das ist sehr variabel. Jeder von uns hat einen Job zu tun, Ob du Unternehmerin, Unternehmer bist, Angestellte, Führungskraft. Es gibt einen Job zu tun, es gibt einen Minimum Job zu tun, der notwendig ist, damit du einfach nicht fahrlässig agierst und da haben manchmal Unternehmer, Unternehmerinnen mehr Freiheiten als Angestellte. Aber es gibt einen Job, der zu tun ist, damit du die Fahrlässigkeitsgrenze nicht überschreitest. Das heißt, mach deinen Job, so gut es dir möglich ist.
Ich würde nicht sagen, mach das Notwendigste, dann suchst du jetzt die untere Grenze, sondern mach den Job, den du hast, so gut es dir möglich ist in der Zeit. Du wirst ihn nicht so gut machen wie sonst, weil es ist ganz klar, wenn du mit Leidenschaft, Energie, Kraft, Motivation dabei bist, dann leistest du ein Vielfaches und das wird dir in der Zeit auch bewusst sein. Aber committee dich darauf, dass du deinen Job auch in dieser Zeit so gut machst, so gut es dir möglich ist.
Das ist der erste Teil und zu dem ist eigentlich nicht mehr zu sagen. Der zweite Punkt, den Rest nimmst du dir Zeit für dich und tust Dinge, die dir gut tun. Das ist jetzt total kontraintuitiv, weil eigentlich denken wir uns in der Zeit und das ist jetzt genau das Gegenmodell zu dem, was ich ursprünglich gesagt habe. Das Gegenmodell ist, wir widmen, wenn wir sagen, unsere Zeit ist ein hundert Prozent, dann widmen wir in dieser Zeit normalerweise fünfzig Prozent dem, dass wir unseren Job so gut machen, wie wir ihn können. Und den restlichen fünfzig Prozent der Zeit hauen wir uns geistig drauf, sitzen unnötig rum und hauen uns im Geiste drauf, dass wir eigentlich mehr tun sollten. Und damit verbringen wir unsere Zeit. Und ich sag dir jetzt, du machst weiterhin den Anteil der Zeit, wo du in deinen Job investierst und ihn so gut machst, so gut du kannst. Sagen wir, das ist fünfzig Prozent der Zeit zum Beispiel.
Und die anderen fünfzig Prozent der Zeit investierst du nicht darin, dich fertig zu machen und rumzusitzen und dir emotional geistig auf den Schädel zu hauen, sondern du investierst sie aktiv in Dinge, die dir gut tun. Und das ist bei jedem und jeder von uns was anderes. Die angehen und machen Sport.
Die nächsten gehen spazieren, die Dritten setzen sich in die Sonne, die vierten sitzen gerne im Kaffeehaus, die fünften, weiß nicht, nehmen gerne Massage oder gehen in ein Spa, was auch immer es ist, das dein Gemüt erhält und darum geht's, sollst du tun. Und das wird sich am Anfang extrem abstrus anfühlen. Und deswegen ist mein dritter Punkt in diesem ganzen Urteile nicht halte einfach dran an das, was ich dir gerade sage. Und wenn du innerlich zu diskutieren anfängst, dann sagst du einfach, der Philipp hat es gesagt und ich probiere das jetzt aus. Also nicht diskutieren innerlich urteile, nicht sagen, der Wahnsinn, jetzt liege ich da herum und gönn mir was Gutes und eigentlich sollte ich ja.
Der zentrale Punkt, um aus deinem Hänger wieder rauszukommen, ist, dass du deine Energie und Kraft stärkst durch Dinge, die dir gut tun. Es ist einfach nur professionell. Es ist einfach nur professionell. Nimm da ein Sportler her oder Sportlerin, Spitzensportler, die wissen, dass Training und Regeneration beides Teil des Jobs ist. Glaubst du, der denkt sich jedes Mal, wenn er dann bei der Massage liegt, um Gottes willen, ich sollte eigentlich am Tennisplatz stehen, ich sollte am Tennisplatz stehen, der weiß, die Massage gehört dazu, dass er nach am Tennisplatz wieder performt.
Das heißt, die Kunst ist es hinzukriegen, dass du einerseits dein Job machst, so gut du kannst, wann es dir möglich ist, die überhaupt komplett rauszunehmen und einfach zu sagen, ich bin jetzt einfach mal drei Wochen weg, dann super. Aber das geht bei den meisten nicht. Deswegen mach deinen Job so gut du kannst. Und dann kommt der Kunstkniff. Den Rest der Zeit investierst du aktiv bewusst in Dinge, die dir gut tun.
Wenn du sagst, ich weiß nicht, was mir gut tut, dann hätte ich folgenden Vorschlag. Du probierst das aus. Ich habe zum Beispiel festgestellt, ich sitze extrem gerne im Kaffeehaus und gehe gerne frühstücken, da kann ich dann zwei Stunden sitzen und ein bisschen was lesen.
Ich habe festgestellt, es tut mir extrem gut, in so ein Day Spa zu gehen und mir eine Massage zu gönnen oder irgendeine Therapie zu gönnen oder sonst irgendwas. Ich habe festgestellt, es tut mir extrem gut, wenn ich Menschen treffe, die erhebend sind und die mich inspirieren.
Also ich habe mein Set an Dingen, wo ich weiß, das tut mir gut und diese Dinge mache ich dann aktiv. Also ich tue aktiv Dinge, die mein Gemüt erhellen, um so wieder Energie ins System zu führen und den Teil rauszukürzen aus dem System, der eigentlich nur destruktive Gedanken sind. Wie soll ich eigentlich mehr tun und warum mache ich so wenig und so weiter und so fort. Das ersetze ich durch kraftgebende Aktivität. Und das klingt eigentlich nach einem sehr banalen System. Oder du machst einen Teil deinen Job und im zweiten Teil verzichtest du darauf, dass du dir Gedanken den ganzen Tag zufügst, die dich Kraft kosten, also noch weiter runterziehen, Spirale nach unten und ersetzt es durch Aktivitäten, die dir Kraft geben. Ich glaube aber manchmal, dass die schlichten Konzepte eigentlich die sind, die uns wirklich voranbringen. Und ich kann dir nur von mir sagen, ausprobiert, umgesetzt und als erfolgreich bewertet und zwar nicht zum ersten Mal. Ich habe so Phasen immer wieder und ich habe eines schon festgestellt, darüber nachzudenken, wie ich das jetzt finde, bringt mich nicht weiter. Also ich will eher den Fokus auf Dinge lenken, die mir Kraft geben. Du kannst zum Beispiel in der Zeit, wenn es dir Kraft gibt, beschäftigst dich mit Dingen, die zu deinen Zielen gehören.
Wenn du mal Yacht haben willst, dann würde in der Zeit vielleicht Yachtmagazine konsumieren, also einfach Dinge, die wieder deinen Motor ein bisschen ölen, damit du, wann du ihn wieder anwirfst, das gut vorangeht. Und das kann manchmal Wochen dauern, es kann Monate dauern. Und wenn es Monate dauert, dann wirst du jetzt auch verstehen, warum es so wichtig ist. Und ich dir sag versuch deinen Job so gut zu machen, so gut du kannst. Also nicht jetzt fahrlässig zu werden, weil das wird dann was produzieren, was du dann nachher bereust, sondern versucht da dran zu bleiben und kannst aber gleichzeitig auch beruhigt sein. Nur weil du einmal ein paar Wochen deinen Job vielleicht nicht zu ein hundert fünfzig Prozent machst, sondern nur zu sechzig Prozent, geht die Firma nicht zugrunde.
Und wenn es doch so ist, dann hast du eine gute Gelegenheit, wenn du die Kräfte wieder gesammelt hast, darin zu investieren, dass du ein Schutzschild aufbaust. Da gibt es ja auch Folgen dazu. Aber am Ende des Tages werden dich die destruktiven Gedanken nicht weiterbringen.
Und deswegen tu dir was Gutes und nimm dir diesen Step by Step Guide zu Herzen, Wenn du das nächste Mal einen substanziellen Hänger hast, er wird dich rausführen. Wenn du eine Frage hast, die wir hier bei Business Gladiators am Plug mal so zerpflücken wollen, wie diese Frage gerade hier, dann hätte ich folgenden Du schickst sie mir über Instagram, Facebook, LinkedIn oder eben über meine WhatsApp Line unter drei hundert eins fünf fünf und dann geht es nächste vielleicht schon um deine Frage hier bei Business Gladiators unplugged. Mein Name ist Philipp Marthaner und ich freue mich auf dich. Alles Liebe und bye bye.