Folge 89 - Wie gehe ich mit Bösartigkeit um?
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Andere kleinmachen, um sich selbst größer zu fühlen
Das Herabsetzen anderer ist eine Taktik, um sich selbst zumindest vorübergehend größer oder besser zu fühlen. Indem bösartige Menschen auf andere einschlagen und sie kleinmachen, versuchen sie, ihren eigenen Schmerz oder ihre Unsicherheit zu lindern. Es ist ein Mechanismus zur Selbstwerterhöhung auf Kosten anderer.
“Und deswegen hauen sie mal ordentlich drauf und machen jemanden klein, um sich selber zumindest so groß zu fühlen, dass der Schmerz sich ein wenig erträglicher anfühlt.”
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Wie gehe ich mit Bösartigkeit um? Jetzt wird es düster in dieser Folge. Wie gehen wir mit Bösartigkeit um? Mit Negativität, mit Hatern, mit Menschen, die vielleicht uns angreifen, uns unangenehme Nachrichten schicken, wirklich uns niedermachen, uns einfach mit ihrer Bösartigkeit konfrontieren.
Und jetzt wird sie nicht überraschen, dieser Podcast. Und wenn du hier zuhörst, dann gehörst du vermutlich, muss ich sagen, zu jenen, die hier gerne dabei sind, die das wertschätzen, die das gerne haben. Aber ich durfte feststellen, nicht nur du magst es kaum glauben, es gibt Menschen, die hören sich diesen Podcast an, finden ihn schrecklich, finden ihn furchtbar, hören ihn trotzdem und nehmen dann noch die Zeit in Anspruch oder nehmen sich dann noch die Zeit, mir auch noch Nachrichten zu schreiben, wie schlecht, wie grottig, wie hohl, wie platt, wie unnütz das hier ist, was hier stattfindet. Das gibt es tatsächlich. Du lachst, ich habe auch gelacht, weil es schon skurril ist. Man hört sich eine Podcast Folge an von jemandem, den man offenbar verabscheut, von einer Person, der man nichts zutraut, wo man sich denkt, man kann nichts lernen, nimmt sie aber trotzdem die Zeit, zieht sich das rein und nimmt dann nur die Zeit, auch eine bösartige Nachricht zu schreiben.
Das passiert immer wieder, das passiert auch mir und wahrscheinlich passiert es auch dir. Im Business ist es ganz normal, dass wir immer wieder auch mit Bösartigkeit konfrontiert sind. Wenn du das herausfinden willst, dann schau einfach einmal auf die diversen Bewertungsplattformen auf Google, Rezensionen oder ähnliches, wo es immer wieder Menschen gibt, die sich da wirklich leidenschaftlich auskotzen. Und man muss es ja nicht anders sagen. Ich habe eines meiner Lieblingsrestaurants auf dieser Welt, steht in Zürich und ich bin da unendlich gerne und verbringe dort gerne Abende. Es ist eines der besten japanischen Restaurants, die es gibt, aus meiner Sicht außerhalb Japan, Japans.
Und dort wird wirklich alles richtig gemacht. Und trotzdem gibt es Menschen, die offenbar das Konzept nicht greifen oder für sich als wertvoll empfinden, die dann sich dort auf der Google Plattform auskotzen und ihren Senf zum Besten geben. Und die Frage ist natürlich, wie gehen wir mit diesen Menschen um? Wie gehen wir mit Bösartigkeit um, die uns entgegenschwingt.
Und ich möchte es bewusst in einer Folge aufgreifen, nicht weil es mich so sehr beschäftigt. Ich habe für mich vor langer Zeit entschieden, hier das nicht zum Teil meines Lebens zu machen und habe, auch wenn es mir immer wieder schwerfällt, ich muss das zugeben, weil ich übe natürlich auch noch, habe für mich entschieden, das einfach nicht aufzugreifen, dem keinen Platz in meinem Leben zu geben, das nicht aufzuwerten, einzusteigen. Um dir das Beispiel zu bringen, gerade vor wenigen Tagen wieder eine Nachricht bekommen von jemand, der offensichtlich diesen Podcast hört, weil sonst auch die Kontakte zur WhatsApp, WhatsApp Line nicht hätte unter drei und dreiig tausend fünf hundert fünf und fünfzig, das wird ja nur hier in diesem Podcast gesagt und dort mir Dinge schreibt, wie hohl und wie platt das ist, was hier stattfindet und ich habe wirklich lachen müssen, weil momentan hätte ich natürlich mir gedacht, ich schreibe jetzt irgendwas zurück und erklären warum und wieso und habe mir dann gedacht, nein, ich widme meine Zeit lieber Menschen, die es wertschätzen, Menschen, die gerne sich mit dem auseinandersetzen, was ich für sie tue und schenk dieser Person nicht einen Funken meiner Zeit, meiner Energie, meiner Aufmerksamkeit, weil das keine respektvolle Kritik war, um das auch klar zu sagen. Ich gehe mit respektvoller Kritik komplett anders um. Ich bin extrem dankbar für Feedback, ich hab schon Inputs gekriegt, die Folge war etwas langatmig und nicht ganz konkrete Punkte mit rausnehmen können, Könntest du das nochmal spezifizieren. Menschen, die das aber in ein wertschätzendes und respektvolles Umfeld verpacken, ihre Kritik, aber diejenigen, die einfach nur da irgendwie sich beweisen wollen oder gescheit sein wollen oder recht haben wollen oder sich selbst erhöhen wollen, denen schenke ich keine Aufmerksamkeit. Und natürlich ist es so, ich lese so eine Nachricht dann und momentan springt das Ego an und will dann was dagegen sagen und so weiter und dann Gott sei Dank erinnere ich mich an das, was ich übe. Ich widme diesen Menschen keinen Platz in meinem Leben, keine Energie, keine Aufmerksamkeit und ich gehe sogar noch weiter. Nicht nur zieht es mich nicht runter, ich nütze es, um andere weiterzubringen. Das ist der Grund, warum ich jetzt diese Folge mache, weil sonst hätte vielleicht jetzt eine Person einfach eine wirklich nicht nette Nachricht geschickt und ich hätte mich vielleicht geärgert, aber jetzt nehme ich diese Nachricht und mach was draus, von dem andere tatsächlich profitieren können. So hat auch diese Nachricht tatsächlich dann einen Nutzen gestiftet. Nicht für mich, die Nachricht bringt niemanden weiter, sondern einfach für alle, die jetzt zuhören, weil wir über das Thema Bösartigkeit reden können und wie wir mit diesen Dingen umgehen. Und du hörst aus meinen Aussagen hier schon meinen Ansatzpunkt, wie ich mit solchen Sachen umgehe.
Das eine ist, ich versuche wirklich zu trennen, konstruktive, wertschätzende, respektvolle Kritik von Menschen, die mich weiterbringen wollen, zu trennen von Bösartigkeit von Menschen, die einfach mit sich selber unzufrieden sind und das dann an anderen auslassen und versucht es wirklich zu trennen. Weil eines ist schon klar, aus Kundenfeedback können wir unendlich viel lernen. Wir können nur nichts von Menschen lernen, die einfach nur rüberspucken. Wir können nichts von Menschen lernen, die sich einfach nur auskotzen und wir können nichts von Menschen lernen, die ihren eigenen Schmerz in solchen Nachrichten verarbeiten. Das heißt, der erste Punkt Ich steige nicht in die Diskussion ein. Ich versuche nicht recht zu haben dort, wo es kein respektvolles Feedback ist, sondern reine Bösartigkeit. Ich steige nicht in die Diskussionen.
Ich will diese Menschen nicht überzeugen. Nein, ich investiere keine Energie, weil was wird passieren? Ich schreibe der Person zurück und sie schreibt mir wieder, was ich antwort wieder und sie weiß es wieder besser. Das sind endlos Debatten. Ich führe sie auch nicht auf Social Media. Was glaubst du, was mir jeden Tag Menschen auf meine Social Media Kanäle abladen, um es einmal freundlich zu formulieren?
Ich steige nicht ein in die Diskussion. Ich werte das nicht auf damit. Das heißt, erster Nicht einsteigen in die Diskussion, nicht recht haben wollen, üben, dein Ego auszuschalten und und damit komme ich zum zweiten Erkennen, dass das, was diese Menschen dir schreiben, nichts mit dir zu tun hat.
Viele, die da Bösartigkeit abladen, explizite Bösartigkeit, Negativität, dich einfach nur runterziehen wollen, die verarbeiten ihren eigenen Schmerz. Die verarbeiten ihren eigenen Schmerz an dieser Stelle. Die haben irgendeine schlechte Erfahrung gemacht mit irgendjemandem, sind vielleicht selber nicht glücklich im Leben, sind irgendwo nicht vorangekommen, fühlen sich benachteiligt und sehen dann jemanden, der in ihnen etwas provoziert, in ihnen was provoziert, worauf sie einfach reagieren, worauf sie reagieren und das Einzige tun, mit dem sie ihren Schmerz verarbeiten können, nämlich sie legen diesem Gegenüber sprichwörtlich so richtig eine auf.
Und das ist nichts anderes als Verarbeiten von Schmerz. Und es gibt einen schönen Spruch, es gibt zwei Möglichkeiten, das höchste Haus zu bauen in einer Stadt. Möglichkeit eins du baust das höchste Haus.
Möglichkeit zwei du reißt alle Gebäude, die höher sind als deins, nieder. Und das machen diese Menschen, die ertragen es nicht. Denen bereitet es unendlichen Schmerz, jemanden zu sehen, der vielleicht ein Leben lebt, das sie gern leben würden oder ich weiß es nicht.
Und deswegen hauen sie mal ordentlich drauf und machen jemanden klein, um sich selber zumindest so groß zu fühlen, dass der Schmerz sich ein wenig erträglicher anfühlt. Was mich zum dritten und letzten Punkt bringt im Umgang mit Bösartigkeit. Ich habe den ersten Punkt schon gesagt, wo ich gesagt unterscheide mal zwischen Bösartigkeit und Feedback. Feedback ist wichtig. Bösartigkeit ist etwas, wo wir nicht einsteigen, was wir nicht stärker machen durch Diskussion, wo wir nicht recht haben wollen. Das heißt, keine Diskussion war der erste Punkt. Der zweite Punkt erkenne, es ist oft der Schmerz der anderen, den sie da verarbeiten.
Und das bringt mich zum dritten Punkt. Die einzige Reaktion, die auf solche Hater oder Menschen, die einfach dich niedermachen wollen, angemessen ist, ist absolutes und uneingeschränktes Mitgefühl. Es wird dich vielleicht überraschen, aber ja, ich meine es genauso. Uneingeschränktes Mitgefühl.
Es muss furchtbar sein, wann du andere Menschen runterziehen musst, damit es dir selber besser geht. Es ist schrecklich und ich möchte mit diesen Menschen um kein Geld der Welt tauschen und deswegen haben sie mein Mitgefühl und deswegen belasse ich es dabei auch. Ich steige mit ihnen nicht ein. Ich versuche nicht, sie zu überzeugen. Ich erkenne ihren Schmerz und sie haben ein Mitgefühl, aber sie spielen deswegen keine Rolle in meinem Leben.
Und jetzt kann man natürlich sagen, das ist ja unendlich abgehoben und Philipp und Wahnsinn und hörst du das nicht? Nein, warum sollte ich? Es gibt jede Woche wirklich so liebenswürdige Menschen, die sich bedanken für das, was ich tue, die sich bedanken für den Podcast, die mir Motivation zu sprechen, die respektvoll sind, die wertschätzend sind für diese Menschen mache ich das und nicht für die anderen.
Du musst respektieren. Es gibt immer zwei Gruppen auf dieser Welt. Die einen finden das toll, was du machst, die anderen finden es nicht. Steve Jobs hat gesagt, wenn du jedem gefallen willst, verkauf Eiscreme. Und selbst da hast du das Problem. Ich glaube, das hat einen Haken, weil die einen wollen Vanille, die anderen Schokolade und irgendwem fehlt immer eine Sorte. Also ich glaube, selbst bei Eiscreme kannst du nicht jedem gefallen.
Also wenn du dich entscheidest, was zu tun, dann tu es nicht für den Applaus der anderen. Es wird immer diejenigen geben, die werden schreien, Buu, die werden schreien, weg mit ihm. Schaut euch den an. Was glaubt ihr dem Elon Musk hat jeder applaudiert. Na bitte, na sicher nicht. Ich meine, der wird beschimpft aufs Wüsteste jeden Tag.
Jeden Tag sind da irgendwelche Typen, die halten sich für gescheiter und währenddessen avanciert er zum reichsten Mann der Welt. Offensichtlich kann er nicht so ein ganzer Trottel sein. Und trotzdem gibt es die super Gescheiten, die ihm jeden Tag auf seine Social Media Profile kotzen und respektlos um die Ecke biegen und versuchen, den wirklich runterzuziehen, denen das nicht peinlich ist.
Aber gut, ich wollte dir mitgeben, diese drei Strategien, weil es wirklich so ist, dass gerade Unternehmerinnen, Unternehmer oft damit konfrontiert sind, dass es jemandem eben nicht geht um konstruktives Feedback, sondern eben um reine Bösartigkeit. Und mit dieser Bösartigkeit umgehen zu lernen, ist eine Übung, die aus meiner Sicht unerlässlich ist. Und es ist eine Übung, weil mir passiert es auch noch immer, dass im ersten Reflex will ich was zurückschreiben. Und das ist eh schon, es wird ja schon viel ausgefiltert von meinem Team, aber hin und wieder sagen sie dann, du Philipp, willst du da einsteigen? Und der erste Impuls ist, da muss ich was zurückschreiben und dann formuliere ich vielleicht sogar schon was, formuliere es um und am Ende komme ich immer auf die gleiche Geschichte drauf. Es bringt nichts, ich schreibe nichts zurück, ich lege es zur Seite, erkenne den Schmerz und hab Mitgefühl. Und genau das wünsche ich dir im Umgang mit Bösartigkeit, die du hoffentlich nicht hast in deinem Umfeld, Aber wahrscheinlich wirst du sie haben, wenn du an was großem arbeitest. Und genau deswegen habe ich diese Folge gemacht, weil jetzt ist nämlich was passiert, was diese Person überhaupt nicht wollte. Plötzlich profitiere ich von so einer Bösartigkeit und kann eine tolle Folge daraus machen. Und deswegen habe ich mir gedacht, wäre das eine gute Idee.
Ich hoffe, die Folge war spannend für dich. Ich habe das Gefühl, sie war ein bisschen anders als die anderen. Lasse sie mich wissen, wie du denkst und schreib mir gern drei hundert eins fünf hundert fünf und fünfzig auf WhatsApp oder Facebook, Instagram, LinkedIn, E Mail. Hallo liebmarathaner com. Schreib mir, was du denkst. Schreib mir auch deine Frage gern für nächste Woche. Vielleicht bin ich dann schon live dabei. Und wenn du wirklich zu jenen gehörst, die sich den Podcast anhören und jetzt ihre Bösartigkeit verbreiten wollen, dann tu es gerne. Sie wird auf keinen fruchtbaren Boden fallen, das kann ich dir garantieren.
Ich mache das für alle, die hier zuhören und gern dabei sind. Ich freue mich sehr über euer Feedback und freue mich noch mehr, wenn ihr nächste Woche wieder dabei seid. Alles Liebe, bis dann und bye bye.