Folge 11 - Wie motiviere ich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
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Aufmerksamkeit auf energie- und kraftspendende Aspekte lenken
Die innere Energie und Motivation wird maßgeblich dadurch produziert, dass die eigene Aufmerksamkeit bewusst auf positive, energie- und kraftspendende Aspekte gelenkt wird. Dies ist ein aktiver Prozess der Selbstführung und des Mindsets. Es geht darum, den Fokus auf das Wertschätzende und Aufbauende zu richten.
“Das produzieren wir vor allem dadurch, indem wir unsere eigene Aufmerksamkeit auf Energie und kraftspendende Aspekte lenken.”
segmentQuellmaterial (17)
Bevor es losgeht mit dieser Folge von. Business Gladiators Unplugged, hier ein Hinweis in eigener Sache für alle meine Podcast Hörerinnen und Podcast Hörer. Am achtzehnter erster. Um achtzehn uhr eins veranstalte ich mein erstes Live Webinar in diesem Durchbruch zwei tausend drei und zwanzig alle Infos für dich auf philippmarathaner com.
Durchbruch zwei tausend drei und zwanzig und jetzt viel Spaß mit dieser Folge. Wie motiviere ich eigentlich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Das ist eine Frage, die sich viele Führungskräfte stellen.
Gerade in Zeiten, die für viele Unternehmen eine Herausforderung bedeuten, ist die Wie motiviert ist mein Team? Wie stark ist mein Team engagiert? Wie stark ist die Bindung? Wie leidenschaftlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Sache? Eine entscheidende aber wie schaffe ich motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
Aus meiner Sicht ist das Konzept der Mitarbeitermotivation das Konzept, dass Führungskräfte wie an der Spitze eines Schiffs auf der Kommandobrücke mit salbungsvollen Worten ihr Team motivieren und die dann so Höchstleistungen anspornen jeden Tag. Dieses Konzept ist aus meiner Sicht Schrott. Es kann auf Dauer nicht funktionieren.
Es ist kein nachhaltiges Konzept, wenn wir glauben, dass Führungskräfte tatsächlich so viel Energie hätten, dass sie jeden Tag unendlich viel Motivation geben könnten, ohne dass was dabei zurückkommt. Die Motivation an sich also als Aufgabe zu verorten, die ausschließlich bei Führungskräften zu sehen ist, greift aus meiner Sicht dabei zu kurz. Die Frage ist vielmehr, wie schaffe ich es, einen Team Spirit in meinem Unternehmen zu schaffen, der sich selbst befeuert, eine Art Schwungrad, das irgendwann nicht mehr aufhört, sich zu drehen, wo jede und jeder auch am Ende des Tages was beiträgt. Das muss das Ziel sein. Erst das schafft nachhaltig starke und gute Energie im Unternehmen, die auch Höchstleistungen möglich macht. Es ist also zunächst ein Schritt raus aus der Einseitigkeit hinein in einen Weg, der bedeutet, dass alle im Unternehmen was beitragen müssen Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugleich. Das mag manchen im ersten Moment vielleicht komisch erscheinen, weil eigentlich ist das doch die Aufgabe der Vorgesetzten. Nein, ist es nicht.
Gute Stimmung in Teams ist everyones job. Natürlich ist es an den Führungskräften, diesen Prozess loszutreten. Es geht also darum, ein Klima der Wertschätzung zu schaffen.
Ein Klima zu schaffen, in dem es selbstverständlich ist, dass alle auch was zur guten Energie im Unternehmen beitragen. Ich habe das in meinem Unternehmen vor vielen Jahren begonnen umzusetzen. Es ist bei uns zum Beispiel üblich, dass Meetings nicht etwa mit Tagesordnungspunkt eins beginnen und man stolpert mitten in die Arbeit, zerkaut dann mühsam einen Agenda Punkt nach dem anderen. Nein, Meetings starten bei uns im Unternehmen zunächst einmal damit, dass wir uns darauf konzentrieren, einen Stimmungsbeitrag zu leisten, einen Energiebeitrag zu leisten, dafür zu sorgen, dass jeder auch was beiträgt, damit dieses Meeting erfolgreich wird.
Das passiert etwa dadurch, dass jeder zu Beginn einmal die Möglichkeit hat, was Nettes beizutragen, was zu sagen, auch einen liebenswürdigen Beitrag zu leisten, etwa in Form einer Wertschätzung für das Gegenüber, für ein weiteres Mitglied dieses Meetings ein Lob auszusprechen, ein Erfolgserlebnis zu teilen, Dankbarkeit zu zeigen für etwas, also den Fokus auf die Dinge zu lenken, die wir schätzen, und den Fokus auf die Dinge zu lenken, die uns auch gute innere Kraft bescheren. Ich glaube, Motivation als externes Konzept, also dass ich Motivation von irgendjemandem erhalten könnte, das ist absurd. Motivation entsteht von innen, nur dann ist sie nachhaltig und dauerhaft auch eine Ressource, auf die ich zurückgreifen kann.
Das heißt, das Entscheidende ist, dass wir diese inneren Kräfte, diese innere Energie produzieren. Und das produzieren wir vor allem dadurch, indem wir unsere eigene Aufmerksamkeit auf Energie und kraftspendende Aspekte lenken. Ein mögliches Ritual dafür ist, dass du Meetings damit beginnst, diese Kraft auch herzustellen, indem du den Fokus lenkst auf Dinge, wo jemand dankbar ist, wo jemand was beitragen kann, wo jemand Wertschätzung ausdrückt oder einfach nur was Liebenswürdiges zu einem Teammitglied oder auch zum Vorgesetzten sagt. Das ist für mich einer der Schlüsselpunkte. Es geht in beide Richtungen.
Bei uns im Unternehmen ist es üblich, dass auch Vorgesetzte und Führungskräfte gelobt werden. Wer glaubt denn, dass jemand, nur weil er einen vorgesetzten Hut aufsetzt, plötzlich kein Lob, keine Anerkennung und keine Wertschätzung mehr braucht. Wer glaubt, dass Führungskräfte am Ende als Eremiten in ihrer Höhle sitzen und sich immer nur um ihre eigene Energie kümmern müssen, der irrt. Auch Führungskräfte sind Menschen. Führungskräfte brauchen ebenso Zuspruch, Anerkennung und Wertschätzung wie alle. Das heißt, der Schlüssel ist, ein Klima im Unternehmen zu schaffen, wo diese Anerkennung und Wertschätzung in alle Richtungen fließt. Nur wenn jede und jeder sich gegenseitig diese Wertschätzung stiftet, kann am Ende ein Schwungrad entstehen, das dauerhaft positive Energie im Unternehmen produziert. Natürlich ist es an den Führungskräften, diesen Prozess anzustoßen. Das ist keine Frage. Es wäre der falsche Prozess zu glauben, dass man sich einfach hinstellt und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlangt, ab sofort für die gute Stimmung selbst zu sorgen.
Nein, es ist immer die Verantwortung der Führungskräfte. Es ist immer die Verantwortung der Führungskräfte, voranzugehen. Es ist immer die Verantwortung der Führungskräfte, den ersten Schritt zu tun.
Und so ist es auch hier die Verantwortung der Führungskräfte, den ersten Schritt zu tun und dieses Klima der Wertschätzung auch vorzuleben. Am Anfang wird das für viele ungewöhnlich sein. Wir sind es nicht gewohnt, das zu teilen, was uns positiv bewegt.
Es gibt in vielen Kulturen ähnliche Sprichwörter wie hierzulande, dass man meint, nicht geschimpft wäre schon genug gelobt. Das ist aus meiner Sicht zu wenig. Wir sind es gewohnt, dass wir Kulturen schaffen, wo es ganz wichtig ist und als ganz edel und nobel gilt, dass man Kritik äußert, darf und soll. Das ist keine Frage. Natürlich ist Kritik notwendig und wertvoll, wenn sie wertschätzend auch geäußert wird.
Aber warum haben wir keine Kultur, wo es auch angemessen ist und als angemessen gilt, die positiven Dinge zu teilen, das zu teilen, was mich wirklich positiv bewegt. Und genau darum geht es beim positiven Team Spirit. Es geht nicht darum, die rosarote Brille aufzusetzen. Es geht schlicht und ergreifend darum, all die positiven Gedanken, die man in sich trägt, und das sind ja hoffentlich jeden Tag der eine oder die andere, all diese Gedanken müssen verpflichtend geteilt werden, frei nach dem Motto Sharing is Caring.
Wer positive Gedanken in sich trägt und nicht teilt, der teilt auch nicht die positive Energie. Und genau darum geht es, diesen Prozess in Gang zu setzen, eine Kultur zu etablieren, wo es normal ist, wo es nicht nur angemessen, sondern auch erwartet ist, dass das Positive, was du in dir trägst, ob das eine gute Erinnerung ist, ein positives Erlebnis, etwas, wofür du dankbar bist oder eine Kollegin einen Kollegen, den du schätzt oder etwas Nettes, das deine Führungskraft getan hat, dass es eine Verpflichtung gibt, auch diese positiven Gedanken zu teilen, ebenso wie die Kritik. Erst wenn beides gilt im Unternehmen, kann dieses Schwungrad der positiven Stimmung entstehen.
Und genau das ist es, was Unternehmen zu Höchstleistungen anspornt. Es ist die Energie im Unternehmen, die es braucht für High Performance. Wenn ein Unternehmen auf Hochtouren läuft, so wie mein Unternehmen das eigentlich ständig tut, dann ist es nur auf einer soliden Basis des positiven Team Spirits möglich.
Und deswegen kann ich dir nur eines Wenn du Führungskraft bist und Verantwortung trägst, mach den ersten Schritt. Der Schlüssel ist das Etablieren einer Kultur der Wertschätzung und auch des Teilens positiver Energie. Das ist der Schlüssel. Und dabei wünsche ich dir viel Erfolg.