Folge 107 - Mindset_ Wie überwinde ich die Angst vor der Selbständigkeit_
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Absolute Sicherheit in der Zukunft gibt es nicht
Es ist entscheidend zu akzeptieren, dass absolute Sicherheit bezüglich zukünftiger Ereignisse eine Illusion ist. Die Erwartung vollständiger Gewissheit beim Blick in die Zukunft ist eine unrealistische Annahme, die Fortschritt und Entscheidungsfindung behindern kann.
“Verabschiede dich davon, dass es sowas wie Sicherheit gibt, wenn wir in die Zukunft schauen.”
segmentQuellmaterial (30)
Wie überwinde ich die Angst vor der Selbstständigkeit? Danke, Alexander, an deine Frage, die du mir über WhatsApp zukommen hast lassen. Alexander ich habe gerade den Sprung vom Angestellten zum Selbstständigen gemacht. Hast du einen Tipp, um die Angst zu überwinden? Und ich bin unglaublich dankbar für die Frage, Alexander, weil ich glaube, es ist eine Frage, vor der so viele Menschen stehen. Nicht nur Menschen, die am Sprung in die Selbstständigkeit sind oder davor, ein eigenes Unternehmen zu gründen, da höre ich das öfter, sondern im Wesentlichen an jeder Weggabelung, wo wir mit Unsicherheit konfrontiert sind. Aber zunächst einmal zu deiner Wie überwinde ich die Angst vor der Selbstständigkeit? Ich habe wirklich, ich glaube, eines der am öftesten geführten Gespräche, die ich führe, wenn ich Bühnenauftritte habe und danach die Leute zu mir kommen, ist genau die Frage, Philipp Ich habe eine Idee für die Selbstständigkeit, aber ich trau mich noch nicht. Wie kann ich das überwinden? Wie kann ich diesen Sprung schaffen? Das Gleiche diskutiere ich mit Menschen, die vor großen Investitionsentscheidungen stehen.
Und du, Philipp, eigentlich würde ich gerne, aber ich bin mir nicht sicher. Und genau darin liegt schon die Antwort. Die Leute Ich bin mir nicht sicher.
Und aus dem entsteht natürlich Angst. Angst heiß Wir suchen Sicherheit, wo keine ist. Und damit ist der erste Rat und der erste Tipp, den ich dir mitgeben will, Verabschiede dich davon, dass es sowas wie Sicherheit gibt, wenn wir in die Zukunft schauen. Ich muss dir eines Wir sind in der Lage, Menschen auf den Mond zu schicken, aber wir sind nicht in der Lage, mit absoluter Sicherheit das Wetter von morgen vorherzusagen. Also ganz ehrlich, was willst du für Sicherheit? Ob Dinge was werden oder nicht werden, das liegt nur bedingt in deiner Hand. Du kannst dein Bestes geben, du kannst voll reinhauen, du kannst richtig Gas geben. Aber ob was aufgeht oder nicht, ist eine Frage und eine Verkettung von vielen, vielen Umständen. Und deswegen sei einmal als erstes so ehrlich zu dir selber und die Sicherheit, die du suchst, gibt es nicht. Wenn du auf diese Sicherheit wartest, dann wirst du nie beginnen und dann wirst du es auch nie rausfinden.
Das ist der einzig verlässliche Weg dazu, dass es nichts wird, ist nicht anzufangen. Das heißt, sowas wie Sicherheit in Bezug auf unternehmerische Entscheidung gibt es nicht. Ich erinnere mich da gerade an ein Gespräch, das ich am Anfang der Pandemie oder ganz am Anfang der Pandemiezeit führen durfte.
Ganz zufällig bin ich ins Gespräch gekommen mit dem wirklich herausragenden, beeindruckenden Unternehmer Attila Dokutan, der mit seinem Unternehmen To Co weltweit aktiv ist, also geografisch diversifiziert in unterschiedlichsten Formel eins Catering, Hotels, Restaurants, Airline. Also braucht branchenmäßig nochmal diversifiziert, geografisch diversifiziert. Und das heißt, diversifizieren wäre der beste Garant für Sicherheit. Und selbst dem hat die Pandemie von einem Tag auf den anderen das ganze Geschäft ausgelöscht.
Das heißt, selbst mit der besten Diversifizierung gibt es offensichtlich keine Sicherheit. Und gleichzeitig aber hätte er sich davon abhalten lassen, vor solchen Gedanken, was alles irgendwann passieren könnte, dann hätte er es nicht geschafft, ein Unternehmen aufzubauen, das an der Milliardenumsatzgrenze knackt und das definitiv und ohne jeden Zweifel mit so einem beeindruckenden Unternehmer wieder Fahrt aufnehmen wird und große Erfolge einfahren wird. Das heißt, die erste Erkenntnis Du suchst Sicherheit, wo keiner ist und wenn du darauf bestehst, Sicherheit zu haben, dann wirst du nie beginnen, Weil ganz ehrlich, wir sind wirklich nicht einmal in der Lage, das Wetter vorherzusagen. Also wie sollen wir jemals wissen, ob ein Business aufgeht oder nicht?
Der zweite Punkt, den ich dir mitgeben will Ich glaube, du hast eine falsche Kausalität in deinem Kopf gespeichert. Was meine ich damit? Wir hoffen immer, dass wir zuerst eine Sicherheit empfinden und dann setzen wir den ersten Schritt. Und so funktioniert das aber nicht. Es funktioniert im Leben genau umgekehrt. Du setzt den ersten Schritt und dadurch baust du Sicherheit auf. Und ich möchte das in eine Metapher bringen oder in ein Bild bringen, wo du das gut vergleichen kannst. Du kannst die Frage stellen, ob das Eis auf diesem Teich, ob das fest ist und du kannst es in deinen Gedanken durchexerzieren nach und nach. Oder du kannst ein bisschen mit dem Fuß so drauf tippen und schauen, wie stabil das Eis ist und dich nach vorne tasten und dann wirst du Sicherheit gewinnen oder eben auch nicht und dich zurückziehen. Aber die Wahrheit Sicherheit entsteht durch Tun und nicht umgekehrt. Das heißt, wenn du glaubst, dass die Sicherheit zuerst da ist und du dann den ersten Schritt tust, dann wirst du wieder verharren und nichts tun. Also der erste Schritt ist enorm bereichern, wenn es darum geht, Sicherheit aufzubauen.
Ich möchte dir ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung bringen. Ich wollte ja so lange schon ein Buch schreiben und natürlich habe ich nie begonnen, weil ich mir dachte, das ist nicht perfekt und wen interessiert das? Und dann habe ich wieder begonnen und dann wieder aufgehört.
Also furchtbar in Perfektion gestorben. Und irgendwann habe ich diese wunderbare Plattform entdeckt. Story One. Story One, sehr zu empfehlen. Eine Plattform zum Geschichtenerzählen. Und dort habe ich Geschichte für Geschichte publizieren können.
Und wenn ich zwölf oder vierzehn Geschichten gehabt habe, kann ich da so ein Buch machen. Was habe ich also getan? Ich hab Sicherheit durch Tun entstehen lassen. Ich habe eine erste Geschichte geschrieben und habe sie sofort veröffentlicht auf der Plattform. Dadurch habe ich einmal Sicherheit gekriegt. Super, ich hab schon einen Teil, der ist draußen. Das kommt an, wie es ankommt und es ist erledigt. Ich habe die zweite Geschichte publiziert, die dritte. Mit jeder Geschichte ist die Sicherheit gestiegen Und dann am Ende habe ich tatsächlich ein Buch gehabt und das Ergebnis Alles wird gut. Mein Buch für Menschen mit großen Zielen.
Das heißt, Sicherheit entsteht durch Tun und vor allem durch den ersten Schritt. Das heißt, wenn du wirklich ein Ziel hast, wo du unsicher bist, versuch dir zu überlegen, was ist dein erster Schritt, den du heute und so fortsetzen kannst. Der Schritt wird dazu beitragen, dir Sicherheit zu geben.
Im Fall von der Angst vor der Selbstständigkeit kann es zum Beispiel Sprich mit dem ersten Kunden und tu einfach so, als wärst du es schon. Ist ja komplett wurscht, ob du schon ein fertiges Angebot hast oder nicht. Setz einen ersten Schritt. Und der dritte Aspekt, und ich weiß, der ist öfters schon zitiert, aber es war trotzdem wichtig. Du kannst dieser Angst wirklich den Kopf abschlagen wie einer Schlange, weil die Wahrheit ist, sie existiert nicht.
Sie ist etwas, was in deinem Kopf kreist, was mit der Realität nichts zu tun hat. Das liegt einfach an der Funktionsweise deines Gehirns. Was hat dein Gehirn für einen Job? Dein Gehirn hat einen Job, dich zu beschützen, dich zu beschützen vor Unheil. Deswegen hat das Gehirn den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als sich Dinge zu überlegen, die schiefgehen können.
Das ist die Aufgabe vom Hirn seit Jahrtausenden. Das Hirn soll dir Da täte ich jetzt lieber nicht reingehen. In diese Höhle, weil da schläft vielleicht ein Säbelzahntiger drinnen, dann gehst du dort nicht rein.
Das ist die Aufgabe vom Gehirn. Die Aufgabe vom Gehirn ist, aus Informationen aus der Vergangenheit einen Schutzmechanismus zu bauen. Was das Gehirn nicht kann, ist in die Zukunft schauen. Das Gehirn kann nicht in die Zukunft schauen.
Es kann nur mit Informationen aus der Vergangenheit einen Schutzmechanismus aufbauen. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit ist extrem hoch, dass das, was du denkst und sich als Angst in dir niederschlägt, einfach ein Sammelsurium aus irgendwelchen Dingen, Erfahrungen aus der Vergangenheit ist. Weil was anderes kann in deinem Kopf eigentlich gar nicht entstehen.
Und dann wirst du auch festgestellt haben, dass nie etwas eingetreten ist, das nur ansatzweise so schlimm ist wie die Angst. Die Angst ist immer schlimmer als die Realität. Und deswegen kannst du natürlich folgendes Du kannst dir einfach mal vorstellen, was ist das schlimmste Szenario, was passieren kann im Falle einer Selbstständigkeit?
Ich habe ja selber den Prozess durchgemacht. Ich habe mir damals gedacht, das Schlimmste, was passieren kann, ist verspiele jetzt sozusagen in meinem Versuch der Selbstständigkeit mein gesamtes Erspartes, was damals sehr überschaubar war und ich muss mir wieder einen Job suchen. Das ist das Schlimmste, was passieren kann. Dann muss ich mir wieder einen Job suchen, nichts mit dem Unternehmertum, bin Angestellter und muss wieder für irgendjemand anderes arbeiten. Aber das ist das Schlimmste, was mir passieren hätte können.
Und natürlich ist es nicht eingetreten. Vor zwei Jahren circa haben wir übersiedelt mit meinen Unternehmen in ein deutlich größeres Office, weil wir Expansion planen, weil wir Wachstum planen und und haben uns schon gescheit rausgelehnt. Und ich hab mir natürlich vor der Entscheidung Na Wahnsinn, wie wird sich das alles entwickeln?
Und irgendwann habe ich dann mich an meine eigenen weisen Ratschläge erinnert und habe mir Na gut, also in die Zukunft schauen, das ist, glaube ich, eher überflüssige Übung. Ich habe keine Ahnung, was in der Zukunft passiert. Wie lange wird die Pandemie dauern?
Wird die Wirtschaft einsacken, anziehen? Ich habe keine Ahnung. Aber ich habe mir gedacht, was ist das Schlimmste, was passieren kann?
Und ich hab das Schlimmste, was passieren kann, ist, ich muss das ganze Ding untervermieten. Und das ist zwar dann ein bisschen peinlich, weil dann werden alle wieder glücklich sein, weil der großspurige Philipp Marathan endlich auf die Schnauze gefallen ist und sich die Blöße geben muss, sein wunderbares, riesiges Büro abzugeben. Und alle werden ins Fäustchen lachen, die mich da so freudig begleiten.
Aber ansonsten ist ja nichts passiert. Bitte, ist ja nichts passiert und dann würde ich wieder von vorne anfangen. Und darum dürfen wir einfach feststellen, dass das gerade oft, also Angst zu scheitern heißt in vielen Fällen ehrlicherweise auch die Angst, uns zu blamieren.
Was werden die anderen sagen? Nur in wenigen Fällen sind es existenzielle Dinge, weil der existenzielle Teil ist oft irgendwie lösbar, gerade bei unternehmerischen Projekten. Aber oft ist es wirklich der Punkt, dass wir sagen, naja, was sagen die anderen dann? Und bin ich dann blamiert? Und die Wahrheit ist, es ist wie beim Boxen, verloren hast du erst, wenn du liegen bleibst.
Das heißt, wenn du dann wieder aufstehst, dich, wie es so schön heißt, sprichwörtlich abputzt, dir dein Krönchen richtest und weiter tust und einfach wieder von vorne anfängst, dann ist nichts passiert. Eigentlich bist du vielleicht zeitlich ein bisschen zurückgefallen, aber eigentlich ist nichts passiert. Und das sind die drei Dinge, Alexander und alle, die hier zuhören, die immer wieder mal an Punkten stehen, wo sie mit Angst vor Unsicherheit konfrontiert sind, die ich dir und euch mitgeben will.
Der erste Punkt wenn du Sicherheit suchst, dann wirst du nie anfangen. Der zweite Punkt Sicherheit entsteht durch Tun. Du tust den ersten Schritt und dadurch baut sich Sicherheit auf. Und der dritte Punkt Die Angst ist immer schlimmer als die Realität und sie entstammt vor allem einfach nur Gedanken aus der Vergangenheit, die sich zusammenbrauen in deinem Kopf und dann das auslösen, was wir als Angst kennen.
Wenn du die drei Dinge das nächste Mal beherzigst, dann hoffe ich, dass du das tust, was Unternehmertum ausmacht. Einen Schritt tun, dich trauen, was versuchen, in Angriff nehmen, ja, vielleicht am Weg scheitern. Ich wünsche es dir nicht, aber es kann passieren.
Aber dann wieder weiter tun und was aufbauen und was Großes draus machen. Genau das ist der Grund, warum ich diesen Podcast hier mache. Genau das ist der Grund, warum ich jede Woche hier investiere in dich meine Zeit, weil ich Menschen unterstützen will, die was Großes bewegen wollen. Wenn du mich unterstützen willst, dann habe ich heute eine Bitte an Teile diesen Podcast online in deinen sozialen Netzwerken. Schau, dass auch andere Menschen was davon haben. Das macht nichts. Es kann auch jemand anderes von diesen Dingen profitieren. Dadurch wirst du nicht weniger profitieren.
Sei großzügig und teile Das ist eine gute Übung. Über das werden wir vielleicht einen eigenen Podcast machen. Bis heute. Für heute belassen wir es dabei, dass ich dich darum bitte.
Ich würde mich wirklich sehr freuen und ich freue mich auch, wenn du nächste Woche wieder dabei bist, hier bei Business Gladiators unplugged. Mein Name ist Philipp Maderthaner und ich freue mich auf dich nächste Woche. Alles Liebe und bye bye.