Folge 01 - Wie spiele ich mich frei?
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Ablehnung der persönlichen Namensgebung für das Unternehmen
Als eine Werbeagentur vorschlug, Philipp Maderthaners Unternehmen nach ihm persönlich zu benennen, lehnte er dies vehement ab. Er sah darin das Gegenteil seines Ziels, ein Unternehmen zu schaffen, das größer ist als er selbst. Diese Reaktion unterstreicht seinen Wunsch nach einer klaren Trennung zwischen seiner Person und der Firma.
“Als die Werbeagentur mir damals bei der Markenentwicklung vorgeschlagen hat, mein Unternehmen auch nach mir persönlich zu benennen [...] habe ich wörtlich Ja, wollt ihr mich umbringen?”
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Bevor es losgeht mit dieser Folge von Business Gladiators Unplugged hier ein Hinweis in eigener Sache für alle meine Podcast Hörerinnen und Podcast Hörer.
Am achtzehnter erster. Um achtzehn uhr eins veranstalte ich mein erstes Live Webinar in diesem Durchbruch zwei tausend drei und zwanzig Alle Infos für dich auf philippmarathaner com Durchbruch zwei tausend drei und zwanzig und jetzt viel Spaß mit dieser Folge. Willkommen zu einer Premiere zur ersten Ausgabe meines Podcasts Unternehmertum unplugged.
Eine der brennendsten Fragen, die Unternehmerinnen und Unternehmer beschäftigt. Wie spiele ich mich frei? Wie komme ich raus aus dem Hamsterrad des Daily Business?
Wie schaffe ich damit mehr Freizeit, aber auch mehr Zeit für die wichtige Arbeit an der Entwicklung meines Unternehmens? Die Debatten darüber, wie oder besser gesagt, ob das überhaupt funktioniert, laufen im Regelfall sehr, sehr leidenschaftlich und ich verstehe das. Ich habe mein Unternehmen vor mehr als sieben Jahren gegründet und ich erinnere mich noch sehr gut an mein erstes Jahr. Ich hab geschlagene acht und zwanzig von zwei und fünfzig Wochenenden gearbeitet. Ich hatte in den ersten Jahren über lange Strecken sechzig siebzig achtzig Stunden, Wochen, eine Woche Urlaub und selbst da am Telefon etwas, das vielen Unternehmerinnen und Unternehmern bekannt vorkommt. Ich hatte aber schon damals bereits bei der Gründung der Firma eine für mich wesentliche Entscheidung getroffen, diese Ich will etwas schaffen, das größer ist als ich selbst. Als die Werbeagentur mir damals bei der Markenentwicklung vorgeschlagen hat, mein Unternehmen auch nach mir persönlich zu benennen oder zumindest meinen Initialen zu folgen, habe ich wörtlich Ja, wollt ihr mich umbringen?
Das ist ja genau das Gegenteil von dem, was ich will und wo ich hin will. Das bedeutet also, am Anfang steht eine Willst du selbstständig sein oder willst du ein Unternehmen aufbauen? Beides ist gut.
Nichts ist richtig oder falsch, aber beides führt in völlig unterschiedliche Richtungen mit unterschiedlichen Ergebnissen. Selbstständig zu sein ist etwas Wunderbares, ohne jeden Zweifel. Wenn du deine Facharbeit liebst, egal ob als Ärztin oder als Fotograf, als Projektmanagerin oder als Designer, dann kann das der richtige Weg für dich sein. Und auch hier werden oft unterstützende Kräfte als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt. Am Ende dreht sich jedoch alles immer um dich, deine Leistung und dein Können. Manchmal streichelt das im Übrigen auch das Ego, aber ob das gut ist, dazu später noch mehr.
Eine andere Entscheidung ist es, ein Unternehmen aufzubauen. Unternehmerin oder Unternehmer zu sein, ist dann deine neue Aufgabe oder zumindest dein Ziel. Das bedeutet auch ein schrittweises Loslösen von deinen Fachkraftaufgaben zugunsten von Unternehmeraufgaben, also der Arbeit am Unternehmen statt der Arbeit im Unternehmen. Am Anfang steht dabei die Entscheidung Ich bin nicht mein Unternehmen. Also auch eine gewisse emotionale Loslösung und Trennung, ein Betrachten deiner Firma als eigenständiges, von dir losgelöstes Gebilde. Für alle, die ihre Firma noch dazu als gmbh gründen, wird das auf hilfreiche Weise ja sogar rechtlich deutlich. Ihre Firma ist dann eine eigene juristische Person, die neben einem selbst existiert. In der Praxis ist das nicht immer so einfach. Ich weiß das auch Ich hatte bei der Gründung meiner Firma schon zehn Jahre Erfahrung in dem, was ich tue. Und die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ich anstellte, waren ja unterstützende Kräfte, die gemeinsam mit mir funktionierten.
Aber ohne mich, ohne mich war meine Firma damals weder Lebens noch wachstumsfähig. Die Erkenntnis, dass meine Firma noch nicht das konnte, was ich selber damals konnte, war immer eine schmerzhafte. Noch schmerzhafter war nur, dass ich selber daran schuld war. Denn es ist meine oberste Aufgabe als Unternehmer, mein Unternehmen so aufzustellen, dass es operativ ohne mich funktioniert. Und wer sagt, das geht nicht, sagt meistens in Ich will nicht oder ich trau mich nicht oder ich weiß nicht wie. Weil wenn es nicht gehen würde, wie könnte dann ein Richard Branson vier hundert Unternehmen haben? Ich bin mit meinem Unternehmen genau diesen Weg gegangen, mit dem Ergebnis, dass es mittlerweile von einem wirklich großartigen Führungsteam gesteuert wird und ich selbst zumindest zu neunzig Prozent, wenn nicht mehr, freigespielt bin. Allein die Tatsache, dass ich zwei tausend siebzehn für ein anderes Projekt fünf Monate mein eigenes Unternehmen verlassen habe, von einem Tag auf den anderen und sich meine Firma in der Zeit blendend entwickelt hat, zeigt, was möglich ist. Wäre das in deiner Firma möglich? Stell dir diese Frage kritisch und triff eine Bist du selbstständig oder bist du Unternehmerin oder Unternehmer? Wenn du dich dafür entscheidest, ein Unternehmen aufzubauen, ist ganz klar, was zu tun ist. Finde Menschen, die dich in den Fachkraftaufgaben, in deinen Fachkraftaufgaben schrittweise ersetzen, Menschen, die darin besser sind als du oder jedenfalls das Potenzial haben, besser zu werden. Halte dein Ego in Zaum und hol dir deine Bestätigung nicht aus deiner ohne jeden Zweifel vorhandenen Genialität in deinem Fach, sondern daraus, wie du deine Firma zu Höchstleistungen bringst. Schaffe Systeme und Prozesse, die sicherstellen, dass Dinge, die dir wichtig sind, nach bestimmten Standards laufen. Etabliere Werte im Unternehmen und schaffe damit den Rahmen, dass andere auch Entscheidungen im Sinne des Unternehmens treffen können. Sorge für eine klare Vision deiner Firma, damit alle in die gleiche Richtung ziehen und dann tu das, was zu den schönsten Aufgaben überhaupt gehört.
Kümmere dich um die Entwicklung deines Unternehmens und hilf ihm dabei zu begeistern, zu wachsen und Großes zu bewegen. Ich wünsche dir dabei viel Erfolg und ich freue mich, wenn du vielleicht selbst eine Frage hast und sie mir schickst unter philippmartaner com podcast. Bleib dran.