262_ Philipp, welche 3 Eigenschaften machen wirklich erfolgreich_
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Angst vor Außenwahrnehmung und Imageverlust hemmt Anpassungsfähigkeit
Die Angst vor negativer Außenwahrnehmung, Imageverlust und der Meinung von Mitarbeitern, Kunden oder dem Markt hält viele davon ab, notwendige Schritte zurückzugehen und sich anzupassen. Diese Sorge um das eigene Ansehen ist ein wesentlicher Hemmschuh für die Anpassungsfähigkeit und kann langfristig den Erfolg gefährden.
“Nur das hält natürlich viele zurück, Weil was heißt das paar Schritte zurück? Was heißt das für unsere Außenwahrnehmung? Was heißt das fürs Image? Was werden die Leute sagen? Was werden die Mitarbeiter sagen? Was werden die Kunden sagen? Was werden der Markt sagen? Bin ich dann ein Loser, weil ich ein paar Schritte zurückgehe und so weiter und so fort.”
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In dieser Welche Eigenschaft hast du dir antrainiert, die dich heute zu einem besseren Unternehmer und auch zu einem besseren Menschen macht?
Der Hauptgrund bei so vielen, dass sie nicht erfolgreich sind, ist, dass ihre Fähigkeit zur Aufrichtigkeit mit sich selber und dem, wo sie stehen, viel zu wenig ausgeprägt ist. Die Dinge dramatisieren und schlechter sehen, als sie sind oder die Dinge schön malen. Es ist beides nichts. Fähigkeit zur Reflexion. Erste Qualität, zweite Qualität. Wer nicht die Fähigkeit zur Anpassung hat, wird wirtschaftlich, unternehmerisch einfach nicht mehr da sein.
Jede und jeder, der bereit ist, ein, zwei, drei Schritte zurückzugehen oder im Notfall sogar zurück an den Start zu gehen, kann nicht untergehen. Der dritte und letzte Punkt ist, wir haben ein fantastisches Gespräch vor uns mit der Julietta aus Villach, aber eigentlich aus Bayern. Also insofern sehr sympathisch.
Herzlich willkommen Juliette. Freue mich, dass du dabei bist. Vielen Dank für eure Einladung und auch erstmal Kompliment und Glückwunsch für euer neues Studio. Ich bin froh, dass ich da heute dabei sein darf.
Ich freue mich extrem, bin extrem happy mit dem Studio. Ist natürlich ein Level Upgrade. Früher bin ich immer alleine in meiner Box gesessen und habe mit Sprachnachrichten den Podcast produziert, einsam und verlassen.
Und das muss ich sagen, ist jetzt natürlich ein deutlich sozialeres Erlebnis für alle die, die noch nicht reingeschaut haben, unbedingt auf YouTube vorbeischauen und das sind voller Kelvin Qualität erleben. Es ist einfach nur mal was anderes, wenn man weiß, mit welchen Menschen man zu tun hat. Für mich, aber auch für unsere Zuseherinnen und Zuseher.
Deswegen wirklich vielen Dank für die Bereitschaft und ja, Juliette, schieß los. Was beschäftigt dich? Was ist deine Frage?
Genau? Ja, also erstmal vielen Dank, wie gesagt. Und meine Frage ist, welche Eigenschaft hast du dir antrainiert bzw. Daran gearbeitet, die dich heute zu einem besseren Unternehmer und auch zu einem besseren Menschen macht? So Denksportaufgabe, muss man sagen.
Also ich mag einmal die Tatsache, dass du die Frage stellst mit der Formulierung, was habe ich mir angeeignet oder was habe ich wirklich versucht selber zu entwickeln? Das gefällt mir deswegen gut, weil ich wirklich daran glaube, dass wir besser werden können, dass wir uns weiterentwickeln können und eben kein Verfechter bin dessen, dass ich sage, naja, also du kommst mit bestimmten Qualitäten auf die Welt und wenn du Glück hast, sind es Unternehmerqualitäten oder Unternehmerinnen Qualitäten und wenn du Pech hast, dann nicht. Das teile ich nicht und deswegen gefällt mir mal der Frame der Frage. Ich würde sagen, es gibt ein paar Qualitäten, an denen ich sehr stetig und konstant arbeite und die sehr klar benennen kann, weil sie, weil sie sich wirklich über die Jahre rausgeschält haben. Und ich würde mal sagen, sie machen mich mit ziemlicher Sicherheit zu einem besseren Unternehmer und wahrscheinlich dort oder da zu einem besseren Menschen. Das müssen andere beurteilen. Aber ich habe ein sehr klares Bild davon, wo ich wirklich schau, dass ich vorankomme. Und das sind drei Qualitäten, von denen ich auch überzeugt bin, dass jede und jeder, der was weiterbringen will, vor allem auch in diesem Jahr zwei tausend fünf und zwanzig das sind drei Qualitäten, auf die es wirklich ankommt, Weil die Wahrheit ist, wir leben in einer Zeit, wo gerade extrem viel passiert. Es ist wirklich viel im Umbruch, viele Dinge gehen gerade zu Ende, viele neue Dinge entstehen und es gibt keinen, ich sage immer, es gibt keinen Rechtsanspruch auf Erfolg im Business. Also es will von jedem von uns verdient werden und ich bin wirklich davon überzeugt, dass es drei Qualitäten sind, von denen alle profitieren können. Ich würde sie dir in einer bestimmten Reihung sagen. Das erste ist, und das übe ich schon lange, ist die Fähigkeit zur Selbstreflexion, die Fähigkeit zur Aufrichtigkeit, würde ich fast sagen, also zur Selbstaufrichtigkeit. Ich habe in unterschiedlichsten Folgen schon auch darüber gesprochen. Ich stelle wirklich fest und auch jetzt im Businessleben für alle Führungskräfte, die jetzt zuhören, ich sage immer, ich kann eigentlich mit allen Menschen arbeiten. Nur wenn jemand keine Fähigkeit hat zur Selbstreflexion und keinen Willen zur Weiterentwicklung, dann geht es nicht. Ich glaube wirklich an die Weiterentwicklungsfähigkeit des Menschen. Nur es beginnt mit der Fähigkeit zur Selbstreflexion. Das heißt also die Fähigkeit, sich in den Spiegel zu schauen, klar und aufrichtig zu erkennen, die eigenen Unzulänglichkeiten, Fehler, Entwicklungspotenzial, Entwicklungsnotwendigkeiten, wo stehe ich, wie weit bin ich wohl, wo bin ich gut unterwegs, wo bin ich nicht gut unterwegs. Also einfach die Fähigkeit, eine ganz nüchterne Standortbestimmung zu machen, ohne Dramaaufschlag und ohne Selbstkasteiung. Also weder das Pendel in die eine Richtung noch in die andere Richtung, sondern einfach die Fähigkeit, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, Nicht besser als sie sind, nicht schlechter als sie sind. Und diese Fähigkeit zur Selbstreflexion ist was.
Das kann man üben, da bin ich davon überzeugt. Da hilft Coaching, da hilft externe Impulse, da hilft sie andere Leute anhören. Da hilft auch, sich mit Menschen zu umgeben, die nicht immer nur Mein Gott, du bist so super und überall Ja und Amen sagen, sondern Leute, die dir eine Parole geben und die dir Konter geben. Aber das ist für mich die Schlüsselqualität. Ich erkenne wirklich immer mehr, es ist der Hauptgrund bei so vielen, dass sie nicht erfolgreich sind, ist, dass ihre Fähigkeit zur Aufrichtigkeit mit sich selber und dem, wo sie stehen, viel zu wenig ausgeprägt ist. Die Leute malen sich die Dinge schön und ich weiß gar nicht, was schlechter ist. Die Dinge dramatisieren und schlechter sehen, als sie sind oder die Dinge schön malen. Es ist beides nichts. Aber das ist für mich die erste Schlüsselqualität. Und am besten übst du es, indem du dich immer wieder auch mit, ich sage jetzt wirklich mit unbequemen Menschen umgibst und mit unbequem Money. Jetzt überleg dir mal, hast du, wenn ich jetzt im Business Kontext bleibe, hast du Freunde oder Freundschaften oder Bekanntschaften, die du pflegst mit Menschen, die signifikant erfolgreicher sind als du. Also hast du Leute, die dich wirklich, die dich provozieren in den Dingen, wo du vielleicht selber gern hin würdest? Es ist ja oft so, es gibt diesen Spruch und für mich hat er sich als wahr herausgestellt. Uns provozieren sehr oft Menschen, die sich mit einem Verhalten, das entweder unserem eigenen ähnelt oder dass ein Verhalten ist, das wir selber gerne an den Tag legen würden. Also wenn zum Beispiel jemand besonders dreist ist und das regt mich massiv auf, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Variante eins ist, du bist selber dreist und die Person spiegelt dir das und du magst dich eigentlich selber nicht dafür. Möglichkeit zwei ist, du traust dich selber eigentlich deinen eigenen Willen und deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse nie voranstellen und deswegen provoziert dich jemand, der das gnadenlos tut. Also das heißt, eine Spur, die ich jedem und jeder empfehle, um in diese Selbstreflexion zu gehen, ist wirklich mal dorthin zu schauen, was regt dich auf, was regt dich auf Was oder wer regt dich auf? Und dann ist die ehrliche Frage einmal warum? Und da kommst du vielleicht drauf, ehrlich gesagt, es regt mich auf, dass der oder die einfach schon wirklich um den Faktor zehn erfolgreicher ist als ich und ich eier da umeinander und es regt mich auf, es provoziert mich oder dass der selber oder die so für sich eintritt und ich krieg den Mund nicht auf. Oder es regt dich auf, dass jemand, ich sage jetzt mal Leute immer unterbricht und eigentlich stellst du fest, du bist selber jemand, der das tut.
Die Emotion ist eines der besten Instrumente für die Spurensuche. Also zu schauen, wann da wo Reibung entsteht, dorthin gehen oder Emotion, wo Schmerz, Wut, Zorn entsteht, dorthin gehen und dann ehrlich sein und suchen. Was ist da los? Grandios.
Manche können das selber, manche brauchen ein Coach dafür. Wunderbar. Ja, manche brauchen Freunde, mit denen gute Gespräche möglich sind. Es gibt ja so viel Möglichkeiten, aber die Fähigkeit zur Selbstreflexion ist das eine und und einfach auch anzuerkennen, dort wo du in den Selbstbeschiss gehst, wo du sagst na na, bei mir läuft's eh und in Wahrheit läuft's nicht, aber du möchtest das gern so sehen, weil es dir dann besser geht.
Aber die Wahrheit ist, es wird nie laufen, wenn du nicht hinschaust, wie es wirklich ist. Fähigkeit zur Reflexion. Erster Punkt. Erste Qualität. Zweite Qualität. Die Fähigkeit zur Antizipation. Was heißt das?
Es gibt diese gerade im unternehmerischen und du hast ja gesagt, was macht man zum besseren Unternehmer? Das ist sicherlich sehr unternehmerische Qualität. Ich habe immer empfunden, es ist eine gewisse Schizophrenie, in der man als Unternehmer lebt, weil du musst eigentlich im Morgen leben, um zu schauen, was kommt und gleichzeitig das Heute managen. Und das ist ein Spagat der f unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Unterschiedlich einfach oder schwer. Ich habe immer die Tendenz gehabt, ich bin immer zu sehr in der Zukunft und zu wenig im Heute. Deswegen bin ich manchmal für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schwer anknüpfungsfähig. Die Dinge, die mich beschäftigen, sind eigentlich im Heute, Hier und Jetzt wenig spürbar und erlebbar. Also das ist ein Spagat, den es aufzulösen gilt, aber gleichzeitig ist es auch nicht förderlich. Wenn du als Unternehmerin Unternehmer nur im Hier, Jetzt und Heute bist, dann kann es einfach sein, dass morgen was passiert, das dich unvorbereitet trifft.
Also Antizipation, hast schon die Fähigkeit, auch im Morgen zu leben. Was kommt auf uns zu? Wie entwickeln sie die Dinge mit meiner Branche im Makro, dich mit den Dingen zu beschäftigen. Was wird sie tun mit meiner Branche? Wie wirkt KI auf uns? Wie schaut unser Business Forecast aus? Wie geht es eigentlich unseren Kunden? Was sind die Branchen, in denen meine Kunden sind? Wie werden sich die entwickeln? Haben die eher einen Aufschwung zu erwarten oder wird es bei denen knopper werden?
Also auszuleuchten und dich damit zu beschäftigen, was kommen kann. Du weißt es nicht, die Zukunft ist unvorhersehbar. Aber mit Szenarien zu spielen und einfach nicht nur im Heute zu sein und zu sagen, naja, wenn ich den heutigen Tag gut gemanagt habe, dann kommt morgen ein neuer. Nein, die Aufgabe von Unternehmerinnen und Unternehmern ist schon, nach vorne zu schauen und diesen Spagat zu schaffen, im Morgen oder übermorgen zu leben und gleichzeitig im Heute zu agieren und präsent zu sein. Und diese Fähigkeit zur Antizipation ist schon eine Schlüsselqualität für alle, die Erfolg haben wollen. Niemand, der ganz große Innovationen produziert hat, hat das getan, ohne den Versuch nach vorn zu schauen.
Also schau dir die großen Dinge an. IPhone, Smartphone, du hast was sehen müssen, was andere nicht sehen. Um das zu tun, damit du Elektroautos baust, musst du was sehen, was andere nicht sehen. Das heißt, du musst dich da vorne bewegen.
Und die Leute, die einfach den Kopf in den Sand stecken und sagen, naja, nein, nein, wird schon weiterlaufen.
Also das Gegenteil von Antizipation, das kann dann sein, dass sich dann der nächste Sturm heute erwischt. Also erstens Fähigkeit zur Reflexion oder Aufrichtigkeit. Zweitens Fähigkeit zur Antizipation. Und damit zum Beispiel, also konkret heißt das, ich beschäftige mich permanent mit was kommt. Also ich gehe wirklich in die Themen rein, also ob das jetzt ist die KI, ob das ist Blockchain, aber im Sinne der großen Zusammenhänge zu verstehen, wie spült es rein in die einzelnen Sachen. Ich kann nicht einfach sagen, hoppala, jetzt ist es da, ist mein zweiter Punkt. Und der dritte und letzte Punkt ist, ich weiß nicht, ob es der härteste ist, aber ich würde behaupten, die Antizipation ist vielleicht nur das Einfachste. Also Aufrichtigkeit und Selbstreflexion ist hart. Antizipation hat vielleicht viel mehr zu tun mit Disziplin, Interesse, Neugier. Der dritte Punkt ist die Fähigkeit zur Anpassung.
Und da sind wir jetzt. Puh Leute, also wer in diesen Jahren, also zwei tausend fünf und zwanzig und in folgenden Jahren nicht die Fähigkeit zur Anpassung hat, wird nicht mehr da sein. Wirtschaftlich, Ende der Durchsage, over and out. Wir sind in einer der größten Umbruchzeiten überhaupt. KI getrieben, Demografie getrieben, unterschiedlichste Dinge, die passieren, globale Zusammenhänge und so weiter. Wer nicht die Fähigkeit zur Anpassung hat, wird wirtschaftlich, unternehmerisch einfach nicht mehr da sein. Die Beispiele gibt es genug. Schaut euch an, die letzte Revolution, die große Internetrevolution, wenn die aller weggespült hat. Giganten, die vermeintlich too big to fail waren, waren weg. Einfach weg. Wir brauchen dich nicht mehr. Danke.
Also ist der dritte Punkt die Fähigkeit zur Anpassung. Und um das wirklich so plakativ wie möglich zu machen, Anpassungsfähigkeit ist das Gegenteil von Festhalten. Die gräste Gefahr in Zeiten, wo der Wellengang höher wird, ist krampfhaftes Festhalten. Krampfhaftes Festhalten. Du willst Ballast abwerfen in diesen Zeiten. Du willst die Angriffsfläche reduzieren. Ich hab mit einem Geschäftspartner von mir vor kurzem geredet, der eines meiner Unternehmen auch gerade wieder stark im Wachstum ist und der hat naja, ihn beschäftigt das schon sehr, weil natürlich Wachstum ist super, aber jetzt stellen wir auch wieder neue Leute ein und es sind Verpflichtungen und er hat schon Sorge quasi, ob wir das halten können. Also das belastet ihn. Es ist ein Druck, ein Druck, den ja viele spüren und viele noch viel stärker spüren werden in den nächsten Monaten und Jahren.
Und ich habe ihm gesagt, solange du bereit bist, zwei Schritte zurückzumachen oder im Extremfall sogar zurück an den Start zu gehen, kann da nichts passieren. Es kann da nur was passieren, wenn du krampfhaft an allem festhältst, was jetzt ist. Das kann sein, dass das nicht zu halten ist, wenn sich das Umfeld ändert. Es kann sein, dass wenn du Kodak bist und es erfindet gerade, also Internet geht los und Digitalfotografie und du sagst, nein, wir wollen das jetzt einfach halten, unser Geschäft, dann kann es einfach sein, dass du am Ende weg bist. Wenn du aber bereit bist, zwei Schritte zurückzugehen, auf ein bestehendes Geschäft zu verzichten, dich schlank zu machen, neu zu erfinden und wieder nach vorn zu gehen, kann da nichts passieren. Also es ist das Festhalten am Status quo, das Firmen untergehen lässt. Nur das Festhalten. Jede und jeder, der bereit ist, ein, zwei, drei Schritte zurückzugehen oder im Notfall sogar zurück an den Start zu gehen, kann nicht untergehen.
Nur das hält natürlich viele zurück, Weil was heißt das paar Schritte zurück? Was heißt das für unsere Außenwahrnehmung? Was heißt das fürs Image?
Was werden die Leute sagen? Was werden die Mitarbeiter sagen? Was werden die Kunden sagen?
Was werden der Markt sagen? Bin ich dann ein Loser, weil ich ein paar Schritte zurückgehe und so weiter und so fort. Keine Frage, es hat keiner gesagt, dass es einfach ist. Nur die Frage ist, wann willst du gewinnen? Jetzt oder auf Dauer? Und wenn du auf Dauer gewinnen willst, ist Anpassungsfähigkeit das Gebot der Stunde.
Die wenigsten Unternehmen schaffen es, ein hundert Jahre alt zu werden, aber die, die es geschafft haben, haben es aus gutem Grund geschafft, haben sich sehr gewandelt über die Zeit. Und da gibt es große Konzerne, die schon sehr, sehr lange da sind, was die schon gemacht haben. Ich glaube, mir fällt das Beispiel leider nicht gut genug ein, Aber M ist so ein Konzern, wenn du jetzt googelst und schaust, was die alles gemacht haben, wie die sich entwickelt haben, denkst du das auch nicht. Das ist ja Äpfel und Birnen, ist ja unglaublich. Also die haben sich wie komplett gewandelt.
Ja, aber diese Wandlungsfähigkeit, das ist Überlebensfähigkeit. Das ist Überlebensfähigkeit. Was tust du, wenn die Sommer heißer werden? Naja, dich anpassen, dich anpassen, vielleicht werden Häuser anders gebaut werden, vielleicht werden die Leute woanders Häuser bauen. I don't know, ich weiß es nicht. Aber wenn du dich gegen etwas stellst, das du nicht kontrollieren kannst, ja, das nennt man, glaube ich, im Japanischen nennt man es, glaube ich, Kamikaze. Das kannst du machen, aber es wird da keiner danken.
Also das heißt drei entscheidende Qualitäten, die jedem und jeder für zwei tausend fünf und zwanzig nahelege. Erstens, und das ist trainierbar, Fähigkeit zur Aufrichtigkeit, aka Selbstreflexion. Zweitens, Fähigkeit zur Antizipation, nach vorne schauen. Drittens, Fähigkeit zur Anpassung. Kann man üben und es hat viel zu tun mit Ego, viel zu tun mit Ego, weil die Anpassung an sich ist ja, also ist ja nicht schwierig, wenn du merkst als Unternehmen, Wahnsinn, meine Aufträge gehen zurück und wir brechen Kundenstämme weg. Naja, dann kannst du folgendes tun. Du hältst alle Strukturen und versuchst mit einem Riesendampfer durchzusegeln und wirst Schiffbruch erleiden. Oder du wirst schlanker, machst drei Schritte zurück, hast Luft zum Atmen, erfindest dich neu und greifst wieder an. So und der einzige Grund, das nicht zu tun, ist Ego. Weil was werden die anderen denken? Naja, was ist jetzt wichtiger? Was werden die anderen denken?
Oder Ego oder Erfolg? You choose. That's it. Also auf die drei Dinge würde ich empfehlen zu bauen. Und das sind wirklich die drei Dinge, die ich mir massiv vor Augen führe.
Ich bin im Bereich der Antizipation, habe ich eine natürliche Veranlagung, dass ich da sehr tief drin bin. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion übe ich schon extrem lange und werde immer gnadenloser. Und die Fähigkeit zur Anpassung etwas in mir hat es auch schon immer gehabt in unterschiedlichen Bereichen.
Aber im Business, muss ich ganz ehrlich gestehen, beginnt mir erst in den letzten ein bis zwei Jahren der Knopf aufzugehen dahingehend, weil man erst jetzt, also diesen Punkt Erfolg vor Ego hätte ich da vor fünf Jahren noch nicht unterschrieben. Vor fünf Jahren wäre es gewesen, Ego vor Erfolg, also den Schein waren so lang wie möglich. Jetzt ist mir komplett wurscht.
Und das kann man natürlich sagen, mit vollen Hosen ist leicht stinken. Also wenn man dazwischen schon ein bisschen Zwischenerfolge produziert hat, quasi hat man Gutschein für eine Niederlage, kann man sagen, vielleicht ist es das. I don't know.
Aber es macht es ja nicht leichter. Also es ist ja deswegen jetzt in meiner Situation nicht leichter. Aber ich versuche wirklich nach dem Prinzip zu leben. Also ich gebe das meinen Unternehmen mit und wir treffen da Entscheidungen, die diesem Anspruch gerecht werden.
Und es ist nicht leicht, aber es ist gescheit. Ich glaube, die Erfolgreichen tun es so. Was denkst du, Juliette?
Ja, Wahnsinn. Also sind drei starke Punkte, drei große Punkte. Und bin ich auch voll bei dir? Hattest du einen Schlüsselmoment? Weil oft ist es ja so, wir tun Dinge entweder aus Liebe heraus oder aus Schmerz. Hattest du so einen Schlüsselmoment, wo du Jetzt habe ich, Deshalb ist es passiert, Und gibt es vielleicht auch so kleine Anker und Tools im Alltag? Du hast schon gesagt, man kann Coaching machen, dich begleiten lassen, wo du dich an diese drei Eigenschaften selber erinnerst und okay, jetzt hole ich mich kurz runter und bring mich selber dahin wieder zurück.
Also bei mir war es meistens durch Schmerz, würde ich fast sagen fünf und neunzig Prozent der Fälle oder neunzig bis fünf und neunzig im Bereich der Anpassungsfähigkeit kann ich dir ganz klar sagen, eine meiner Firmen habe ich vor zwei, drei Jahren irgendwann wirklich mal die Erleuchtung gehabt. Auf einmal war mittendrin im Jahr der volle Knick. Wir haben einfach gemerkt, die Nachfrage geht runter und wir haben uns das dann angeschaut und ich hab mir gedacht, Halleluja, was ist da jetzt? Und die Wahrheit ist, und jetzt sind wir ein bisschen bei der Kombination aus den drei Punkten. Ich bin draufgekommen, ich habe die Positionierung über die Jahre aufgeweicht, Ich wollte zu viel auf einmal. Also ich war sehr klar in meiner Selbstreflexion und ich war dann auch bereit, einen Weg, den ich eingeschlagen hatte, der bedeutet hätte, die Verbreiterung des Unternehmensportfolios wieder rückabzuwickeln und mich hinzustellen vor das Team und zu sagen, Freunde, es tut mir leid, aber da bin ich in die falsche Gossen eingeschlagen. Kommando retour, die Struktur, die neue wird rückabgewickelt, so schaut es jetzt wieder aus. Also wir passen uns, wir gehen zwei Schritte zurück Und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das grandios gefunden, die Aufrichtigkeit, auch wenn es nicht easy war. Aber dort habe ich schon gelernt, du musst nicht auf Biegen und Brechen draufbleiben, wenn es ein Blödsinn ist, einfach nur um Recht zu haben. Es geht nicht um Recht haben, es geht um Erfolg. Und ich habe mittlerweile zum Beispiel auch dort dieses sehr wohl jetzt aus, wenn du sagst quasi Schmerz oder Liebe, dort ist es aus Liebe. In einer meiner anderen Firmen habe ich jetzt mittlerweile die Vorgabe gemacht, dass wir viele der Erkenntnisse, die da gehabt habe, jetzt im Blick nach vorn proaktiv schon einpreisen werden. Also dass wir Wachstumsmodell haben wollen, das nicht auf große Strukturen baut, sondern mehr netzwerkartig agiert und alte Dinge. Also dort ist jetzt schon sehr proaktiv die Anpassungsfähigkeit, aber ursprünglich gelernt habe ich es aus Schmerz und wenn es um Tools geht oder Techniken für den Alltag, das ist immer schwierig. Ich hab nicht so viele Routinen eigentlich in place.
Bei mir habe ich einfach nicht. Aber ich habe schon mittlerweile den Trigger, wenn was passiert, was mir überhaupt nicht passt, dass ich mir die Frage stelle, was ist da drinnen für mich und was ist da drinnen für mich? Heiß Mehrerlei. Das heißt, was ist da drin für mich in Sachen Anpassungsfähigkeit? Also was darf ich korrigieren, nachdem ich das jetzt erfahren durfte? Was ist da drin für mich? Aber auch im Sinne von was habe ich gemacht? Was ist mein Beitrag, der uns hierher geführt hat? Also Aufrichtigkeit und Selbstreflexion und durchaus vielleicht sogar im Bereich der Antizipation zu sagen, was ist da drin für mich? Im Sinne von was löst das aus und was sind die Konsequenzen? Wo führt uns das hin? Also ich nehme eigentlich immer, wenn Dinge passieren, die mir jetzt nicht so in den Kram passen, nehme ich es schon zum Anlass, mich hinzusetzen und zu sagen, was ist da jetzt drin für mich?
Also ich habe den Trigger eigentlich das externe Ereignis, der löst dann diesen Reflexionsprozess aus. Super. Juliette, ich danke dir sehr. Ich hoffe, das hat Nutzen gestiftet für dich. Es war mir jedenfalls eine große Freude. Ich danke dir. Danke für die grandiose Frage, die wirklich zur Reflexion anregt und ich möchte allen sagen, die zugehört haben, ich bin davon überzeugt, die drei Qualitäten, um die geht es jetzt auch im Blick nach vorne. Also da bin ich zu ein hundert Prozent davon überzeugt. Ich wünsche allen viel Freude beim Üben. Dir, Juliette, danke fürs Dabeisein. Danke für die Frage. Alles Liebe. Bis bald. Ciao, ciao.
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