Folge 137 - Marketing_ Wie schaffe ich Zeit für Content_
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Algorithmen priorisieren interessanten Content über Followerzahl
Zukünftige Algorithmen in sozialen Medien werden Content primär nach seinem Interesse für die breite Masse bewerten, nicht nach der Followerzahl des Absenders. Uninteressanter Content wird gnadenlos aussortiert, während Inhalte, die ein hohes Engagement erzeugen, bevorzugt ausgespielt werden. Dies erfordert eine Neuausrichtung auf nutzerzentrierte Inhalte.
“es geht in Zukunft auch nicht mehr um deinen Followership [...] sondern es geht eigentlich nur mehr darum, dass du Content produzierst, von dem der Algorithmus annehmen darf, dass er die Maßen interessiert.”
segmentQuellmaterial (29)
Wie finde ich die Zeit, um Content zu produzieren? Jede Woche gibt es eine neue Folge bei Business Gladiators unplugged. Und ich kann dir eines Es ist Arbeit. Warum tut man sich die Arbeit überhaupt an Content zu produzieren?
Und vor allem, wie kann man es machen, dass es wirklich auch zeitlich vereinbar und verträglich ist mit der eigentlichen Aufgabe als Unternehmerin, als Unternehmer? Und genau damit möchte ich gleich beginnen. Was ist die eigentliche Aufgabe von dir als Unternehmerin, als Unternehmer, als Selbstständige? Ist es wirklich nur, dein Produkt oder Angebot herzustellen, deine Dienstleistung zu verrichten oder deinem Handwerk nachzugehen? Oder ist es vielleicht mehr?
Ist es eben auch Teil deiner Aufgabe als Unternehmerin, als Unternehmer, über das zu sprechen, was dich bewegt, über das zu sprechen, was hinter deinem Produkt oder Angebot steht, über die Überzeugungen dahinter, die Erfahrungen dahinter, die Learnings dahinter und dich damit auch zu einer Expertin, einem Experten in deinem Bereich aufzuschwingen. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dieses Mitteilen ist eine Form von Teilen, die notwendig ist und die auch zu deiner Aufgabe im Unternehmertum gehört. Und das ist der Grund, warum ich jeden Tag hier, nicht jeden Tag hier darüber werden wir reden, ein Versprecher, sondern jede Woche hier Content produziere und den auch teile. Ich glaube wirklich, wenn du in diesen Zeiten des digitalen Zeitalters nicht präsent bist mit Content, dann kannst du natürlich auch ein erfolgreiches Business aufbauen. Du wirst aber deutlich langsamer vorankommen aus meiner Sicht und du wirst dir schwerer tun, über deinen angestammten Kreis hinauszuwachsen. Weil eines ist schon eine Tatsache und das möchte dir am Anfang einfach mitgeben, wenn du mit dem Gedanken spielst, mehr Content zu produzieren, ist Du erreichst einfach damit Menschen, auf die du sonst nie gekommen wärst. Es ist tatsächlich so, dass einige meiner Unternehmen einfach wirklich vom Rückenwind, den mein Content produziert, extrem profitieren. Wir kriegen Anfragen für Zusammenarbeit rein, die ausschließlich darauf fußt, dass jemand regelmäßig diesen Podcast hört und sich dann denkt, das klingt mir nach einem vernünftigen Ansatz, mit denen möchte ich vielleicht mal arbeiten. Und da kontaktieren mich Menschen, die hätte ich sonst nie kennengelernt.
Und einzig und allein der Grund dahinter ist, dass Social Media dir einfach Zugang zu Menschen und Zielgruppen bescheren, die du sonst nicht hättest. Also es lohnt sich, in Content zu investieren, und gleichzeitig tun es aber so viele Menschen auf die wirklich falsche Art und Weise. Sie produzieren Content für sich. Ego Content, wie ich ihn nenne. Und Ego Content interessiert natürlich genau überhaupt niemanden. Die produzieren Content, um sich oder ihr Produkt in ein schönes Licht zu rücken. Nur ganz ehrlich, wer interessiert sich auf Social Media denn bitte für dich oder dein Produkt? Niemand. Die Leute interessieren sich für sich selbst. Und das ist eine vielleicht erschütternde Wahrheit für dich. Aber es ist wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis überhaupt, wenn du überlegst, ins Content Game einzusteigen.
Die einzige Möglichkeit, um erfolgreich zu sein, ist, Content für andere zu produzieren, Nutzen zu stiften, was beizutragen. Wenn ich jede Woche hier erzählen würde, was ich für ein toller Unternehmer bin und was wir wieder für ein neues Produkt erfunden haben, was glaubst du, wer da einschalten wird? Niemand wird einschalten.
So hören zigtausende Menschen zu. Und der einzige Grund ist, dass jede Woche hier eine Frage im Raum steht, die andere Menschen, nämlich dich hoffentlich beschäftigt. Und genau darum geht es bei deinem Content. Ich bringe immer ein Beispiel, das das sehr plakativ auf den Punkt bringt, wann du willst.
Und das wünschen sie alle. Alle wünschen sie, dass ihr Content geliked und geteilt wird. Wenn du wünschst, dass dein Content geteilt wird, dann gibt es einen verlässlichen Weg dorthin, nämlich dass dieser Content anderen Menschen hilft, etwas über sich selber auszudrücken, anstatt dass dieser Content was über dich ausdrückt als Absender. Das heißt, du musst deinen Content machen zum Instrument für andere Menschen, zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse, ihrer Statusbedürfnisse, ihrer Wissensbedürfnisse. Und dann wirst du auch tatsächlich am Ende mit deinem Content erfolgreich sein.
Und die neuen Plattformen wie TikTok verschärfen dieses Match ja nochmal. Du hast dort eigentlich nur mehr die Algorithmen, die auf Basis von Interessen entscheiden. Wie oft wird dein Content ausgespielt und uninteressanter Content wird einfach gnadenlos gekillt. Das heißt, es geht in Zukunft auch nicht mehr um deinen Followership, um die Anzahl deiner Follower, sondern es geht eigentlich nur mehr darum, dass du Content produzierst, von dem der Algorithmus annehmen darf, dass er die Maßen interessiert.
Da kannst du experimentieren. Experimentieren setzt aber voraus, dass du auch ins Tun kommst und die Zeit findest, um deinen Content auch zu machen. Und so sind wir beim eigentlichen Thema.
Ich wollte dir nur vorher noch Feuer einheizen, damit du auch wirklich sicher sein kannst, dass es sich lohnt, diese Zeit zu investieren. Was kannst du jetzt also tun, damit du die Zeit findest, auch wirklich Content herzustellen? Das ist eine aufwendige Geschichte. Es scheint wie Zusatzaufwand und ja, es ist auch Zusatzaufwand und ich möchte einfach meine drei Tricks verraten, wie ich das für mich gut meistern kann. Weil eins kannst du ja tatsächlich annehmen, auch mir fehlt es ja nicht an Beschäftigung. Also ich wüsste mit meiner Zeit durchaus was anzufangen. Trotzdem finde ich Zeit für meinen Content.
A, weil es mir wichtig ist und B, weil ich es auf eine Art und Weise mache, die es für mich auch verträglich macht. Und die drei Geheimnisse möchte ich gerne mit dir teilen. Das erste Geheimnis ist wahrscheinlich das wichtigste. Es nennt sich Bulk Production. Was heißt das? Ich produziere in Schüben.
Ich setze mich also nicht jeden Tag hin und produziere Content. Das würde mich wahnsinnig machen. Ich würde es nicht aushalten. Ich brauche den Fokus für mein Tun, ich brauche den Fokus für mein Arbeiten. Das heißt, ich setze mich alle paar Wochen hin und nehme mir dann wirklich einen halben Tag oder Tag Zeit und produziere Content. Auf Teufel komm raus.
Das heißt, kleines Geheimnis an der Stelle, wenn ich den Podcast hier jetzt spreche, es ist nicht der einzige, den ich heute spreche, sondern ich ziehe das immer zusammen, meine Content Produktion und arbeite mit meinem Team extrem komprimiert daran, Content für die nächsten Wochen zu erstellen. Und dann die nächsten Wochen habe ich wieder Ruhe. Das heißt, die nächsten Wochen konzentriere ich mich wieder ganz und gar nicht auf alle meine anderen Themen.
Bulk Production, also wirklich das komprimierte Produzieren eines Contents, ist ganz klar Geheimnis Nummer eins. Das zweite Geheimnis ist, man redet immer von Content Creation und ich bin mir nicht sicher, ob Content Creation der richtige Ansatz ist, Also das wirkliche Kreieren oder Produzieren von Content. Ich bin ein großer Freund von Dokumentieren.
Was bedeutet das? Das bedeutet, dass ich einfach mich bei der Arbeit, die ich sowieso tue, einfach filmen lasse. Ich bin regelmäßig unterwegs, bei Auftritten, bei Keynotes, bei Interviews, bin selber zu Gast in Podcast Shows und ich habe immer jemanden, der oder die für mich diese Ereignisse dokumentiert und wieder in eigenen Content verwertet. Das heißt, selbst wenn ich zu Gast bin bei jemand anderem im Podcast, ist jemand aus meinem Team mit, filmt mit und ich kann einzelne Ausschnitte daraus wieder von meinem eigenen Content verwenden. Wenn ich auf einer Bühne stehe, wird es mitgefilmt und verwendet.
Das heißt, wir dokumentieren wirklich mein Tun und Arbeiten. Ich brauche immer wieder Meetings, wo ich mit Leuten beieinander sitze, denen ich einfach meine Zeit schenke für eine kurze Sparring Session. Auch das wird gefilmt und verwertet, damit mehr Leute davon profitieren.
Das heißt, dokumentieren ist besser als kreieren. Das ist das zweite Geheimnis, das mit dabei beschäftigt. Und das dritte und wahrscheinlich wichtigste, es sind alle drei wichtig, aber das dritte ist nochmal wirklich ein Schlüssel, das ist Leverage.
Du brauchst einen Hebel auf deinen Content. Was meine ich damit? Es macht überhaupt keinen Sinn, dass du jedes einzelne Stück Content individuell dir überlegst und produzierst.
Wichtig ist, dass du so was wie eine Content Hauptautobahn hast. Meine Hauptautobahn ist mein Podcast, der verlässlich jede Woche erscheint, jede Woche eine Frage und von dem Podcast gehen strenge weg. Das heißt, aus dem Podcast wird dann geschnipselt, unterschiedliche Snippets mit kleineren Statements, die verbreitet werden. Es werden Bilder mit Zitaten erzeugt, die verbreitet werden. Das heißt, wir schlachten diesen Content aus. Nose to tail, würde man in der Gastronomie sagen, wenn ein kleines Tierchen oder auch Gemüse verarbeitet wird von oben bis unten und nichts weggeworfen wird. Genauso ist es bei meinem Content. Wir verarbeiten den Content nose to tail, das heißt, es werden einzelne Abschnitte daraus gemacht, kleinere Clips, Zitate, Bilder, Ausschnitte, Langversionen, Audioversionen, Videoversionen und so weiter und so fort, sodass eigentlich die Zeit, die ich da jetzt investiere, wenn ich zehn, fünfzehn Minuten am Podcast aufnehme, die Wahrheit ist, ein Vielfaches der Wirkung erzielen kann, als würde den Podcast nur eins zu eins publizieren.
Das sind die drei wichtigsten Punkte, die du berücksichtigen solltest, wann du Content produzierst. Vor allem anderen steht einmal, warum tust du das? Und du tust es, weil du einfach Menschen erreichen kannst, die du sonst nicht erreichen könntest.
Du tust es, weil du dir Reputation aufbauen willst und du tust es auch. Und nur dann wird es funktionieren, aus der richtigen Intention, nämlich anderen Menschen Nutzen zu stiften. Und wenn du die dazu durchgerungen hast, dann sind es meine drei Ratschläge, die hoffentlich dir Effizienz und Schlagkraft reinbringen.
Das erste ist Bulk Production, also wirklich komprimiertes Produzieren. Nicht jeden Tag zwei Minuten hinsetzen. Das macht uns wahnsinnig. Mich macht es wahnsinnig, weil es für dich ein Konzept ist, wunderbar.
Für mich ist ein besseres Konzept. Einmal im Monat einen halben Tag oder Tag investieren und da auf Teufel komm raus Content produzieren. Das zweite ist, schau, dass du dokumentierst.
Dann brauchst du die Arbeit nicht doppelt machen. Du lässt dich einfach bei deiner Arbeit filmen. Wenn du am Handwerk nachgehst, dann lass dich bei der Arbeit filmen. Wenn du einer Dienstleistung nachgehst, lass dich bei der Arbeit filmen. Wenn du auf einer Bühne stehst, beim Interview bist, lass dich bei der Arbeit filmen. Wenn du ein Mitarbeitergespräch hast, lass dich bei der Arbeit filmen.
Wenn du Kundengespräch hast, lass dich bei der Arbeit filmen. Und auf einmal ist Content Produktion nichts mehr, was zusätzlich passiert, sondern was einfach deine Arbeit auch mit einer Hebelwirkung versieht. Hebelwirkung ist das dritte Stichwort.
Du brauchst Hebelwirkung von deinem Content. Also verwende deinen Content nicht eins zu eins, sondern verarbeite ihn nose to tail, vom Scheitel bis zur Sohle. Zerschnipsel ihn in ein tausend Teile, mach Snippets draus, mach Video draus, mach Audio drauf, mach eine Abschrift draus, publiziere sie als Blog.
Du kannst ein Stück Content am Podcast hast oder ähnliches tausendfach verwenden. Und so hebelst du auch deine Zeit und deinen Einsatz. Das sind meine Hinweise für deine Content Produktion. Wenn du mich fragst, es führt kein Weg dran vorbei. Ich hab selber mir lange überlegt, ob ich das wirklich tun soll und habe mich dann aber entschieden für eine Sache und das ist mein Podcast, den ziehe ich durch und von dem weg passiert alles weitere. Aus dem werden die Schnipsel geschnipselt, aus dem werden Zitate gemacht. Aber im Wesentlichen, wenn du dir meinen Content auf Social Media anschaust, dann wirst du merken, es ist eigentlich nur der Podcast und für den nehme ich mir regelmäßig Zeit.
Das ziehe ich durch, auf Teufel komm raus. Und das produziert Rückenwind für mein Business und zwar messbar. Und wenn du so lang genug dranbleibst, ich bin jetzt bei ein hundert vierzig Folgen, Daumen mal Pi. Wenn du lang genug dranbleibst, dann sage ich dir eines, dann wird sich das auszahlen und dann wird es auch für dich ein Benefit bringen. Das wünsche dir.
Wenn du Content produzierst, dann lass es mich wissen. Schick mir deinen Podcast weiter zum Beispiel, das interessiert mich immer wieder. Oder wenn du eine Frage hast, dann schick sie mir auch auf WhatsApp, zum Beispiel unter drei hundert drei und dreiig eins fünf fünf fünf und schalt nächste Woche wieder ein, hier bei Business Gladiators Unplugged, dem Podcast für Unternehmerinnen und Unternehmer, selbstständige Führungskräfte, die Großes bewegen wollen. Ich bin Philipp Maderthaner und für dich da. Bis dorthin alles Liebe und bye.