283_ Konsistenz schlägt Trends_ Wie du dir eine Socialmedia-Marke aufbaust
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Algorithmen entscheiden, wem Content ausgespielt wird
Die Ausspielung von Content auf Social Media wird maßgeblich von Algorithmen gesteuert, die basierend auf dem potenziellen Interesse der Nutzer entscheiden. Diese Mechanismen testen Inhalte und verbreiten sie an diejenigen, für die sie relevant erscheinen. Dies bedeutet, dass Content-Ersteller wenig Kontrolle darüber haben, wer ihre Inhalte tatsächlich sieht.
“Der Algorithmus entscheidet für wen ist es interessant und dann testet das und den Leuten für die es interessant ist, denen spürt das aus.”
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Wann dir das Social Media Hamsterrad regelmäßig den Schweiß auf die Stirn treibt. Wenn du das Gefühl hast, du bist immer jedem Trend hinterher und die oft bin ich eigentlich gut genug, perfekt genug für dieses Game, dann ist diese Folge hier für dich. Liebe Monika, Schön dich wiederzusehen. Monika Mindset Mastery Absolventin, freue mich sehr. Monika was brennt dir den auf der Zunge? Was beschäftigt dich gerade?
Ja, also wir haben gerade das Thema, ich möchte gern sichtbar sein, ich will ordentlich Werbung machen und mein Thema auf den Punkt bringen. Aber die Frage ist wie? Ganz schlichte, einfache Frage, oder? Monika ich höre Unsicherheit.
Ja, es ist große Unsicherheit da. Ich weiß es nicht, welche Wörter man momentan verwendet, was beschäftigt die Community vor allem. Es ist jede Woche was anders. Gerade in dem Thema, was Mentaltraining und mentale Mindset Arbeit betrifft, ist ja die Sorgen und die Ängste und der Druck werden immer verschiedener und die Frage ist halt einfach, welche Tools funktionieren, wie hebt man sie ab von der Maße, wie wird man gesehen, auf was soll man achten? Es ist permanentes Drehen im Kopf dran.
Also ich höre wirklich, ich höre raus und du erlaubst mir, nachdem wir uns kennen. Monika das ist zu sagen, ich höre raus. Eine gewisse Überforderung, eine gewisse Überforderung mit dem also an was soll ich alles denken? Überwältigt von dem, was da alles abgeht Und ehrlich gesagt, der Zweifel dran, selber da den richtigen Weg zu finden oder fasse ich das richtig zusammen?
Ja, das ist sehr richtig so. Und vor allem um sich dann auf seine eigentliche grundsätzliche Arbeit, die wir hier konzentrieren, weil ich bin ja kein Marketingbetrieb.
Und da sind wir schon beim ersten Punkt. Monika das möchte ich vornewegstellen. Das, was du jetzt gerade gesagt hast, muss ich sagen Jein. Und ich weiß, das wollen so viele Selbstständige, vor allem epus und Unternehmerinnen, Unternehmer nicht gerne hören. Die sagen alle her bitte, ich bin ja in die Selbstständigkeit gegangen, damit ich meinem Handwerk nachgehen kann, meiner Profession nachgehen kann. Aber doch, ich bin ja kein Marketerin oder Marketer, oder du hast überhaupt richtig gesagt, ich bin ja kein Marketingbetrieb. Und die Antwort ist das stimmt nur bedingt. Wenn du dich selbst nicht auch als Medienunternehmen verstehst, dann wird es schwierig, eine Marke aufzubauen. Das heißt Es ist schon wichtig, Monika, das möchte ich fast vorweg stellen für alle, die in der Situation sind, dass sie sagen, Peter, eigentlich, es ist so kompliziert, ich bin überfordert und kann es, das ist ein bisschen die Frage, die mitschwingt, kann ich es nicht einfach lassen? Muss es wirklich sein? Ich verrate jetzt kein Geheimnis, die Monika hat, bevor wir da jetzt an er gegangen sind, also muss ich wirklich rein in diese Social Media Game, kurz ein paar Fragen gestellt, hab gesagt, ja, also auf die meisten von euch trifft zu, dass ihr mit einem Selbstverständnis, dass ihr auch neben eurer Profession, eurem Handwerk ein Medienunternehmen seid, dass das der beste Weg zum Markenerfolg ist.
Und jetzt hast du auch vielleicht fein hingehört. Ich habe jetzt gar nicht gesagt Marketingunternehmen, ich habe gesagt Medienunternehmen.
So, das heißt jetzt, wofür sagen wir, du wärst für dein Thema, das du behandelst mit deinem Beratungsangebot, sagen wir, du wärst eine Fachzeitschrift für dein Thema, aber ich sage mal so eine Publikumsfachzeitschrift, so ein bisschen so massentauglichere Zeitschrift zu deinem Thema. Was würde diese Zeitschrift publizieren? Du bist Chefredakteurin der Zeitschrift, der Fachzeitschrift für dein Thema. Was würde in dieser Zeitung stehen? So, das ist das, was du postest. Und das ist fast vorweggeschoben, weil wir können es wirklich unendlich zerkopfen. Das Problem ist, wir sind meistens alle zu sehr verliebt in unser Produkt, in unser Angebot, in all die Dinge. Die Wahrheit ist, du musst dich als Medienunternehmen verstehen und versetzt dich in die Rolle rein. Du bist die Chefredakteurin der Fachzeitschrift für deine Zunft. Worüber berichtet diese Zeitschrift? Und sagen wir jetzt nicht, die Zeitschrift wird die ganze Zeit berichten über das, was du den ganzen Tag alles tust. Nein, das wird sie nicht. Sie würde über die Sache berichten, Sie wird über Erfahrungsberichte berichten, über Neuentwicklungen berichten, über alles Mögliche berichten und sie wird wahrscheinlich auch über dich berichten, weil du in dem Bereich tätig bist, aber halt zu zwei Prozent oder zu fünf Prozent. So, das ist einmal das Erste. Das Zweite ist, wie es wahrgenommen wird, Monika, weil du sagst, welche Wörter, um was geht es da jetzt gerade und so weiter. Wie es wahrgenommen wird, ist völlig außerhalb deiner Kontrolle, völlig außerhalb deiner Kontrolle. Du fokussier dich auf das, was du kontrollieren kannst und Das ist das was du beitragen willst die Absicht beitragen wollen statt gefallen wollen oder statt ankommen wollen beitragen wollen. Die Fachzeitschrift wird sich denken wie produzieren wir was, wo unsere Leserinnen und Leser wirklich was davon haben. Das sollst du tun. Darauf konzentrierst du dich.
Aber wie es wahrgenommen wird, da hast du keine Ahnung Und ich sage dir im Übrigen du liegst du bist in einer guten Zeit. Wir sind ja weit weg von Social Media ist ja mittlerweile da völlig falsche Begriff. Es hat ja nichts Soziales. Im Gegenteil dort wo Soziales ist meistens extrem asozial auf Social Media, also sehr schmutzig. Aber die Wahrheit ist, wenn wir die Algorithmen bewerten, die früher ja auf Fans und Follower ausgerichtet waren, also echt auf soziales Netzwerk, die funktionieren ja heute anders.
Wir haben keine Social Media, wir haben Interest Media, das heißt du postest was und der Algorithmus entscheidet für wen ist es interessant und dann testet das und den Leuten für die es interessant ist, denen spürt das aus. Also du hast gar keine Kontrolle über die Wahrnehmung. Du hast nicht einmal die Kontrolle wer Sicht und wo es ankommt.
Du hast nur die Kontrolle darüber was gibst du raus. Das heißt ich würde mich an deiner Stelle konzentrieren auf das was du kreierst und das was du kontrollierst und deswegen die weniger konsumieren, mehr kreieren. Was heißt das? Hör auf da tausend Sachen was alle reden und was alle tun. Wen interessiert das? Ja was wirst du tun ist die einzige Frage.
Ja und es kann sein, dass schon Leute gibt, die das tun was du tust, aber dich gibt's noch nicht. Glaubst du war der erste, der Agentur gegründet hat vor zwölf Jahr? Ich weiß ich glaub Agenturen gibt's das gibt's alles schon.
Es war alles schon erfunden. Glaubst der Leo Hillinger war der erste der einen Wein gemacht hat oder Josef Zotter der erste, der Schoklart produziert hat? Nein, aber niemand sind wir uns einig, niemand ist Josef Zotter, weil es ihn nur einmal gibt.
Er ist ein Original. Er ist ein Original und deswegen hör auf so viel links und rechts zu hören, was die alle von sich geben und was man alles sollte oder irgendwas Hau raus, hau raus, hau raus und dann beobachte und du wirst merken manche Sachen funktionieren besser, manche schlechter. Ich experimentiere sehr viel.
Wenn du dir das anschaust, mein Social Media Seiten, wirst du merken, dass die Reichweiten der Sachen, die du extrem schwanken. Das heißt, wir sind am Lernen, was funktioniert. Dazu musst du aber mal was Schlechtes raushauen. Es gibt ein fantastisches Video vom Ed, wo gesagt hat, die das Wichtigste, was er gelernt hat, ist, dass er bereit ist, dass er ein Scheiß produziert, weil nur so entstehen die guten Dinge. Nur so entstehen die guten Dinge. Wenn er sich das nicht erlauben würde, dass er mal einen schlechten Song produziert, dann wird nie ein herausragender entstehen. Und die ganzen Quatschköpfe, die da sagen, meine Güte, schau, was da jetzt wieder peinlich aussieht, na gebetet, die sind am Spielfeld dran. Was interessiert uns am, was interessiert uns Hauptakteure und Player am Spiel des Spielfeld des Business, was interessieren uns die Muppets am Spielfeldrand? Das ist ja arm, wenn du am Spielfeldrand stehst und nur gescheit reden tust. Also deswegen der zweite Punkt, vergiss das, dass du Wahrnehmung kontrollieren kannst. Vergess dich drauf, was du raushaust und hau raus. Hau raus, frei dich, wenn ein Video voll daneben geht oder Content, weil dann weißt du so, das ist net OK, passt. Und während du lernst, stehen andere gescheit am Spielfeldrand und reden gescheit und lernen gar nichts. Das heißt, du baust einen Schatz auf an Erfahrung.
Ich bringe mal das Beispiel, ich lade alle herzlich ein, spult zurück zu Folge eins von dem Podcast, sucht euch das an.
Das klingt nicht so wie das hier. Ich habe im Übrigen nicht einmal einen Gast gehabt. Ich hab nicht einmal eine Frage gehabt. Ich hab einen Zettel gehabt, den ich runtergelesen habe mit einer Frage, die ich selber gestellt habe. Also wenn ich nicht bereit bin, einmal einen Schmarrn zu produzieren, dann werde ich nie daherkommen.
Also Punkt zwei vergiss das, dass du Wahrnehmung kontrollieren kannst. Was du kontrollieren kannst, ist, was du beitragen willst, was du raushaust. Und da ist meine Empfehlung, hau raus, hau raus. Du wirst schon sehen, was funktioniert, aber was geschrieben wird, um welche Wörter es geht, wen interessiert, das sagt ja noch lange nicht, dass es für dich funktioniert. Okay?
Und der dritte Punkt und der schließt fast jetzt nahtlos an. Der dritte Punkt Konsistenz ist wichtiger als Trends. Diejenigen, die nur dem Trend der letzten Wochen raufhupfen, die gehen mit dem Trend rauf und mit dem Trend wieder runter. Ich habe mich zum Beispiel entschieden, bleiben wir beim Podcast. Es gibt einen Kern dieses Formats. Der Kern Unternehmerinnen, Unternehmer, Selbstständige und Menschen, die Großes bewegen wollen, haben Fragen, die sie umtreiben. Diese Fragen stellen sie hier und kriegen Antworten. Das ist der Kern, auf den habe ich mich festgelegt und den ziehe ich mit einer Konsistenz durch, so dass ich auf drei hundert Folgen zusteuere und es werden noch mehr. Was glaubst du, was für Trends es schon gegeben hat in Formaten in den letzten fünf Jahren, wo ich den Podcast mache? Tausende Trends, tausende Trends, tausende.
Was wäre gewesen, wenn ich jetzt mal einen Hakenschlag gemacht habe mit dem Podcast? Die Leute würden nicht mehr wissen, was da kriegen. Entwickle ich den Podcast weiter? Ja, selbstverständlich bleibe ich aber trotzdem dem Kerngedanken treu. Absolut. Da werden jetzt noch Wir haben eine Pipeline an neuen Dingen, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen für den Podcast, da ich meine jetzt die Studieninszenierung, die ist jetzt schon ein bisschen älter, dass die Leute wirklich live an der Wand sind, aber da wird es wird noch weitergehen, kommen richtig, richtig lässige Sachen, aber im Nukleus der Sache bin ich konsistent. Und jetzt sage ich da noch was von den Sachen, die ich da jetzt am Plan hab für den Podcast. Ich weiß nicht, ob die funktionieren. Wenn sie nicht funktionieren, werden wir es aufhören. Ich werde den Podcast nicht aufhören.
Ich wäre die Trial and Error Experimente beenden und da probiere das aus. Dann werden manche sagen, aha, da hat was angefangen, das funktioniert nicht. Ja, Finger ins Aug. Ja, was brauche ich denn solche Superquatschköpfe, die nur gescheit reden die ganze Zeit. Es interessiert doch niemanden.
Während die gescheit reden, lerne ich. Und die, die am Anfang gesagt haben, jetzt ist aber auch ein bisschen peinlich, jetzt glaubt er ist ein Podcaster und tut da was runterlesen. Ja, die, die das gescheit geredet haben, haben bis heute noch keinen Podcast. Und der erfolgreichste Business Podcast des Landes passt.
Also tut ruhig weiterreden am Spielfeldrand, während ich scheitere, Klammer auf, erfolgreicher werde und klüger und damit besser bleiben. Die alle am Stand.
Also Konsistenz ist wichtiger als Trends. Wichtig ist, dass du anfängst jetzt einmal rauszuhauen ständig Dinge und schaust, was funktioniert und was nicht, als dass du jedem Trend hinterherhupst. Gibt es Dinge, wo man sich handwerklich informieren soll? Ja, natürlich. Es gibt ja ein bisschen eine Guideline. Ja, OK, Reels funktionieren besser als das und auf LinkedIn funktioniert manchmal der lange Text besser als das Video. Kann man sich anschauen, aber am Ende ist trotzdem die Konsistenz wichtiger. Es gibt Leute, jetzt gehen sie E Mail Newsletter. Es gibt Leute, die extrem erfolgreich geworden mit Newslettern, die haben keine fünfzig Wörter. Es gibt Leute, die haben verschickten Newsletter, die sind so lang wie ein kleines Buch und sind erfolgreich damit.
Es gibt die Wahrheit nicht. Es wird für dich was funktionieren. Dein Job ist es rauszufinden und rausfinden tust du es nur, indem du aus der Denkerei rausgehst. Anerkennst, dass du Wahrnehmung nicht kontrollieren kannst. Anerkennst, dass Konsistenz wichtiger ist als Trends und einfach ins Tun kommst. Und das gilt für die meisten. Und aufhören, links und rechts schauen, was tun die anderen?
Ja, ich denke mir das auch. Es ist so lustig. Ich sehe das ja bei mir selber nicht so. Es ist faszinierend.
Wir haben jetzt gerade wieder mal ein Erlebnis gehabt, da bin ich in ein Kaffeehaus gegangen und ja, Wahnsinn, Du bist ja auch so aktiv. Unglaublich, was du machst, weil die sehen mich jeden Tag auf Social Media. Aber die Wahrheit ist, das zeigt ja nichts von dem, was ich da jeden Tag tue. Also du kannst Wahrnehmung nicht kontrollieren Und am Ende vergiss die Perfektion. Was du siehst von den Leuten auf Social Media ist nicht. Was ist, du siehst das, was sie produzieren. Du siehst, ich produziere jeden Tag da Content. Was aber wirklich den ganzen Tag passiert, weißt du ja gar nicht.
Ja, also verabschiede dich davon von diesem Bild der Perfektion. Und das Wichtigste ist, komm in Versuch und Irrtum und leb damit, dass die Quatschköpfe Daumen hoch, Daumen runter machen. Denk bitte, was ist mit dir? Du wirst noch immer umeinander grundeln in zehn Jahren, die wir ein Imperium gebaut haben. Passt das? Denk ich mir. Alrighty. Monika. Ja, Fragen offen.
Nein, ich bin auf einem guten Weg, denke ich mir. Ich habe mich einfach nur verrannt in dem, dass ich geglaubt habe, wieder mal perfekt genug zu sein. Vergiss es, vergiss es.
Raus damit, raus damit, raus damit. Einfach raushauen, raus. Die Perfektion gibt es nicht und die Exzellenz entsteht durch eine Million Iterationen.
Eine Million Iterationen. Und nochmal, damit wir alle wissen, dass das jetzt nicht irgendwie theoretischer Schwachsinn ist, holt euch den Podcast an, geht zurück zu Folge eins, dann geht es zu Folge ein hundert und dann schaut euch die Folge an. Ihr werdet feststellen, es ist eine Evolution gewesen von einem Blatt Papier, das ich runterles, zu Fragen, die ich tatsächlich bekommen habe und vorgelesen habe und beantwortet habe, zu Fragen, die über Audio gekommen sind und die ich eingespült habe, dass ich das Ganze auch videosemiprofessionell aufgenommen habe, dass ich in ein Studio gewandert bin, dass ich jetzt die Leute einspüle und so geht es weiter. Ein tausend Iterationen.
Ich habe nicht so angefangen und du auch nicht. That's it. Alright, danke. Vielen Dank, Monika. Schön, dass du dabei warst. Freue mich wirklich sehr. Ich danke dir. Alles Liebe.
Am Mittwoch solltest du unbedingt wieder einschalten, wenn du dir die Frage stellst, wie du Begeisterung für dein Produkt oder Angebot entfachen kannst, wie du Emotionalität in ein vielleicht gar nicht so emotionales Angebot reinbringen kannst. Darüber rede ich mit dem Peter. Schalt unbedingt wieder ein am Mittwoch bei Philipp Maderthaner unplugged.