Folge 151 - Special Guest Josef Zotter_ Wie werde ich zum Original_
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95% der schwerwiegendsten Reklamationen können zu Fans umgewandelt werden
Es ist möglich, 95% der schwerwiegendsten Reklamationen, bei denen echte Fehler passiert sind, in begeisterte Fans umzuwandeln. Dies erfordert einen proaktiven und ehrlichen Umgang mit den Beschwerden, um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.
“Ich kann fünf und neunzig Prozent dieser voll Scheiße Reklamationen, wo echte Fehler passiert sind, zu Fans machen.”
segmentQuellmaterial (131)
Hallo, ich bin Philipp Maderthaner und gemeinsam mit meinem Team investiere ich hier jede Woche ein paar Stunden in die Produktion dieses Podcasts für dich.
Wenn dir dieser Podcast gefällt, du vielleicht sogar zu den Stammhörerinnen und Stammhörern gehörst, dann habe ich jetzt eine Bitte an dich, die nur eine Minute deiner Zeit beansprucht. Ö veranstaltet aktuell die Ö Podcast Awards. Unter OÖ ORF AT Podcast Award kannst du aktuell deinen Lieblingspodcast nominieren und es wäre mir wirklich die größte Freude, wenn Business Gladiators Unplugged es unter die Top zehn Podcasts dieses Landes schafft.
Also geh jetzt auf OE ORF AT podcastaward und stimme für Business Gladiators Unplugged ab. Ich danke dir sehr und wünsche dir viel Spaß mit dieser Folge. Wie werde ich zum Original?
Ja, liebe Freunde des guten Geschmacks, das hier ist eine sehr besondere Ausgabe von Business Gladiators Unplugged mit einem Special Guest. Es gibt ein Thema, das beschäftigt mich seit vielen, vielen Jahren. Ich glaube, es ist das Thema unserer Zeit. Wie kommen wir in unsere Echtheit? Wie werden wir zum Original? Wie bleiben wir uns selbst treu und werden damit erfolgreich?
Diese Frage kann man wenigen Menschen stellen, weil es wenige gibt, die richtige Originale sind. Und deswegen habe ich mich auf die Suche begeben und habe einen gefunden, auf den diese Beschreibung zutrifft, wie auf wenig andere. Josef Zotter, der Gründer, Erfinder und der große Geist hinter der Zotter Schokolade, hat was Grandioses aufgebaut.
Er hat ein Unternehmen aufgebaut in einem Bereich, wo es vorher schon viel gegeben hat und wo er gegen Große angetreten ist, mit keinem Marketingbudget und es trotzdem geschafft hat, eine große Marke aufzubauen. Und ich hab ihn vor einiger Zeit bei sich in der Zotter Schokoladenwelt besucht und er hat sich ausführlich Zeit genommen. Und ich wünsche dir jetzt wirklich viel Freude mit dem Gespräch.
Es ist unglaublich inspirierend. Er ist ein beeindruckender Mann und ich bin extrem dankbar, dass ich dieses Gespräch mit ihm für dich, aber auch für mich habe führen dürfen. Viel Spaß und Bühne frei für Josef Zotter. Erst einmal, Josef, danke mir extrem, dass du dir Zeit nimmst. Vielen lieben Dank.
Du hast es gerade gesagt, wir waren vor einiger Zeit gemeinsam auf einer Bühne und ich hab gegrölt, gestampft und applaudiert und geschrien, weil es mir derartig getaugt hat und einfach du so einen unglaublichen Auftritt hingelegt hast. Und der Auftritt war deswegen so unglaublich, weil einfach die Geschichte, die du zu erzählen hast, so genial ist. Und ich hab mir vorgenommen, ich bin auf einer Expedition unterwegs und die Expedition schaut so aus, dass sie identifiziert aber ein paar Menschen in Österreich und darüber hinaus, denen es gelungen ist, in einem Bereich, den sie nicht erfunden haben und was es auch vorher schon wo gegeben hat. Du bist der Erfinder der handgeschöpften Schokolade, habe ich mich informiert, aber Schokolade hat es schon vor Josef Zotter gegeben. Und so gibt es auch andere, die in einen Bereich reingegangen sind, denen es eigentlich vorher schon gut gegeben hat und wo es auch schon ein paar gibt, die das machen. Und trotzdem gibt es Menschen wie dich, denen es gelungen ist, was zu schaffen, was heraussticht. Und trotzdem gibt es Menschen wie dich, denen es gelungen ist, was zu schaffen, über das Leute reden, was Menschen da so wie mich heute nach Riegersburg bringt, in deine Schokoladenerlebniswelt, in deinen essbaren Tiergarten, weil es dir gelungen ist, was Herausragendes zu schaffen.
Ich mag das Wort herausragend so gern, weil es heißt einfach, dass was auch herausragt aus der Maße, aus dem Durchschnitt. Und jetzt ist Josef Zotter extrem viel, aber eins ist er sicher nicht, nämlich Durchschnitt.
Alles außergewöhnlich, hätte ich mir aufgeschrieben. Und das ist das, wo ich gerne mit dir darüber reden möchte, weil ich habe mit so vielen Unternehmerinnen und Unternehmern zu tun, die stehen am Anfang und es ist ganz lustig, weil du erlebst immer, sie beschäftigen sich am Anfang alle mit den gleichen Dingen. Das Erste ist einmal, alle zweifeln umeinander und Ja, aber das, was mir da einfällt, ist ja nichts Besonderes. Also das ist ja, ich bin ja quasi alle machen geniale Sachen, nur ich bin sozusagen der letzte Idiot, dem nichts einfällt. Das ist das Erste. Das Zweite ja, aber ich habe ja keine großen Werbebudgets, wie soll ich jemals den Durchbruch kriegen? Und das Dritte ist und es gibt außerdem schon tausend andere, die machen das viel besser und viel größer als ich. Und das führt dazu, dass manche nicht einmal anfangen. Und dann gibt es solche Menschen wie dich, die einfach da bei dir darf ich das sagen, da hängt Unterwäsche über der Bühne, da darf ich alles sagen und ich sitze vor Hanfjoints und vor Algen, Karamell und Schweineblutschokolade. Da gibt es Menschen wie die die machen eine Arschbombe da hinein und sagen, ich mache jetzt das, wie es ich für richtig finde, auf meine Art und Weise. Ich bleib meiner Originalität treu. Und ich möchte mit dir heute darüber reden, welcher Weg dich da hergeführt hat und möchte gerne anfangen mit der Frage, Warst du immer schon so?
Ja, vermutlich schon, weil ich weiß jetzt keinen Zeitpunkt, wo ich mich da mal geändert hätte. Geprägt hat mich natürlich schon mein Elternhaus, logischerweise, weil mein Vater war Hardcore Obstbauer. Ich muss das jetzt wirklich von der Basis her mal sagen.
Und das hat mich als junger Mensch so geprägt, weil der hat mit Spritzmitteln und mit Gift und Dünger so extrem gearbeitet. Und für ihn war das die Lösung. Es war für ihn so super. Er hat mehr geerntet, es hat gut funktioniert, auf wenig Fläche für Ernte und so. Und ich als ein Junger hab um Gottes willen, das ist ja giftig, das ist ja grauslich und so. Und das ist, glaube ich, auch schon ganz wichtig, diese Eltern Kind Beziehung, dass dann meistens die Jungen sich was überlegen und okay, ich möchte was anderes machen.
Und das hat mich letztendlich zum Öko Menschen gemacht, was heute natürlich das Unternehmen als solches ausmacht.
Und der Weg dorthin, der hat geführt bei mir über die Hainburger, auch über ein Dammkraftwerk verhindern, das, was wir damals einfach machen wollten, gar nicht gewusst haben, was wir da tun. Und da habe ich schon gelernt, da musste ich durch Du musst dich am Baum anhängen, dass du gesehen wirst. Und das habe ich dann später mir zum Leitmotiv gemacht. Und ich meine, ich muss auch sagen, wo ich dann meine Kandidarei eröffnet habe damals nach meiner Karriere vorher als Koch und so, hat es so ein einschneidendes Erlebnis gegeben. Ich hab mir gedacht, wie komme ich zu Kunden? Ich hab damals eine Konditorei gehabt, da war ein sehr einschlägiges Publikum war dort, also sehr ältere Leute und so. Und wir wollten was Lässiges machen. Und ich hab mir gedacht, wie schaffe ich das, dass ich die Leute da jetzt unter Anführungszeichen, dass ich die anderen weiter hinten hinsetze und die Jungen vorne sitzen. Und da bin ich dann hergegangen und habe einfach Sachen dort mit Chili gemacht. Und dann habe ich eine Hanfdorte gemacht, dann war die Polizei im Haus, dann haben die Studenten über uns geredet und so.
So hat sich das entwickelt. Du musst, glaube ich, schon als Unternehmer, du darfst an so viele Dinge nicht denken, wie geht es monetär, wann wäre ich reich, was passieren? Du wirst vielleicht am Anfang wirklich nicht denken, sondern es geht einfach immer erstens um Talent natürlich und dass du von dem, wo du talentiert bist, wenn du das machst, dann hast du keine Schwierigkeiten. Dann ist nicht fad, nicht langweilig, nicht schwer. Du musst auch nicht viel arbeiten, weil dann tust du genau das, was dir taugt. Das hat mich geprägt.
Wenn du sagst, Josef, dass es sozusagen mit dem Elternhaus schon begonnen hat, dann sagst du ja auch, es ist auch mal eine anständige Grundlage zu sagen, was lehne ich ab, oder? Also auch zu wissen im Sinne von wie will ich es nicht haben. Viele Leute haben oft das Gefühl, die suchen da draußen nach ihrer Originalität und ihrer Echtheit und verlieren sie dann drin. Aber oft ist ein erster Schritt, dass ich mir mal denke, was reibt mich so richtig auf oder?
Das führt ja zu Ideen oder zu Lösungen, weil wir vorher geredet haben. Also was macht man oder welches Segment oder erfindet man ganz was Neues? Weil viele Ja, so neu ist es ja nicht. Ja gut, was ist schon neu?
Kannst du nicht neu ist logisch, aber es gibt viele Art von Rädern und das war bei mir in der Schokolade auch so. Die Schokolade hat es viel gegeben, mehr als genug. Und ich hab mir gedacht und das ist vielleicht auch ein Tipp für junge Leute oder angehende Unternehmer, geh in ein großes Segment, weil dort sind die Nischen wirklich frei, weil es ja logisch ist.
Weil wenn ein Unternehmen wächst, dann lässt man automatisch die kleinen Sagen liegen, weil man sagt, das rechnet sich nicht. Das bringt. Ich meine deswegen genial, weil es klingt total wie das Gegenteil von dem, was einem irgendwo erzählt wird auf der Uni oder sonst irgendwas. Du geh in ein großes Segment, wo schon ein Platzhirsch drin steckt, weil. Und du hast natürlich völlig recht.
Einerseits der Platzhirsch kann, weil er viel. Zu groß und zu behäbig ist, kann er nicht in die Nähe, hat auch Vorteile. Und außerdem hast du eine riesen Hetze, wenn du den Platzhirschen gegen das Bad rätst, oder?
Ja, ich habe das auch in Harvard erlebt. In Harvard haben sie mich eingeredet. Die haben mich gefragt, wie man einen Markt macht oder wie man einen Markt findet.
Und ich habe gesagt, das weiß ich jetzt eigentlich so auch nicht. Ist mir das eingefallen damals, wo ich gesagt Frag niemals den Markt, was du dir wünschst, sondern mach immer nur das, was du für dich für richtig hältst, weil damit bist du automatisch richtig. Da machst du mal nichts falsch, egal wenn du auf die Pappen fällst oder wenn es nicht funktioniert, weil dann hast du zumindest das gemacht, was der taugt.
Weil wenn du das machst, was der Nachbar macht und super macht und wenn du da unglücklich wirst und Unternehmer sein ist auch manchmal ein bisschen schwierig, logischerweise, dann ziepft es sich so richtig an. Aber wenn du das machst, was du taugt, dann ist es nie schwer. Erzähl ein bisschen, Josef, wie du hast jetzt die Anfänge erzählt in der Konditorei, wie du dann die betagtere Klientel mit der Chilischokolade ein bisschen auf was anderes Platz bringen wolltest. Das war ja aus der Konditorei gehabt, hast diese Versuche gemacht mit Chilischokolade und so weiter. Aber dass du jetzt zum und man nennt dich so und ich glaube völlig zu Recht zum Schokoladenkönig geworden bist du. Wo war dann der Punkt, wo du gesagt eigentlich auf das haue ich mich.
Jetzt drauf, wie das halt so ist. Ich glaube als Unternehmer brauchst du Visionen, was immer das ist. Das hat auch was mit Innovation, das hat auch was mit Innovation und so zu tun. Und wenn man das jetzt Und ich habe damals, ich habe mich natürlich immer vielfältig beschäftigt, Mich hat die Kultur, die Kunst genauso interessiert, genauso wie das Schuhhandwerk. Ich sag's jetzt ganz bewusst, weil das auch der Grund ist, warum ich heute zwei verschiedene, von der Bühne war es. Wir haben zwei paar verschiedene Schuhe.
Das ist ja das Hinterfragen. Ich hab mir damals auch gedacht, warum tragen die Leute alle zwei gleiche Schuhe? Und dann kommst du drauf, weil sie genau das machen, was du gesagt hast. Es könnte sein und wer weiß, was die anderen denken und so. Dabei sind zwei verschiedene Schuhe nichts Besonderes, weil es sind auch Schuhe, ob es andere Farben, es ist völlig wurscht. Und das ist auch etwas, das hat mich halt, wie gesagt, am Anfang natürlich auch getrieben, auf was ich sagen wollte, warum ich zur Schokoladerie gekommen bin. Ich habe in den ER Jahren tatsächlich, das ist auch, das muss man auch sagen, es gibt viele Zufälle im Leben und wenn man das nachher reflektiert, dann kommst du drauf. Es gibt so kleine Wegkreuzungen und wenn die nicht gewesen waren, war es anders gekommen. Noch anders. Kann schon sein, weiß man aber nicht. Und damals war es so, ich hab durch einen, wie soll ich sagen, ein Kunde hat bei mir, ich hab schon mit Schokolade ein bisschen was gemacht, aber klassisch wie alle anderen Form irgendwas draufgelegt. Und das haben wir halt gemacht.
Und da ist ein Kunde gekommen und der hat gesagt, er möchte fünf hundert Tafeln Schokolade haben für Geburtstagsfest. Und ich hab boah, wann's der größte Auftrag ever. Und das ist so super und ich weiß nicht was. Und vor lauter Begeisterung scheinbar habe ich die Bestellung verloren. Und die Veranstaltung war an einem Samstag und glaube ich am Donnerstag am Abend bin ich draufgekommen, dass ich die fünf hundert Schokoladen machen sollte.
Und dann ist man natürlich durch Park und beIN gefahren, weil ich habe zu wenig Formen gehabt. Ich hab die Kühlmöglichkeiten nicht gehabt. Das ist ja einfach nicht ausgegangen. Ich hab gewusst, das geht nicht. Dann haben wir gedacht, was machst du jetzt? Rufst den Kunden aus, geht sie nicht mehr aus. Ich hab vergessen, natürlich ganz blöd. Und dann ist mir was eingefallen haben das wurscht, ich muss jetzt, Jetzt mache ich eine Schokolade, die ganz schnell geht und die gebe ich ihnen nur, damit sie was haben. Und wenn Sie reklamieren, verlange ich nichts.
Das war wirklich so. Und dann bin ich zum Kicker gefahren, hab Vorhang Gestangerl gekauft und hab auf einem großen Tisch die Schokolademasse cool abgerät mit Gewürzen und das gut geschmeckt hat, hab's aufgegossen und dann hab's zerschnitten, eingepackt und hab das denen gegeben. Und es ist so schnell gegangen. Und ich hab mir gedacht, nur damit sie was haben am Wochenende das Fest und am Montag, dann habe ich mich schon eingestellt auf die Reklamation. Und dann, das war dann auch so, was das Fest organisiert hat, stand am Montag um acht, die haben aufgesperrt vor der T.
Maria, jetzt kommt es schon, jetzt geht es schon los. Und du hast mit einer Reklamation jetzt zu kämpfen, nicht zu kämpfen. Für mich war es ganz klar, dass ich nichts verlange. Ich wollte nur was liefern. Dann kommt hier einer und umarmt mich und mich halber da und Herr Zotter, diese Schokolade, das ist Wahnsinn. Die Leute waren so begeistert, sie haben da noch nie so was gesehen. Und da hab ich mir gedacht, noch nie sowas gesehen. Es stimmt ja, es war ein Fehler. Ein Fehler war es keiner, aber es war anders.
Das war die Geburtsstunde der handgeschöpften Schokolade. Und da ist mir das dann auch bewusst geworden, dass das irgendwie eine Erfindung war, die halt so kurzfristig passiert ist. Aber nur ich konnte es damals nicht umsetzen.
Das war ein tausend neun hundert zwei und neunzig, ich habe sieben und achtzig begonnen, zwei und neunzig war das mit der Schokolade. Und da haben meine finanziellen Schwierigkeiten angefangen auch und ich konnte nichts weiterentwickeln. Und jetzt im Nachhinein betrachtet, muss ich wirklich Gott sei Dank, weil ich wäre um zehn Jahre zu früh gewesen. Ich habe dann zehn Jahre mich mit der Materie nicht so beschäftigen können und dann aber in der Zwischenzeit immer ein bisschen weiter tüftelt und dann ist noch was, das werden wir wahrscheinlich eh noch kommen, Dann ist meine Pleite dazwischen gekommen und das war der Moment, warum wir in der Schokolade dann durchstarten haben können, Weil da haben alle gesagt, der Zotter, das was der macht, das ist eh nix und das wird eh nix.
Und mit der Schokolade habe ich schon gehört, aber das wird sicher nicht für die Pleite. Und da habe ich mir den Vorsprung herausgeholt und der Rest ist noch eine Geschichte. Was hast du damals gedacht? Die Pleite war mit der Konditorei oder mit der Konditorei? Und was hast du dann gedacht?
Na jetzt ist eh schon quasi nach dem ist der Ruf mal ruiniert, ist auch schon wurscht. Hupfe drei Zeichen oder was war der Gedanke? Grundsätzlich hat es einmal so angefangen.
Also ich habe relativ schnell expandiert, das war der Fehler. Zwölf Filialen eröffnet, Ich habe innerhalb von drei Jahren drei Filialen eröffnet, Schulden gemacht. Gut, das war der Fehler.
Irgendwann kommt der Sterber und sagt zu Josef, du hast ein Problem, sage ich, was für ein Problem? Du bist krank. Sag ich bin gar nicht krank.
Nein, aber du bist finanziell krank, Dein Unternehmen steht vor dem Ruin, du kannst dir die Schulden nicht mehr zahlen und so weiter. Und dann habe ich Ja, was können wir tun? Du hast zwei Möglichkeiten.
Entweder du gehst pleite oder was besser ist, du trittst in eine Sanierungsphase ein. Und da hab ich gesagt, Was ist eine Sanierungsphase? Dann hat er ja sanieren ist das heißt du musst Kosten sparen. Wo soll man Kosten sparen? Ja, aber die Mitarbeiter musst sparen, Du musst beim Wareneinsatz sparen.
Und wo er das gesagt hat, weiß aus. Da hab ich OK, über das brauchen wir nicht weiter diskutieren. Ich gehe nicht her und tue jetzt meine Kunden betrügen und mach irgendwas billiger oder so, hab ich gesagt, wenn das passieren sollte, dann gehe ich lieber pleite, bevor ich mich da jetzt saniere. Und das ist dann auch passiert.
Es ist ganz spannend, was du sagst. Ich hör immer wieder, wenn ich mit so erfolgreichen Unternehmern rede wie mit dir, höre ich immer wieder Geschichten, wo dir in einem Moment waren, wo sie sich dann gesagt also entweder ich mach's auf meine Art und Weise oder gar nicht. Also nach diesem entweder wir machen es gescheit oder wir lassen es bleiben. Ich merke oft, die Geschichte kommt so oft diese wirklich, ich sage jetzt mal Kompromisslosigkeit, wenn es um bestimmte Prinzipien geht, wo man einfach entweder wir machen das jetzt ordentlich oder wenn es nicht ordentlich, dann lassen wir es bleiben, weil ich werde mich nicht verbiegen, ich werde auch nicht Leute über den Tisch ziehen. Und das ist wirklich, mir kommt vor, das ist Teil von so vielen Erfolgsgeschichten, dass an einen Punkt irgendwann kommt, wo einfach die Prinzipien zur Wahl stehen. Und wie entscheidest du die dann?
Ja eben. Und ja gut, da gibt es welche, die gehen Kompromisse ein und das sieht man auch, das siehst auch jetzt, weil wir jagen von einer Wirtschaftskrise in die nächste quasi. Also wie immer sie heißt und wie immer sie ausschaut und wo immer die Ursachen liegen auf Spekulation oder sonst irgendwas sei ist ja wurscht. Aber im Prinzip glaube ich geht es immer darum, immer gnadenloses Wachstum und Kompromisse eingehen.
Es gibt ja ein paar Beispiele, wo ich keine Kompromisse Ich denke an den Steve Jobs zum Beispiel, der hat sein Handy durchgedruckt und ist am Ende glaube ich sogar gestorben dran, weil er halt vor lauter das wollen oder wenn du halt den Musk anschaust mit seinem Tesla, das ist ja auch in ein Randsegment gegangen, der ist diese Autoindustrie war er. Aber Durchdruck, da kann man jetzt über die Persönlichkeit diskutieren, wie man will, aber das sind und Das glaube ich schon. Also Unternehmen kannst du nicht lernen. Also das ist wirklich so. Ich muss immer so lachen, wenn ich auf die WU oder in ein Wirtschaftsformat komm und wenn sich so viele Leute so beschäftigen, wie Unternehmen funktioniert und so, da muss ich wirklich mal schmunzeln, weil man denkt, natürlich muss man Theorien aufbauen. Es muss empirisch nachgewiesen werden, aber nur in der Wirtschaft etwas empirisch nachweisen, warum was funktioniert oder nicht. Das muss man sagen. Also weil es so ist. Und deswegen gibt es, es gibt Künstler, es gibt Musiker, es gibt Leute, die sind super Zahnärzte und ich weiß nicht was. Aber es gibt eben auch Unternehmer, die leidenschaftlich Unternehmer sind. Und wenn man das Gefühl hat, wenn man als Unternehmer getrieben ist, weil man monetär erfolgreich werden will, natürlich muss man monetär erfolgreich sein.
Aber dann glaube ich, ist schon was falsch. Also das darf nicht im Vordergrund stehen. Natürlich gehört es dazu, wie es bei mir auch war. Deswegen bin ich auch pleite gegangen. In meinem zweiten Unternehmerleben bin ich dann vor anderen Schranken gestanden. Ich sage das immer wieder, weil viele sagen, was hast du damals gelernt? Ich habe nichts gelernt.
Das sieht man ja, wir haben weiter expandiert heute. Alles viel größer als damals. Nur eins habe ich lernen müssen.
Es hat halt die Bank Sota, wenn du einen Kredit brauchst, musst du eine andere Bank suchen. Dann habe ich viele Banken gefragt und die haben alle gewusst von mir und das hat keinen Kredit gegeben. Und da habe ich gelernt auch zu wirtschaften.
Und das ist auch vielleicht gar nicht so unwesentlich. Die Erkenntnis habe ich dann auch irgendwann. Manchmal wächst was schnell und geht ganz flott, das ist keine Frage, aber manchmal dauert es auch ein bisschen.
Es muss auch reifen. Und gerade bei so Lebensmitteln oder so ist es schon, das ist schon was Besonderes, weil die Leute es ja jeden Tag zu sich nehmen. Du hast eine gewisse Verantwortung, kannst ja nicht irgendwas machen, wo die Leute Krebs kriegen oder so im Manu. Aber so diese Leidenschaft Unternehmer zu sein, ich glaube, wenn du das kannst, dass du dieses Risiko ausblenden kannst. Natürlich musst du das Risiko sägen, weil sonst kannst du dein Unternehmen nicht führen, eh klar. Aber nur wenn du dich dauernd führst, was alles passiert oder passieren könnte oder dauernd Zeitung liest, so wie es jetzt ist wo alles schlecht ist wo du gibt es nicht irgendwas was so B ist und an den muss man sich klammern Du bist deines Glücks Schmied wart.
Ihr immer wenn ich das so salopp formuliert darf war dir immer wurscht was die anderen denken. Gesagt ja aber dann hast du dich. Erinnert die Wahrheit ist leider Ja und nein du rätst was natürlich ein und sagst das darf die nicht ist ja logisch weil sonst wirst du ja beeinflusst aber ich glaube es ist trotzdem du brauchst schon auch Feedback so ist es nicht Du kannst nicht sagen ich mache es richtig ich bin der größte völlig ich habe den lieben Gott getroffen der hat mir was gesagt Also das ist es ja nicht. Also du hast schon und ich glaube es ist ja vielleicht auch das Spannungsfeld es ist schon der Unternehmer muss man vielleicht auch sagen geht ein bisschen mehr an die Kante des Abgrunds näher hin weil er neugierig ist weil er schauen ob der irgendwo irgendwas Besonderes ist und das sind so Typen die halt ein bisschen mehr wie soll nach vorn gehen und die gibt es ja überall Es muss nicht jeder Führungskraft sein in meinem Unternehmen Ich habe so wertvolle Mitarbeiter ohne die das Unternehmen nicht existieren könnte aber die könnten so Unternehmen nicht weiterentwickeln nicht weil sie es nicht nein weil sie viel zu viel zu Angst hätten vielleicht auch die Vision fällt vielleicht auch weiß.
Ich nicht Es braucht immer einen Unternehmer der den Rahmen schafft Wie sagst du. Die Grenz schirbt genau ja und ein bisschen auslotet immer ein bisschen aus ist ja ein geiler Ausblick David oder auf kann ja sein weil es ist ja das Problem in einem Unternehmen ist ja und das haben wir jetzt gerade erleben wir das so es ist immer schön auf den Gipfel zu schauen und auf zu hatschen, weil du sagst na da oben möchte ich die sehen weil da habe ich super Aussicht und so nur leider ist es so irgendwann muss ruhig gehen, weil sonst kommst du nicht rüber und gerade am Gipfel ist es meistens am grauslichsten zum Leben da geht am stärksten der Wind wenn man es jetzt ein bisschen so philosophisch betrachtet Also ich. Nehme von deinen ersten Sachen nehme ich mit das eine ist sehr viel hat angefangen bei dir indem du dir gedacht hast im familiären Kontext also das ist nicht die Art und Weise, wie es mir taugt, dem dann entwickelt hat, was dir persönlich wichtig ist und worauf du schauen willst. Dann war ein Erlebnis, wo du gesagt Moment, wenn ich da jetzt einmal ganz was Wüdes mache, dann fangen da die Leute darüber zu reden und dann interessiert das die Leute und dann kommen vielleicht ein paar andere Leute um die Ecken. Was hat dann wirklich, hast du irgendwann einmal einen Moment gehabt, wo dir das bewusst geworden ist, dass dieses auch Ausreizen der Grenzen mit dem, was du tust?
Ich meine, ich sitze da jetzt vor einer alten Karamell Ananasschokolade, ich sitze da vor der Hanfschokolade, ich sitze vor einer Schokolade, wo draufsteht Himbeercreme mit Schweineblut. War dir irgendwann einmal bewusst, dass dieses die Leute kitzeln, dass das der Dreh ist, um herauszustechen? Ist das irgendwann einmal zu was bewusst oder hat es dir einfach immer so einen Spaß gemacht und hast selber so eine Gaudi gehabt und das war der Effekt.
Grundsätzlich fragen viele Leute, was ist deine Lieblingsschokolade? Dann sage ich die Lieblingsschokoladen sind immer die erfolglosesten, logischerweise. Friedhof draußen, den werden wir da auch.
Schon heute auch erfolglos deswegen, weil du magst was Geiles, Du magst was. Deswegen sage ich frag niemals den Markt, was er sich wünscht, weil der Markt ist deppert, der weiß nicht, was er braucht. Genau. Du musst dir selber dir, was dir taugt bringen und dann taugt es einen anderen vielleicht auch. Und jetzt ist die Schweineblutschokolade, die muss ich sagen, das kommt aus einem politischen Statement, weil da hat es einmal einen sehr berühmten Politiker gegeben, den Herrn Haider, wie wir zur EU beigetreten sind, hat der gesagt, wenn wir zur EU beitreten, dann wird in der Schokolade Blut sein. Und das ist bei den Leuten als Rohmaterial, als billiges Material. Und da sind sehr viele Leute, haben dann immer gesagt, aber du machst wilde Schokolade mit Fischköpfen und ich weiß nicht was, aber Schweineblut und sowas verwendest du eh nicht, wie der Haider gesagt hat. Das habe ich so oft gehört. Und dann habe ich mir gedacht, jetzt mache ich diese Schweineblutschokolade und hab sie dann gemacht und das schmeckt ja gut, weil Schweineblut schmeckt ja nur ein bisschen nach Eisen.
Natürlich abgepackt, stilecht in der Spritze. Da ist es auch gegangen übrigens, ich wollte Pralinen entwickeln. Pralinen kennt man ja, das hat ein Innenleben, eine Kugel, da ist was drin und die Schokolade ist außen drunter rum. Und die wollte eine weiche Praline machen ohne Mantel.
Und deswegen ist mir eigentlich die Spritzen gekommen, weil ich mir gedacht habe, das kannst du wach machen, kannst das, kannst so, kannst so. Und ich bin auch draufgekommen, heute machen wir ja an die fünf hundert verschiedene Schokoladeartikel. Und das habe ich mir dann irgendwann, weil du gesagt hast, hast du das irgendwann einmal gemerkt, wie das funktioniert?
Und ich glaube, es ist wie in der Familie. Es geht um Nachwuchs. Es wächst ja was, es wird alt, stirbt und dann kommt was nach.
Und gerade bei der Produktentwicklung ist es auch so, da muss ja was nachkommen und ich habe es halt jetzt so. Und deswegen mache ich heute keine Produktentwicklung im Team. Ich bin da nicht teamfähig, sondern ich mache nur das, was ich für richtig halte. Und da ist es dann oft so, dann kommen die Sachen ins Sortiment, ohne jemals vorher probiert zu werden.
Das ist übrigens auch sehr Fokusgruppe Marktforschung. Nein, nein, nein, weil da wirst du immer Mittelmesser. Du wirst wahnsinnig. Du wirst, wer einmal schon hinter so einem Spiegel gesessen ist und das ausgeh weiß, dass das keine gute Idee ist.
Oder Nein, weil du mittelmäßig wirst. Weil was passiert, wenn ich jetzt ein neues Produkt mach? Sag jetzt Schweineblutschokolade oder Insekten oder so und ich halte das jetzt hin zwanzig Jahre und sage, das ist Insektenschokolade.
Probier das aus. Kannst du dir vorstellen, was da rauskommt? Da kommt nur, brauchen wir nicht. Der Markt braucht es nicht. Und Umfragen habe ich gehört und irgendwas war halt und warum es nicht geht. Und das Schwierige ist auch, wenn du eine Marktumfrage machst, ist, du kriegst natürlich die Spitze.
Du hast schon ein paar, die begeistert sind, noch nie gesehen, aber du hast auch welche, die sind total demotiviert. Und was macht man dann? Man trifft sie in der Mitte. Der eine sagt, mir ist es zu bitter, der andere sagt, mir ist es zu süß. Dann sagt, OK, machen wir ein bisschen weniger bitter, machen wir ein bisschen weniger süß und du kommst immer mehr in die Mittelmäßigkeit.
Und da hat sich das eigentlich als erfolgreicher gezeigt. Ich sage das immer so, ich hab das Sortiment durch Dritteln, ein Drittel von dem lebe ich, das verkauft sich gut, das sind die Cash Cows. Ein Drittel steht in den Startlöchern, die schaffen es vielleicht und ein Drittel funktioniert überhaupt nicht. Das sind die, die mich am meisten interessieren, die kriegen das meiste Futter, die meiste Zuneigung und dann entwickelt es sich und manche schaffen es halt und werden dann zu Bestsellern, manche scheiden vorher wieder aus, sterben. Aber es ist so Bewegung, das eigentlich ganz gut funktioniert.
Muss man das lernen, sich das zu trauen? Oder ist es wirklich, was mir eigentlich jetzt taugt bei dir, wenn du jetzt automatisch sagst, bei einem Drittel, gehen wir mal gleich mal davon aus, das ist für deinen sogenannten Ideenfriedhof, den du da hast, dann brauchst du ja eigentlich jetzt auch vom Scheitern nicht fürchten in dem Sinn, weil du willst ja eh ein Drittel produzieren sozusagen für diese, Also was ich meine, das ist eigentlich voreinkalkuliert in dem Sinn, dann ist es auch nicht schlimm, wenn es passiert. Oder eben der Ideenfriedhof ist genau die Lösung. Also viele sagen, es ist natürlich heute eines der meistfotografierten und meistdokumentierten Projekte, die wir im ganzen Haus haben oder jetzt im Tiergarten und so. Aber was ist es, warum ist es so erfolgreich? Welche Sehnsucht haben die Leute?
Es weiß ja jeder, dass man scheitern kann dauernd. Jeder hat irgendwelche Probleme, sei es mit der Familie, sei es finanziell, sei es mit seinem Beruf. Und wenn du jetzt natürlich riskierst und so wie ich das halt habe, also gerade die Beliebtesten oder die Jungen, die neigen, die brauchen am meisten Pflege und sie funktionieren nicht. Und wenn sie nicht funktioniert, dann muss man sich würdevoll verabschieden und das hilft wirklich.
Und deswegen gibt es den Friedhof. In dem Moment, wo das im Friedhof liegt, ist da was, Es ist eingeäschert, es ist aus, Es gibt kein Zurück, weil sonst, das muss man nämlich auch bei mir, ich hab Schokoladesorten, die entwickeln sich zwanzig Jahre und werden immer besser. Sie werden immer besser und hab das Gefühl, was du heute hast. Und dann gibt es welche, die werden fünfzehn Jahre besser und auf einmal werden sie immer schlechter.
Weil du probierst weiter versuchst was zu ändern und das ist dann für mich der Moment wo der Friedhof kommt da katistan und aus Rezeptur weg und nicht mehr angreifen und die schmeißt auch die Rezeptur weg. Das ist nicht mehr sich also ich meine heute schwierig weil alles gespeichert oder so aber ich schaue es mir einfach nicht an und was vielleicht auch so wichtig ist, weil es ist alles auf Wachstum und so ausgerichtet also keine Umsatzstatistiken. Ich mach meine Mitarbeiter die im Marketing oder so irgendwo arbeiten die versuchen mich immer zu beeinflussen gelernt haben bestverkaufte Artikel mir vorzulegen und sage ich sehe das ist ein Kündigungsgrund. Das ist das ist furchtbar weil du beschäftigst dich nur mit den Bestverkauften und die anderen werden nicht gemacht logischerweise Aber da glaube ich hoffe halt das hat schon was mit Leidenschaft zu tun und ich glaube es hat auch was mit Ehrlichkeit zu tun, weil in dem Moment das haben übrigens meine Eltern auch geprägt was du nicht willst was dir man du füg auch keinem anderen zu und das ist ein Leitprinzip wenn du so in der Wirtschaft arbeitest du bist ja wieder dort was für dich passt passt vielleicht für andere auch dann bist du automatisch richtig.
Wann war der Moment wo du richtig dir gedacht OK das wird jetzt oder Zotter ist jetzt eine Marke oder ist ein Weg eine Marke zu werden? Wann kannst du dich erinnern wo du wirklich gedacht jetzt mache ich nicht nur Sachen die Leute irgendwie schräg und gut und geil finden und interessant, sondern jetzt bin ich an einem Punkt Jetzt ist es was jetzt steht es für was. Hat es den Moment gegeben Den Moment der verschiebt sich dauernd Wir haben heuer fünf und dreiig Jahre Betriebsjubiläum und ich sag fünf und dreiig Jahre Zotter und noch immer kurz vorm Durchbruch großartig Also das ist die Wahrheit weil was ist Durchbruch?
Was ist es? Ich glaube es diese Fantasie man hat was geschafft und dann hat man drei Villen, zwei Flugzeuge und irgendwas Selbst da reicht es ja nicht in Wahrheit wie man ja sieht Aber der Durchbruch ist bei mir wirklich gekommen zwei drei Jahre nach meiner Pleite. Das muss ich schon sagen, weil das war dann was mich auch so stolz gemacht Zuerst hat es die Sanierungsphase gegeben. Das war ein tausend neun hundert neun und neunzig und zwei tausend zwei war ich dann da, wo wir das Schokoladentheater dann schon installiert haben und wo dann das große Wachstum sozusagen begonnen hat. Da habe ich gemerkt, es fängt sich jetzt an zu stabilisieren. Also das hast du gemerkt oder wir halt gemerkt am monetären Wert logischerweise, weil wir alles zahlen können. Das war schon mal super.
Das habe ich vorher nicht so gekannt, das war nicht so super und dann ist das gewachsen und dann habe ich etwas erkannt, wenn wir geredet haben von Marke oder wie funktioniert eine Marke? Also es ist glaube ich schon so, die Leute wollen oder gerade jetzt in der Corona Zeit oder jetzt in der Krisenzeit haben wir das größte Wirtschaftswachstum unserer Unternehmensgeschichte gehabt und noch immer sind wir da drin und ich wundere mich, warum ist das so? Ich habe mir selber die Frage gestellt, weil es mir unheimlich fast, weil alle rennen, es wird schlecht und alle werden sterben und die wahr sind wirklich exponentiell geht es nach oben. Und ich hab mir jetzt vorher gesagt, die Frage woran liegt denn das? Ist das ein zufälliger Hype oder so irgendwas? Und da glaube ich und dann bin ich schon zu der Erkenntnis gekommen, das ist jetzt quasi die jahrelange Arbeit für Werte. Ich sag für Werte, was immer die Werte sind, fair, bio, keine Frage oder geile Produkte oder sowas zu machen und durchstehen, weil es ist nicht so. Für das kriegst du auch Kritik. Jetzt kannst du sagen, ja wenn es da Reklamation gibt, haben wir gehabt, da sind Veganer, haben das gelesen, haben gehabt, es ist eh kein Blut drinnen. Ich glaube das ist schwer und der betraut dich dann halbert, das passiert und dann musst du dich halt mit dem auseinandersetzen und musst dir halt dem das erklären.
Das funktioniert auch. Übrigens ganz wichtig, jetzt muss ich gleich einen Tipp abgeben in einem Unternehmen. Wie ist die Reklamationskultur? Das unterschätzen sehr viel so gnadenlos, weil je größer das Unternehmen, je höher die Chefintage, desto weniger scheren sich um die Kunden, weil sie ja weiter weg sind logischerweise. Ich habe das in meinem Unternehmen halt so installiert und es läuft sehr sehr gut.
Also wir haben drei Stufen System. Die erste Stufe ist normale Reklamationen, was täglich passieren, irgendwas fällt an, wird kaputt. Und so machen meine Mitarbeiter, wenn es kritischer wird, dass schon ein Fehler da ist, dann kommt meine Frau und wenn es voll Scheiße ist, dann komme ich ja super grandios.
Und dann das lachen meine Mitarbeiter schon immer. Ich kann fünf und neunzig Prozent dieser voll Scheiße Reklamationen, wo echte Fehler passiert sind, zu Fans machen. Das ist aber das überrascht uns jetzt nicht.
Das ist ein Sport, Das ist Sport. Das ist Sport und Übung. Nicht um einen anderen zu überzeugen oder irgendwie, sondern es funktioniert nur so, wenn du es ihm ehrlich erklärst, warum und wieso und die bedauert, weil das bringt dich ja weiter, weil wenn du nicht weißt, wirst du ihn nicht ändern.
Du hast jetzt vorhin gesagt, in der Corona Pandemiezeit richtig steil nach oben und der Eindruck ist, jetzt kommt eigentlich diese Jahre oder jahrzehntelange Investition in Werte und wir machen es nach unseren Prinzipien. Das zahlt sich jetzt aus. Es gibt ja den schönen Spruch, wenn die Glück ist, wann Bereitschaft auf Gelegenheit trifft.
Also Gelegenheit ist immer die Frage, bist du bereit, hast was investiert in den letzten Jahren, da sagst du, ist einfach natürlich unendlich viel. Passiert jetzt auch Investition in Marke, Was ist für dich Marke? Was ist für die Marke?
Was ist das? Marke ist, da gibt es nur einen Satz. Du brauchst nicht Marketing studieren.
Ich weiß, du hast es glaube ich irgendwann. Nein, Marketing habe ich nicht studiert. Ist ein Wunder, dass ich Unternehmer geworden bin. Es ist ja die meisten, wenn du Betriebswirtschaft studierst, sollst du am besten nicht Unternehmer werden.
Du warst viel zu viel. Das ist eine Katastrophe. Übrigens habe ich mal ein Leib vergessen. Auf der WU habe ich einen Vortrag gehalten, da waren fünf hundert sechs hundert Studenten und dann ist mir irgendwie aufgefallen, dass die sehr devot waren, die Studenten. Und dann habe ich gesagt zum Professor Schneidli, sie sind keins sicher, habe ich gesagt, Herr Professor, habe ich gesagt, jetzt müssen wir Umfrage machen. Ich weiß nicht, ich habe da nicht das, dass da lauter werdende Unternehmer sitzen, hat er gesagt, wie machen sie das? Machen wir eine kurze Umfrage. Werbeunternehmer wären Hand hoch, dann haben ein paar Hand hochgehalten, wenige ein paar so zaghaft, aber die meisten nicht. Ja, habe ich gesagt, Herr Schneidl, sie kann da rein.
Ich bin falsch, weil das Potenzial ist sehr gering, dass da wer Unternehmer eher. Also solange studiert, bist du nicht mehr draus. So ist es. Also nein, ist nicht allgemein, ist nicht immer so. Ist ja keine Frage. Einen Spruch gibt es. Mach deine Marke niemals schöner wie sie ist, aber auch nicht schlechter. Das ist, glaube ich der Punkt. Dann funktioniert so hab's halt je erlebt, weil das, was wir oder was meistens unter Marketing und der Werbung verstanden wird. Werbung macht immer alles schöner, alles größer, alles bunter. Und wenn es meine Meinung, deswegen mache ich heute keine Werbung, dann musst du immer nachschirmen und immer noch größer und noch blitzender und noch roter und ich weiß nicht was.
Und wenn du das aber wenn du die Balance findest unterm Scheffel sagen, ich bin schlecht, kaufen sie es lieber nicht. Das geht auch nicht. Aber das Level zu erwischen genug Schein machen aber auch nicht viel, dann funktioniert es von selber.
Willst du mein Spruch dazu hören? Wir waren zwischen Schein und Sein darf keine Lücke sein. Das ist ja nicht so un.
Ist ja im Prinzip. Genau, weil da wird so viel Energie aufgewendet für Marketingkampagnen, die überzeichnet sind, anstatt dass du hingehst und sagst, na mehr bin ich nicht, aber so super schier bin ich aber auch nicht. Ich glaube, es ist schon beides. Es gibt beide Phänomene. Die einen, die sich unendlich aufblasen, aber es gibt leider auch viele, die sie wirklich unter Wert verkaufen. Ja genau. Wer nicht wirklich sozusagen ins Herz alleine schaut und dort erkennt, wie gut ich bin, dann erfährt er es nicht.
Das ist natürlich das andere. Aber das Game tut es beides. Wann war dir deine Rolle in dem Spiel bewusst?
Weil du bist schon, du bist eine exponierte Unternehmerpersönlichkeit. Du bist eine Unternehmerpersönlichkeit, die hat auch eine Meinung zu vielen Dingen. Du rollst mit der nicht hinterm Berg, du polarisierst mit den Dingen, die du machst. Wann war dir wirklich deine persönliche Rolle in dem Spiel der Markenbildung bewusst Und.
Wie siehst du sie? Es ist einfach so. Ich glaube, ich habe geschaut, alle Marken der Welt haben eine Persönlichkeit. Es ist einfach so.
Die katholische Kirche hat einen lieben Tod. Also ich meine nicht falsch verstehen. Es braucht jemand, das muss jetzt nicht der schnellste der schwerste, der schönste oder so sein, aber es braucht jemand, der das merkst oder ich merke das im Unternehmen, wenn ich da durchgehe, wenn viel Stress ist und die Mitarbeiter fast nicht zusammenkommen, weil es halt bei viel los ist und so.
Und wenn ich da durchgehe, ist auf einmal diese Spannung weg, dass die Leute, die sagen, der Zotto, der geht da eh durch, mach super, ist gut, dass du wie die passen, die tun nicht. Die Mitarbeiter sind so fleißig, weißt du, wenn das nicht wahr. Deswegen bin ich auch immer so der Meinung, weil es ja immer um Produktivität geht im Unternehmen. Also ich habe da zwei so Sachen, die wir halt machen, aber das eine ist, weil man immer sagt, wo sitzt der Chef, wer ist der Chef, was tut denn der? Sitzt der oben im Glashaus im Büro, hat zwei Sekretärin, die den Kaffee bringen und der entwickelt Kampagnen mit einer Agentur vielleicht oder ist der Chef besser aufgekommen an der Werkbank? Ich meine, ich sage bewusst Werkbank, weil ich glaube jedes Unternehmen, egal wer es ist, produziert ja was, weil ich muss ja was verkaufen, weil sonst geht es ja nicht. Und an der Werkbank passiert das Geschäft.
Und wenn ich jetzt deswegen, dass ich schnell hinkomme, wenn ich jetzt, wenn ich das Gespräch unterbrechen muss, weil ein Mitarbeiter was braucht, dann renne ich da aus und sage, okay, wo ist das Problem? Können wir es lösen oder kann ich helfen oder sagt mir eine Idee oder so. Also das ist das eine Und da kriegst, also du hast unglaubliche Produktivitätssteigerung, weil die Leute einfach taugt, Chef hat das auch taugt und so und jetzt haben wir zwar viel zu tun, aber ein bisschen was legen wir noch drauf und arbeiten eine Stunde länger oder so irgendwas, ohne dass du es jetzt herausfordern musst.
Und ich habe immer so lustige Motivationsthema bei uns vor Weihnachten. Bei uns ist es so, vor Weihnachten ist am meisten los, die meisten Bestellungen, die meiste Arbeit und alles ist stressig und schwierig. Und da machen wir es immer so, Ende November gehen wir zu den Mitarbeitern und wir sind fünf Leute in der Familie und sagen, ihr teilt uns jetzt irgendwo ein, wo nicht viel passieren kann Und dann werden halt meine Frau hilft meistens im Vertrieb irgendwo, die Kinder sind woanders einteilen und ich mit einem Zimmer zur Restlbox. Wir wissen genau, der rennt die ganze Zeit weg Da kann ich nicht viel falsch machen.
Ich muss nur einen Kiel einwägen und dann nächsten Kiel und den nächsten Kill. Und das ist der Zahl das jetzt natürlich bewusst, weil das ein unglaublicher Motivationsschub bei den Mitarbeitern auch ist, Die sagen, der Chef steht da neben, macht dir der Estelbox und wir machen das andere. Wir kriegen das hin und nach außen hin.
Also die Rolle vom Außenminister des Unternehmens. Also was ist da dein Part in der Markenbildung? Bist du, der auf jede Bühne hupfen muss, in jedes Mikrofon?
Ist das was, wo du einen Antrieb hast, machst du das, weil du das Gefühl hast, es ist deine Pflicht im Unternehmen und die Marke zu befeuern. Philipp Schau, glaube ich, da wird es natürlich schon längere Erfahrung. Am Anfang bin ich zu jedem Kirto, das war halt so, ich habe jede Verkostung gemacht, Ich bin zu Messen gefahren, zu Veranstaltungen. Wenn ich irgendwo eine Einladung bekommen habe, bin ich auch hingefahren und so halt. Und irgendwann, das ist jetzt glaube ich vor zehn Jahren, ist dann der Moment passiert, wo das alles zu viel geworden ist. Ich bin mir richtig, Ich war glaube ich nicht Burnout gefährdet, aber ich habe das Gefühl gehabt, es zipft mir, ich will das nicht und das brauche ich nicht. Und hab mir dann einmal überlegt hab Muss ich das machen, um die Marke aufrechtzuerhalten oder gibt es auch einen Weg zurück? Und ich hab damals einfach begonnen zurückzuziehen. Und ich sag's den Leuten, ich sag nicht, das ist nicht arrogant oder so, weil sie nein, ich will nicht und du bist nicht wichtig nur oder keine Ahnung, irgend sowas. Sondern ich meine, ich mache immer noch ab und zu ein paar Sachen, aber halt weniger.
Und das sagt das auch dazu. Das ist auch interessant. Und irgendwie entsteht da aber auch ein Vakuum. Das ist halt anders. Wenn du zu jedem Kirtag gehst, sängst dich eh und sagen ja und hat eh und so, dann sängst dich nicht auf jeden Kirt und sagen was ist, warum ist der nicht da? Da wird halt auch diskutiert. Und wenn du das aber erklärst, dann sagst Naja, es ist halt ein bisschen früh und außerdem möchte ich auch mal im Garten sitzen Und die vier Sachen Ja, es ist einfach so.
Und das trauen sich viel nicht. Ich hab schon oft einmal gesagt, bei ganz wichtigen Veranstaltungen Ich lebe davon, ich muss in die Luft schauen, ob, weil sonst komme ich nicht weiter. Ich muss manchmal drei Stunden schaue nur in die Luft, da geht nichts und plötzlich ist irgendwas und warum soll ich da zu einem Event laufen und alle die Hände schütteln und trotzdem würdest du.
Sagen, dass am Anfang gescheit war, dass du am Anfang da wirklich Hansdampf in allen Gassen oder denkst du eigentlich hätte ich schon früher mir selektiv überlegen sollen, wo trete ich für die Marke auf? Ich habe ein einschneidendes Erlebnis gehabt, wo ich mit der Schokolade dann als Stärke in das Segment gegangen bin, habe ich mir gedacht, wie kann ich die Schokolade verkaufen? Da gab es ja nichts.
Wir waren ein paar Mitarbeiter, wir haben ein bisschen produziert, wir haben das eingelegt, am Fenster verkauft und so. Und dann habe ich mir gedacht, na gut, was machen die anderen? Dann habe ich gesehen, die ziehen sich alle ein schönes Sakko an, schöne Taschen machen auf wichtig, haben ein Handy eingesteckt, damals groß gewesen und ich hab mir gedacht, das muss ich auch machen. So musst du verkaufen, du musst dich schön machen, muss die präsentieren. Dann habe ich fünf Termine damals ausgemacht in Wien bei den besten Feinkostläden, weil dort wollte ich die eine, die haben mich Theater arrogant behandelt, die haben mich da hingestellt und ja, warten Sie mal. Und dann hat wieder einer keine Zeit gehabt hat, legen Sie es einmal her, wir schauen uns das an. Und da gab es ein einschneidendes Erlebnis, wie Verkaufen funktioniert. Und ich bin dann heimgefahren nach den fünf Terminen und keiner wollte uns schon glauben, weil das hat komisch ausgeschaut. Ich mit dem Sako und mit der Leder und die kommen heim, meine Frau sagt ja Kostüm, das war das Kostüm und dann sage ich, ich glaube, das wird nichts, das ist einfach ungut und so. Und dann habe ich mir gedacht, okay, so geht verkaufen, okay, jetzt versuchen wir noch geilere Produkte zu machen.
Wirklich, ich habe einfach noch einen Zahn dazu gekriegt, wie damals mit der Chili Torte und habe noch ein paar lässige Sachen gemacht. Und auf einmal, das war dann ein Jahr später, kam ein sehr berühmter Anruf, berühmt damals von Meindl am Graben in Wien, das war der Feinkostladen und da gab es eine Persönlichkeit, das war so ein richtig charismatischer Herr und die hat mich auch so arrogant behandelt. Und auf einmal ruft er an, meine Frau hebt ab und ich hab gewusst, wenn wir bei Meindl am Graben reinkommen, ja sicher, da kommen viel hin und schauen Und meine Frau Du da Dodzinski ist am Apparat der Kasen und ich gehe hin und sage Zotter. Und er sagt Dodzinski, Meindl am Graben, sage ja, habe ich schon gehört von Ihnen.
Und dann sagt ja, es kommen da dauernd Leute, die fragen nach ihrer Schokolade, Schokolade oder so. Dann habe ich Ach so, das ist total lieb. Dann können Sie mir mal Preislisten schicken. Hab ich gesagt, der Zins geht ganz schwierig, wir haben so viel zu tun, ich hab gar keine Preislisten. Dann sagt ja, Sie haben keinen Preis.
Ich sag ja, wir sind gerade dabei, aber wenn wir da einen Jahr umschicken, dann habe ich natürlich keine geschickt. Drei Monate später, meine Frau hat mich fast erwürgt. Drei Monate später ruft er Wiener an und haben Sie auf mich vergessen? Habe ich Ah ja genau. Nein, ich habe nicht vergessen. Aber wissen Sie, es ist so viel zu tun. Können Sie mir nicht einmal eine Schokolade wenigstens schicken? Die Leute fragen dauernd, habe ich gesagt Herr Dazinski, es ist ganz schwierig, es geht. Und dann hat er gesagt, man kann schon glatt schicken. Ich fahr zu Ihnen, ich hol's ab.
Das klingt mir vernünftig, oder? Da hab ich gesagt, das können Sie machen, aber ob Sie eine kriegen, kann ich auch nicht garantieren. Wir gehören einen Kaffee, trinken ein Glas Wein.
Und dann kam er wirklich her und dann fährt er da oben in den Hof rein und sagt dann wird einmal dumm geschaut und gesagt ja, es stimmt ja wirklich, viel ist da nicht da. Es war wirklich sehr bescheiden und klein. Und dann sind wir eingegangen, haben ein bisschen Schokolade gehabt, die schmeckt gut und die schmeckt gut. Und dann hat er gesagt, die backen es weiter. Dort sind die, Sie wissen nicht alles verkauft, es ist alles wenig.
Ja genau, Du bist schon gnadenlos. Und dann war ich erzähl das deswegen gern, weil wir dann in die Pension gegangen ist, haben uns sehr herzlich verabschiedet, weil er das auch verstanden hat. Und nach einem längeren Gespräch am persönlichen, also face to face, sagte er auf einmal in einen Wiener Dialekt sagt Du willst mich häkern so diesen Ding und da hab ich gesagt ja und dann haben wir uns die Hand gegeben und seitdem Meindl am Graben unser bester Kunde, unser wichtigster Kunde. Man könnte fast sagen, die haben uns zum Durchbruch verholfen, aber das will ich damit sagen, man muss man darf nicht verkaufen. Beim Verkaufen ist es auch so, man.
Darf sie nicht verbirgen, man darf sie nicht unter Wert verkaufen und man braucht sie auch nicht an der Leine umeinander führen lassen. Alles Menschen, ich sage das immer zu meinen Verkäuferinnen, die im Regal sind. Ich habe es gar nicht gern, wenn sie hingehen zum Kunden und sagen haben sie das schon probiert?
Haben sie das schon probiert? Mir lieber wenn der Kunde kommt, das was der Kunde will, das muss er schon kriegen ist klar natürlich das soll er kriegen, aber mehr braucht auch nicht. Es ist nicht lustig, wenn einer bei mir um fünfzig einkaufen will, weil er das in der Taschen hat oder sich einbildet und die verkaufen um achtzig weißt das ist keine Kundenbindung es ist besser acht und vierzig die Wahrheit, weil dann kommt man gleich wieder.
Nein, das hat schon viele Geschichte. Ich liebe also die Geschichte ist ein Traum, die habe ich nicht kennt. Ich liebe sie ganz grandios, weil ich finde einfach, dass so viel drinnen steckt.
Es hat wirklich auch damit was zu tun. Es hat nichts mit Arroganz zu tun. Nein, es hat nichts mit Arroganz zu tun.
Es hat damit zu tun. Also ich habe mal gesagt in einem von meinen Podcasts, da habe ich über das Thema Preis habe ich geredet lustigerweise und ich hab gesagt Preis ist für mich wo Selbstwert auf Wertschätzung trifft. Also es ist schon, dass ich sage das was ich da mach, das ist was wert und das Gegenüber hat diesen Wert auch zu schätzen und wenn dann mich einer Papier so wie du sagst, dann sollte ich mich da nicht verbirgen oder?
Genau und daher kommt ich glaube das ist preiswert. Es muss immer und das ist wirklich so ich höre das oft so, dass man sagt oh in der Mode oder das ist modern und deswegen ist es mehr wert. Ja weil es modern oder weil es Kondensat trifft, ist es aber jetzt Energie.
Es würde die Energie zu gleichem Preis produziert die Ökoenergie, aber sie kostet mehr und wir können ja das Licht anschalten. Wenn es weniger gebraucht wird, werden wir wahrscheinlich weniger zahlen Und preiswert ist eines der wichtigsten, aber das ist auch die größte Kunst, weil was ist es wo ist der Preis? Kalkuliere von unten nach oben und sag so wie es in der Schule gehört dazu zahlen so funktioniert aber Unternehmen nicht, weil du kannst dir nicht im Unternehmen wünschen ich will ein tausend Artikel verkaufen wie tust denn das Du verkaufst erst ein hundert und auf einmal zwei tausend Ja absolut.
Also die Story ist genial. Du hast jetzt vorher gesagt Josef eigentlich jetzt in richtig in Werbung investieren tut ihr in dem Sinn gar nicht oder? Nein ich war irgendwann vor der Entscheidung Das war auch so was, dass ich mir gedacht hab ja gut, ich hab da zwei Dinge gehabt am ursprünglichen Abend Auftritt unserer Produkte diese ganzen Zeichnungen und so Ich habe damals eine Agentur genommen und habe mir gedacht ich brauche eine Agentur, weil ich kann es ja nicht. Das war insofern einschneidend Agentur hat für mich Vorschläge gemacht für Krampus und Nikolaus Hanfnucker ist das und ich habe dann die Entwürfe gehabt und bei mir war ein Abwäscher das war ein Schulkolleg von mir der vorher wo ich schon gemerkt hab Bundesheerkollege, Entschuldigung, wo ich gemerkt habe der zeichnen kann und der hat bei mir abgewaschen im Kaffeehaus und der hat vorher Kunst studiert und hat halt Geld gebracht und dann habe ich die Entwürfe gezeigt und mit Andreas schlägt er die Gläser ein und ich zeige ihm diese Krampus und Nikolaus Entwürfe und der schaut es an und ganz verächtlich und so ein Schuss habe ich überhaupt noch nicht sehen denke ich mir die Agentur hat sich total bemüht und das war total wichtig und super und so und dann sagt das ist eine Scheiße, wie darfst du denn du machen? Dann nimmt er damals eine Serviette und das ist ja einer der Schokoladen, die es noch immer gibt bei uns und macht so einen Kopf tut mit ein bisschen um ein dumm das hat zwei Minuten gedauert und irgendwie so ein Ding auf und sagt ich würde so machen. Dann sag ich das ist jetzt aber auch nicht uninteressant, weil das kann auch nicht teuer sein, weil das ist schnell gegangen so viel zu Ideen jedenfalls Und da habe ich bemerkt also heute auch schon gemerkt, also Agentur glaube ich ist nur so gut wie sie sich in ein Unternehmen einwirken kann Absolut Agentur, die ein hundert Firmen macht von der Eisenbahn bis zur Wasseraufbereitung und so Ich Kann mir vorstellen sicher gibt es wahrscheinlich was immer gleich funktioniert aber muss schwierig sein was war die Frage Scheiße.
Ob du eigentlich irgendwann mal geld für Werbung aus. Hab ich gelegt mir jetzt eingefallen ist das war peinlich für uns. Aber mir ist das wurscht nein natürlich am anfang stehst du vor dieser entscheidung gehst du kalkulierst du dein produkt sag jetzt einmal mit zehn prozent werbekosten und dann machst du halt irgendwelche kampagnen und so und ich bin halt irgendwie draufgekommen es funktioniert für uns nicht also es funktioniert nicht so wie man das denkt weil ich schon vorher gesagt habe die wollten alle mehr machen die wollten alle das größer machen alles blühender und schneller und ich weiß nicht was und das weiß nicht und dann bin ich halt natürlich auch draufgekommen oder das habe ich dann gemacht diese ganze Erlebnisfactory die wir da ja installiert haben die hat ja viel Geld gekostet leute jedes Jahr oder ungefähr ja in Corona Zeit war das Spitzenzeit vor Corona waren wir besucher jetzt müssen sie sich mal vorstellen Besucher oder ein hundert fünfzig ist ja egal wann man es heute nimmt zahlt einen Eintritt kommen daher sind wirklich begeistert da funktioniert es es funktioniert nicht vorher gehört wenn ich wohin gehe und sage wir sind super machen stand und tun greift es an probiert es und macht euch selber Urteil weil wenn sich der Kunde selber Urteil machen kann dann ist es ja sicher weißt du was ich mein Da habe ich gemerkt dass es so besser funktioniert für uns weil man muss jetzt natürlich schon dazu sagen wir machen ja hoch aber ich glaube höherpreisiges Produkt weil es einfach so ist wie es ist und das ist ja nicht und wir müssen es auch nicht in maßen produzieren es ist ja vielleicht auch Finger zeig an viele Unternehmer warum reden wir immer nur von so groß wir brauchen ja Mittelstand auch es soll ja mehr geben wir leben von der diversität es bringt es ja nicht wenn es Monokultur gibt und immer nur an und zur Werbung wie gesagt das hat mir bis heute noch niemand helfen können wir haben viel diskutiert wir haben Kampagnen ausge Agenturen kommen natürlich haben präsentiert und Fahrstriche gemacht aber es war nicht dabei wo ich mich selber ich muss mich wohlfühlen weil sonst funktioniert glaube ich halt.
Man kann natürlich sagen, okay, ich bin. Unbekannt, mich kennt eh keiner, baut ein. Image und baut es auf. Kann man schon auch machen. Vielleicht ist für manche auch besser.
Und da muss man schon ansagen. Personifiziertes Marketing nenne ich das. Das ist eigentlich das Beste, das Einfachste und das Billigste.
Das ist es, weil es authentisch ist, weil es da auch nichts dazu gibt. Und wenn man zu Fehlern steht, du hast die größte Sympathie bei den Menschen. Die Menschen sind nicht so, dass sie dauernd nur auf der Suche nach Fehler sind. Sicher sind sie schon auf der Suche, aber wenn jemand seinen Fehler zugibt, dann ist es automatisch Sympathie.
Und das ist ja nicht schwer, oder? Da fällt dir ja keine Zaun aus. Der K.
Ich glaube total, ich glaube, dass diese alten Zeiten von alter Werbung unter Anführungszeichen, wie du sagst, wo man irgendein Image von wem baut, das in Wahrheit gar nicht der Realität entspricht und überhöht. Das ist total vorbei. Ich glaube, wenn du Marke heute als Agentur, wenn du das anständig machen willst, dann ist die Königsdisziplin, innen sind wir die liebenswürdige Authentizität von einem Unternehmen in den aus Ausdruck zu bringen.
Und das heißt wirklich, du musst dir. Das habe ich von dir gelesen, dass du sagst, das wird die Zukunft sein. Dass man da die echt ist, wird.
Es ja logisch ist übrigens, in der Corona Zeit hat unser Online Shop extrem gepumpt. Ich hab so viel lachen müssen. Ich kaufe aus Österreich, wie ich gehört habe, eins komma sieben Millionen Euro haben es versenkt, weil ich mir gedacht hab, da bist du fünffach investiert, Asota, weißt du, was ich meine?
Und deswegen funktioniert der Online Shop auch so geil und ist wirklich. Und du machst auch keine Werbung. Nein, nur was?
Nein, nicht falsch verstehen. Ich schätze die Werbeindustrie. Ich mag die, die was auf den Punkt bringen. Ich liebe es, Die machen das eh gut und die haben auch Erfolg und die anderen sollen aus meiner Sicht keinen Erfolg haben oder ist mir nicht so sympathisch. Sagen Sie mal so.
Dabei war es gar keine. Über den Shop kann man sich gut geredet, die Werbung, also im Online Shop, also wie sich das dann entwickelt hat. Und das wollte ich eigentlich sagen. Was braucht, was braucht es zum Beispiel beim Onlineshop, wenn du jetzt sagst, Du machst eine Werbekampagne, kann mir vorstellen, ist sehr sehr schwierig. Was bei uns im Online Shop zum Beispiel eins der W wichtigsten Features ist.
Wir haben ja bis zu Bestellungen an Spitzentagen am Tag und wir haben Goodie drinnen. Da steht Danke oben. Jetzt sage ich was wo ja ger bitte. Das kann es ja nicht sein. Das Goodie ist in jedem Packerl drin Und wenn wir das vergessen, dann schreiben die Leute E Mails und schreiben ganz Sie haben das danke ich sam ihnen das nicht mehr wert und ich weiß nicht was.
Und dann gehen wir her, nehmen das Danke, packen es ein und schicken es noch mal schön W Und das ist der Punkt. Das ist der Erfolg vom Online Shop. Weil was ist, weil wir sagen immer online ist so weit weg mit Leid zu tun, aber total. Und was mit dem Online Bereich halt schon wirklich ist, da wirst du wirklich am Markt gemessen. Weil im Online Bestellsystem ist es so, du bildst dazu ein, der ist auf deinem Online Shop, aber er hat zehn andere nehmen und schaut was er hat da ist das da ist das, das schaut so aus.
Nein, nehme ich das oder nehme ich da und da ist schon das muss man schon sagen, das ist schon Markt der Hardcore Variante. Und deswegen ist es so wichtig, dass in Zukunft die Werte in die Tiefe gehen, weil es notwendig ist, weil die Leute recherchieren. Die können alle schauen, was war vor zwei Jahren? Hat der was getrieben, ist da was passiert? Keine Ahnung, hat er was gestohlen oder so irgendwas. Und du musst dich halt schauen.
Also was ich mitnehme, Josef einfach von unserem Gespräch ist und das liebe ich so sehr und darum bin ich auch schon so gespannt und freue mich, wenn wir jetzt auch ein bisschen rumschauen noch bei dir. Ich finde einfach, du bist als Person und mit deinem Unternehmen, du bist ein Plädoyer für Originalität, für Echtheit, für das, dass man sich im Leben überlegt, für was stehe ich, was taugt mir, wo bin ich nicht dabei die Geschichte durchzieht, nicht immer auf den schnellen Euro schaut, sondern viel wichtiger schaut auf das, dass man die Sachen anständig macht, gute Prinzipien verfolgt Und ich finde wirklich, also einer der wo ich mir echt denke, also Harvard lässt grüßen der großartigsten Dinge nicht immer zwingend da in irgendeinen neuen Markt reinhupfen muss, sondern Wie du sagst, such dir einen großen Markt und dann putz die Nischen aus und sei richtig scharf da drinnen. Also waren echt viele Dinge dabei. Ist ein großes Danke für das, für die Offenheit, für das, dass wir da bei dir sein darf und freue mich total, wenn wir jetzt ein bisschen bei dir noch rumschauen und ein bisschen daneben plaudern, weil bin mir sicher, da warten noch ein paar Geschichten bei uns, vor allem den Ideenfriedhof und natürlich essbarer Tiergarten.
Also beides ganz wichtig. Danke Josef Zot. Vielleicht möchte ich nur noch einwerfen, weil du gesagt hast, also auch diese internationale Entwicklung, Globalisierung, also wir waren bis vor zehn Jahren beseelt von der Globalisierung.
Ich war stolz, dass wir in Alaska Schokolade verkaufen und im Chip und ich weiß nicht wo noch überall. Und in den letzten zehn Jahren haben wir das gespürt, dass da Veränderung gibt. Und wir haben bis, glaube ich, vor zehn Jahren war es wirklich so sechzig Prozent unseres Umsatzes außerhalb von Österreich gemacht und vierzig in Österreich. Heute machen wir sechzig in Österreich und vierzig hat total gedreht, weil es da wichtig war.
Ja, weil sie wollte, weil wir gespürt haben, da wird irgendwas. Also das mit den Lieferketten, das mit jetzt überhaupt Russland und China, alle werden komisch. Ich habe ja ein Geschäft in China, haben wir schon vorher ein bisschen gespürt und wir haben unser Mindset sozusagen verändert, waren nicht mehr nur begeistert, weil wir nach China liefern, sondern haben gesagt, Oberösterreich ist auch super.
Und wenn ich mir das heute anschaue, allein die Kostenstruktur, was wir da uns kosten, der Sport haben, weil wir mittlerweile sechs Prozent in Österreich verkaufen. Es ist so Steyr statt Shanghai. Josef, danke dir.
Ich sage danke für die, danke für. Die Zeitung von der Zeit. Danke, danke. Ja, das war's mit Josef Zotter.
Unglaublich beeindruckend, oder? Ich hoffe, du hast genauso viel mitgenommen wie ich. Ich selber habe die Folge schon mehrfach gehört, weil er wirklich für mich eine große Inspiration ist.
Wenn es dir ebenso gefallen hat wie mir, dann habe ich zwei Bitten an Hör nächste Woche wieder rein. Und zweitens, teil diesen Podcast auf all den Kanälen, die dir zur Verfügung stehen. Das sind Menschen, die sollen gehört werden, das sind Menschen, die sollen gesehen werden und du kannst was beitragen dazu.
Also teil den Podcast auf deinen sozialen Kanälen und empfiehl uns weiter und vor allem schalt nächste Woche wieder ein hier bei Business Gladiators Unplugged. Mein Name ist Philipp Maderthaner und ich freue mich auf dich. Alles Liebe und bye bye.