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Folge 52 - Wie wage ich den Schritt ins Unternehmertum?

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Analogie: Den ersten Fuß aufs Eis setzen

Diese Analogie beschreibt die Situation, in der man nicht weiß, ob eine Eisfläche trägt, bevor man sie betritt. Sie verdeutlicht, dass man im Unternehmertum Risiken eingehen und den ersten Schritt wagen muss, um die Tragfähigkeit einer Idee oder eines Vorhabens zu testen. Erst durch das tatsächliche Handeln offenbart sich die Realität.

Originalzitat

Du wirst erst dann herausfinden, ob das Eis, auf das du betrittst, dick genug ist, um nicht einzubrechen, wenn du den ersten Fuß drauf setzt.

Verbindungen (2)

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Bevor es losgeht mit dieser Folge von Business Gladiators Unplugged, hier ein Hinweis in eigener Sache für alle meine Podcast Hörerinnen und Podcast Hörer.

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Am achtzehnter erster. Um achtzehn uhr eins veranstalte ich mein erstes Live Webinar in diesem Durchbruch zwei tausend drei und zwanzig alle Infos für dich auf philippmarathaner com Durchbruch zwei tausend drei und zwanzig und jetzt viel Spaß mit dieser Folge. Wie kann ich den Mut fassen fürs Unternehmertum?

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Ich traue mich einfach nicht zu gründen. Ich würde so gerne ein Unternehmen gründen, aber ich traue mich nicht. Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft ich diese Frage bekomme oder wie oft ich diesen Kommentar bekomme auf Social Media per E Mail. Immer wieder schreiben mir Menschen und sprechen mich an, auch durchaus im persönlichen Umfeld, die sagen, ich will unbedingt Unternehmer sein, aber ich trau mich nicht. Wie kann ich den Mut fassen fürs Unternehmertum?

helpWie kann ich den Mut fassen fürs Unternehmertum?
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Genau diese Frage, über die sprechen wir heute bei Business Gladiators Unplugged. Ich heiße dich herzlich willkommen in meinem Podcast für Unternehmerinnen und Unternehmer. Jede Woche eine neue Frage und wenn du möchtest auch mal deine Frage. Schau einfach vorbei auf philippmarathaner com Podcast, registriere dich und hinterlass mir deine Fragen und vielleicht reden wir schon bald genau darüber. Heute geht es aber um eine Frage, die ich wirklich oft bekomme. Wie fasse ich den Mut fürs Unternehmertum? Wie kann ich mich endlich trauen, diesen Schritt zu wagen? Und eines der ersten Dinge, das ich immer sage, wenn jemand mit dieser Perspektive auf mich zukommt, bist du dir wirklich sicher, dass du Unternehmerin oder Unternehmer werden willst? Ich glaube, das ist mal die erste grundlegende Frage. Es ist ja so, dass wir in einer Zeit leben, wo wir viel auch an fremden Bildern auch diktiert bekommen, über soziale Netzwerke, über familiäre Prägung. Alle gründen hippe Start ups, alle machen lässige, tolle Dinge. Man ist eigentlich nur cool, wenn man wirklich Unternehmerin, Unternehmer ist und es kann sein, dass eines dieser Bilder auf dich überschwappt. Vielleicht war dein Vater, deine Mutter Unternehmerin, Unternehmer und du glaubst jetzt, du wärst dazu berufen, das auch zu sein. Vielleicht sind es Menschen in deinem Umfeld, zu denen du aufschaust. Vielleicht sind es einfach nur prominente Menschen, die du bewunderst, weil du dir denkst, Richard Branson muss sein Traumleben führen und das ist auch für dich vorgegeben.

helpWie kann ich den Mut fassen fürs Unternehmertum?
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Also der erste Punkt den ich dir mitgeben will, ist, du solltest wirklich kritisch challengen, ob du wirklich Unternehmerin oder Unternehmer werden willst oder ob du einfach nur mit diesem Bild kokettierst, ob du einfach nur ein Bild verinnerlichst, wie du dich gerne sehen möchtest, aber was eigentlich in Wahrheit nicht deins ist. Und da kannst du nur eines tun und es mal tief in dich hineinhören.

buildSchritt 1: Eigene Motivation für Unternehmertum kritisch hinterfragen
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Was ist es, was dich so sehr antreibt bei deinem erwünschten Schritt ins Unternehmertum? Ist es die Lust an dem, was auf dich wartet, was zu tun ist? Oder ist es einfach eine Vorstellung von dem, wie dein Leben dann sein wird? Eine Vorstellung von dem, was dir das Ergebnis bringen wird? Egal ob das jetzt Wohlstand ist oder die plötzliche unternehmerische Freiheit oder all diese Dinge. Da muss man Vorsicht, Vorsicht. Das ist eine harte Nummer. Die wenigsten Unternehmerinnen und Unternehmer erreichen wirklich riesigen Wohlstand oder die größte unternehmerische Freiheit. Die Realität der meisten sieht ja völlig anders aus. Die arbeiten rund um die Uhr und verdienen überschaubar viel Geld. Das heißt nicht, dass das für dich so sein muss, Aber das ist die Realität einer großen und breiten Maße. Also wenn du nur nach dem Ergebnis hechelst, weil du glaubst, dann irgendwer zu sein oder ein bestimmtes Leben auch zu führen, dann kann es kritisch werden, weil du musst schon Lust haben auf das, was du tust. Und das bringt mich zum zweiten Punkt. Es geht hier weniger um dich. Und das wird dich jetzt überraschen vielleicht, weil du sagst, es geht schon um mich. Ich habe die Frage gestellt, ich möchte Unternehmerin, Unternehmer werden und wie mache ich das? Aber ich traue mich nicht, also wird es ja wohl um mich gehen. Und ich Nein, schau mal, dass du rauskommst aus deinem Kopf und hör mal auf an dich zu denken.

lightbulbMotivation: Lust am Tun vs. Lust am ErgebnislightbulbRealität des Unternehmertums: Harte Arbeit und überschaubarer VerdienstbuildSchritt 1: Eigene Motivation für Unternehmertum kritisch hinterfragen
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Stell dir mal die Frage, wen du wirklich dienen willst. Und ich liebe das Wort dienen. Um das an der Stelle auch mal zu sagen. Ich weiß, es gibt noch Nutzen stiften und so weiter und so fort, aber ich liebe das Wort dienen.

buildSchritt 2: Fokus auf Dienen und Nutzen stiften
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Es hat was Demütiges. Ja, und das ist nicht schlecht als Unternehmer, als Unternehmerin am Anfang. Wem willst du dienen? In welcher Form willst du Nutzen stiften? Was willst du beitragen?

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Was hast du Lust in die Welt zu setzen? Das ist mal eine interessante Frage. Nicht was will ich sein oder wie will ich ausschauen? Welches Auto will ich fahren? Oder habe ich dann ein großes Büro?

buildSchritt 2: Fokus auf Dienen und Nutzen stiften
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Nein Um das geht es ja alles nicht. Das ist alles Nebensache. Am Ende wird neun und neunzig Prozent des Tages sich damit befassen, was du tun willst, was du beitragen kannst, was du an Nutzen stiftest. Alles andere wird Nebensächlichkeit. Und glaub mir, dass ich jetzt vor sehr kurzer Zeit mein neues Büro bezogen riesengroß mit Blick über die ganze Stadt im ein und zwanzigste Stockwerk vom Feinsten ausgebaut, für alle meine Unternehmen hier an einem Platz vereint. Es ist unglaublich. Aber ich sag dir was, schon nach wenigen Tagen tritt das in den Hintergrund, weil dann ist die Arbeit zurück. Dann ist das zurück, was zu tun ist. Ich kann nicht jetzt wochenlang schwelgen in dem, wie toll wir uns das da eingerichtet haben. Nein, was mich am Laufen hält und was mich motiviert, ist das, was ich tun kann, das, was ich beitragen kann. Alles andere ist nur Randeffekt. Also gehen zweiten Schritt einmal raus aus deinem Kopf und stell dir die Frage, was du beitragen willst.

lightbulbFokus auf Beitrag statt Statussymboleauto_storiesPhilipps neues Büro als Beispiel für RandeffektebuildSchritt 2: Fokus auf Dienen und Nutzen stiften
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Was ist wirklich das, was du tun willst, nicht was du sein willst. Unternehmer sein ist ganz einfach. Du gehst heute zur notwendigen Behörde, meldest ein Unternehmen an. Du bist Unternehmerin und Unternehmer. Der Akt ist im Regelfall in fünfzehn Minuten erledigt. Das ist keine Kunst. Jeder und jede kann das sein. Unternehmerin zu sein ist keine große Herausforderung. Jeden Tag es zu tun, was beizutragen. Das ist die Herausforderung. Hast du darauf Lust? Was springt da an bei dir an Motor? Wie wichtig ist dir das? Und der dritte und letzte Punkt ist die Sicherheit, die du suchst, ist etwas, das dir niemand geben kann. Du würdest dir wahrscheinlich wünschen, dass du weißt, dass es fix funktioniert.

lightbulbUnterschied zwischen Unternehmer sein und Unternehmertum leben
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Willkommen im Unternehmertum. Das ist wichtigste Hauptbestandteil des Unternehmertums ist das unternehmerische Risiko. Du weißt nicht, was morgen passiert und die Zukunft ist nicht vorhersehbar. Sie ist in gewissem Maße gestaltbar als Unternehmer, als Unternehmerin, wie du damit umgehst. Die Handlungsfreiheit, wie du mit Zukunft umgehst, ist wahrscheinlich nirgendwo größer. Aber die Zukunft an sich ist nicht planbar.

buildSchritt 3: Akzeptanz des unternehmerischen RisikoslightbulbUnvorhersehbarkeit der Zukunft im Unternehmertum
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Und das hat ja jeder in der Corona Krise, glaube ich, spätestens auch erkannt und erlebt. Also die Sicherheit, die du suchst, die wirst du nicht finden. Niemand kann dir Ah, das funktioniert sicher.

auto_storiesCorona-Krise als Beispiel für unplanbare ZukunftbuildSchritt 3: Akzeptanz des unternehmerischen Risikos
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Und du kannst noch so viele Menschen fragen. Frag kluge Menschen, Frag Menschen in deinem Freundeskreis. Die einen werden sagen, es ist eine tolle Geschäftsidee und es ist großartig. Die anderen werden so ein Blödsinn und die Wahrheit ist, niemand weiß, wer recht hat. Du wirst erst dann herausfinden, ob das Eis, auf das du betrittst, dick genug ist, um nicht einzubrechen, wenn du den ersten Fuß drauf setzt.

auto_storiesAnalogie: Den ersten Fuß aufs Eis setzenbuildSchritt 3: Akzeptanz des unternehmerischen RisikoslightbulbSicherheit durch Handeln statt Abwarten
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Also kannst du noch ewig warten und in diesem Bedürfnis nach Sicherheit verharren. Aber dann wirst du nie Unternehmerin oder Unternehmer werden. Der erste Schritt ins Unternehmertum ist, zu lernen, mit dieser Unsicherheit zu leben. Das ist Unternehmertum. Es ist weniger der Akt der Firmengründung. Es ist die Entscheidung, mit Ungewissheit umzugehen. Das ist Unternehmertum. Wenn du die Entscheidung getroffen hast, dann bist du bereits Unternehmerin oder Unternehmer.

auto_storiesAnalogie: Den ersten Fuß aufs Eis setzenbuildSchritt 3: Akzeptanz des unternehmerischen RisikoslightbulbSicherheit durch Handeln statt Abwarten
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Und diese Entscheidung beginnt mit dem ersten Schritt. Sie beginnt mit dem ersten Gespräch. Du musst da nur keine Formalia erledigt haben.

lightbulbUnternehmertum beginnt mit dem ersten Schritt und Gespräch
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Die meisten Menschen glauben, sie müssen schon Firmenlogos haben und Gesellschaften gegründet haben und überlegen sich als erstes mal ihre Werte. Arbeitsstrategie. Probier es mal mit einem zukünftigen Kunden zu sprechen, mit einer Kundin zu sprechen. Versuch mal ins Tun zu kommen. Versuch mal direkt das Tun zu erleben. Menschen ins Gespräch kommen. Versuch was zu verkaufen, auch wenn du nichts anbieten kannst, weil du noch keine Firma hast. Aber versuch mal, wie sich's anfühlt, in ein Verkaufsgespräch zu gehen.

auto_storiesHäufige Fehlannahmen beim Gründen: Logos, Werte, Strategie zuerst
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Schau mal, ob dir das Lust und Freude bereitet. Schau, was zurückkommt, ob Menschen das brauchen können, ob die anspringen auf das. Das heißt, du kannst in der Sekunde Unternehmerin und Unternehmer sein, indem du es tust, indem du den ersten Schritt aufs Eis setzt und schaust, ob die Platte dick genug ist. Und der erste Schritt ist eben tun mit Menschen sprechen, hinausgehen. Und es ist vor allem auch die Entscheidung, mit der Unsicherheit zu leben. Unternehmer sein, Unternehmerin sein ist Leben mit der Unsicherheit im Blick aufs Morgen und auch eine gewisse Abhängigkeit von dem, wie sich die Dinge entwickeln. Und wer damit nicht leben kann, sollte nicht Unternehmerinnen oder Unternehmer werden.

buildErste Schritte: Mit potenziellen Kunden sprechen und verkaufen
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Und deswegen ist meine Antwort auf die Wie fasse ich den Mut? Es gibt nicht diese ultimative Zauberformel, wo du sagst und jetzt ist der Mut da. Du musst nur den ersten Schritt tun. Mehr ist nicht verlangt. Und ob der weh tut oder nicht wehtut, das wirst du dann herausfinden, wenn du ihn gehst, ob er funktioniert oder nicht, wirst du rausfinden, wenn du ihn gehst. Ob es dir Spaß macht oder nicht, wirst du rausfinden, wenn du ihn gehst. Und wenn du ihn nicht gehst, einfach nicht gehst und nicht und nicht gehst, dann geh zurück an den Anfang meines Podcasts und stell dir die Willst du wirklich Unternehmerin oder Unternehmer sein?

lightbulbMut entsteht durch den ersten Schritt, nicht durch Zauberformel
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Und wenn nicht, dann lass dir eines von mir gesagt Es ist keine Schande. Es ist keine Schande. Es gibt so viel auf dieser Welt zu tun, so viel beizutragen. Stell dir vor, alle würden Unternehmerinnen oder Unternehmer sein. Es gibt so viele wertvolle Beiträge und Rollen auf dieser Welt. Nichts ist mehr oder weniger wertvoll. Du sollst deine Rolle finden im Leben. Das ist das Wichtigste. Und ob das jetzt Unternehmerin oder Unternehmer ist oder nicht, ist aus meiner Sicht nachrangig.

lightbulbDie eigene Rolle im Leben finden ist das WichtigstelightbulbKeine Schande, kein Unternehmer zu sein
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Also geh den Schritt zurück, triff für dich eine Entscheidung und dann geh den ersten Schritt. Ich freue mich sehr von dir zu hören, wie es dir damit geht und freue mich noch mehr, wenn du nächste Woche in der nächsten Folge wieder dabei bist. Bis dorthin alles Liebe und bye bye.

buildProzess: Entscheidung treffen und ersten Schritt gehen
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