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Folge 80 - Für wen will ich da sein?

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Ableitung von Angebot und Außenauftritt aus dem Sweet Spot

Sobald der 'Sweet Spot' profitabler und erfreulicher Kundenbeziehungen identifiziert ist, können diese Erkenntnisse genutzt werden, um das Unternehmensangebot und den externen Auftritt zu verfeinern. Dies stellt sicher, dass Marketing und Dienstleistungen präzise auf das ideale Kundenprofil abgestimmt sind. Es ist die praktische Umsetzung der Analyseergebnisse.

Originalzitat

Und dann kannst du daraus vielleicht die Ableitung treffen, was dein Angebot betrifft, deinen Außenauftritt angeht und dergleichen.

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Für wen will ich da sein? Für wen willst du da sein mit deinem Unternehmen? Das ist die entscheidende Frage. Ich erlebe sehr oft und nehme mich da selber nicht aus, dass viele in ihr Produkt, in ihr Angebot so unendlich verliebt sind, aber nicht in ihre Kunden, in ihre potenziellen Kundinnen und Kunden. Und wirklich, ich habe diese Erfahrung selber gemacht und deswegen diese Folge in dieser Woche hier bei Business Gladiators unplugged. Ich bin Philipp Maderthaner und das ist mein Podcast für dich. Für wen will ich da sein?

helpFür wen will ich da sein?auto_storiesPhilipps Erfahrung mit ProduktverliebtheitlightbulbVerliebtheit ins Produkt statt in Kunden
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Ist aus meiner Sicht eine der fundamentalsten Fragen, wenn du unternehmerisch aktiv sein willst. Ja, ohne jeden Zweifel. Unternehmertum hat viel mit Selbstverwirklichung zu tun. Ja, Unternehmertum hat viel mit Innovation, mit Erfindergeist zu tun. Steht völlig außer Frage. Aber der entscheidende Fokus ist für wen willst du da sein? Die Existenzberechtigung von Unternehmen ist, ihren Kunden Nutzen zu stiften. Alles andere passiert am Weg, ein großartiges Team aufzubauen, eine tolle Unternehmenskultur zu haben, finanziell erfolgreich zu sein, whatever it may be. Das ist alles Effekt, was der Existenzzweck, die einzige wahre Existenzberechtigung von Unternehmen ist, ist seinen Kunden Nutzen zu stiften.

lightbulbDie 'Für wen'-Frage als fundamentale UnternehmerfragelightbulbExistenzberechtigung von Unternehmen ist Nutzenstiftung für Kunden
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Und deswegen ist die Für wen will ich eigentlich da sein? Wahrscheinlich die Urfrage aller Fragen im Unternehmertum und sie beeinflusst maßgeblich, wie sich dein Unternehmen entwick. Ich möchte ein Beispiel bringen aus meiner eigenen Vergangenheit.

lightbulbDie 'Für wen'-Frage als Urfrage des Unternehmertums
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Ich hab vor mittlerweile knapp zehn Jahren das Campaigning Büro gegründet und der Gründungsgeist des Campaigningbüro war, ich habe es glaube ich in einer anderen Folge schon mal geteilt, eine gewisse Form der Unzufriedenheit. Ich war extrem unzufrieden mit der Art und Weise, wie Agenturen in dem Land ihre Aufgabe verstehen. Ich habe immer gefunden und ich hab Kampagne in der Politik gelernt und dort Kampagne immer bedeutet Menschen ins Boot holen, Menschen bewegen, Menschen mobilisieren.

auto_storiesGründung des Campaigning Bureau aus UnzufriedenheitlightbulbUnzufriedenheit als Gründungsgeist und Innovationsmotor
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Das heißt, für mich war Kampagne immer mehr und dieses Verständnis wollte ich am Markt etablieren. Und damals ist bei der Gründung oder rund um die Gründung gerade die Obama Kampagne so richtig durch die Decke gegangen und ich habe mir gedacht, Wahnsinn, was wäre, wenn ein Unternehmen so eine Kraft und Wucht für sich entfalten könnte. Das Problem war nur, die Obama Kampagne hat damals knackige zwei Milliarden US Dollar Budget gehabt.

auto_storiesInspiration durch die Obama Kampagneauto_storiesPhilipps Verständnis von Kampagne aus der Politik
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Das muss man sich mal vorstellen. Also da geht es richtig zur Sache in den USA, zwei Milliarden Dollar Budget, mit dem die wirklich dieses Movement aufgestellt haben. Und ich hab mir gedacht, Wahnsinn, wie ungerecht es ist Wahnsinn. Niemand wird sich das hier leisten können. Es gibt niemanden hier, der zwei Milliarden Dollar Kampagnen macht.

auto_storiesInspiration durch die Obama Kampagne
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Und deswegen habe ich mir ein Ziel genommen. Ich habe mir gedacht, ich möchte diese Art der Kampagne, diese Art des Movements einer breiten Schicht an Unternehmen, Organisationen und auch politischen Bewegungen zugänglich machen. Also das zugänglich machen eigentlich als Value Proposition, wenn ihr so wollt, in meinem Unternehmen einen bestimmten Kampagnenansatz, der eigentlich sonst nur für die Big Player ist, für die breite Maße an Unternehmen oder an Organisationen oder zumindest eine breite Schicht zugänglich zu machen. Das heißt, von mir war verlangt, dass ich mir überlege, was sind die wichtigsten Dinge in dieser Art der Kampagne und wie können wir diese wichtigsten Dinge so zusammenbauen, dass daraus ein leistbares Paket wird. Das heißt, Leistbarkeit hat extrem hohe Rolle gespielt. Das ist der Grund, warum ich viele der Funktionen, die es in so einer Kampagne braucht, bei uns inhouse abgebildet habe, weil sonst die Komplexität so einer Kampagne die Kostenstruktur von Kunden überfordern würde einfach oder anders Die meisten unserer Kunden würden es sich nicht leisten können, zehn Spezialagenturen zu engagieren und damit Campaigning selbst zu konzertieren. Aber sie können sich leisten, mit uns zu arbeiten, obwohl es nicht billig ist, obwohl wir als Agentur premium positioniert sind und ich sage jetzt mal, die meisten Tickets bei uns im Unternehmen sich wahrscheinlich zwischen und Euro bewegen, was jetzt nicht günstig ist, aber was trotzdem immer noch günstiger ist als zwei Milliarden US Dollar Obama Kampagne. Da sind wir uns einig.

auto_storiesCampaigning Bureau's Premium-Positionierung trotz LeistbarkeitbuildEntwicklung eines leistbaren KampagnenpaketslightbulbInhouse-Abbildung von Funktionen zur KostenkontrollelightbulbZugänglichkeit als Value Proposition für komplexe Angebote
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Das heißt, ich habe für mich ein Kundensegment auserkoren, dem ich dienen wollte. Ich habe mir gedacht, das sind so wirklich so Medium Range Organisationen, die in Österreich national tätig sind, maximal noch regional tätig sind, die in Deutschland vielleicht regional tätig sind. Also habe ich mir so die durchschnittlichen Buyers Personas, wie man es so schön nennt, hier vor Augen geführt und wer ist es, für den ich da sein will? Ist es das Österreichische Rote Kreuz zum Beispiel oder ist es eine politische Bewegung in Österreich? Ist es ein Mittelständler aus Deutschland oder aus Österreich?

auto_storiesBeispiele für Campaigning Bureau's ZielkundenbuildDefinition von Buyer Personas für ZielkundensegmenthelpFür wen will ich da sein?
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Und für diese Kunden haben wir unser Angebot designt und es kommt ein spannender Punkt und die Erfahrung will ich mit dir teilen. In den letzten Jahren auch durchaus beflügelt durch den Wachstumsprozess meines eigenen Unternehmens, haben wir irgendwann dann Lust drauf bekommen, nach den großen Fischen zu greifen. Wir wollten unbed für die großen Big Brands, für die großen Marken aktiv sein, für die tätig werden und haben versucht, die anzugehen und haben festgestellt, interessant, irgendwas flutscht da nicht. Also es funktioniert zumindest nicht wie am Schnürchen und haben uns lange Zeit gefragt, warum ist das so? Bis wir irgendwann draufgekommen, naja, Moment, unser Angebot ist ja nicht auf die ausgerichtet.

auto_storiesCampaigning Bureau's Versuch, große Kunden zu akquirierenhelpWarum funktioniert die Akquise großer Kunden nicht wie erwartet?
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Unsere Wunschkunden ist ein Medium Segment an Unternehmen und Organisationen, für die wir bestimmten Package Deal geschnürt haben. Jetzt gehen wir aber auf die großen Fische los und die großen Fische sind im Unterschied zu den Medium Organisationen durchaus in der Lage, mit Spezialagenturen zu arbeiten. Das heißt, die brauchen diesen Package Deal nicht. Was wir aber sehr wohl brauchen, ist unsere einzigartige Spezialexpertise im Bereich Mobilisierung und Campaigning. Und wir haben extrem lang gebraucht, um das zu lernen, um zu verstehen, Moment einmal, die fragen uns nicht an für den Package Deal, weil Zugänglichkeit ist nicht deren Engpass, die können sich die großen Spezialagenturen leisten, sondern Spezialexpertise ist deren Engpass. Das heißt, wir haben festgestellt, dass wenn wir nach den großen Fischen greifen wollen, dann ist es dort eigentlich entscheidend, unsere Spezialexpertise in die Auslage zu stellen. Genau das gegenteilige Angebot eigentlich für unser Medium Segment, wo wir versuchen, die gesamte Wertschöpfung abzudecken, einer Kampagne, also wo wir nicht nur für dich in der Beratung, in der Strategie, in der Konzeption unterwegs sind, sondern auch dir dein Performance Marketing umsetzen, dein Social Media Marketing umsetzen, deine Content Produktion umsetzen, dein Targeting umsetzen, deine Werbemaßnahmen umsetzen. In diesem Medium Segment ist das erwünscht und gebraucht.

lightbulbAngebotsanpassung an unterschiedliche KundensegmentelightbulbGroße Kunden suchen Spezialexpertise, nicht Package Dealsauto_storiesUnterschiedliche Bedürfnisse von Medium- und Großkunden
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Bei den großen Fischen ist eigentlich nur die Spezialexpertise, das Tüpfelchen auf dem I, die Cherry on top von uns erwünscht und gebraucht.

lightbulbGroße Kunden suchen Spezialexpertise, nicht Package Dealsauto_storiesUnterschiedliche Bedürfnisse von Medium- und Großkunden
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Das heißt, die Frage, für wen wollen wir da sein, bestimmt nicht nur, was wir tun, es bestimmt auch, was wir anbieten, wie wir es anbieten, worauf wir uns spezialisieren. Und ich hoffe, dass dir diese beiden Beispiele von mir durchaus vor Augen geführt haben, dass in dem Moment, wo du für jemand anderes tätig sein willst, eine andere Form von Kunde tätig sein willst, dass es sein kann, dass du das mit dem bestehenden Angebot nicht erreichst, Dass es sein kann, dass die Signale, die du aussendest, auch in einer durchaus marketing kommunikativen Sicht die falschen sind. Was für den einen richtig ist, muss für den anderen nicht passen. Oder um es noch klarer zu sagen, es ist sehr wahrscheinlich, dass was für den einen richtig ist, für den anderen nicht passt. Am Beispiel hier zum Beispiel von meinem Unternehmen, wenn es um die Größe des Kundensegments geht, von großen Konzernen auf der einen Seite zu einem Mittelbetrieb oder einer mittelgroßen Organisation auf der anderen Seite. Das sind zwei verschiedene Welten. Und so wünsche ich mir, dass du in deine Frage hineingehst und überlegst, für wen willst du da sein? Wenn du jetzt einen bunten Mix an Kunden hast und vielleicht mehr Klarheit schaffen möchtest, dann empfehle ich dir überhaupt die beste Übung. Du gehst jetzt mal rein und machst eine Liste der Kunden, die du aktuell hast. Und dann würde dir vorschlagen, dass du mit zwei verschiedenen Blickwinkeln drauf schaust.

lightbulbAngebote und Marketing müssen zum Kundensegment passenlightbulbAngebotsanpassung an unterschiedliche KundensegmentelightbulbDie 'Für wen'-Frage bestimmt Angebot, Spezialisierung und MarketinghelpFür wen will ich da sein?auto_storiesUnterschiedliche Welten von Großkonzernen und Mittelbetrieben
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Eine Sache, die sicher interessant ist, mit welchen Kunden machst du aktuell das meiste Business? Und damit meine ich jetzt nicht Umsatz, sondern wo ist es auch rentabel? Was lohnt sich? Und die zweite Frage mit welchem macht es am meisten Spaß zusammenzuarbeiten? Wo bist du am meisten in deiner Kernkompetenz drinnen, wo du Lust und Freude entwickelst? Wo ist die Art der Zusammenarbeit ein Traum?

buildKundenanalyse zur Klarheit über WunschkundenbuildSchritt 1: Liste der aktuellen Kunden erstellenbuildSchritt 2: Analyse der Rentabilität pro Kunde
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Und dann schaust du wo ist der Sweet Spot? Wo ist der Spot, wo eigentlich vielleicht die Rentabilität stimmt und es auch Spaß macht? Dann hast du vielleicht schon eine Buyer Persona entwickelt von deinem Wunschkunden, für den du da sein willst.

buildKundenanalyse zur Klarheit über WunschkundenbuildSchritt 3: Analyse des Spaßfaktors und der Kernkompetenz pro KundebuildSchritt 4: Identifikation des Sweet Spots (Rentabilität + Spaß)
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Und dann kannst du daraus vielleicht die Ableitung treffen, was dein Angebot betrifft, deinen Außenauftritt angeht und dergleichen. Es beginnt alles mit der Für wen willst du da sein? Wem willst du dienen? Ich liebe das Wort dienen. Ich bringe es immer wieder und ich weiß, während ich es ausspreche, schüttelt es die meisten schon ab, weil es ihnen zu unterwürfig ist. Ich sage es noch dienen.

buildAbleitung von Angebot und Außenauftritt aus dem Sweet SpotlightbulbDie 'Für wen'-Frage als Ausgangspunkt für alle Geschäftsentscheidungen
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Du darfst als Unternehmen dienen. Ich liebe die Demut, die in dem drinnen steckt. Das hat nichts mit Unterwürfigkeit zu tun, aber es holt uns ein bisschen runter von unserem arroganten Trip, dass es da um unsere eigene Selbstverwirklichung gehen würde oder um das, dass wir da unser Ding durchziehen. Nein, das ist es nicht.

lightbulbDemut statt Arroganz im UnternehmertumlightbulbDienen als Haltung im Unternehmertum
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Unternehmen haben eine Existenzberechtigung und das ist ihren Kunden Nutzen zu stiften, ihnen zu dienen. Und deswegen stell dir heute die Für wen willst du da sein? Ich freue mich sehr, wenn das für dich vielleicht eine Inspiration ist, deine Ausrichtung zu schärfen und dein Profil zu schärfen.

lightbulbExistenzberechtigung von Unternehmen ist Nutzenstiftung für KundenhelpFür wen will ich da sein?
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Ich freue mich aber auch sehr, wenn du eine andere Frage hast, die du von mir beantwortet haben möchtest, dass ich es rausbringe, dann schick sie mir auf LinkedIn, Instagram. Ich liebe Voicemails auf Instagram, auch für Feedback. Einfach reinsprechen und dann geht es schon los. Ich liebe Feedback auf Facebook per E Mail an hallo liebmarathaner com. Lass mich hören, was du denkst. Ich brauche dieses Feedback.

buildFeedback-Kanäle für Podcast-Hörer
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Ich will das wirklich an der Stelle sagen. Also lass mich hier nicht verdursten am Feedback Hahn und sei nächste Woche wieder dabei. Das würde mich sehr freuen bei Business Gladiators unplugged. Danke für dein Dabeisein. Alles Liebe, bis nächste Woche und bye bye.

lightbulbDie Wichtigkeit von Feedback für Content-Ersteller
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