Folge 43 - Wie nutze ich die Tage?
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Bewusste Initiative zur Selbstwürdigung ist notwendig
Während das Kritisieren der eigenen Person oft intuitiv geschieht, erfordert die Selbstwürdigung eine bewusste Anstrengung und Initiative. Es ist wichtig, aktiv innezuhalten und die eigenen Leistungen anzuerkennen, um ein gesundes Selbstbild zu fördern.
“an uns herum zu meckern... Das tun wir meistens sehr intuitiv uns zu würdigen. Da braucht es manchmal schon die bewusste Initiative.”
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Wie nutze ich eigentlich die ruhigen Tage rund um Weihnachten und das neue Jahr am besten?
Willkommen zu dieser neuen Ausgabe von Business Gladiators unplugged. Willkommen hier in meinem Podcast für Unternehmerinnen und Unternehmer und natürlich auch all diejenigen, die es noch werden wollen. Jede Woche geht es hier um eine Frage, die uns als Unternehmerinnen und Unternehmer bewegt.
Heute eben genau um Wie nutze ich die freien Tage? Wie nutze ich die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, um sie möglichst auch gut und effektiv für meine unternehmerischen Pläne einzusetzen? Diese Frage hat mich aus meiner Community erreicht und ich muss ganz ehrlich gestehen, ich musste zunächst über die Frage sehr, sehr schmunzeln.
Es ist fast eine typische Unternehmerfrage. Unternehmer, Unternehmerinnen, die jahrein, jahraus, tagein, tagaus wirklich tief, tief in die Arbeit hinein investieren und eigentlich rund um die Uhr aktiv sind, immer ihr Maximum geben, sich immer reinhängen, möglichst wenig auf sich schauen und sich selbst oft ans Ende der Hackordnung stellen. Da will man natürlich auch gleich mal die Weihnachtsfeiertage produktiv nutzen.
Und vielleicht ist es für die meisten da draußen ja die beste Idee, einfach mal nichts zu tun. Das wäre doch mal eine wirklich verrückte Idee. Sie muss zumindest für viele sehr verrückt klingen. Einfach mal die Füße von sich zu strecken, nichts zu tun, die Seele baumeln zu lassen, Kraft zu tanken, Energie zu tanken, um wirklich auch wieder kräftig und stark ins neue Jahr hineinzusteigen und nicht sofort wieder selbst die freien Tage dafür zu nutzen, sich aufzumunitionieren, zu arbeiten, aktiv zu bleiben.
Das klingt für manche verrückt, aber wahrscheinlich ist es für die meisten meiner Zuhörerinnen und Zuhörer eigentlich die allerbeste Idee von allen. Ich bin ein großer Verfechter dieses Konzepts, dass man nichts geben kann, was man nicht hat und wer Kraft geben will. Und das ist es letztlich, was Unternehmer auch tun müssen im Jahres und Tages und Wochenverlauf. Wer Kraft geben will, muss Kraft haben und es eignet sich hoffentlich keine Zeit besser als die Weihnachts und Neujahrszeit, um diese Kraft auch zu tanken. Das heißt, bevor wir jetzt einsteigen in die Wie nutze ich diese Zeit für mich? Möchte ich dich wirklich anregen zu reflektieren und nachzudenken. Ist es wirklich für dich das Richtige, die Zeit aktiv zu nutzen? Oder ist es vielleicht einfach mal eine gute Idee zu entspannen, nichts zu tun und einfach wieder zu Kräften zu kommen und Energie zu sammeln.
Wenn du zum Entschluss Nein, ich bin ready to go und noch immer voller Kraft und möchte einfach diese Ruhe und diese entspannte Zeit auch nutzen für mich und für mein Unternehmen. Da möchte ich sehr gerne mit dir teilen, wie ich das jedes Jahr für mich tue. Ich freue mich wirklich immer sehr auf diese Zeit.
Sie ist für mich unglaublich besonders, nicht nur, weil die Weihnachtszeit für sich schon besonders ist, sondern auch, weil es wirklich diese Möglichkeit zum Rückzug bietet. Und ich persönlich liebe Rückzug. Man mag es vielleicht nicht annehmen von jemandem, der viel auf Social Media unterwegs ist, viel von sich gibt und viel teilt und auch viel präsent ist. Aber Rückzug ist mir eigentlich das Liebste. Da kommen bei mir die großen Ideen, da kommen bei mir die großen schöpferischen Prozesse ans Tageslicht. Und darum freue ich mich immer sehr, weil ich weiß, wenn ich runterkomme, dann hat auch wirklich meine innere Stimme die Möglichkeit zu sprechen. Sie muss nicht so laut schreien, wenn rundherum alles ruhig ist.
Ich versuche diesen Prozess jedes Jahr um den Jahreswechsel immer gleich zu starten und er beginnt im Regelfall mit dem Ziehen einer Bilanz. Es ist was, was ich persönlich ehrlicherweise viel zu selten mache. Ich bin jemand, der vielleicht erfolgsverwöhnt, ich weiß es nicht, aber immer von Errungenschaft zu Errungenschaft, von Projekt zu Projekt, von neuem Werk zu neuer Initiative springt, ohne sich groß damit aufzuhalten.
Was war gestern? Das haben wahrscheinlich gerade visionäre Kräfte an sich. Sie leben lieber im Morgen als im Heute und schon gar nicht im Gestern.
Aber manchmal tut es gut, sich wirklich mal zu besinnen, was liegt eigentlich im Blick zurück und dabei vor allem ein Augenmerk darauf zu lenken, was gilt es zu würdigen? Was habe ich in diesem Jahr geschafft? Und der Blick sollte eigentlich im Regelfall überraschen.
Also für mich ist es immer wieder faszinierend, wenn ich wirklich dann durch meinen Kalender streife oder durch andere Dinge, die mich an den Jahresverlauf erinnern und dann wieder drauf komme, was ist hier eigentlich alles passiert? Dann bin ich eigentlich fassungslos und fasziniert, was in einem Jahr alles möglich ist. Und ich halte das für sehr wichtig, das auch zu würdigen, was wir schaffen, nicht einfach nur ohne Gedanken gleich zum nächsten weiterzuziehen. Und so ist das der erste Schritt, den ich tue. Ich ziehe Bilanz, Ich würdige das, was passiert ist und würdige dabei auch meinen Beitrag. Auch das tun wir aus meiner Sicht sehr selten. Ich würdige dabei auch, was ich geleistet habe in diesem Jahr und bin stolz auf mich und freue mich darüber, was mir gelungen ist, an uns herum zu meckern, auf uns herum zu hacken.
Das tun wir meistens sehr intuitiv uns zu würdigen. Da braucht es manchmal schon die bewusste Initiative. Ich nutze die zweite Phase dann sehr bewusst, um runterzukommen, runterzukommen und wirklich nichts zu tun, auch mich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Ich lese dann etwa keine Business Bücher, sondern stinknormale und hoffentlich möglichst seichte Romane, schaue Netflix oder Ähnliches und lasse wirklich die Seele baumeln. Versuch mir mal keine Agenda zu nehmen, versuche nichts zu tun, mir keinen Druck zu machen, nicht unbedingt mir ein großes Tagesprogramm zu schnüren und einfach mal zu entspannen, den Fokus auf den Körper zu lenken, auf die Entspannung, auf die Ruhe und auf das Runterkommen.
Und das dauert meistens doch einige Tage, bis mir das dann gut gelingt, bis ich dann wieder diese innere Lust verspüre, auch was aufzunehmen, meinen Geist wieder zu füttern. Oft brauche ich wirklich diese Distanz auch zum Wahnsinn eines Jahres und da wird es ja vielen, die hier zuhören, nicht anders gehen, zum Wahnsinn eines Jahres, diese natürliche Distanz, um überhaupt wieder aufnahmefähig zu sein, um wieder bereit zu sein für neue Ideen, einfach wirklich diesen bewussten Cut zu schaffen, diesen Schnitt zu schaffen, wo man nichts tut, wo man runterkommt, wo man sich mal wirklich nicht mit dem Business auch beschäftigt und sei es noch so intensiv oder vielleicht notwendig oder wichtig, den ein oder anderen Tag herauszuschälen, um sich mal loszulösen, davon zu trennen und wirklich mal all diese Dinge auch hinter sich zu lassen. Das lohnt auf jeden Fall. Bei mir löst im Regelfall immer dann dieses Kribbeln aus, dieses Kribbeln wieder die Lust, was Neues aufzusaugen, neue Ideen auch an sich heranzulassen.
Das ist für mich der dritte Schritt in diesem Prozess, das Aufmachen, dieses neue Inspiration suchen. Ich lese dann oft neue Business Bücher, ziehe mir das eine oder andere YouTube Video hinein, lese den ein oder anderen Fachartikel, wissenschaftliche Publikationen, die mir vielleicht im Jahr nicht unbedingt in den Kram gepasst haben oder die vielleicht nicht unbedingt die Zeit gefunden haben. Also ich schaue mir neue Dinge an, ich versuche meinen Horizont zu erweitern, ich versuche über die den Tellerrand zu schauen.
Nicht nur was passiert hier bei uns in unserem Land, auch in unserer unmittelbaren geografischen Nähe, sondern versuch bewusst auch in die Weite zu schweifen. Was passiert in anderen Ländern, welche Trends sind unterwegs? Ich lese vielleicht die eine oder andere Trendstudie, versuch den Blick aufs Ganze, auf die große Makroebene zu kriegen, um hier wirklich wieder aufzumachen.
Und was dann oft ganz natürlich passiert, ich bin davon inspiriert, ich fasse neue Ideen, ich fasse neue Gedanken und Möglichkeiten. Und dann ist es oft so, dass ich mir einfach ein Notizbuch oder ein Evernote Dokument oder ein sonstiges Notizprogramm zur Hand nehme und diese Ideen auch zu Papier bringe. Das heißt nicht, und das ist mir ganz wichtig, dass ich diese Ideen sofort verfolge. Das ist keine To do Liste fürs nächste Jahr, die ich hier baue. Ich schaffe sowas wie einen Sammelpool Inspiration neuen Ideen an Dingen, die interessant sein könnten und das tippe ich einfach mal rein und dann tue ich das, was man auch mit gutem Wein oder mit mittlerweile ja sogar gut Fleisch oder gutem Käse macht. Ich lasse es gut abliegen. Ich lasse es gut abliegen, weil ich habe schon eines neue Ideen nur für sie neu sind, heißt das nicht, dass sie verfolgenswert sind. Gerade visionäre Unternehmergeister haben ja das Schicksal, dass sie jeden Tag neue Ideen produzieren und da muss es nicht immer sein, dass man jede automatisch als Umsetzungsauftrag versteht. Und deswegen lasse ich sie einfach mal gut ablegen.
Und dann sehne ich oft schon das herbei, was jedes Jahr ohnehin folgt, nämlich wieder kraftvoll ins neue Jahr hineinzustarten. Ich überlege mir dann wirklich sehr bewusst, wann und wie starte ich in dieses Jahr, was ist das Erste, was ich tun will. Und bei mir ist es meistens, dass ich mit meinem Team zusammenkommen will, dass ich mein Team zusammentrommeln will, alle wieder sehen will, einen ersten Austausch machen will, mich austauschen, wie ist das Jahr gewesen, wie waren die Feiertage, sind alle gut erholt, um dann kraftvoll und gemeinsam ins neue Jahr zu starten. Im Verlauf der ersten Wochen des Jahres nehme ich mir diese Liste an neuen Ideen immer wieder mal zur Hand und schau was entfaltet noch immer seinen Reiz, was ist noch immer interessant und Was war vielleicht einfach nur eine lustige Idee zwischendurch? Und so beginne ich eigentlich jedes Jahr so gestärkt wie möglich und möglichst frisch auch im Kopf für all die neuen Herausforderungen, die vor mir liegen. Ich genieße diese Zeit sehr und hoffe auch, dass sie für dich eine ebenso besinnliche wie inspirierende sein mag.
Ich wünsche dir, wenn du diese Ausgabe tatsächlich jetzt hörst, in unmittelbarem Umfeld auch des Jahreswechsels eine wirklich erholsame und ruhige Zeit, wo du zu Kräften kommst, wo du Energie tankst, wo du auch auf dich schaust und neue Ideen und Inspiration für das kommende Jahr fasst. Ich freue mich sehr, wenn wir dieses Jahr auch gemeinsam verbringen, hier im Rahmen meines Podcasts oder anderer Aktivitäten und wünsche dir jetzt schon alles Liebe, ein frohes Fest und ein hoffentlich sehr erfolgreiches Jahr zwei tausend ein und zwanzig, alles Liebe und bye bye.