Folge 213 - Mindset_ Wie gehe ich mit Angst um_
Entities
66
Relationen
80
Chunks
35
Themen
28
headphonesAudio
hubWissensgraph
Akzeptanz der Sterblichkeit und des Unkontrollierbaren ermöglicht Fokus auf den eigenen Beitrag.
Die Akzeptanz der eigenen Sterblichkeit und der Tatsache, dass viele Dinge unkontrollierbar sind, ermöglicht es, den Fokus auf den eigenen, leistbaren Beitrag zu legen. Man erkennt, dass man nur das beeinflussen kann, was in der eigenen Macht steht, und lässt den Rest los.
“Und wenn es heute aus sein soll, dann werde ich nicht verhindern. Ich und damit komme ich zur Ich kann tun, was ich beitragen kann.”
segmentQuellmaterial (35)
Wie gehe ich mit Angst um? Ich habe die Woche eine Folge oder eine Frage, die mich extrem berührt, bewegt und die mir unendlich wichtig ist. Es ist gefühlt eine etwas ernstere. Wie gehe ich mit Angst um, wenn mich wirklich Ängste plagen? Und das kann bei jedem von uns um unterschiedlich sein. Die Angst davor, finanziellen Ruin, einen Job zu verlieren, die Angst vor gesundheitlichen Konsequenzen, Ängste, die in meinem Kopf schwirren und die mich nicht loslassen, die Angst um jemanden. Ängste sind was?
Das ist bei so vielen Leuten präsent und niemand redet drüber. Ich habe aber das Gefühl, die meisten haben sie und deswegen bin ich so dankbar, wenn dazu eine Frage kommt. Die Frage ist von Gerhard und ich möchte jetzt in einen Ausschnitt der Frage kurz gemeinsam reinhören. Gerhard hat sie mir über meine WhatsApp Line geschickt unter und wir hören gleich mal in die Background der Frage gemeinsam rein.
Lieber Philipp Haller, wunderschöne Grüße aus dem fast sonnigen Salzburg, muss man sagen. Du hast ja schon mal einen Podcast gemacht und hast erzählt, wie es dir gegangen ist mit deiner Lähmung und so weiter, weil du zu viel gearbeitet hast, zu viel Stress und so weiter. Ich habe das jetzt in einer ähnlichen anderen Art und Weise erlebt.
Im Dezember, das Jahr zwei tausend drei und zwanzig war ein unglaubliches Jahr, unglaublich erfolgreich und zu viel Arbeit, viel zu viel Arbeit hat letztendlich darin geendet, dass ich im Dezember natürlich am zwölfter dezember, Am zwölfter mai einen Stand gekriegt habe. Mechanisch ist alles wieder in Ordnung, alles ist gut, funktioniert alles wieder reibungslos, gehe wieder joggen, komme ich wieder pflaugen, alles ist gut. Aber ich werde vom Kopf her das Ganze nicht los. Ich habe geglaubt, ich bin schon drüber vom Kopf her, aber ich bin vom Kopf her noch nicht drüber. Wie bist du das dann vom Kopf her los geworden irgendwann einmal?
Das war meine Frage eigentlich, liebe Grüße. Gerhard, schöne Grüße, danke, ciao. Ja, Gerhard, danke. Danke wirklich für die Offenheit und die Ehrlichkeit.
Du sagst es da so salopp dahin, aber das ist natürlich eine Ansage. Also die Sorge, die ja viele, die im Hamsterrad drinnen sind, blockt. Bist du narisch? Was ist, wenn es mich umhaut und du sagst es so locker dahin einen Stand gesetzt bekommen? Das ist ein Einschnitt und Jetzt ist die Wie wäre das im Kopf los? Du sagst, mechanisch ist es gelöst, aber wie wäre das im Kopf los?
Die Sorge, dass nichts mehr ist oder dass alles gut mit mir ist. Und ich hab vorhin gesagt, es gibt ja viele Sorgen und Ängste, die Menschen plagen um die eigene Gesundheit, um die eigene Firma. Ich möchte das Wichtigste für alle, die heute zuhören. Ich kenne sie alle. Ich kenne sie alle.
Ich kenne die Angst um meine eigene Firma. Ich habe in meinen Firmen unterschiedlichste Phasen immer gehabt. Es waren auch mal Phasen dabei, wo es wirtschaftlich rund um ein DUM einfach der Markt so hart war und wir zu sehr in die Offensive gegangen sind, wo ich echt die Panik gekriegt habe und scheiße, verdammt, wenn man das jetzt sozusagen unterm Hintern wegbricht, was mache ich dann? Also wirkliche Angst um meine wirtschaftliche Existenz.
Also ich kenne das, was der Gerhard anspricht ist Und ich habe das oft genug geteilt und teils auch aus Überzeugung im Wissen, dass es ein tiefer Einblick ist. Ich hab gesundheitliche Themen gehabt. Meine Gesichtslähmung, wo ich mir wirklich gedacht wenn das jetzt bleibt, und das haben die Ärzte damals gesagt, die haben gesagt, es kann einen Monat bleiben, kann drei Monate bleiben, sechs Monate, zwölf Monate und es kann bleiben. Eine einseitige Gesichtslähmung. Verlierst du deinen kompletten Ausdruck? Da habe ich echte Panik gehabt. Im Kopf war das die Hölle. Ich habe Panikattacken gehabt und Panikattacke.
Die, die das kennen, und da sind ja mittlerweile immer mehr Unternehmerinnen, Unternehmer, Outspoken, die darüber auch erzählen. Du glaubst, du stirbst, du kriegst Herzrasen. Du glaubst, du verlierst das Bewusstsein, Du glaubst, du stirbst. Also keine schöne Erfahrung so weit gehabt, dass ich vor zwei, drei Jahren habe ich ein Online Event gemacht, riesengroßes und hab wirklich während dem Livestream hat sich eine Panikattacke angebahnt. Ich habe dann den Livestream unterbrochen und mich dann einigermaßen dafangt und dann etwas mit weniger Gas weitergemacht.
Also ich kenne diese Wie kontrolliere ich meinen Kopf, wenn mich Ängste umtreiben? Die kenne ich und deswegen ist es mir ein besonderes Bedürfnis, darüber zu sprechen und ich hoffe sehr, dass ich was beitragen kann. Für alle, die da heute zuhören. Wie gehe ich damit um? Wie werde ich Ängste im Kopf wieder los? Und ich möchte eines vorweg schicken.
Wir alle wissen ja kognitiv oder rein intellektuell, Ängste sind nicht real. Es ist wirklich was, und du hast es ja auch gesagt, Gerhard, in deinem Kopf, was sich dort abspielt. Und das liegt daran einfach, wie unser Gehirn programmiert ist.
Unser Gehirn ist einfach ein wirklich altes Teil. Das hat kein Software Upgrade bekommen über all die Jahrtausende. Das Gehirn ist programmiert darauf, Gefahren zu vermeiden. Das ist unser altes säbelzahntiger Hirn. Das kann wenn du früher auf die faule Haut gehauen hast und schlafen gegangen bist in deiner Höhle, dann ist das Gehirn immer alert geblieben, weil wenn der Säbelzahntiger um die Ecke biegt, dann hat dir das Gehirn alarmiert und hat gesagt laufen. Also diese Alarmstellung des Gehirns ist was zutiefst Evolutionäres in uns eingebracht, gebaut.
Das Gehirn hat die Aufgabe, Gefahren zu vermeiden. Das heißt also, wenn wir nicht kontrollieren, was wir denken oder ausgleichen das, worauf unser Gehirn programmiert ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir in irgendwelche Angstspiralen rein tappen, extrem hoch. Also das heißt, das ist jetzt per se noch gar nichts Spektakuläres. Es ist einfach, wie dein Gehirn funktioniert und wozu es da ist, das will ich fast vorweg schicken als etwas, das wir mal vorneweg akzeptieren, wo wir Ja, okay, gut, passt also Angst. Das Gehirn macht einfach seinen Job. Das Gehirn ist dazu da, zu schauen, was kann alles passieren, damit wir vorbereitet sind. Säbelzahntiger. Aber es ist natürlich nicht real. Es ist immer wichtig zu wissen, das Gehirn kann nicht in die Zukunft schauen. Das glauben wir immer nur. Aber das Gehirn kann ausschließlich wie ein Computer ohne Internet hat das Gehirn Dinge gespeichert und es kann nur mit den Dingen arbeiten, die da sind.
Es hat null Information über morgen. Es weiß nicht, was passiert. Es hat nur Information über die Vergangenheit. Und wenn du jetzt in der Vergangenheit ein gesundheitliches Thema gehabt hast, einen Herzinfarkt, eine Gesichtslähmung, Panikattacken, finanzielle Probleme, ist überhaupt keine großartige Leistung des Gehirns, dass es Moment einmal, das kann wieder passieren. Also fast Der Prolog zu dieser Folge die Woche.
Das Gehirn macht einfach nur seinen Job. Aber jetzt ist die Wie gehen wir damit um? Das sagt der Gerd Wie komme ich raus?
Wie kriege ich das aus meinem Kopf raus? Und ich möchte dazu drei Aspekte sagen. Der erste Aspekt, und das ist ein sehr pragmatischer, und der ist mir aber wirklich wichtig, weil was das jetzt nicht wird, ich möchte es gleich sagen, es ist keine spirituelle Folge. Ich habe ein Buch rausgebracht, das heißt alles wird gut. Das könnte Leute dazu verleiten zu glauben, ich bin die Räucherstäbchenfraktion. Das bin ich nicht. Ich bin ein Handwerker, sage ich immer, wie praktische Dinge. Deswegen möchte ich den ersten Punkt unglaublich pragmatisch halten.
Der erste Punkt ist, du tust, was zu tun ist. Und das kann jetzt unterschiedliches heißen in gesundheitlichen Fragen. Gerhard würde mal sagen, du tust, was zu tun ist.
Und das heißt, du wirst ein Konzept finden müssen, das nachhaltig dafür sorgt, dass du deinen Körper nicht über die Maße ausbeutest. Also du wirst deinen Lebenswandel umstellen. Du wirst deinen Körper nicht mehr überhitzen und überbelasten. Du wirst darauf achten, was du dir zuführst an Treibstoff, anders genannt Nahrung und Co. Du wirst darauf achten, wie du deinen Körper trainierst.
Bewegung, Sport, Ausgleich. So denken die Profis. Und ich sage da eins Ich bin jetzt zwei und vierzig und ich habe gefühlt vierzig Jahre gebraucht, bis ich auf diese Straße eingebogen bin.
Aber auch mich hat es gelehrt und ich hab gewusst von meinem Leben jetzt die Linie weiter ziehe und so weiter tue, wie ich da hab, dann wird das nicht gut enden, weil ich will richtig Gas geben. Aber ich hab gelernt, wenn ich richtig Gas geben will, dann brauche ich dazu Ressourcen. Und die Ressourcen, die liegen in mir und die muss ich mal aufbauen. Das heißt, ich steuere jetzt bewusst. Ich bin mittlerweile, also wenn ich mir anschaue, wie ich mich heute ernähre und auf mich achte und das vergleiche mit vor zehn Jahren, es ist unglaublich. Und es liegt aber nicht daran, dass ich es so gern tue, sondern es liegt daran, dass ich einfach nur so viel vorhabe und so viel erreichen will, dass ich weiß, dazu brauche ich Ressourcen. Es ist ganz pragmatisch. Ich tu, was zu tun ist. Wenn es um deine Firma geht und du hast Angst, dann tust du auch was zu tun ist. Wenn es eine finanzielle Sorge ist, dann check deine Finanzen durch. Wenn deine Kostenstruktur zu hoch ist, dann tu was zu tun ist und pass sie an. Wenn du im Vertrieb oder im Verkauf Zwillings Meta machst, dann ändert dort was. Also der erste Punkt ist unendlich pragmatischer. Wenn dich Ängste plagen, tu was zu tun ist. Oder anders tu das, was du tun kannst.
Also das, was du an Beitrag leisten kannst. Ich sag's jetzt bewusst so salopp, damit dir jetzt zumindest einmal nichts vorzuwerfen ist. Bei gesundheitlichen Fragen ist es auf dich zu achten in gewisser Weise. Bei kaufmännischen Fragen ist es auf deine Firma zu achten. Bei Beziehungsthemen ist das zu investieren, was von deiner Seite zu investieren ist. Also tu was zu tun ist. Das ist der allererste Punkt und der ist mir sehr wichtig, damit wir jetzt nicht in irgendwas in Hope und Change kommen, also Hoffnung brav, dann wird es sich schon ändern. Sondern du musst einmal das aus dem Weg räumen, was dein Beitrag in dieser Sache ist. Und du hast immer auch selber einen Beitrag.
Also das kann ich da wirklich verlässlich sagen. Die Gesichtslähmung, die hat mich nicht erreicht, einfach nur weil das Schicksal mir auswischen wollte. Ich habe einfach meinen Motor derartig überdreht und bin über alles drüber gegangen, hab einfach nur gekackelt. Und wenn ich krank war, habe ich mir einfach ein paar Aspirin reingehauen. Naja bitte. Und irgendwann ist dann zu viel, dann haut's da eine Gesichtslähmung raus. Die Panikattacken sind nicht gekommen. Wer auch immer der liebe Gottes Universum, was weiß ich, wer gewürfelt hat und gesagt haha, jetzt haben wir mal den Marathon, jetzt schauen wir mal, wie es dem damit geht. Sondern die sind gekommen, weil ich einfach damals diese Wahlkämpfe übernommen habe und das nicht gesund war für mich und einfach wahrscheinlich ein hundert ein hundert zwanzig Stunden die Woche gearbeitet habe in einem politischen Umfeld, das einfach nur als toxisch zu bezeichnen ist, das war nicht gesund. Und wie der Körper dann zur Ruhe gekommen ist, hat er sich gedacht, jetzt müssen wir den Philipp daran erinnern, dass das nicht gesund war.
Also all diese Dinge haben eine Wurzel gehabt, zu der ich beigetragen habe. Und das wird, wie ich dich höre, Gerhard und Du sagst es ja selber, bei dir auch so sein und bei Leuten, die unternehmerisch kaufmännische Probleme haben, ist es auch so. Und das hat jetzt nichts mit Schuld zu tun, aber es hat einfach damit zu tun, dass du dir die Frage stellst, was ist denn dein Teil des Jobs, der zu tun ist.
Und das ist der erste Punkt, der für mich sehr wichtig ist. Und die anderen beiden Punkte sind jetzt wirklich Mindset Arbeit. Also das erste, würde ich sagen, der erste Punkt ist was ganz zutiefst Handwerkliches. Tu deinen Teil des Jobs. Die zweiten, die anderen beiden Punkte sind Kopfarbeit. Und auf das möchte ich auch eingehen, weil das erste reicht noch nicht. Punkt zwei, du änderst deinen Fokus.
Und da gibt einen Hack unter Anführungszeichen, der gehört meiner Erfahrung noch. Ich mache das selber zu dem maximal Wirksamsten. Und diese Fokusänderung betrifft Dankbarkeit. Ich habe eine Sache festgestellt, die ist faszinierend. Du kannst nicht dankbar sein und dich gleichzeitig fürchten. Ich weiß nicht warum, frag mich nicht. Ich glaube, es sind einfach zwei unterschiedliche Bereiche im Gehirn, die nicht gleichzeitig funktionieren. Es ist grandios. Also wirklich, das menschliche Hirn und Wesen ist ein Wunder. Du kannst dich nicht fürchten und gleichzeitig dankbar sein. Du kriegst einen Kurzschluss im Hirn. Das geht sich nicht aus. Das heißt also, wenn du dich fürchtest, ist es der einfachste Weg, aus dem Fürchten rauszukommen über Dankbarkeit. Und jetzt ist überhaupt das Beste, du wartest nicht drauf, bis du dich fürchtest, sondern du fängst an, Dankbarkeit zu praktizieren als Ritual. Das kann sein, dass du am Abend vorm Schlafengehen und vielleicht in der Früh und vielleicht beides anfängst, dir Dinge zu notieren, für die du dankbar bist. Das ist eine Fokusübung. Und wie Fokus funktioniert, das kannst du ganz einfach überprüfen. Jeder, der sich irgendwann in den letzten Jahren ein neues Auto gekauft hat und sich irgendwann entschieden hat und sagt, das wird jetzt dieses oder jenes Auto mit dieser und jener Farb, stellt irgendwann fest, er sieht die ganze Zeit nur dieses Auto, ist irre. Oder du entscheidest dich, du kaufst ein weißes Auto und du hast das Gefühl, jeder hat ein weißes Auto, du siehst nur mehr weiße Autos. So funktioniert unser Gehirn. Es ist eine Fokusmaschine.
Das heißt also, wenn du lernst deinen Fokus auf Dankbarkeit zu lenken und dafür Rituale schaffst, dann trainierst du dein Gehirn auf Dankbarkeit. Und Dankbarkeit ist der Widerspruch zu Angst. Und jetzt können zwei Dinge passieren. Variante eins ist, du wirst am Anfang weiterhin vielleicht mit der Angst beschäftigt sein. Je mehr du Dankbarkeit übst, umso schneller kommst du dann von der Angst in die Dankbarkeit. Und je mehr du überhaupt übst auf der Langstrecke, umso weniger wird die Angst kommen. Also Dankbarkeit ist das ultimative Gegenmittel zu Angst. Und deswegen würde ich wirklich nimm das ernst.
Ich habe das hardcore gemacht in der Zeit, also in der Geschichtslähmungszeit kann ich da sagen, habe ich das gemacht, wirklich Dankbarkeit praktiziert für die Dinge, die ich hab, für das, was ich tun kann. Das ist im Übrigen auch eine Geschichte. Es gibt ja viele Menschen da draußen, die auf beeindruckende Weise inspirieren, mit körperlicher Beeinträchtigung leben und für sich wirklich über diese Dankbarkeit dafür, was sie haben, rausgefunden haben aus ihrer Krise. Ich erst kürzlich oder kürzlich vor ein, zwei Jahren einen beeindruckenden Leadership Coach über einen lieben Freund von mir kennengelernt, Boris Grundl. Eines seiner Bücher, Heiß, steh auf, die side Note dazu ist, der Mann sitzt im Rollstuhl, querschnittsgelähmt zu circa, ich glaube, neunzig Prozent oder sogar fünf und eins Prozent, aber ich glaube neunzig Prozent. Der tut auch ganz klar erklärt. Also wenn er sich anfängt, auf das zu konzentrieren, was er jetzt nicht mehr hat, dann ist es vorbei. Also hat er sich angefangen, darauf zu konzentrieren, was er hat, was nichts anderes ist als eine Formulierung für Dankbarkeit. Ich kann dir das Buch sehr empfehlen, Steh auf von Boris Grundl. Die ersten Seiten bist du narisch, die gehen rein, es ist unfassbar. Aber der Sukkus ist, du fokussierst dich auf das, was du hast, was nichts anderes ist als eine Formulierung für Dankbarkeit.
Und es ist das Gegenmodell zur Angst. Mach das als Ritual. Mach das ernsthaft, weil dann wird es dir helfen. In den Momenten, wo die Angst wieder kommt, ist der zweite Punkt. Der dritte Punkt Vertrauen. Das ist alles, was dir am Ende dann noch bleibt oder was sozusagen die Restmasse ist. Und jetzt möchte ich auch hier wirklich dir mitgeben, dass das jetzt nicht die Esoteriknummer ist und dann zieh dir Kerzen und wird schon werden. Vertrauen ist für mich auch was zutiefst strategisches Vertrauen heißt einfach, wir lassen die Dinge los, die wir nicht unter Kontrolle haben. Und Angst hat oft viel mit Kontrolle zu tun oder mit Kontrollverlust zu tun.
Ich kann es wiederum nur von meinen Panikattacken sagen. Wenn du irgendwann Angst hast, du stirbst und das ist gerade bei gesundheitlichen Themen und Ängsten ist das valide. Nachdem ich die Panikattacken gehabt habe, kenne ich das Gefühl, du hast Angst, du stirbst. Kein schönes Gefühl. Folgender Punkt aber und der ist natürlich in dem Moment, wo die Angst eintritt, wenn du dir das da überlegst, ist schon spät. Das heißt auch das will geübt sein. Wenn du irgendwann dir mal bewusst machst, dass du einfach Dinge nicht unter Kontrolle hast und damit recht gut lebst, dass du dein Herz nicht schlagen kannst, das kannst nicht, dass du deine Lunge nicht zum Atmen bringen kannst, das passiert. Ich weiß nicht, wie das passiert und wer das macht, aber ich weiß nur, ich bin's nicht, weil während ich da jetzt rede, konzentriere ich mich jetzt nicht darauf, dass mein Herz schlägt. Interessanterweise schlägt es trotzdem weiter. Das heißt, dieses Bewusstsein machen, dass es offenbar ja irgendetwas gibt, und ich möchte jetzt nicht ins Religiöse gehen, aber irgendetwas gibt, das grundsätzlich auf uns schaut, für uns sorgt, dafür sorgt, dass unser Herz schlägt und dass wir atmen, dafür sorgt, dass im Frühling die Natur aufblüht und trotzdem den Winter überlebt, dass es Ebbe und Flut gibt, dass die Sonne jeden Tag aufgeht. Es gibt Dinge, für die bist du nicht in charge. Und da macht es manchmal wirklich Sinn, sich vor Augen zu führen, dass wir in irgendwas eingebettet sind. Ich schaue mir manchmal an dieses Video auf YouTube. Ich weiß nicht, was man auf YouTube eingeben muss in die Suchmaske, aber du kennst es vielleicht, wo man einfach Da liegt ein Mensch im Gras und dann zoomt die Kamera raus in die Luft, in die Stratosphäre, Irgendwann siehst du die Erde, irgendwann geht es ins Universum und dann sieht man einfach, wie klein wir sind und dass wir, meine Güte, wo wir immer glauben, was wir alles unter Kontrolle haben.
Die Wahrheit ist, wir haben nichts unter Kontrolle und Das Gleiche gilt für die Sorge, ob mein Herz jetzt weiterschlägt oder nicht. Wenn ich mich da reinsteigere in die Kontrolle, dann muss ich eine Panikattacke kriegen. Die Wahrheit ist, ich habe es nicht unter Kontrolle.
Und wenn es heute aus sein soll, dann werde ich nicht verhindern. Ich und damit komme ich zur Ich kann tun, was ich beitragen kann. Ich schaue auf mich. Ich tu mich nicht ausbeuten. Ich tue meine Firma nicht ausbeuten oder überbelasten. Ich tu, was ich tun kann.
Das ist das Erste. Das Zweite ist, ich fange an, mein Hirn bewusst einzusetzen und zu steuern. Das heißt, ich lenke seinen Fokus auf Dankbarkeit, weil Dankbarkeit ein Widerspruch ist zu Angst. Und das Dritte ist, der Rest ist Vertrauen. Ich bin mir einfach dessen bewusst, dass ich es nicht unter Kontrolle habe. Wenn es heute aus ist, ist es heute aus. Ich kann es nicht verhindern. Ich kann nur meinen Beitrag leisten. Ich kann mit Dankbarkeit üben für das, was ich habe.
Und der Rest, woran auch immer du glaubst, den lieben Gott, das Universum, an andere Götter, es ist mir ja wurscht. Der Rest liegt dort. Und das war der Weg, wie ich aus meinen Ängsten rausgefunden hab, das heute auch oft noch tue, weil ich bin nicht frei von Angst, weit weg davon. Und ich hoffe sehr, dass das allen hilft, die die mit Ängsten zu tun haben. Ich bin dir, Gerhard, extrem dankbar. Ich habe die Frage schon letzte Woche auf meiner Liste gehabt, aber da habe ich nicht mehr viel Zeit gehabt zum Podcast aufnehmen und ich hab gewusst, ich muss die Frage beantworten, weil sie ist mein Herzensanliegen. Mir war auch bewusst, sie geht sehr tief. Ich meine, ganz ehrlich, die Folge dauert über zwanzig Minuten, das ist selten, aber sie ist höchst notwendig. Und wenn sie einer Person hilft da draußen, dann war sie es wert.
In diesem Sinne, ihr Lieben, wenn du eine Frage hast, dann schick sie mir unter meiner WhatsApp Line unter und schalt nächste Woche wieder ein bei Business Gladiators unplugged. Mein Name ist Philipp Maderthaner und ich freue mich auf dich. Alles Liebe und bye bye.