254_ Unternehmenswachstum_ Warum Perfektion dein Business ZERSTÖRT!
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Alexander Zauner als Professor und Business Partner
Philipps Business Partner bei den Business Gladiators, Alexander Zauner, ist Professor. Philipp erwähnt dies, um zu verdeutlichen, dass es einen Grund gibt, warum die meisten Professoren keine erfolgreichen Unternehmen aufgebaut haben, was die Kluft zwischen Theorie und Praxis unterstreicht.
“Mein Business Partner bei den Business Gladiators, der Alexander Zauner, ist Professor. Also ich war vorsichtig, aber es hat einen Grund, warum die meisten ja nicht erfolgreich Unternehmen aufgebaut haben.”
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In dieser Was sind die Hausaufgaben, die man unbedingt machen muss, Vor allem im Hinblick, dass wir weiter wachsen werden.
Im bestehenden Ablauf gäbe es einiges zu optimieren. Es ist kein Perfektionswettbewerb zu gewinnen. Es ist der Kundennutzen und Kundinnen Nutzen Wettbewerb zu gewinnen.
Du kannst ein Jahr lang an einer Positionierung arbeiten oder einen Tag. Sie ist nicht um den Faktor drei hundert fünf und sechzig besser als die Positionierung, an der du nur einen Tag arbeitest. Die größte Gefahr bei dem Ganzen ist, in intellektuelle Schönheitswettbewerbe einzusteigen, wo man sagt, es muss alles perfekt sein.
Nein, es muss nicht perfekt sein. Es muss Nutzen stiften und es muss gut laufen. Die Melanie ist bei uns und die Melanie hat eine wirklich interessante Frage rund um das Thema Wachstum. Wie geht man damit um, wenn ein Unternehmen besonders rasch wächst und wie setze ich da die Prioritäten? Melanie, Schieß los deine Frage.
Hi Philipp, danke von ganzem Herzen vorerst einmal für deine unglaublich großartige Arbeit, dass du uns da deine ganze Zeit und Wissen auch schenkst. Ich komme fast mit einer Luxusfrage daher. Ich bin ein Unternehmen, bei uns geht es um Gesundheitsdienstleistungen.
Also Großteil sind Dienstleistungen des Unternehmens im letzten Jahrzehnt sehr, sehr stark und schnell gewachsen. Da sind natürlich viele wichtige Hausaufgaben auf der Strecke geblieben. Was strategische Dinge betrifft.
Damit du ungefähr weißt, was ich mein, ein paar Beispiele. Die Zielgruppe ist recht durchmischt bei uns. Das heißt unterschiedliche Anforderungen, unterschiedliche Bedürfnisse, wo wir dann eigentlich nur versuchen, den Spagat irgendwie zu machen, aber können halt nichts mit Exzellenz machen. Wir haben momentan nicht mal einen Unternehmensauftritt oder Kommunikation nach außen, also gar nichts, weil wir einfach in der Luxussituation sind, dass viel und alles über Mundpropaganda passiert. Aber langfristig frage ich mich halt, wie es da weitergehen soll. Im bestehenden Ablauf gäbe es einiges zu optimieren, gerade damit der Kunde eine bessere Experience hat bei uns und damit Schnittstellen besser abgestimmt sind und einfach die Kundenbindung stärker wird.
Da sehe ich persönlich noch viel Potenzial. Und gleichzeitig sind wir auch in der Frage, weiter unser Team zu erweitern, damit das Angebot wieder runder wird und einfach Engpässe vermieden werden, die momentan da sind. Du siehst, manchmal komme ich mir vor, als ob ich den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe. Und meine Frage ist einfach, wo würdest du aus meiner Sicht ansetzen? Was sind wirklich, was sind die Hausaufgaben, die man unbedingt machen muss, vor allem im Hinblick, dass wir weiter wachsen werden. Und da bin ich sehr gespannt auf deine Antwort, Melanie.
Das ist eine extrem super Frage, weil und mir gefällt die Tatsache, dass du es als Luxusproblem bezeichnest. Und das stimmt in gewisser Weise, aber ich möchte es reframen gern. Es ist ein Luxus für eure Kundinnen und Kunden, dass ihr euch bis jetzt offensichtlich auf nichts anderes konzentriert habt, als einen guten Job für eure Kundinnen und Kunden zu machen. Und ich weiß nicht, ob du so schon mal drauf geschaut hast auf die Sache, weil so viele Unternehmerinnen, Unternehmer und Menschen in Unternehmen gehen an den Staat und doktern die ganze Zeit an ihren Dingen rum, als wäre das Ganze ein, ich sage jetzt mal, Schönheitswettbewerb oder Malen nach Zahlen, wo man sagt, wenn du nur alles perfekt, alles vorbereitet hast, dann ist alles super. Ich muss da ehrlich sagen, wie es ist. Ich liebe die Unternehmen, die einfach auf einem Erfolgspfad sind, einen super guten Job machen, dann Überraschung, Überraschung im Regelfall wachsen, gut unterwegs sind und irgendwann kommen sie drauf und hoppala, Halleluja, wir haben ja das noch nicht gemacht und das noch nicht gemacht, Klammer auf, verdammt, wir waren trotzdem erfolgreich, Klammer zu. Und das taugt mir deswegen so unendlich, weil es uns natürlich schon eines zeigt, worum es eigentlich geht. Eigentlich geht es darum, den Kundinnen und Kunden Nutzen zu stiften und gleichzeitig, und das war jetzt sowas wie jetzt quasi vorneweg gleichzeitig klar, irgendwann kommt man in die Situation, dass man sagt, ja, jetzt möchte ich gerne die Grundlagen legen, möchte es gerne sauber machen, das Fundament legen, manche Dinge professionalisieren und da möchte ich dir ein paar Dinge mitgeben, Melanie.
Das Erste ist die Was ist wirklich fundamental? Und das zu bewerten, die Frage zu stellen, was ist wirklich von den Dingen, die du da jetzt angehen willst, was ist wirklich fundamental? Und mit fundamental meine ich spielentscheidend.
Also wo ist, wenn du da jetzt investierst, wo hebt ihr wirklich ein Potenzial nachher? Ich habe immer wieder schon im Podcast das Beispiel gebracht von Sägeschärfen. Ich weiß nicht, ob du es schon mal gehört hast das Beispiel vom Förster, der im Wald steht und mit einer stumpfen Säge am Baum steht und wie ein arischer Sagel einen hochroten Kopf hat. Und dann kommt ein Passant vorbei und Entschuldigen, Ihr Säge ist stumpf, Sie müssen die Säge schärfen. Und der Ich habe keine Zeit zum Säge schärfen, Ich muss sägen.
Und die Metapher steht natürlich sinnbildlich dafür, dass man, wenn du deine Säge schärfst, jetzt einmal zwar Zeit rausnimmst aus dem Spiel, aber danach schneller oder besser bist. Und diese kritische Beurteilung zu machen einmal auf was von den Dingen, die du da jetzt auf deiner Agenda hast, trifft das wirklich zu? Und was ist und das sage ich bewusst jetzt provokant, was ist wirklich? Was ist Malen nach Zahlen?
Also was ist Kosmetik? Was sagst Mein Gott, ich hätte so gern, ich fühle mich wohler, ich schlafe besser, wenn wir das irgendwie einmal sauber festgeschrieben haben. Aber eigentlich leistet für die Schärfe der Säge keinen Nutzen.
Für mich geht der erste Punkt sehr stark um den Punkt Es ist kein Perfektionswettbewerb zu gewinnen. Es ist der Kundennutzen und Kundinnen Nutzen Wettbewerb zu gewinnen. Das heißt wirklich mein erster Punkt für dich Prüfe gnadenlos, was schärft die Säge und was ist Kosmetik und Schönheitswettbewerb?
Weil gerade bei stark wachsenden Businesses, ich vergleiche das manchmal, Ich hab selber Unternehmen aufgebaut, die sehr stark gewachsen sind. Ich vergleiche das manchmal mit der Frage oder mit dem Beispiel, Du sagst du musst ein Flugzeug während sozusagen auf der Landebahn schon losrollt, musst noch die Flügel anschrauben und das Cockpit installieren und du fragst Was mache ich? Weil wir starten schon und dann am Ende baust du es während dem Fliegen, musst das umbauen schon wieder, bevor es landet.
Also das sind verrückte Herausforderungen. Wir zeichnen diese Folge auf nicht lange nach der US Präsidentschaftswahl. Ich meine, du musst dir mal vorstellen, die haben einen Zeitraum von achtzehn Monaten, wo sie von Null weg eine Operation aufbauen, wo sie zwei, drei Milliarden Dollar aufstellen und ausgeben müssen.
Das heißt, die bauen das Haus und müssen es quasi auf Null wieder abbauen bis zum Stichdruck. Da geht es nur um Wirkung. Natürlich musst du manche Dinge als Fundamentals regeln, die Organisation, die Abläufe, wie sind wir aufgestellt? Aber du musst eine sehr gute Abwägung treffen. Was ist heute Spielentscheidend? Und was ist wirklich notwendiges Fundament, das wir bauen müssen. Das heißt wirklich, mein erster Punkt an dich ist die kritische Auseinandersetzung mit der Frage, was ist wirklich ein Fundament? Also was schärft die Säge wirklich? Erster Punkt. Zweiter Punkt, wie lang beschäftige ich mich mit diesen Dingen, die als Fundament zählen?
Und das kann jetzt vieles sein. Du hast vorher gesagt, Abläufe, Prozesse, Positionierung, Zielgruppen. Natürlich ist es so, wenn ich die Klarheit in diesen Dingen habe, im besten Fall gehen andere Entscheidungen dann danach schneller. Das ist ja das Prinzip wieder vor Säge schärfen. Jetzt sage ich dir aber, du kannst ein Jahr lang an einer Positionierung arbeiten oder einen Tag und es ist nicht zwingend so, und das werden jetzt manche als provokant empfinden, dass die Positionierung nach einem Jahr daran arbeiten besser ist als nach einem Tag. Eines weiß ich mit absoluter Sicherheit, sie ist nicht um den Faktor drei hundert fünf und sechzig besser als die Positionierung, an der du nur einen Tag arbeitest.
Das heißt, die zweite entscheidende Frage ist, wie viel investierst du? Und da bin ich ein Freund von Prozessen und Timeframes, die uns nicht zum Overthinking incentivieren. Du bist unter den Premieren Gästen in meinem neuen Podcast Setting. Ich weiß, dass es welche am Markt gibt, die in sowas Monate investieren, Monate.
Wir haben die Geschichte in zwei Wochen auszimmert. Ja, könnte ich jetzt einen Monat machen? Ja, selbstverständlich könnte ich drei machen, könnte ein Jahr machen, selbstverständlich. Aber jetzt sage ich dein Geheimnis, ich kann es ja jederzeit noch besser machen. Das ist der Knackpunkt. Also auch hier wieder, es ist nicht malen nach Zahlen, es ist Work in Progress. Das heißt, der zweite Punkt ist wirklich eine bewusste Entscheidung. Wie lange beschäftigst du dich mit den Dingen? Und ich bin ein Freund davon, das immer eher mal kompakt zu machen.
Spricht was dagegen, einmal mit einem externen Partner, einer Partnerin einen Workshop zu machen zum Thema Positionierung, wo man einen halben Tag investiert oder einen Tag von mir aus überhaupt nicht. Sehr vernünftig. Würde ich daraus jetzt einen monatelangen Prozess machen? Auf keinen Fall. Weil offensichtlich, und jetzt sind wir wieder beim Punkt, offensichtlich seid ihr schon sehr gut am Markt unterwegs. Also geht es weniger darum, durch Denken Dinge zu lösen, als zu erkennen, warum ist ganz was anderes, gell? Also das ist viel mehr jetzt spuren lesen, was hat euch hierher geführt? Was macht euch so gut, als einen intellektuellen Prozess zu starten? Und das ist jetzt der Grund. Der Grund, warum ihr erfolgreich seid, ist das Spiegelbild davon, warum so viele, die am Anfang stehen, nicht erfolgreich sind, weil sie starten so als intellektuellen Prozess, wo sie eigentlich anfangen müssten, einfach einmal mit Kundinnen und Kunden zu arbeiten und erfolgreich zu sein und dann zu verstehen, warum das heißt.
Der zweite Punkt ist, wie lange redst du die Melanie grinst und immer, Also es gibt übrigens, wann wer wissen will, das Tolle ist ja, dass wir jetzt auch ein Video Setup haben, das ansehnlich ist, damit ihr sehen könnt, wie die Leute reagieren. Lachen ist immer innere Bestätigung. Also wenn die Seele lacht, dann weiß man immer, man hat was erwischt. Das ist der zweite Punkt für mich. Und der dritte Punkt, Melanie, euer Erfolgsrezept ist offenbar gnadenlose Kundenorientierung. Nimm das als Maßstab, um das auf alle Sachen drüber zu legen.
Also ich hab beim ersten Punkt gesagt, was macht euch wirklich besser? Also was ist wirklich ein Sägeschärfen? Der zweite Punkt war zeitliche Verdichtung, um an diesen Fundamenten zu arbeiten.
Und der dritte Punkt ist Raster, wo ich leg drüber, was dient dem Kundennutzen und den Dingen widmest du dich? Also es kann zum Beispiel sein, ist ja naheliegend, man sagt, okay, man geht jetzt zum Beispiel die Touchpoints durch. Wie ist das Kundenerlebnis in den Touchpoints?
Sehr vernünftige Sache. Sehr vernünftige Sache. Wohingegen jetzt eben sagen wird, theoretische Strategieformulierung, wo man monatelang einen Strategieprozess macht, weiß ich nicht, ob ich da jetzt rein investieren würde.
Also je näher am Kunden, umso besser. Also zusammenfassend, Melanie, mein Gedanke für dich ist wirklich, du bist ein wunderbares Beispiel dafür, wie es aus meiner Sicht richtig geht. Man ist zuerst erfolgreich am Kunden und dann sagt man, okay, was müssen wir jetzt, ich sage jetzt salopp nachträglich ein bisschen professionalisieren und was müssen wir tun, damit man diesen Vorsprung am Kunden an der Kundin halten? Und da kommt man schon von einer ganz anderen Richtung. Und die größte Gefahr bei dem Ganzen ist, und vor dem möchte ich warnen, ist in intellektuelle Schönheitswettbewerbe einzusteigen, wo man Es muss alles perfekt sein. Nein, es muss nicht perfekt sein, es muss Nutzen stiften und es muss gut laufen. Und dazu muss man nicht immer jedes Feld beim Malen nach Zahlen ausgefüllt haben.
Melanie, was denkst du dazu? Was tauchen da für Fragen auf? Ja, Wahnsinn. Dankeschön. Das war wahrscheinlich genau mein Problem. Wenn man betriebswirtschaftliche Ausbildung hat, lernt man aus dem Bilderbuch, wie es sein soll, was man nicht alles machen sollte. Und dann ist man in der Praxis und denkt man oh mein Gott, da passiert ja gar nichts gefühlt im ersten Moment, so wie es sein sollte. Und danke, ich glaube, deine Frage hilft mir da schon ganz gut weiter Mal Fokus aufs Wesentliche.
Also du hast Betriebswirtschaft studiert, Melanie Ja, Sie sind nicht schuldig. Ich habe auch internationale Betriebswirtschaft studiert und ich kann auch bestätigen, es lernt einem wahrscheinlich gut, wie man es ja auf einer Uni zu Recht findet, gewisses Basiswissen, aber es ist keine gute Idee, die Theorie der Praxis gnadenlos überstülpen zu wollen. Es gibt den wunderbaren Spruch manchmal viel Wissen macht Kopfweh.
Deswegen Fokus auf das Wesentliche. Und das Wesentliche ist, stetig daran zu arbeiten, den Kundinnen und Kundennutzen zu optimieren. Und ja, dazu gehört natürlich auch dazu, dass man die Prozesse dahinter so optimiert, dass weniger Reibung passiert.
Das gehört alles dazu, keine Frage. Aber nicht den Fokus aus den Augen zu verlieren, dass man auf einmal glaubt, es wird darum gehen, ein Bilderbuchunternehmen zu schaffen, das den universitären Stempel besteht. Nein, das ist nicht, sondern Grund, warum die meisten aller Uniprofessorinnen und Uniprofessoren und nichts gegen die forschende Zunft.
Mein Business Partner bei den Business Gladiators, der Alexander Zauner, ist Professor. Also ich war vorsichtig, aber es hat einen Grund, warum die meisten ja nicht erfolgreich Unternehmen aufgebaut haben. Also das eine ist das eine, das andere ist das andere.
Und die Kunst ist es richtig in die praktische Welt zu übersetzen. Und ich glaube, wenn du den Fokus wahrst, wird das eine gute Sache. So gut. Melanie Noch eine Frage aufgetaucht? Ja, großartig. Melanie.
Dann bleibt mir nur eines am Schluss zu viel Spaß beim Umsetzen. Wenn dir dieser Podcast gefällt, wenn er dir Freude bereitet, Nutzen stiftet und du ihn vielleicht sogar regelmäßig hörst, dann habe ich heute eine Bitte an Ich brauche deine Unterstützung, damit es der Podcast aufs nächste Level schafft. Was du dafür tun kannst, ist ganz Du abonnierst ihn auf deiner bevorzugten Plattform.
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