Folge 07 - Wie gesund ist mein Unternehmen?
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Arbeit am Unternehmen bedeutet, an der Zukunft zu arbeiten
Für Unternehmer bedeutet die Arbeit am Unternehmen primär, an dessen Zukunft zu arbeiten und in der Zukunft zu leben. Dies beinhaltet die Gestaltung der langfristigen Ausrichtung und die Antizipation zukünftiger Entwicklungen, um das Unternehmen zukunftsfähig zu machen.
“die Arbeit am Unternehmen für Unternehmerinnen und Unternehmer bedeutet vor allem auch an der Zukunft zu arbeiten und in der Zukunft zu arbeiten. Das heißt eigentlich in der Zukunft zu leben.”
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Bevor es losgeht mit dieser Folge von. Business Gladiators Unplugged, hier ein Hinweis in eigener Sache für alle meine Podcast Hörerinnen und Podcast Hörer. Am achtzehnter erster. Um achtzehn uhr eins veranstalte ich mein erstes Live Webinar in diesem Durchbruch zwei tausend drei und zwanzig alle Infos für dich auf philippmarathaner com.
Durchbruch zwei tausend drei und zwanzig und jetzt viel Spaß mit dieser Folge. In dieser Corona Krise ist das Thema Gesundheit wieder deutlich höher im Kurs und wir beschäftigen uns alle mit unserer persönlichen Konstitution. Wie fit sind wir, wie vital sind wir, wie gut ist unser Immunsystem?
Wie gestärkt sind wir? Wie steht es mit unserer Gesundheit? Aber wie schaue ich eigentlich auf die Gesundheit meines Unternehmens? Geht es da auch um Gesundheit?
Und wenn ja, auf welchen Ebenen ist das für mich messbar, darstellbar und auch beobachtbar? Für mich persönlich findet Gesundheit auf Unternehmensebene in drei Bereichen statt. Das eine ist sicherlich, und das ist das Entscheidende, in einer Phase wie der jetzigen, wo viele Unternehmen von einem Tag auf den anderen ihren Betrieb einstellen, reduzieren mussten oder von sinkender Nachfrage auch bedroht sind, das ist die finanzielle Gesundheit.
Deshalb der erste Punkt, wenn man so will, in dem Bereich der Vitalwerte, die man messen sollte, Wie steht es um meine finanzielle Gesundheit in dieser Zeit? Wie ist meine finanzielle Reichweite im Unternehmen? Wie weit komme ich auch in diesem allfälligen Notmodus, der hier jetzt vielleicht von mir verlangt ist?
Das heißt ganz konkret, wie viele Monate reichen meine Reserven? Ist es ein Monat, ist es zwei, ist es drei, ist es fünf, ist es sechs Monate? Ist es gar länger?
Das ist die erste Bewertung, die zu tätigen ist. Und da heißt für viele die Reserven reichen nicht mehr lange, die reichen vielleicht für ein oder zwei Monate. Und dann ist meine Empfehlung, sich nicht zu beschäftigen mit Themen wie der nächsten Strategie, Wie kann ich die Krise für mich als Chance begreifen, sondern dann ist das Fokus retten, was zu retten ist und tun, was zu tun ist.
Da gibt es aus meiner Sicht verschiedene Möglichkeiten. Einerseits die Angebote der Regierung, was Hilfe und Unterstützungsleistungen für die Unternehmen betrifft, auf der anderen Seite auch die Möglichkeiten der Kurzarbeit, interne Möglichkeiten auch zu sparen und schlanker zu werden. Gespräch mit den Banken, Unterstützungen aller Art, die man hier jetzt ausloten sollte, um die finanzielle Reichweite auch entsprechend zu erhöhen.
Das heißt, dass ich möglichst lange aushalten kann, auch bei niederen oder im schlimmsten Fall sogar ohne Umsätze. Das heißt, die finanzielle Gesundheit ist im Wesentlichen von einem Vitalwert aus meiner Sicht bestimmt und das ist die finanzielle Reichweite. Die zweite Ebene der Gesundheit ist für mich immer ganz entscheidend, ist die kulturelle Gesundheit im Unternehmen.
Unternehmenskultur ist ein wesentlicher Aspekt, wie gesund und wie schlagkräftig und wie stark ist ein Unternehmen? Ich merke das jetzt in meinem eigenen Unternehmen gerade, bin ich im positivsten Sinne fassungslos, was uns gelingt hier gerade und bin unendlich dankbar, dass ich mit einem Team in diese Phase gehen darf, das gefühlt noch nie stärker war. Nicht nur vom Team Spirit, vom Zusammenspiel und auch von den Fähigkeiten, sondern auch wirklich vom Commitment aufs gemeinsame Ganze noch nie stärker war als jetzt. Und das spürt man natürlich, wenn ein Unternehmen auch wie unseres von einem Tag auf den anderen ins Homeoffice wechselt, plötzlich alle das Büro verlassen, es dafür eigentlich nicht wirklich routinierte Prozesse gibt und dann trotzdem aber alles wie am Schnürchen läuft. Das ist schon ein Zeichen dafür, dass die kulturelle Gesundheit extrem hoch ausgeprägt ist. Kulturelle Gesundheit ist sicherlich schwieriger messbar. Wir versuchen es trotzdem zu tun, indem wir immer wieder eine Pulsmessung machen. Wir messen die Stimmung im Team, wir messen die Energie im Team, wir schauen in unseren regelmäßigen One on Ones und unsere wöchentlichen Reflexionen mit dem Team, wie ist es wirklich um die kulturelle Kapazität des Teams bestimmt. Wir achten extrem darauf, werden die Werte gelebt im Unternehmen? Und ganz Werte wie Respekt, Wertschätzung, Verantwortungsgefühl, Hingabe und Einsatz, die sind, wenn man gerade nicht gemeinsam physisch miteinander die Zeit im Büro verbringt, noch unendlich viel wichtiger, als wie das wirklich in der physischen Präsenz auch ist. Und so ist die kulturelle Gesundheit wirklich, beschreibt sie aus meiner Sicht die Stärke eines Teams als Team, wirklich, wenn man so will, die seelische Substanz eines Unternehmens.
Das heiß Wie stark ist wirklich die Energie? Was sind wir als Team in der Lage zu leisten? Wie gut spielen wir zusammen? Wie gut verstehen wir uns? Wie stark werden Werte gelebt?
Wie stark ist die Bande zwischen uns als Team? Das ist die zweite Ebene. Die dritte Ebene aus meiner Sicht der Gesundheit ist die strukturelle Gesundheit oder substanzielle Gesundheit.
Da steht für mich dahinter tatsächlich das Angebot des Unternehmens und die gesamte Kette dessen, was es braucht, um dieses Angebot auch dem Kunden auszuliefern, den Nutzen dort zu stiften. Das heißt, die Struktur, die Prozesse und die Substanz des Angebots an sich ist aus meiner Sicht der dritte Bereich der Gesundheit, die strukturelle Gesundheit. Also wie gut sind wir in der Lage, Nutzen am Kunden zu stiften? Auf der einen Seite, wie hoch wird der Wert dessen, was wir tun, empfunden auf der anderen Seite, wie gut sind wir in der Lage, diesen Wert auch tatsächlich auszuliefern?
Also wie geölt, wenn man so will, funktioniert die Wertschöpfungskette? Das sind aus meiner Sicht drei Bereiche, anhand derer ich die Gesundheit meines Unternehmens bemessen kann.
Ein vierter Bereich, das eins, wenn man so will, zu diesem Dreieck, bildet die Zukunftsenergie des Unternehmens. Das heißt schon die Wie weit sind wir auch im Morgen bereits aktiv? Ich betone das immer wieder, dass die Arbeit am Unternehmen so entscheidend ist und die Arbeit am Unternehmen für Unternehmerinnen und Unternehmer bedeutet vor allem auch an der Zukunft zu arbeiten und in der Zukunft zu arbeiten. Das heißt eigentlich in der Zukunft zu leben. Ein Geschäftspartner von mir hat lange Jahre das so formuliert, indem er gesagt Wenn sich der Philipp über was Gedanken macht, dann kann man beruhigt sein, weil es wird frühestens in zwei Jahren dann schlagend und da war schon was Wahres dran. Als Unternehmer verstehe ich meine Aufgabe, eben auch im Morgen zu leben und auch damit die Zukunft des Unternehmens zu gestalten. Das heißt, wenn man so will. Der vierte Faktor der Unternehmensgesundheit ist die Zukunftsgesundheit, wenn man das so nennen will. Das heißt die Fähigkeit, wie stark wir schon auch im Morgen präsent sind, um zukünftige Entwicklungen vorherzusehen. Ich glaube, jetzt ist der Zeitpunkt für alle Unternehmen, die Gesundheit auch nicht nur auf der persönlichen Ebene in den Vordergrund zu stellen, sondern auch die Unternehmerinnen und Unternehmergesundheit in der Person, aber eben auch in Bezug aufs Unternehmen zu achten. Und das sind die drei Bereiche aus meiner Sicht. Finanzielle Gesundheit auf der einen Seite, Kulturelle Gesundheit auf der zweiten Seite, Strukturelle Gesundheit auf der dritten Seite. Und das eins ergibt die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, somit die Zukunftsgesundheit, wenn man so will.
Das heißt, wie stark sind wir auch schon im Morgen präsent, um zukünftige Entwicklungen mitzubestimmen? Ich würde auch die Reihenfolge in dieser Serie ansetzen. Ich glaube, dass jetzt die entscheidende Frage ist, dass Unternehmen eine Pulsmessung machen müssen und zunächst einmal schauen müssen, wie ist meine finanzielle Gesundheit? Komme ich über die nächsten Monate drüber? Bin ich in der Lage, proaktiv zu gestalten und zu versuchen, diese Krise auch als Chance für das Unternehmen zu nutzen? Oder ist die finanzielle Gesundheit so angeschlagen, dass es jetzt Hilfe braucht? Und wenn die Antwort Ja, es braucht jetzt Hilfe, dann gibt es eine Prio eins und sonst nix. Und um die muss man sich jetzt kümmern.
Wenn es die finanzielle Gesundheit erlaubt, dann kann man in die Chancendiskussion einsteigen. Und das ist das, was viele Unternehmerinnen und Unternehmer in den nächsten Monaten ausführlich beschäftigen wird, nämlich nicht nur die Frage, wie komme ich durch die Krise durch, sondern auch, wie komme ich aus dieser Krise dann stark wieder heraus.