Folge 131 - Kultur_ Wie finde und binde ich großartige Mitarbeiter_innen_ (2_2)
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Allein auf Gehalt zu bauen, ist ein schwieriger Wettbewerb
Wenn ein Unternehmen seine Mitarbeiterbindung ausschließlich auf hohe Gehälter stützt, begibt es sich in einen harten Wettbewerb, der schwer zu gewinnen ist. Es reicht aus, dass ein Konkurrent ein paar Prozent mehr zahlt, um die Mitarbeiter wieder zu verlieren, da die Bindung nicht auf tieferen Werten basiert. Dies macht Gehalt zu einem instabilen Bindungsfaktor.
“Wenn du alleine auf Gehalt baust, dann bist du in einem Wettbewerb, der könnte hart werden, weil es reicht, dass einer um die Ecke kommt, der mehr zahlt als du.”
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Wie finde und binde ich die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Teil zwei Wir sind in Teil zwei dieser echten Unplugged Folge. Wenn du Folge eins gehört hast, dann weißt du schon, unplugged ist echt gemeint und hat in dem Fall bedeutet, dass ich bei der Aufnahme dieser Folge vergessen habe oder das Mikro meines Podcast Geräts nicht ordentlich eingesteckt war. Es war also im wörtlichsten Sinne unplugged. Ich habe mich aber dazu entschieden, diese Folge nicht wegzuwerfen, sondern dir auch ausnahmsweise in dieser anderen Qualität zur Verfügung zu stellen, weil ich den Content retten will. Und jetzt denkst du dir vielleicht, Philipp, ich mein, nimm sie doch einfach noch mal auf. Ja, das ist nicht der Sinn von unplugged. Der Sinn von unplugged ist, was rauskommt, kommt raus. Und es wäre nicht unplugged, wenn ich jetzt dann zum Nachdenken anfange, wie habe ich das damals erzählt und wie erzähle ich das dieses Mal und kann irgendwas besser machen, kann immer das besser strukturieren. Auf einmal ist es nicht mehr unplugged.
Unplugged ist es nur, wenn es eins zu eins ungefiltert übernommen wird. Und es bedeutet in diesem Fall eben. Leider, du musst ein paar Minuten aushalten mit schlechterer Tonqualität, aber mit hoffentlich höherem Contentwert.
Ich freue mich, dass du in dieser zweiten Ausgabe oder diesem zweiten Teil der Folge Wie finde und binde ich die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei bist und wünsche dir viel Spaß dabei. Willkommen hier bei Teil zwei dieser Sonderfolge zur Wie finde und binde ich die. Und die Frage bewegt unendlich viele.
Und in der letzten Folge haben wir vor allem darüber Wie finde ich diese Leute? Wie rekrutiere ich? Wie schaffe ich das auch in diesen Zeiten des Wettbewerbs um Talente, manchmal sogar der War of Talents genannt Wie schaffe ich es auch in dieser Zeit Menschen zu rekrutieren?
Der zweite Punkt und genau darüber wollen wir heute reden, ist dann natürlich die Naja, wie schaffe ich es, dass diese. Menschen dann auch tatsächlich bei mir andocken. Wollen und bleiben wollen?
Und da möchte ich dir die wichtigste Sache einfach gleich mal vorab sagen Verabschied dich von der Tatsache oder verabschied dich von der Hoffnung, dass Menschen ihr Leben bei dir verbringen werden. Ich glaube, diese Zeiten sind vorüber und auch wenn es Ausnahmen nach wie vor gibt, dann wirst du damit leben müssen, dass Menschen immer nur ein Stück des Weges mit dir gehen und dass du als Unternehmen halt einfach auch in gewisser Hinsicht limitiert bist, was die Möglichkeit angeht, Menschen die notwendigen Perspektiven für ihre eigene Entwicklung weiterzugeben. Da haben natürlich viele stark wachsende Unternehmen, Startup Unternehmen große Möglichkeiten, weil sie einfach diese im Wachstum so überschlagen, dass es so viele Möglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt, da was Neues zu tun und sich weiterzuentwickeln.
Aber auch diese Start ups kommen irgendwann einmal an einem Punkt an, wo dieser Drive und dieser Hype dann vorüber ist. Und auch dann spätestens ist es so, dass oft Schlüsselkräfte das Unternehmen verlassen. Das heißt, der wichtigste Punkt vorab ist ein grundsätzlicher Wechsel in deinem Unternehmen.
Und auch eine zugenommene Dynamik beim Wechsel in deinem Unternehmen ist völlig normal. Du bist im Regelfall als Unternehmen eine Station am Lebensweg deiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich selber muss mir das immer wieder vor Augen führen, weil ich gehöre zu denen, die nehmen fast persönlich von jemand das Unternehmen verlässt und das ist jetzt nicht mehr der richtige Wegbegleiter für mich.
Dann führe ich mir wirklich immer vor Augen. Es ist so. Menschen leben ihr Leben.
Menschen haben unterschiedlichste Dynamiken in ihrem Leben. Manche erfinden sie an unterschiedlichen Punkten immer wieder komplett neu, manche machen einen kompletten Richtungswechsel, manche wollen einmal Gas rausnehmen, manche wollen Gas drauflegen. Es gibt so viele Dynamiken und nicht jede dieser Dynamiken kann ein Unternehmen beantworten.
Und darum ist es komplett normal, dass grundsätzlich Wechsel in deinem Unternehmen stattfindet. Das ist einmal die erste wichtige Information. Natürlich ist Wechsel schmerzhaft, weil es heißt vor allem, dass du auch wieder neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchst, dass du die wieder an Bord holen musst und dass du auch wieder schauen musst, dass die in die Wirksamkeit, in die Kraft und in die Produktivität kommen. Aber ich sage dir eins Ich glaube tatsächlich, dass genau aus diesem Grund das zu einer Schlüsselfähigkeit wird, die über den Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen bestimmt Wie gut bin ich in der Lage, neue Menschen zu gewinnen, sie rasch an Bord zu holen und auch rasch in die Produktivität und in die Wirkung zu kriegen. Also dieser Faktor wie gut bin ich im Onboarding neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie gut bin ich Gewinnen neuer Kräfte, ist glaube ich wirklich eine Differenzierung, die herausragende Unternehmen von durchschnittlichen Unternehmen unterscheidet und die bei manchen vielleicht sogar zur Überlebensfrage werden kann.
Deshalb nehmen wir das als Grundlage. Grundsätzlich ist Wechsel normal die Bindung auf Lebenszeit. Das ist ein Konzept aus der Vergangenheit.
Das ist in einzelnen Bereichen noch der Fall. Grundsätzlich würde ich damit in dieser Dynamik heute nicht rechnen. Wir haben zwei Basisfaktoren, die natürlich gegeben sein müssen oder die helfen, würde ich mal sagen, um gewisse Grundlagen zu schaffen, auf der du Bindung aufbauen kannst. Ich glaube, sie sind nicht die bindenden Faktoren. Sie können behinderte Faktoren sein, aber sie sind nicht die bindenden Faktoren.
Das eine ist natürlich die Kompensation und das andere ist tatsächlich der fachliche Einsatz, die fachliche Orientierung der jeweiligen Kraft. Und es kann passieren, dass an beiden Fronten das Fundament rissig wird, dass jemand sich nicht gut genug bezahlt gefühlt, dass jemand sagt, es ist diese Sache, diese fachliche Ausrichtung, einfach nicht mehr meine oder nicht mehr ihre oder nicht mehr seine Ausrichtung. Das kann passieren und dann kriegt dieses Fundament, wo wir Bindung drauf aufbauen, natürlich Risse.
Ich habe aber tatsächlich festgestellt, dass die wahren Bindungsfaktoren woanders liegen und ich würde diese in dreierlei Hinsicht verorten. Das eine ist der Purpose, die Vision des Unternehmens. Ich habe tatsächlich festgestellt, einer der wichtigsten Punkte, ob Menschen Teil eines Unternehmens bleiben wollen, ist die Fühlen sie sich der Vision des Unternehmens, der Richtung des Unternehmens verbunden? Ist die Richtung, in die das Unternehmen strebt, eine Richtung, die sie unterstützen können, eine Richtung, an die sie glauben. Etwas, wo sie dabei sein wollen, wo sie Teil davon sein zu wollen, setzt natürlich voraus, dass du deine Richtung und deine Vision auch kennst und dass du die auch entsprechend mit deinen Miteinand Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besprichst und dass du auch die Bedeutung dessen, was du hier tust, in der Lage bist, immer wieder herauszuschieben.
Weil rede ich nicht bei Vision immer nur von den tollen Start ups, die alle eben doch die Welt dreimal verändern oder gar retten, sondern diese Bedeutung kann in jedem Unternehmen stattfinden. Nehmen wir her, ich schau beim Fenster raus und schau auf die schöne Stadt Wien mit vielen Unternehmen und weiß ein paar, wo sie hier sitzen und ich blicke auf ein riesengroßes Reinigungsunternehmen. Ich würde mal sagen, die Bedeutung dessen, was dort jeden Tag gemacht wird, ist riesig. Ich denke mir jeden Tag, wenn an mir zum Beispiel Szenewechsel ein Müllwagen vorbeifährt. Die Bedeutung dessen, was da stattfindet, ist gigantisch.
Also wir sind nicht nur in der Weltretterszene unterwegs, sondern Bedeutung des eigenen Tuns. Purpose Vision Richtung ist etwas, das in jedem Unternehmen herauszuarbeiten ist. Unternehmen, das stellt vielleicht nur Es gibt solche Unternehmen, die sind weltmarktführende Bereiche, die stellen einen bestimmten Teil einer großen Maschine her. Stellen wir uns vor, der Teil wäre nicht und die Maschine wäre nicht und könnte damit nicht den Job tun, den sie tut.
Das heißt, die Bedeutung herauszuarbeiten ist das eine. Das ist der Grund, warum Menschen bleiben. Sie glauben an das, was hier gemacht wird. Der erste Punkt. Der zweite Punkt ist die tatsächliche Unternehmenskultur. Die Werte des Unternehmens. Menschen fühlen sich wohl unter Gleichgesinnten und gleichgesinnt heißt nicht gleichgeschalten. Ich glaube, Menschen lieben Vielfalt. Sie lieben das Spannungsfeld zwischen Vielfalt auf der einen Seite und Gleichgesinnten auf der anderen Seite. Seite. Unternehmenskultur darf nie dazu führen, dass du gleichgeschaltete Menschen in deinem Unternehmen hast.
Aber es darf dazu führen, dass es einen gemeinsamen Nenner gibt, einen gemeinsamen Nenner an Werten, von denen vieles ausgeht, Dass zum Beispiel ein Unternehmen respektvoller Umgang zählt, dass in einem Unternehmen auch zählt, wie wir zusammenarbeiten, wo es darum geht, Ergebnisse für unsere Kundinnen und Kunden zu erzielen, dass es darum geht, wie trauen wir, wie halten wir die Energie im Unternehmen hoch. Also unterschiedlichste Werte, wo es auch wirkliche Festlegungen gibt. This is how we do it.
So läuft bei uns der Hase, wenn du bei uns bei der Tür reinkommst. Das ist das, worauf wir uns gemeinsam committen. Und darüber hinaus herrscht Vielfalt, Buntheit, Individualität.
Aber es gibt auch was, was uns verbindet. Und diese Werte herauszuarbeiten ist was Das ist einer der entscheidendsten Prozesse, finde ich, im Unternehmen überhaupt. Ich stelle fest, dass bei uns einer der großen Gründe ist, warum Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei uns Blei oft sogar länger bleiben, als ihnen der eigentliche Job Spaß macht. Deswegen habe ich vorhin gesagt, das eine sind Faktoren, die behindern können, aber die wahren Bindungsfaktoren finden woanders statt. Das heißt, Unternehmenswerte herauszuarbeiten ist entscheidend.
Und auch da vielleicht ein Hinweis, ich werde eine eigene Folge dazu machen. Das ist kein demokratischer Prozess. Was wollen wir für Werte haben? Da kann herauskommen Werte, die du vielleicht als Unternehmerin oder Unternehmer nicht teilst. Und dann wünsche ich dir viel Spaß.
Jeden Tag in ein Unternehmen gehen, das deine Werte nicht teilt. Natürlich geht es von dir als Unternehmerin, als Unternehmer aus und du legst fest, was in diesem Unternehmen an Werterahmen herrscht. Mit deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kannst du die dann gemeinsam ausfüllen, ausformulieren, Beispiele dafür finden, ableiten, welche Normen oder Regeln oder Verhaltensweisen das im Unternehmen produzieren soll. Aber die Werterichtung an sich, die legst du fest und du findest sie meistens auch im Gründungsgeist und in der Unternehmerinnen und Unternehmerpersönlichkeit. Ganz spannende Prozesse, wo wir vielleicht eine eigene Folge dazu produzieren. Ich bin mit meinem Unternehmer Business Claddis Consulting da ja intensiv drinnen, Unternehmen in diesem Prozess zu begleiten und wir dürfen immer wieder erleben, was für eine unfassbare Kraft das freisetzt als Unternehmenskultur. Die Verbundenheit zu den Werten und zur Wertegemeinschaft eines Unternehmens ist der zweite Grund, der zu massiver Bindung führt.
Und der dritte Punkt und erlebe ich zunehmend als bedeutsam, ist dieses Unternehmen in der Lage, mir Raum für persönliches Wachstum und persönliche Verwirklichung zu schaffen. Und das halte ich für wirklich ein Schlüsselpunkt, der aus meiner Sicht immer entscheidender wird. Unternehmen haben mittlerweile so eine umfassende Rolle. Wir verbringen noch immer so viel Zeit in unserer Arbeit, dass es wirklich ein Schlüssel Wie können wir uns dort auch entfalten? Wie können wir über uns hinauswachsen? Ein Unternehmen hat mittlerweile eine viel bedeutsamere Rolle als nur die fachliche Weiterbildung. Es ist auch eine Frage des Selbstverständnisses. In meinem Unternehmen gibt es einmal in der Woche ein sogenanntes Flywheel Meeting, ein Schwungrad Meeting, wo wir gemeinsam in Schwung bleiben bei den wichtigen Themen, wo ich immer wieder und regelmäßig auch Sessions zur persönlichen Weiterentwicklung und zum persönlichen Wachstum abhalte, wo es um Dinge geht, wo man glauben könnte, das hat mit der Firma eigentlich nichts zu tun. Ich kriege auch aus unserem Team immer wieder rückgespiegelt, dass das, wie wir hier Werte leben, wie wir miteinander umgehen, womit wir hier uns auf persönlicher Ebene beschäftigen, dass es was ist, wo viele auch im Privaten extrem profitieren. Vor allem ein Unternehmen, wo vielleicht auch viele junge Leute aktiv sind, hat auch eine Rolle als persönlicher Wachstumsbegleiter im Leben von Menschen.
Aber es ist gar keine Altersfrage. Wir sind ja bunt gemischt in den Alterskategorien in meinen Firmen. Und das ist eine Rückmeldung, die quer durch die Bank geht, also Raum für persönliches Wachstum, für persönliche Verwirklichung schaffen.
Wie kann jemand sich bei dir entfalten, besser werden, über sich hinauswachsen, persönlich, fachlich, in jeder Hinsicht diesen Rahmen zu schaffen, Platz dafür zu schaffen. Das ist was, das Menschen wirklich auch bei dir hält. Und das ist aber gleichzeitig auch der Knackpunkt, wo es irgendwann einmal zum Punkt kommen kann, was vielleicht mit dir als Unternehmen nicht mehr vorangeht, weil jemand einfach eine bestimmte Nackstumsstufe übersprungen hat und es keine adäquate Rolle mehr gibt im Unternehmen, die dem gerecht wird. Ich bin ja wirklich ein harter Brocken, wenn es darum geht, dass jemand überlegt, was anderes zu machen. Also wenn man jemanden bei uns im Unternehmen halten will, dann bin ich richtig intensiv, vor allem dann, weil ich davon überzeugt bin, dass wir der bessere Platz sind, damit jemand zur Entfaltung kommt.
Und der Moment aber und ich muss es so sagen, wo ich mich dann geschlagen gebe, ist einfach der Moment, wo ich draufkomme, die Person, die würde woanders jetzt besser wachsen, einfach weil es andere Möglichkeiten dort gibt. Und immer wieder habe ich schmerzhaft, natürlich persönlich schmerzhaft, weil es ja meistens Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren, die mir sehr am Herzen gelegen sind, die mich oft lang begleitet haben, feststellen müssen, ja, ich glaube, du bist woanders jetzt besser dran. Und das ist doch, ich würde fast sagen, wahre Freundschaft oder wahre Verbundenheit, wenn du so ehrlich zu wem sein kannst. Und sagst du ich schätze das unglaublich, was du für mich tust und getan hast. Dein Potenzial ist gigantisch und ich glaube aber, du solltest jetzt woanders einen Schritt machen. Du kommst da jetzt bei uns nicht ausreichend voran, wie es deinem Potenzial entspricht. Ich hab vor kurzem einen Mitarbeiter, der mich viele Jahre begleitet hat, in einem extrem wichtigen Bereich, mich unterstützt hat über viele Jahre und einfach großartig war, nachdem ich wirklich lange probiert habe, was könnte man tun?
Kann man bei uns im Unternehmen eine Rolle schaffen? Wollen wir gemeinsam was Neues starten und so weiter und so fort. Irgendwann habe ich Nein, ich glaube, es ist einfach richtig, er macht was anderes und das hat lange gedauert, aber irgendwann habe ich die Erkenntnis gehabt und ich habe das Gefühl, er war sehr bewegt und dankbar dafür. Dass ich so ehrlich und aufrichtig bin und das auch ausspreche und zugestehe. Das heißt, es ist deine Aufgabe als Unternehmerin, Platz für Wachstum und Verwirklichung zu schaffen in deinem Unternehmen. Da wirst du mehr tun müssen als je zuvor. Wir bieten in meinem Unternehmen Coachings an, wir bieten persönliche Weiterentwicklung an.
Wir haben regelmäßige One on Ones mit unseren Führungskräften, wo Feedback gegeben wird, wo es um persönliches Wachstum geht. Also es ist eine bunte Vielfalt an Maßnahmen, die dazu führen. Und ich glaube, du solltest dich da wirklich reinhängen, weil das ist es, was Menschen beihält. Menschen, die wachsen, fühlen sich lebendig und Menschen wollen sich lebendig fühlen.
Einmal mehr Platz, wo sie jeden Tag so viele Stunden verbringen. Es sind für mich drei Faktoren, die diese Bindung an Unternehmen letzten Endes ausmachen. Das erste ist die Vision der Purpose.
Glauben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das, was wir hier tun? Glauben sie an die Richtung? Glauben sie an das, wo wir uns hin entwickeln?
Ist das ein Ziel, wo sie auch anknüpfen können? Das zweite Fühlen sie sich den Werten des Unternehmens verbunden? Fühlen sie diesen Gemeinschaftssinn und diese Zugehörigkeit.
Zugehörigkeit ist einer der stärksten Bindungsfaktoren überhaupt. Wenn sie diese Zugehörigkeit fühlen, dann fühlen sie sich gebunden. Und das dritte Haben sie das Empfinden, dass sie einen Raum für Wachstum und Verwirklichung gefunden haben.
Und wenn du diese drei Dinge richtig gut meisterst, dann sind die anderen beiden Fundamentfaktoren, nämlich Kompensation auf der einen Seite und die fachliche Tätigkeit. Eigentlich haben wir nur mehr so was wie Hygienefaktoren, aber nicht mehr wirklich die spielentscheidenden Faktoren. Natürlich kannst du auch sagen, du bist das Unternehmen, das einfach doppelt so viel zahlt wie alle anderen. Dann wirst du auch tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kriegen, aber nur so lang, bis der nächste ein paar Prozent mehr zahlt. Also wenn du alleine auf Gehalt baust, dann bist du in einem Wettbewerb, der könnte hart werden, weil es reicht, dass einer um die Ecke kommt, der mehr zahlt als du.
Und du bist die Mitarbeiterin, den Mitarbeiter wieder los, darauf alleine zu bauen. Das ist eine wirklich schwierige Sache. Unternehmenskultur ist beständiger.