Folge 158 - Mindset_ Wie überwinde ich die Angst, mich zu exponieren_
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Akzeptanz, dass der eigene Beitrag nicht für jeden reicht
Es ist wichtig zu akzeptieren, dass der eigene Beitrag nicht für jeden ausreichen wird. Man gibt, was man zu geben hat, in aller Echtheit und Verletzlichkeit. Wenn das nicht genügt, muss man es bedauern, aber auch loslassen können, da man nicht mehr zu bieten hat.
“Und wenn es nicht reicht, dann tut es mir leid für alle, die gekommen sind, weil mehr habe ich nicht zu bieten. Und da sind wir eben beim dritten Punkt ist Gib, was du zu geben hast”
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Wie überwinde ich die Angst, mich zu exponieren? Neue Woche, neues Glück hier bei Business Gladiators unplugged. Herzlich willkommen zurück und danke fürs Einschalten. Wir reden über aus meiner Sicht eine der spannendsten Fragen überhaupt, vor allem deswegen auch, weil mich wenige Fragen öfter erreicht haben in den letzten wenigen Wochen, nämlich die Frage was tue ich, wenn ich wirklich Angst habe, mich zu zeigen, mich zu exponieren?
Und ich rede in meinem Content sehr oft darüber, dass es darum geht, auch wirklich unser authentisches Selbst in den Ausdruck zu bringen, damit auch wirklich Menschen zu berühren, zu bewegen, zu begeistern und am Ende auch dem eigenen Business damit Flügel zu verleihen. Und ich bekomme auf das wirklich sehr oft Response, unter anderem auch von Michael, der mir auf Instagram eine Sprachnachricht geschickt hat mit genau dieser Frage. Guten Morgen, Philipp. Ich möchte mich bedanken für das gestrige Frühstück und den Podcast.
Bin gerade am Nachher, bin sehr begeistert, dankbar, das hören zu können. Danke für deine Klarheit und Sicht auf die Dinge und einfach danke. Und eine Frage ist wie überwinde ich meine Angst vor Sichtbarkeit? Wie überwinde ich meine Angst davor, sichtbar zu werden? Danke und einen wunderschönen Tag noch.
Vielen Dank, Michael, für die Frage, die mir wirklich von so vielen gestellt Wie überwinde die Angst vor der Sichtbarkeit? Und ich möchte die Frage einfach gleich mal umtexten, weil es geht in Wahrheit um ganz was anderes. Wie überwinde ich die Angst davor, was die anderen sagen? Wie überwinde ich die Angst vor dem Urteil anderer?
Wie überwinde ich die Angst davor, was andere Menschen denken? Und ich glaube, das Wichtige, das Wichtigste, was wir vorneweg festhalten dürfen, ist, wir reden da gerade über eine Sache, die wir nicht unter Kontrolle haben. Ich habe keine Kontrolle darüber, was du der oder die du mir jetzt gerade zuhörst über diesen Podcast, über mich denkst.
Ich habe keine Kontrolle. Ich kann auch nichts tun, um das zu kontrollieren. Am Ende heißt sich zu exponieren, die Kontrolle abzugeben. Und das ist es am Ende.
Ja genau, was uns so viel Angst macht, weil wir Menschen einfach immer danach streben, die Kontrolle zu haben. Aber gerade öffentliche Meinung, Urteil anderer ist etwas, das wir nicht kontrollieren. Und deswegen, und wenn du diesen Podcast schon immer wieder mal gehört hast, ist der wichtigste Ratschlag, den ich dir geben kann, konzentriere dich auf das, was du kontrollieren kannst. Die Meinung anderer gehört definitiv nicht dazu. Wenn ich auf die Bühne steige, vor fünf hundert Leuten, vor ein tausend Leute, während ich diesen Podcast aufnehme, bin ich wenige Tage vor einer wirklich großen Tournee, würde ich fast sagen, wo ich innerhalb von fünf Tagen von wahrscheinlich fünf, sechs, sieben tausend Menschen auftreten werde. Und ich weiß jetzt schon, ich habe keine Kontrolle darüber, was die über mich denken werden. Und wenn ich mich jetzt den ganzen Tag damit beschäftige, was tue ich, um möglichst denen zu gefallen? Dann spiele ich ein riskantes Spiel, weil die Wahrheit ist, ich habe keine Ahnung, wer da im Publikum sitzt, ich habe keine Ahnung, wer meine Social Media Posts liest, ich habe auch keine Ahnung, wer jetzt gerade diesen Podcast hört.
Und zu versuchen, die Meinung oder den Blickwinkel von Menschen zu, ich sag's bewusst so manipulieren, die ich nicht einmal kenne, auf die ich keinen Einfluss habe, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Und es produziert vor allem eines, und das ist aus meiner Sicht das Gefährlichste überhaupt. Es produziert einen Versuch, sie an jemanden anzubiedern und zu verbiegen um des Effekts willen und eines Effekts willen, den du nicht unter Kontrolle hast. Und deswegen ist mein erster und wichtigster Ratschlag für alle, die vor dem Schritt stehen, sich zu exponieren, Konzentrier dich auf das, was du unter Kontrolle hast. Und was du unter Kontrolle hast, ist, was du beiträgst und was du gibst.
Und einer der wichtigsten Schritte, den ich mache, und glaub mir eins, und das möchte ich dir an der Stelle wirklich sagen, wenn du glaubst, ich bin frei von diesen Zweifeln, frei von den Zweifeln, dass ich mir Gedanken darüber mache, was denken andere, dann muss ich dich leider enttäuschen. Ich übe und werde immer besser drin, mich davon zu lösen, aber ich bin weit weg davon, frei zu sein. Es gibt nur immer die Situation, wo mir jemand unter einem Social Media Posting drunter kotzt und da für meine Verhältnisse ungerecht ist, dass mir das trifft. Ich übe aber immer mehr, mich davon zu lösen. Aber der entscheidende Punkt ist, ich schaffe es immer öfter, aus dem rauszukommen, indem ich mich auf das konzentriere, was ich kontrollieren kann. Und das ist, was ich beitrage. Und das ist aus meiner Sicht Trick siebzehn oder der Er Schmäh, wie man so schön sagt, auch um dich selber zu überlisten. Wenn ich vor einem Bühnenauftritt nervös bin und mir denke, bitte, und solche Gedanken habe ich, um dir das zu sagen, ich denke mir dann bitte, warum laden die mich ein? Wahnsinn, die Vorrednerin, der Vorredner, die war super, was soll ich da noch erzählen und so weiter. Also ich hab all diese Gedanken immer wieder, da gibt es einen Weg, wie ich mich raushole und das Ich konzentriere mich darauf, einen Nutzen zu stiften. Was habe ich zu geben? Und den Rest, der liegt in den Händen, woran auch immer du glaubst, der Götter des Universums, des Schicksals, was auch immer, den Rest übergebe ich, für den Rest übernehme ich keine Verantwortung mehr.
Das heißt, ich konzentriere mich auf meinen Beitrag. Und das ist für mich der entscheidende Schlüssel, weil es zwei Dinge tut. Erstens einmal, wenn du dich auf deinen Beitragen konzentrierst, dann kommst du raus aus deiner Egozone, wo es nur darum geht, dass du gut ausschauen willst oder dass du gut dastehen willst. Und das zweite ist, wenn du dich aufs Beitragen konzentrierst, dann tust du deinen Job, den Job, den du leisten kannst und den Rest übergibst du. Und ich hab für mich irgendwann gesagt, solange einer Person Nutzen stiftet, habe ich meinen Job eigentlich getan, wenn ich meinen Beitrag leiste. Und das bringt mich zum zweiten Punkt. Der erste war, du versuchst, was zu kontrollieren, was nicht zu kontrollieren geht und du konzentrierst dich aufs Beitragen. Das ist der erste Punkt. Der zweite Punkt ist, ich sage, wenn es einer Person Nutzen stiftet, dann habe ich meinen Job getan.
Und das ist mir wirklich extrem wichtig. Wenn du mit dem Gedanken spielst, dich zu zeigen auf Social Media, auf einer Bühne, bei einem Auftritt, in einer Werbung, whatever, dann gehst du in diese Nutzenhaltung. Und damit kommst du in eine Haltung, wo du sagst, wenn es einer Person was bringt und jetzt möchte ich dich kurz einmal zurück oder möchte ich euch, die ihr heute zuhört, einfach nur mal kurz zurückbeamen an den Anfang dieser heutigen Podcast Folge, wo ich die Frage von Michael eingespielt habe. Und dann habt ihr, wenn ihr noch einmal zurückspulet, habt ihr wahrscheinlich gemerkt, dass die Frage unendlich wertschätzend und dankbar begonnen hat. Klammer auf, wie eigentlich alle Fragen, die mir regelmäßig geschickt werden und alle diese Feedbacks, die ich da einspiele, unendlich wertschätzend und dankbar beginnen.
Und das bringt mich zum Punkt, diese Menschen, wie der Michael wie du oder die du jetzt gerade zuhörst, ihr seid diejenigen, für die ich das mache. Ich mache das nicht für die Quatschköpfe auf Social Media, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als Menschen unter ihre Beiträge zu kotzen, um sie klein zu machen, nur damit sie sich selber besser fühlen. Für die Quatschköpfe mache ich das nicht. Ich mache es für diese unendlich wertschätzenden Menschen und dankbaren Menschen, die wirklich mit dem was anfangen können, was ich da versuche beizutragen.
Und das bringt mich zu diesem zweiten Punkt. Der zweite Punkt. Beschäftige dich mit der Frage, was du der Welt an Geschenk nimmst, wenn du dich nicht zeigst, was du der Welt an Geschenk nimmst, wenn du nichts beiträgst, wann du in deinem Fuchsbau bleibst, wann du in deiner Höhle bleibst und all das, was du zu geben hast, für dich behältst.
Das ist wirklich alles andere als nett. Und wir glauben ja immer nur, dass wir mit dem, dass wir uns nicht zeigen und nicht exponieren, dass wir dann anderen einen Gefallen tun, weil die glauben dann, was glaubt er, wer er ist oder wie wichtig nimmt sie sich und all diese Dinge. Und damit die anderen sich besser fühlen, zeigen wir uns nicht.
Ist natürlich schon eine Entscheidung für ein Leben nach den Regeln anderer. Und da darfst du irgendwann die Entscheidung für dich treffen. Lebst du nach den Standards, die andere für dich geschaffen haben. Und kleiner Tipp unter Freunden, die sind meistens relativ klein, weil Menschen haben die nicht gern groß. Das ist so, das fängt oft bei bekannten Freunden, das geht rein bis in die Familie, bei Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen. Den Menschen geht es besser, wenn du klein bist, weil warum, wenn du groß bist, dann werden sie ja selber an ihr eigenes Potenzial erinnert. Und das kann für viele extrem schmerzhaft sein.
Und deswegen ist für mich so wichtig. Du glaubst manchmal, es ist nett, dich nicht zu zeigen, weil dann erlaubst du anderen auch klein zu bleiben und sich gut dabei zu fühlen.
Ich sag dir, es ist nicht nett, weil das Geschenk, das du der Welt nimmst, wenn du dich nicht zeigst und nichts beiträgst, ist immens. Alleine die Leute, die mir jede Woche schreiben, die so unendlich nette Fragen stellen, die ich dann beantworten darf, der Nutzen, den ich hier stiften darf, ist das erfüllendste Auf dieser Welt, kein Quatschkopf dieser Erde, der irgendwo super wichtig drunter gescheitelt auf Social Media, kann mir diese Erfüllung nehmen. Und deswegen die ersten beiden wichtigen Punkte raus aus der Egozone. Denk nicht so viel, was wird das für mich bedeuten, sondern konzentriere dich auf das, was du unter Kontrolle hast. Das ist nicht die Meinung anderer, sondern das, was du beitragen kannst. Das ist der erste Punkt. Der zweite Punkt ist, dein Beitragen ist ein Geschenk an die Welt, ist was, was du Menschen gibst, wovon Menschen profitieren. Und es ist keine Nettigkeit, dieses Geschenk für dich zu behalten. Und das bringt mich zum dritten Punkt.
Und das ist jetzt sozusagen die einschränkende Kondition. Die einschränkende Kondition, vor allem für das zweite, was ich gesagt habe, die einschränkende Kondition. Wenn du dich wirklich zeigst, wenn du dein wahres Selbst zeigst, dein wahres Ich zeigst, dein authentisches, echtes und damit, und jetzt kommt der Schlüsselpunkt, nicht perfektes Selbst zeigst.
Denk mal kurz einmal nach. Wir sind auf einer Party beim Abendessen in einer Runde von Menschen, die wir vielleicht nicht gut kennen. Da gibt es diesen einen Typen oder diese eine Typin, der die die ganze Zeit nur gescheit redet, was alles super ist bei ihm oder ihr, wie es nicht läuft, wie es nicht perfekt ist und all diese Dinge. Na, was tun wir denn mit so wem bitte? Das sind die Leute, die mir wirklich diese gelackten, gealten, Super Perfektionisten, die den ganzen Tag ihre Perfektion vorheucheln. Das sind die Leute, die wir wirklich nicht brauchen können.
Es ist die Imperfektion, in die wir uns verlieben. Und da kommt der Mut ins Spiel. Der Moment, in dem du erkennst, dass deine Imperfektion, also das, wo du unzulänglich bist aus deiner Sicht, der Moment, wo du erkennst, dass diese Unzulänglichkeit nicht deine größte Schwäche ist, sondern deine größte Stärke ist. Der Moment, wo alles bei dir in die Gänge kommen wird. Ich rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist und ich glaube, ich habe mich allein in dieser Folge schon so oft verplappert, dass es normalerweise fünfmal reichen wird, dass man die Stopptaste drückt. Aber es ist mir komplett wurscht, weil wenn du jemanden erwartest, der da gelackt und geschmiert dir die Perfektion heuchelt, dann wechsel sofort den Sender.
Tu den Podcast auf keinen Fall abonnieren, weil das wird hier am laufenden Band produziert. Die Imperfektion gibt es hier in Serie. Und jetzt sage ich dir was. Ich glaube, dass genau das der Grund ist, warum so viele Menschen dabei sind, weil ich eben keine Perfektion heuchle, weil ich erzähle, wie bei mir die Dinge sind. Und ich habe all diese Gedanken, die ich dir jetzt gerade in diesem Podcast erörtere, genauso. Ich habe sie gehabt, wie ich meinen Podcast gestartet habe.
Ich habe sie gehabt, wie ich mein erstes Video auf Social Media gehabt habe. Ich habe sie gehabt, wie ich meine Bühnentour angekündigt habe zum letzten Mal, wo ich mir gedacht habe, um Gottes Willen, was werden die Leute sagen? Jetzt stellt er sich auf die Bühne und glaubt, er ist Was glaubt er, dass er ist ein Kabarettist, ein Bühnenstar, whatever.
Es ist mir so, weil ich sage dir eins erstens, die Hütte ist ausverkauft. Zweitens, die Leute, die da sind, ich werde alles geben, was ich habe. Und wenn es reicht, dann gefreue ich mich extrem. Und wenn es nicht reicht, dann tut es mir leid für alle, die gekommen sind, weil mehr habe ich nicht zu bieten. Und da sind wir eben beim dritten Punkt ist Gib, was du zu geben hast in deinem echten, authentischen Selbst, in aller Verletzlichkeit, in aller Imperfektion. Dann kannst du beruhigt vom Platz gehen und dir Freunde mehr gibt es nicht. Wenn das nicht reicht, dann ziehen sie weiter.
Ich sage das zu meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ich sage wenn ihr einen perfekten Chef wollt, dann nehmt die Beine in die Hand und lauft so schnell. Ihr kennt es, weil der ist da nicht.
Und das wird auch nicht mehr werden mit der Perfektion und mir Aber das ist der wahre Mut zu erkennen, dass deine und ich habe es, weil der Michael das angesprochen hat, im Frühstück bei mir auch gesagt, dass unsere Eigenartigkeit nicht unsere Schwäche ist, dass unsere Eigenartigkeit unsere größte Stärke ist. Denk an den Arnold Schwarzenegger. Wir würden alle bitte mit so einem Akzent und ohne gescheites Englisch kann ich nicht nach Amerika gehen. Wir würden alle zurückziehen und nein, das geht nicht. Na bitte.
Heute ist der genau für diesen Slang berühmt und der hat ihm eine Hollywood Karriere beschert. Neben viel Einsatz und Aufopferung, keine Frage, aber dass er seine Eigenartigkeit umarmt hat, seine Imperfektion umarmt hat, hat ihn weit gebracht. Und genau das kannst du bei all den wunderbaren Persönlichkeiten beobachten.
Wir haben jetzt gerade erlebt bei der Oscar Verleihung, Lady Gaga ist gefeiert worden, natürlich, das gibt es nur in Hollywood, ist dafür gefeiert worden, dass sie sich in ihrer Echtheit zeigt bei den Oscars vor einem Millionenpublikum, ungeschminkt in T Shirt und zerrissener Jeans, so wie sie daheim rumrennt, ihr echtes Selbst gezeigt hat. Das sind die Menschen, die wir feiern auf dieser Welt. Es ist der Kontrast, den uns die Lady Gaga bietet zwischen einer Kunstfigur, die Mode und Inszenierung und Kunst an die Spitze treiben kann, aber wo wir auch immer wieder erleben dürfen, dass ein echter Mensch drinnen steckt, der über seine Schmerzen rät, über seine Reise spricht, über all das, wo sie verletzlich war.
Das ist das, was uns in diese Person verlieben lässt. Und deswegen vergiss einfach nicht, es ist eine Imperfektion, die dich so liebenswürdig macht. Das heißt, all das, was du tust, wenn du dich zeigst, wenn du dich entscheidest, Perfektion zu heucheln, machst du dich angreifbar. Du machst dich unangreifbar, wenn du deine Imperfektion umarmst. Und das sind die drei Punkte, die ich dir wirklich mitgeben will.
Und der Michael hat dann im Nachtrag zu seiner Frage, die er mir geschickt hat auf Instagram Naja, das ist einfach schwierig, weil ich bin in einem kleinen Ort und da reden die Leute noch mehr und meine Kinder werden damit konfrontiert. Du hast völlig recht, Michael, es hat Konsequenzen, sich zu zeigen. Aber, und das möchte ich euch allen vor Augen führen, es hat auch Konsequenzen, es nicht zu tun.
Ich habe immer einen Traum gehabt, ich weiß nicht warum, als Kind mir schon gedacht ich möchte unbedingt auf einer Bühne stehen und war lange Zeit verzweifelt, weil ich mir gedacht habe, es ist wirklich deppert. Ich kann nicht singen, ich kann nicht tanzen, ich kann kein Instrument spielen. Wie soll das mit einer Bühne jemals werden?
Und irgendwann habe ich meinen Mentor, Prof. Doktor Manfred Winterheller, bei einem Event erlebt, damals glaube ich, fünf hundert Leute in Klagenfurt hat er das noch gemacht. Und das war das erste Mal, wie ich ihn live erlebt habe. Und der hat die Bühne gerockt wie ein Rockstar und hat dann wirklich seinen Vortrag abgezogen.
Und in dem Moment habe ich gelernt, wahnsinnig, Du kannst auch, wenn du nur redest, eine Bühne rocken. Und dann war mein Traum auf einmal möglich und greifbar. Und jetzt habe ich diesen Traum verfolgt.
Aber ich habe immer wieder auch erleben dürfen, dass wenn ich das versuche, mit einer perfektionierten, inszenierten Version meiner selbst zu tun, dann komme ich dem nicht näher. Und ich sag dir eins, seitdem ich mich entschieden habe, einfach zu Freunde, ich bin wie ich bin. Wem es reicht, freue ich mich, wem es nicht reicht, ziehen sie weiter. Sucht wen anderen. Es ist ja kein Problem, es ist ja genug da. In dem Moment, wo ich mich davon verabschiedet habe, jedem gefallen zu wollen und jeder gefallen zu wollen, in dem Moment ist bei mir richtig rund gegangen und das darf ich gerade für mich in Anspruch nehmen.
Die letzten ein bis eineinhalb Jahre, so viele fantastische Dinge sind passiert, so dass ich jetzt in Kürze auf der Bühne stehen darf mit einem eigenen Soloprogramm, wo es nur mich gibt, Zwei Stunden am Abend und fünf hundert Leute kommen und die erste Show ist ausverkauft und weitere werden folgen. Es ist für mich das größte Glück überhaupt. Aber was mich hierher geführt hat, ist die Bereitschaft, mich zu zeigen.
Und deswegen hast du völlig recht. Es kann sein, dass das nicht leicht ist in einem kleinen Ort oder in einer Firma oder was auch immer. Es kann sein, dass deine Kinder damit konfrontiert werden, aber dann hast du früh die Möglichkeit, ihnen zu lernen, was der Unterschied ist zwischen einem Quatschkopf, der Menschen klein macht und jemandem, der Großes bewegen will, der Menschen groß macht und sich zeigt. Also je früher das deine Kinder lernen, umso besser, weil dann haben sie irgendwann einmal ich würde sagen, es ist leichter, selber diesen Schritt zu gehen, sich zu zeigen.
Also ja, es hat eine Konsequenz. Aber die Frage ist, wie wichtig sind dir deine Träume? Und das möchte ich am Schluss noch sagen, weil die ersten Punkte waren sehr praktisch, nämlich erstens, du hast es nicht unter Kontrolle. Zweitens, konzentriere dich aufs Beitragen. Drittens, es ist eine Imperfektion, die dich liebenswert macht und über allem drüber steht.
Du darfst die Entscheidung treffen, wie wichtig sind dir deine Ziele? Und wenn sie dir wichtig sind, dann führt kein Weg daran vorbei, dich zu zeigen. Wir gehen in ein Zeitalter, wo authentische Rollen vorbildet, diese Welt prägen werden.
Und wenn du eines davon sein willst, dann hätte ich gesagt, fang jetzt an. Es ist eine der erfüllendsten Reisen, so viel darf ich dir aus meiner Erfahrung sagen, die es gibt. Und ich wünsche dir wirklich, dass du den Schritt machst.
Fang gleich an mit dem ersten Posting irgendwo auf Social Media, wo du dich verletzlich zeigst. Fang an mit einem Video, fang an mit einem Podcast, fang an mit irgendwas. Aber fang an.
Du wirst sehen, deine Verletzlichkeit und dein Beitragen ist das, was dich zum Erfolg führt. Und alles andere hast du nicht unter Kontrolle. Ich hoffe, diese heute etwas längere Folge war wirklich dazu angetan, was beizutragen. Ich mache das nach dem gleichen Prinzip. Wenn du das Gefühl hast, ja, das ist es, dann habe ich ein paar Bitten an dich. Erstens, abonniere den Podcast, damit du keine Folge mehr verpasst. Das ist das Erste.
Zweitens, schreib mir Feedback oder deine eigene Frage auf LinkedIn, Instagram, TikTok, auf allen Plattformen, auf Facebook oder meine WhatsApp Line unter. Und dritte Bitte schalt nächste Woche wieder ein. Ich freue mich mich auf dich. Bis dorthin, alles Liebe und bye bye.