290_ Wer bist du als Marke_ „Wer bin ich online_“ Die brutal ehrliche Antwort für Unternehmer_innen mit mehreren Rollen
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Aufforderung an Carmella, ihre Entwicklung zu teilen
Philipp Maderthaner fordert Carmella auf, ihre zukünftige Entwicklung und die Ergebnisse ihrer Entscheidungen öffentlich zu teilen. Dies soll die Community einbeziehen und anderen Lernenden ermöglichen, von ihren Erfahrungen zu profitieren.
“lass uns teilhaben, weil der Beitrag wird ja gepostet, die Snippets zu unserem Content werden gepostet, da wird schon ein bisschen Zeit vergangen sein zu unserer Aufnahme jetzt und dann vielleicht postest drunter”
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Schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Alles, was dich ausmacht, ist Teil deiner Persönlichkeit. Nicht alles muss Teil deiner Personal Brand sein, wenn du es unbedingt machen willst. Unterschiedliche Kanäle, wenn du als Personal Brand auftrittst, sind die Grenzen.
Was bedeuten verschiedene Rollen, verschiedene Zielgruppen für deine Personal Brand? Wie kannst du so gestalten, dass du keine Marktverwirrung betreibst? Darüber reden wir jetzt in dieser Folge von Philipp Maderthaner unplugged.
Eine neue Woche hier bei Philipp Marathan unplugged. Wir haben die Carmella aus Steyr bei mir mit einer grandiosen Frage rund ums Thema Personal Branding. Ein bisschen anknüpfend an die Frage, wer bin ich und wenn ja, wie viele oder in die Richtung geht es ein bisschen Kamella oder was beschäftigt dich?
Hi Philipp, schön, dass ich da sein darf. Bei mir ist es so, ich bin Unternehmerin und mein Mann und ich haben gemeinsam unser Unternehmen Only Q gegründet und wir sind im Bereich Network Marketing mit Fokus auf Beauty and Health und im Offline Bereich. Was alles klar, seit vielen Jahren, da weiß ich, wie ich Menschen begeistere, wie ich mein Team aufbaue, wie ich Wirkung erzeuge. Online hingegen ist da wer bin ich und wenn ja, wie viele?
Schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Einerseits ist da die Gründerin, die ja für Vision, Strategie, Innovation steht und andererseits dann die Teamleaderin. Ich bin ja auch draußen im Feld bei den Menschen und möchte neue Teampartner gewinnen, begleiten und natürlich führen. Und der Content, der online ankommt, ist ja komplett unterschiedlich, je nachdem, welche dieser Rollen ich zeige. Und ich bin jetzt fast fünfzig, meine Zielgruppe für Teampartnerinnen ist riesig, was die Frauen, die genau jetzt noch Veränderung suchen und so weiter und so fort. Und meine Frage an dich ist, wie finde ich online meine klare Positionierung, wenn ich zwei starke Rollen verkörpere und wie kann ich genau die Menschen anziehen, die sich mit mir ein zweites Standbein aufbauen möchten?
Diese zwei Rollen, die du verkörperst, Sind es zwei unterschiedliche Gruppen? Also im Sinne von das eine sind jetzt potenzielle Partnerinnen und Partner natürlich für dein Network Marketing Business. Wer ist die andere Gruppe?
Nicht die andere Gruppe, wenn ich nicht die Teamleaderin bin, sondern die Gründerin, rede ja dann wahrscheinlich eher zu Gründern oder. Warum willst du das? Was treibt dich da rein oder was zieht die da rein?
Da zieht mich rein, dass man zum Beispiel so wie am Samstag, wir haben einen Produktlaunch gehabt, der einfach auch wieder zeigt, was wir für coole Ideen haben, mit welchen coolen Experten wir zusammenarbeiten und und und. Ich finde, das beschreibt dann immer mehr so aus der Sicht der Gründerin, was wir im Unternehmen machen. Ich habe so das Gefühl, das gehört glaube ich fast auf die Unternehmensseite.
Ja, also ich verstehe schon, also das eine ist wirklich, wo du im Business ist, das andere, wo du eigentlich Role Model bist fürs Business. Der Knackpunkt ist Carmella und dazu einfach ein paar Punkte. Die eine Sache ist aus meiner Erfahrung natürlich, und da will ich überhaupt nichts vormachen, natürlich ist ein ganz scharfer Fokus im Außen bei der Personal Brand extrem hilfreich, wenn es darum geht, den eigenen unternehmerischen Erfolg anzuschieben.
Da brauchen wir nicht umeinander reden. Das ist eine Tatsache. Ich kann dir sagen, als ich meine erste Firma gegründet habe, das war Agentur, erste Campaigning Agentur Österreichs, ich habe damals über nichts anderes geredet als Campaigning. Tag, Nacht, früh, Morgen, spät, auf jeder Bühne, in jedem Interview, in jedem Social Media Snippet, in jedem Kundengespräch, in jedem Einzelgespräch, ich hab über nichts anders geredet, hat das massive Wirkung gehabt, um diese neue Agenturform in die Sichtbarkeit zu bringen und auf Marktpräsenz zu bringen. Ja, weil die Wahrheit ist, ich war die vor Agenturen, die es schon gegeben hat, die und erste Kamera schon auf mich war, aber eine Medienpräsenz bekommen und ich habe eine Kundenpräsenz bekommen, dass ich innerhalb von wenigen Jahren die zu einer der größten Agenturen in dem Land gemacht habe. Warum?
Weil ich im Außen hardcore fokussiert war. Also da muss ich dir eine wirklich ehrliche Antwort geben. Focus pays off.
Gleichzeitig sage ich da und ich bin ja ein super Beispiel, über was ich gerade alles rede. Mich beschäftigt das Thema selber gerade. Ich rede über alle möglichen verschiedenen Themen.
Wir haben einerseits meine Businesses, wo ich mit Geschäftspartnern drinnen bin. In der Beratungsfirma geht es ums Thema Leadership, in der Softwarefirma geht es dabei eigentlich nur ums Thema Campaigning. Da sind wir gerade am Drehen.
In meinem Personal Brand Business geht es an Unternehmer. Also ich mache ja genau das gerade nicht, was ich dir empfohlen habe, Aber mir ist immer wichtig, ich berichte hier ja immer in dem Podcast aus meinem eigenen Versuch und ir dumm. Das heißt ich sag dir, ich habe genau das Learning schon einmal gemacht, wo ich weiß, am besten funktioniert es mit dem scharfen Fokus dann schiebst du es voll an. Aber ich sag dir, natürlich kannst du es auch so machen wie ich jetzt auf unterschiedlichen Themen reiten.
Ich sag dir aus meiner Erfahrung, was schwierig ist und ich werde aber auch gleich Lösung präsentieren, keine Sorge. Was schwierig ist, ist nicht nur, dass du über unterschiedliche Sachen redest, sondern ganz schwierig wirst, wenn du an unterschiedliche Zielgruppen dich richtest. Das heißt, für eine Zielgruppe über verschiedene Sachen reden ist kein Problem. Ich rede für die Zielgruppe Unternehmerinnen und Unternehmer.
Die Wahrheit ist, würde ich jetzt Leadership Experte werden wollen, dann war das verrückt, was ich da mache, weil ich rede über Leadership, ich rede über Marketing, über Positionierung, über KI, über Geschäftsmodelle, ich rede immer mehr über Gesundheit, habe ich jetzt Folgen gehabt. Deswegen vielleicht auch dem geschulten Auge ist aufgefallen, der Vitamindrink, der bis jetzt immer bei mir unterm Tisch gestanden ist, steht jetzt auf meinem Tisch. Das großartige grüne Getränk.
Ich wollte nie Partnerschaften machen in meinem Podcast, weil ich mir gedacht habe, ich will mich nicht kaufen lassen. Bis dann jemand, der Eigentümer dieses Unternehmens, des grandiosen Biogener, auf mich zugekommen ist und gesagt hat, Philipp, ich weiß, du bist Hardcore Kunde von uns, wo er recht hat seit Jahren und ich weiß, du konsumierst unsere Sachen, wollen wir nicht was machen? Und dann habe ich entschieden, ja ehrlich gesagt will ich, weil ich konsumiere das seit Jahren.
Das ist Biogena One, neun und neunzig Vitamine in einem Sackerl für jeden Tag und du bist voll ausgestattet und ich konsumiere es aus Überzeugung. Und jetzt sind wir aber beim Knackpunkt bei dir wieder. Kamela, wir haben eine gemeinsame Zielgruppe, die Biogena und ich, wir richten uns an High Performerinnen und High Performer, die sich vor allem natürlich im unternehmerischen Spektrum finden. Und deswegen ist es überhaupt kein Widerspruch, dass ich jetzt sogar über Gesundheit und Longevity immer mehr anfange zu reden, Themen, die mich sehr beschäftigen, dass ich sogar eine Partnerschaft mache mit einem Unternehmen wie Biogena und sage, ja, Biogena One, grandioses Produkt, ich empfehle es jedem, by the way, wenn jemand will, Biogena One Com.
Das ist kein Widerspruch, weil wir eine gemeinsame Zielgruppe haben, aber verschiedene Zielgruppen, da wird es schwierig. Das heißt also, mein Punkt eins für dich, Kamella, ist erstens Focus pays off und ich wäre ein schlechter Berater, wenn ich da jetzt sage, es ist eh wurscht. Punkt eins Punkt. A. Erlaubt ist eine gewisse Diffusion von Themen, wenn es an eine gemeinsame Zielgruppe zumindest geht. B. Schwierig wird, wenn zwei unterschiedliche Zielgruppen sind.
Mein zweiter Punkt für dich, Kamela. Mein zweiter Punkt ist, wenn du unterschiedliche Zielgruppen hast, empfehle ich dir, wenn du es unbedingt machen willst, unterschiedliche Kanäle. Das heißt zum Beispiel zu sagen, du bist mit deinem Network Marketing Business, du hast gesagt Fitness, Beauty in dem Bereich unterwegs auch, ja, und da bist du auf Instagram gut, richtig.
Aber wenn du jetzt reden willst von Unternehmerin zu Unternehmer oder Unternehmerin, dann behandelst du diese Themen vielleicht auf LinkedIn und hast damit eine sehr saubere Trennung und sagst, auf LinkedIn bin ich das Unternehmerinnen Role Model, auf Instagram bin ich die Network Marketerin zu bestimmten spezifischen Produkten und dann machst du eine Kanaltrennung und schaffst damit zumindest eine gewisse Ordnung in deiner Positionierung. Wenn du es also gar nicht lassen kannst, empfehle ich dir das. Und der dritte Punkt ist natürlich, und jetzt runde ich es wieder ab per se, wenn du als Personal Brand auftrittst, sind die Grenzen weicher. Du darfst über sehr viel reden, weil am Ende ist deine Persönlichkeit deine Persönlichkeit und alles, was dich interessiert, alles, was dich umtreibt, alles, was dich ausmacht, ist Teil deiner Persönlichkeit. Nicht alles muss Teil deiner Personal Brand sein. Es gibt viele Sachen, die sind Teil meiner Persönlichkeit, die sind nicht Teil meiner Personal Brand, die posten nichts. Privates wird schon aufgefallen sein, aber es ist weitaus mehr erlaubt, als man glauben würde. Ich bringe mal als Beispiel einer meiner Lieblings Personal Brands, Gary Vaynerchuk, hängt mit seinem Foto da bei mir an der Wand, bekannter Agenturunternehmer. Der hat gestartet mit seinem Format Wine Library, weil er eigentlich den Weinhandel von seinem Vater groß gemacht hat und der macht heute noch immer teilweise vereinzelt Content zu Wein. Der Typ ist aber bekannt für Marketing, Social Media Marketing, teilweise auch schon für Unternehmenskultur und manchmal macht er einfach auf seinem Instagram Kanal Weinverkostung.
Ja, weil es halt auch Teil seiner Persönlichkeit ist. Er löst es anders, er macht es weniger, dass er es kanalmässig differenziert, er macht es über Formate. Auch das ist eine Möglichkeit. Du kannst sagen, mein Kanal ist eigentlich ganz sauber, aber ich habe ein Format, da rede ich über andere Sachen auch. Das heißt also zusammenfassend, Kamela würde ich sagen folgendes. Erstens, wenn du es aushältst, ist der Fokus immer die bessere Entscheidung. Immer. Wenn du es nicht aushältst, dann würde dir in einer ersten Instanz empfehlen die Kanaldifferenzierung, was aber natürlich heißt, du hast zwei Kanäle sauber zum Betreiben, was mehr Arbeit ist. Der andere Punkt wäre, das ist softer. Du sagst nein, es ist mein Personal Brand, dann kannst du ein Format entwickeln. Aber bei Format muss man einfach ehrlich sein, der Gary Vaynerchuk nicht jeder zweite Beitrag vor ist eine Weinverkostung. Ich glaube, das sind ein Prozent, wann überhaupt? Das heißt, es ist Salz in der Suppe, nicht die Suppe und dann kannst du es aussteuern. Also es gibt Möglichkeiten und es gibt auch vieles, glaube ich, was Kamella in deinem Beispiel dafür spricht, weil natürlich es schon ja sein kann, wenn du das Unternehmer Role Model auftrittst, dass du auch wieder Neichelei anziehst für dein Business. Aber dann würde ich es, wenn es eine andere Zielgruppe ist, würde ich es kanalmässig auseinander teilen.
Muss ich ganz ehrlich sagen, macht das Sinn für dich? Absolut. Und es ist ja jetzt, wenn man drüber redet, kommt es ja daneben. Es ist ja auch nicht duplizierbar, wenn ich als die Gründerin auftrete und was soll im Network? Duplikation ist King.
Absolut. Das hast du schon mal völlig richtig erkannt, weil die nächste Frage und deswegen habe ich dich am Anfang gefragt, warum willst du das? Warum willst du als Gründerin auftreten?
Und ich möchte wirklich sagen, daran ist nichts Falsches, ich mache nichts anderes. Also es ist nichts falsch dran. Es kann einfach sein. Ich möchte Nutzen stiften. Ich möchte vielleicht vor allem Frauen im Business ermutigen.
Es kann viele Gründe haben, warum du das tust und es muss auch nicht zwingend zu was führen. Aber du hast schon recht, die Frage ist legitim. Ist es dann duplizierbar?
Bei mir führt es dazu, dass Leute mein Podcast hören und am Ende fahren sie auf meine Veranstaltung in Kitzbühel Mindset Mastery und gehen dort tief mit mir rein und arbeiten mit mir intensiv. Dazu führt es. Ich habe es aber davor Jahre gemacht, ohne dass das gegeben hat.
Also das heißt, du darfst dir schon die Frage stellen, warum will ich das? Und ist es wirklich notwendig? Bei mir war es mir so drin, dass ich anfange meine Erfahrung zu teilen, ich hätte es nicht anders kenne. Ob es jetzt meiner Spitzheit dient, das weiß ich nicht. Und ehrlich gesagt muss ich da sagen, unter uns zwei, es hört ja niemand zu, Gott sei Dank, wir sind ja alleinig. Ich überlege gerade sehr intensiv, ob ich wieder spitzer werde, sehr intensiv, ob ich wieder meine Kraft und Energie einem spitzeren Anliegen zur Verfügung stelle, überlege ich gerade.
Her, das finde ich jetzt spannend. Ja, mich beschäftigt selber. Mich beschäftigt selber, weil ich einfach weiß, es hat eine Konsequenz und ich weiß, wann ich meine ganzen PS, also all das, was ich hier jetzt tue, meine Podcast, mein Content in den Dienst einer Sache stelle, eben einer duplizierbaren Sache, was dann los ist. Das ist ein Wahnsinn. Also wie ich damals meine erste Firma gegründet habe, war ich weit weg, weit weg von dem Schwungrad, das ich da jetzt am Laufen habe, mit meiner Community, mit meinem Podcast, mit meiner Personal Brand, weit weg Und es ist mir sehr viel gelungen. Also es ist nicht auszudenken, was passieren würde, wenn ich das jetzt wie ein Laser ausrichte. Also es beschäftigt mich tatsächlich selber sehr und ich weiß noch nicht, wohin es mich führt. Aber deswegen kann ich an deine Überlegung sehr anknüpfen. Das freut mich, so soll es sein. Kamera ist ein Nutzen stiften.
Das ist der Grund, warum ich das da tue und warum ich entschieden habe. Ich gehe in diese Breite, bin sehr gespannt, wo es dich hinführt und lass es uns wirklich, lass uns teilhaben, weil der Beitrag wird ja gepostet, die Snippets zu unserem Content werden gepostet, da wird schon ein bisschen Zeit vergangen sein zu unserer Aufnahme jetzt und dann vielleicht postest drunter, dann wissen die Leute, wo treibt es dich hin. Werde ich machen, würde mich sehr freuen.
Liebe Kamella, es war mir eine große Freude. Alles Liebe, ich wünsche dir einen schönen Tag. Allen, die zugehören und zugesehen haben, auf Spotify und YouTube kann man zuschauen, sehr zu empfehlen. Wünsche ich eine fantastische Woche und ich hoffe, wir sehen uns nächste Woche wieder bei Philipp Maderthaner unplugged. Alles Liebe, ciao, ciao.
Nächste Woche rede ich mit dem Stefan, der sie übrigens aus Rom dafür zuschalten wird, über die Frage, was lernen wir von den großen Pitches von Menschen wie Steve Jobs, die es geschafft haben, mit Produkten die Maßen zu begeistern. Die fast religiös inszenierte Veranstaltungen gemacht haben rund um Produkte. Wie können wir das und auch vielleicht die Insights von anderen Persönlichkeiten übersetzen auf das, wie wir unser Angebot pitchen? Darum geht es nächste Woche hier bei Philipp Marathan unplugged ab Mittwoch einschalten.