DEEP DIVE_ Wie Erfolg auch ohne Erschöpfung klappt
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'Sollte' und 'müsste' als Indikatoren für ungesunde Antriebe
Die Verwendung von Wörtern wie "sollte" und "müsste" ist ein verlässlicher Indikator für ungesunde Antriebe und krampfhaftes Handeln. Diese Formulierungen weisen darauf hin, dass eine Handlung nicht aus intrinsischer Motivation, sondern aus externem Druck oder Erwartungen erfolgt.
“Ich sollte jetzt den zweiten Teil schreiben und ich sollte und ich müsste und sollte, müsste ist ja schon mal verlässlicher Indikator.”
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Hallo, Servus liebe Leute, herzlich willkommen bei unserer nächsten Folge von Unplugged Deep Dive mit Philipp Mader.
Heute haben wir die letzten zwei Folgen wieder unter der Lupe, nämlich kann Ehrgeiz schädlich sein und Gesundheit und High Performance. Super Themen, die gut zusammenpassen. Philipp, herzlich willkommen. Danke. Super wichtige Themen.
Wir alle leiden darunter. Und die Frage, die sich zuerst bei mir stellt, du sprichst ja über deine Schlafstörungen, Panikattacken und so weiter. Wenn du zurückblickst, gab es in der Phase davor schon Warnsignale, die du überhört hast? Kann man sie identifizieren oder ist es mehr ausbaden, wenn es passiert?
Also tatsächlich damals unter Anführungszeichen, als ich das zum ersten Mal gehabt hab, war ich nicht in der Lage, Warnsignale wahrzunehmen, weil ich so via Dampflokomotive drinnen war. Überhaupt keine Wahrnehmung dahingehend, überhaupt nicht. Mittlerweile ist es schon so, weil sich die eigene Wahrnehmung natürlich auch ändert, dass ich Warnsignale empfange. Aber damals, wie ich das erste Mal in diese Gassen rein bin, nichts dergleichen.
Also wirklich mit ein hundert achtzig kmh sozusagen über die Klippe geschossen und dann. Begonnen daran zu arbeiten, wenn es. Okay, Ja und dann sozusagen Sanierung.
Ich verknüpfe da gleich das Thema Ambition. Du sagst ja selber, Ambition ist für dich nicht verhandelbar und sozusagen die Grundlage für den Fortschritt und den Spruch, jetzt ist das oft so, ich weiß nicht, wie es die geht. Als Unternehmer, Unternehmerin kennt man ja genau diese Situationen. Panikattacken kann ich selber genauso berichten. Habe ich manchmal den Eindruck, dass das Unternehmertum irgendwie fast psychologischer Therapieweg ist, den man sich ausgesucht hat, auf den man aber dann vieles auch abhackt. Und jetzt ist die Sache so, dass viele dann, ob das eigene Kinder sind, andere Menschen, andere Leute vor dem, was sie selber erlebt haben, fast sozusagen bewahren wollen. Gleichzeitig hat uns aber das zu dem gemacht, was wir sind. Wie siehst du das eigentlich?
Ja, du kannst, also ich war immer, ich bin ein schlechter Empfänger von weisen Ratschlägen dahingehend glaube ich. Ich glaube an manchen, wir sind das Produkt unserer Erfahrungen und ich glaube an manchen Erfahrungen kommst du nicht vorbei. Ich habe nur schon immer dazu gesagt, es gibt schon unterschiedliche Härtegrade. Also ich bin dankbar. Ich habe das noch die harmlose Variante mit Stoffstörungen, Panikattacken und so weiter. Also es gibt Leute, die du anschaust und du hast wirklich das Gefühl, die sind echt am verlässlichen Track zum Herzinfarkt. Das kann halt echt anders ausgehen. Also würde ich da, wenn ich so jemanden in meinem Umfeld hab, laut werden? Ja, würde ich total.
Aber vor jeder Härte jemanden schützen zu. Wollen, ist auch nicht im Sinne des Erfindergesetzes. Also ich sage immer die Grenzen, du sollst dich annähern an die Grenzen und dann wird es heiß mit der Hand über der Herdplatten bist oder über dem Feuer, damit du Wärme empfindest, musst du ran. Wenn du die Hand drauf legst, brennt es. Also das heißt, ich glaube, du kommst an der Erfahrung nicht vorbei, aber wahrscheinlich der Standpunkt, Standort bestimmt den Standpunkt. Also jetzt rede ich für mich ist jetzt jemand, der, ich weiß nicht, sich jede Nacht die Nächte um die Ohren schlägt, vielleicht noch trinkt, raucht, gleichzeitig voll hackelt. Da täte ich immer denken, um Gottes willen. Andere Leute denken sich bei mir um Gottes willen. Weißt du, was ich meine?
Also jeder hat natürlich immer seine eigenen Sachen. Am Ende kann ich sagen, ich konnte meinen Blick auf die Dinge, was jetzt Gesundheit, Ausgleich, High Performance angeht, nur und ausschließlich durch meine eigenen Erfahrungen schärfen und entwickeln. Punkt. Also ich bin jetzt gerade wieder in einem Prozess, wo ich merke, es ist sozusagen das nächste Upgrade erforderlich, weil ich natürlich jetzt, ich habe jetzt ja letztes Jahr dann angefangen mit meinen eigenen Großveranstaltungen, also so vier Tage da rock' n' Roll mit ein hundert Leuten, geht richtig.
Rein, vier tausend Kalorien am Tag, Verbrauch. Bis Kalorien am Tag, also de facto ein Marathon pro Tag, vier Tage hintereinander. Planst du da Regenerationszeiten, über die du sprichst im Kalender auch wirklich bewusst ein?
Ja, also da muss man schon sagen, auf dich vorhin, dass jetzt alle sozusagen den Podcast unsubscriben, aber es wissen ja alle, ich bin ja nicht die Perfektionist. Ich habe es dieses Jahr wieder komplett falsch gemacht. Ich war ein halbes Jahr jetzt im Ausland, war nur sehr punktuell da und war unter anderem für zwei Wochen dann da und in die zwei Wochen habe ich alles reingepackt, was man sich vorstellen kann eine Eintagesveranstaltung, dann die ganze Produktion mit Puls vier zu meiner TV Show ein Viertages Event, also geisteskrank und natürlich hat es mich voll auftrat nach der Veranstaltung, eh klar, aber gut, wieder was gelernt. Jetzt wird so wie du sagst, nächstes Mal wird es eingeplant mit Regenerationsphase im Kalender. Es ist danach eine Woche geblockt, davor Wochen geblockt. Ich experimentiere jetzt. Was geht jetzt in meinem Lebenswandel? Was geht sich aus mit diesem Anspruch an High Performance und was nicht? Das ändert sich natürlich auch mit Molter.
Wie hast du das im Kopf geschafft, weil du sozusagen unterscheidest zwischen was ist jetzt für mich Verzicht, Zucker, Alkohol und so und wie drehe ich der Narrativ um, dass ich mir damit was Gutes tue, weil ich meine Leistung.
Es ist immer die Frage, was ist da wichtiger am Ende Und deswegen auch da wieder glaube ich geht es nur über die eigene Erfahrung. Ich habe festgestellt und ich merke das jetzt wieder diese meine Events machen ist mir sehr wichtig. Taugt man extrem den Leuten bringt es was. Es taugt wirklich so gleichzeitig es ist eine Tatsache und es ist gemessen. Ich trage das Whoop Bundle jetzt aber nicht mehr, weil ich weiß mich wahnsinnig macht, aber es ist gemessen. Es sind vier Tage hintereinander jeden Tag ein Marathon. Also dass das jetzt per se nicht gesund ist, ist einmal klar. So und jetzt ist die Frage aber wenn es mir wichtig ist, wie müsste ich mein Leben leben, dass ich vier Tage hintereinander am Marathon laufen kann. So und jetzt bin ich dabei jetzt auszuloten und ich bin tendenziell bereit sozusagen den Preis zu zahlen, weil es mir wichtig ist Und das ist ja immer der Punkt. Bist bereit den Preis zu zahlen für.
Das, was du willst und deswegen empfindest du es jetzt nicht als Verzicht und belastet dich das nicht? Ich gewinne das. Ich empfinde es totales Verzicht, weil wenn es nach mir geht, ich lebe extrem gerne in der Fülle, ich liebe Essen, Trinken, alles. Also wenn es nach mir gehen würde, ich bin im Kern absolut lebensfreudig und liebe alles Gute. Also ja, es ist totaler Verzicht, aber das andere ist mir halt noch wichtiger.
Es ist eine Abwägung. Ich fand das eher spannend, den Gedanken, dass es eigentlich nicht einmal, weil früher haben wir gesagt Disziplin schlägt Motivation. Du sagst eigentlich Priorität.
Ja genau die Priorität oder die größere Was ist die größere Motivation? Motivation Was motiviert mich mehr, Dass ich meine Gigs machen kann oder dass ich Sache Torten essen kann? Noch einmal zum Ehrgeiz gern Sachertorte, nur falls Elisabeth Gürther zuhört, die den Podcast auch hin und wieder hört.
Noch einmal zurück zum Ehrgeiz und Ambitionen. Ehrgeiz hat wahrscheinlich und Grossambition auch was einem gewissen unternehmerischen Trieb Getriebenheit zu tun. Ich habe in meinem Leben festgestellt, dass diese Dinge, die dich dann letztendlich aber auch in Richtung Panikattack oder Sonstiges führen können, einerseits eine Superpower sind, die uns zu dem macht, was wir heute sind. Aber man muss aufpassen, dass dich die Superpower nicht umbringt.
Wie machst du das? Also ich hoffe, es wird nicht zu zu esoterisch spirituell. Ich versuche immer korrekter nach meiner persönlichen Funktionsweise zu handeln, die glaube ich jeder und jeder für sich herausfinden darf. Und da stelle ich fest, dass bei mir zwei Dinge wesentlich sind. Das eine ist, aus welcher Absicht heraus passieren Dinge? Zum Beispiel ist die Absicht und da bin ich bei dir, also ein großer Teil meiner ersten Karriere, wenn nicht die ganze und ein erster Teil meines Unternehmertums ist aus der Absicht heraus entstanden, sich beweisen zu müssen. Ist jetzt nicht sonderlich gesund, funktioniert aber extrem super. Auf das auf Null zu verzichten, wäre wahrscheinlich auch sinnlos.
Aber die Absicht, dass da Dinge entstehen, ist relevant. Ich stelle fest, dass die Absicht, Nutzen zu stiften, extrem guter, gesunder Antrieb für mich ist. Das ist die eine Sache. Die zweite Sache ist, ich versuche auch zu erkennen, entstehen Dinge, Ich bin ein sehr reaktiv impulsiver Typ, entstehen also Dinge aus einer gesunden Reaktion heraus auf etwas, Weil jemand Herr Weiß nicht, wir machen da Veranstaltung, hast Lust dabei zu sein und wow, das taugt mir und dann ist das eine gute Geschichte. Oder habe ich irgendwas mir im Kopf zurechtgebaut, was sein muss und was vielleicht mein Ego will? Und versuch dann krampfhaft was anzuschieben. Und jeder von uns kennt Es gibt Dinge, die machst du krampfhaft, Die haben null Natürlichkeit. Die verbrauchen ein Vielfaches an Energie und Kraft von den Dingen, die du aus einem natürlichen Antrieb, an einer natürlichen Reaktion heraus tust. Ich könnte jetzt mit dir da sitzen den ganzen Tag und es wäre nicht anstrengend, weil es aus einer korrekten Sache heraus entstanden ist. Wir haben telefoniert, du hast gesagt, ich hab mir überlegt, und im Podcast, aber irgendwie fallen mir danach immer noch Fragen ein und wollen wir nicht aus dem was machen? Und ich super, klasse, zack und wir haben sofort einen Termin gehabt. Jetzt sitzen wir schon da. Also es ist korrekt entstanden. Es ist in der Absicht Nutzen zu stiften, hätte ich mir jetzt in meinem kleinen Hirn eingebildet. Ich muss jetzt noch alleine vor der Kamera zu Hause zu jeder meiner Folgen sozusagen irgendeinen Minikurs aufnehmen. Na, dann kannst du mich wohl eh ins Burnout schicken. Weil der subjektiv so empfunden wird.
Also wie ist da Krampf drinnen in dem, was du tust? Und wenn es krampfhaft ist, ist es so. Zum Beispiel merke ich natürlich, deswegen habe ich damit aufgehört im Wesentlichen, ich letztes Jahr glaube ich fünfzig, sechzig, siebzig, fünfzig, sechzig Keynotes gemacht und das mag ich grundsätzlich. Ich hab nur festgestellt, dass wenn wir Unternehmen buchen für ihre Firmenevents, dass das zwar super klingt und dass die sollten über den Preis diskutieren, nur dass dann zwei Dinge passieren. Erstens einmal, ich stehe, wo niemand nach mir gefragt hat, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mich nicht bestellt. So, erster Punkt. Zweiter Punkt. Das heißt, die einmal on fire zu kriegen, ist zehnmal so viel Arbeit, wie Leute ihr Ticket bei mir in Kitzbühel buchen. Das ist der erste Punkt. Der zweite Punkt ist, die Chefs und Chefinnen, die mich buchen für ihr Kino, wollen eigentlich, dass ich ihren Job mach deine Energie einbringst. Die wollen meine Kraft haben dort, that's it. Und das heißt, da ist sehr viel. Das ist richtig Arbeit, richtig Arbeit, richtig Arbeit. Und deswegen mache ich das nicht mehr. Also das heißt, um zur großen Frage zurückzukommen, wie entscheide ich das? Ich versuche Wahrnehmung zu haben, wo ist krampfhaftes Anschirm? Verstehe, Weil das braucht zehnmal so viel Energie, entstehen die Dinge korrekt. Und bei mir ist es einfach, ich weiß, ist der Impuls da, dann laufen die Dinge. Ich will zum Beispiel Demo schon seit viele wissen, ich hab das Leadership Buch geschrieben und die feinen Beobachter haben registriert, es ist angekündigt als Teil einer Serie. Folgendes. Die Serie besteht aktuell nur aus einem Buch. Jetzt denkt man natürlich die ganze Zeit, ich sollte jetzt den zweiten Teil schreiben und ich sollte und ich müsste und sollte, müsste ist ja schon mal verlässlicher Indikator. Wenn ich das jetzt schreibe mit der Stimmung, wird das die Hölle. Es kann aber passieren, das erste Buch ist in meinem Urlaub in Kroatien entstanden, ich fahr nächste Woche wieder. Es kann passieren, dass ich dann wieder in dem Kaffeehaus sitze und man denkt ah schau. Und dann kommt Also gerade bei schöpferischen Prozessen kann ich es mir nicht aussuchen. Und ich muss jetzt auch dazu sagen und ich habe den Luxus, dass ich sehr meiner Funktionsweise korrekt entsprechend agieren kann. Ich bin nicht jeden Tag im Hamsterrad drinnen und muss. Gibt's dann Dinge, wo ich muss Ja, also wenn ich jetzt hab Podcast Produktions oder Kitzbühel, vier Tage, ein hundert Leute fahren dorthin, buchen ihre Tickets und sitzen schon im Sessel. Wen interessiert das, ob ich jetzt Lust habe oder nicht? Das interessiert überhaupt niemanden. Ich habe eh Lust. Letztes Mal war ich total krank. Es ist belanglos, es interessiert niemanden. Es geht einfach. Jetzt ist es zu tun. Es ist nicht nur, dass ich den ganzen Tag nur durch die Gegend renne und wenn es mich mal auf ein Wölkchen treibt, dann ist es super, wenn nicht, dann nicht. Ich habe sehr wohl die Phasen, wo abzuliefern ist, aber ich versuche die Dinge, die du korrekt zu machen.
Was sind so High Performance Routinen unter Anführungszeichen? Also kein Alkohol hat doch gesagt Zucker. Weg, Zucker fangen jetzt wieder an, also fange ich an wieder komplett zu streichen.
Schaust du auf den Schlaf? Ja, das ist bei mir mein Hauptthema eigentlich. Da tut das als erstes schlecht. Also mein Problem wäre nicht die Zubettgehzeit oder die Aufstehzeit, sondern ist der Schlaf jetzt gut oder schlecht? Was aber viel mehr mit allem anderen zusammenhängt. Also ich habe disziplinierte Schlafenszeiten. Ob das jetzt heißt, dass der Schlaf immer gut ist, das ist nicht automatisch der Fall. Das hängt damit zusammen, wie sehr bin ich gerade auf Pressure, wie sehr schaue ich gerade auf mich?
Das wechselt total. Und das wechselt bei sozusagen allen High Performern. Das ist jetzt auch dort. Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht.
Kennst du Leute, die das toll im Griff haben? Ja, ich glaube, jeder hat ein anderes Einfallstor. Passt das? Ich meine bei dir an, schlägt es auf den Magen, bei den nächsten, die kriegen Verspannungen, die wieder dritten haben Schlafprobleme, jeder hat sein ich glaube jeder hat.
Sein Ding, aber gleichzeitig sagst du es teile ich deine Meinung total. Ein paar Grundregeln gibt Ernährung, Schlaf, Bewegung. Ein paar Dinge gibt es, die man einfach in den Griff bekommen muss. Alle gleichzeitig geht es wahrscheinlich nicht. Ich zum Beispiel leide stark darunter, dass ich am Abend zu viel esse oft. Jetzt habe ich aber für heuer es geschafft, mal die Quantität und Qualität an Sport zu integrieren und ich sage, es fehlt mir die mentale Kapazität und die Kraft, mich noch ums Essen zu kümmern. Das mache ich dann als nächstes.
Willenskraft ist limitiert. Das ist der erste Punkt. Willenskraft ist limitiert. Absolut. Und du kannst was wir völlig falsch einschätzen und das ist das Problem, wenn wir jeden Tag über unsere sozialen Netzwerke alle möglichen Ideen eingespielt kriegen, was wir jetzt noch alles ändern könnten. Ja, richtig. Unser Ausmaß, indem wir fähig das Ausmaß der Informationsverarbeitungs also unsere Informationsverarbeitungskraft ist tausendfach oder fach höher als unsere Veränderungskraft. Das heißt, wir haben immer ein Mordsgap drinnen zwischen was wir tun könnten, sollten, müssten und was wir in der Lage sind zu tun.
Du kannst Informationen verarbeiten und summen, aber wie viel Sachen kannst gleichzeitig ändern Wahrscheinlich eine. Und das ist halt die Hölle, weil das dazu musst in die Lage kommen zu sagen, ja okay, ich weiß, was jetzt alles wichtig wäre, aber nicht jetzt. Nicht jetzt Ich sag das meinem Trainer, Personal Trainer jetzt auch Pass auf essen. Ich weiß, ich werde es, wenn ich es aufgreife, löse ich das, aber ich schaffe es jetzt nicht, weil ich muss jetzt schaffen, dass ich dort erscheine und beim Physiotherapeuten und mein Rückenthema. Welche drei High Performance Top Routinen von dir würde es nicht aufgeben? Was ist wirklich gesetzt?
Was ist wirklich gesetzt? Das ist eine gute Frage. Ich arbeite eigentlich nicht am Abend. Das hat sich bewährt, weil ich es nicht mag. Ich mag es nicht. Ich arbeite eigentlich nicht abends. Andere arbeiten gerne abends, dafür schlafen sie länger. Fair enough, aber ich arbeite nicht abends.
Das ist die eine Sache. Die zweite Sache ist, ich versuche schon das früher immer phasenweise gemacht. Aktuell schaut es eher aus, als wäre es was Dauerhaftes. Das Ernährungsregime wird ernster mit dem Alter.
Ist auch ein Faktor. So ist ein Faktor mit zwanzig ist anders als mit dreiig vierzig und ich. Merke einfach, wann ich zu lange zugepflasterten Kalender hab, wäre ich total zwider. Also ich merke eigentlich, ich brauche das sehr lose und ich versuche da wieder hinzukommen. Gelingt mir, gelingt das alles nicht. Wir haben gerade jetzt, bevor wir aufgenommen haben, heute haben wir geredet, oder dass ich massiv unzufrieden bin, gerade mit meinem Tagesablauf, mit der Struktur, weil ich das einfach jetzt, weil ich länger im Ausland war, dort habe ich alles so perfekt gestreamlined gehabt und jetzt bin ich da wieder voll im Chaos gelandet. Ja, okay, das ist jetzt wieder zu.
Adjustieren und das ist, glaube ich, so erfrischend immer wieder von dir für mich, aber hoffentlich auch für alle anderen. Die Illusion der Perfektion, auch von den Menschen, die es wirklich wissen, wie es geht und die Illusion vermitteln ja die und verstärken die sozialen Medien. Ja, absolut. Wenn dir jemand sagt, er macht alles, dann dann nimm die Beine in die Hand und lauf richtig.
Die Person gibt es nicht. Es ist absoluter Schwachsinn und wir brauchen alle unsere Kräfte, um eben die Dinge zu verändern in unserem Leben, um die es wirklich geht. Da bringt es nichts, wenn da jeder jemand, jeden Tag jemand noch zehn Sachen drauflegt.
Du vergleichst oft die Dinge auch mit den Spitzensportlern, was ich total sinnvoll finde und wirklich sehr, sehr guter plastischer, pragmatischer Vergleich. Jetzt ist das so, dass die Sportler regenerieren relativ, relativ sozusagen planbar sagt, okay, die Muskelgruppe braucht, keine Ahnung, vier und zwanzig oder acht und vierzig Stunden. Kennst du die Situation im Unternehmertum, wo man sich sozusagen auch mental regeneriert und irgendwie trotzdem nicht in die Gänge kommt.
Wann sollte man das einen dann beunruhigen, wo die gewisse Antriebslosigkeit da ist und wie sollte man mit diesen Phasen umgehen? Du bist sehr gnädig in diesen Dingen. Ich bin sehr gnädig in diesen Dingen, muss ich wirklich sagen. Ich habe oft wirklich Phasen schon gehabt, hat mich monatelang überhaupt nicht interessiert. Ich hab Phasen gehabt, da hat es mich, glaube ich, ein Jahr lang nicht. Interessiert und trotzdem bist du ja und.
Ich habe dazu Erfolge schon produziert, ich weiß aber nicht mehr, wie sie heißt. Die Guideline dann ist ganz erfüll deine Pflicht, also mach das, was die Pflicht ist. Das finde ich Pflichtverletzung ist kein Gut. Mach deine Pflicht und den Rest der Zeit in investierst du in Dinge, die dir gut tun, dir Freude bereiten, dein Gemüt erhellen, whatever. Und dann irgendwann kommst du auf, du willst irgendwas substanziell ändern oder du findest eh wieder zurück in den Pfad. Ihr Phasen monatelang, was mich anzieht, nicht freut, wo ich gefühlt nichts weiterbringe. Ja, aber dann passiert wieder in einem Monat mehr als andere in einem Jahr zusammenbringen. Ich bin nicht der Typ, Ich bin nicht stetig. Es gibt stetige Typen. Das bin ich nicht. Die gibt es. Ich bin es nicht.
Es gibt welche quasi Typus Dampflokomotive, konstant durchgehen bin ich nicht. Ich bin impulsiv. Energy on, Vollgas, Energy down, nix.
Aber wirklich danke fürs Teilen, weil das ist ja von jemandem mit so erfolgreichen Laufbahn wie dir das zu hören, ist wirklich erfrischend. Aber du kannst, Es gibt tausend Tricks. Es gibt tausend Tricks. Der erste Trick ist, also wenn du ein Team hast, ist es sowieso easy, weil ein Team sagt dir, wenn mehr Leute da sind, ist die Wahrscheinlichkeit größer.
Dass die Summe stetig, dass jemand übernimmt. Weißt du was ich mein? Das war das erste.
Das zweite ist, selbst wenn du jetzt EPU bist und so weiter, natürlich, klar, du hast deine Kunden, du musst abliefern, aber zum Beispiel an anderen Fronten, Marketing und Co.
Ich war jetzt ein halbes Jahr im Ausland und es hat niemand mitgekriegt und. Meine Events waren ausverkauft, ausgebucht. Jeden Tag war was auf meinem Social Media. Ich bin jetzt wieder zurückgekommen und war im Kaffeehaus und die haben, du warst jetzt auch lange nicht da und ich hab ja und wollte schon sagen, ich war im Ausland, du hast so viel zu tun, ich sehe es eh die ganze Zeit und ich hab mir gedacht, ja, that's it. Social Media, lebe hoch. Es ist die Illusion. Also es fällt nicht einmal auf, wenn es mich ein halbes Jahr nicht gefreut. Weißt du was ich mein? Danach bin ich wieder da. Du glaubst immer, die Leute schauen den ganzen Tag auf, die interessiert sich ja keiner für dich, für mich nicht, für dich nicht, für niemanden.
Es hat in diesen Dingen wahrscheinlich wirklich viel zu tun. Darüber sprichst du auch in der Vergangenheit Deinen Postkurs folgen damit, dass man den eigenen Ego in den Griff bekommt. Weil dann siehst du, dass du nicht das Zentrum der Welt bist und der Druck, der damit zusammenhängt, wegfällt und sehr.
Es hat für mich viel zu tun. Ich komme immer mehr drauf, dass dass wir alle immer besser werden dürfen, zu verstehen, wie wir individuell funktionieren. Also jetzt habe ich, ich verrate jetzt kein Geheimnis, deswegen ich glaube, er erlaubt es mir auch mit dem Alexander Zauner, meinem Business Partner gestern geplaudert. Bei dem haben wir einfach draufkommen müssen. Ich arbeite schon sehr lange mit ihm zusammen, dass einfach sein Setting ist immer mit Menschen, immer mit Menschen. Der wirkt über Menschen. Das Beste, was man Den kannst du problemlos eine ganze Woche Vormittag und Nachmittag in Kundenworkshops stecken. Da flüchte ich nach Tag drei und den kannst du auch die ganze Zeit das Team umkreisen lassen. Also alles, was mit Menschen ist, funktioniert die ganze Zeit. Setz ihnen ein Kammerl und sag du schreib jetzt bitte mal unsere Strategie oder unsere Forecastplanung für nächstes Jahr zusammen kriegt er innerhalb von zehn Minuten Burnout.
Ich glaube, das ist ganz wichtig, dass er Kakaopäste. Es ist eine Typusfrage und eine sehr individuelle Sache. Vielleicht abschließend ein Thema beschäftigt mich noch, weil du zu Recht sagst, dass vom Handwerklichen her auch Routinen sehr helfen, wenn man sich entwickelt. Ich bin oder war zumindest ein Anti Routinen Mensch.
Ich war nicht viel, fast keine. Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt eine hab. Ehrlicherweise. Aber können auch Menschen, die keine große Affinität für Routinen haben, daran arbeiten, die einzuführen oder muss man dort andere Wege finden? Ich weiß die ehrliche Antwort. Ich weiß es nicht.
Ich habe ein paar Gedanken dazu. Die eine Sache ist, ich habe jetzt im Ausland einen extrem strukturierten Tagesablauf gehabt und es war ein Traum. Ich vermiss ihn zutiefst. Das andere ist, ich habe so jetzt keine großen Routinen, was das ich meine, also wo ich sage, das mache ich alles in der Früh und das am Abend. Nein, ist aber zum Beispiel wichtig, dass ich jede Woche Freiräume habe. Ja, total. Also vielleicht reicht für einen aus, dass er einfach immer wieder paar Freiräume hat. Der andere braucht jeden Tag um sieben uhr X oder ein Morgen oder ein Abendritual. Ich habe eigentlich aktuell kein keine Routine, was eher Problem ist vielleicht. Schauen wir mal.
Philipp, danke vielmals. Total wichtiges Thema. Ich bin schon gespannt, was wir als nächstes behandeln. Danke für diese Inputs, danke für den Austausch, danke fürs Dabeisein. Tschüss.